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Titel: "Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite"     Vorheriger Beitrag | Nächster Beitrag
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Foren-Gruppen Modellbau Beitrag Nr. 639
Beitrag Nr. 639
jimknopf2004


 
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Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
04-Feb-09, 13:19 Uhr ()
Das deutsche Traditionsunternehmen Märklin ist zahlungsunfähig. Der Modelleisenbahnbauer hat beim Amtsgericht Göppingen Insolvenz angemeldet. Zuvor waren Verhandlungen über neue Kredite gescheitert - die Eigentümer erheben nun Vorwürfe gegen die Banken.

Göppingen - Dem Modelleisenbahnbauer Märklin ist das Geld ausgegangen. Gespräche mit Banken über die Verlängerung eines 50-Millionen-Euro-Kredits seien ergebnislos verlaufen, teilte das Unternehmen mit. Die Geschäftsführung habe daher beim zuständigen Amtsgericht in Göppingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.


Märklin-Eisenbahn: Insider berichten von teuren Beraterverträgen
Der Geschäftsbetrieb solle aber zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen. Das Unternehmen strebe nun eine Sanierung während des Insolvenzverfahrens an. Märklin hatte unter anderem mit der Kreissparkasse Göppingen verhandelt.

Im Kreis der Eigentümer zeigte man sich empört über die Entscheidung der Banken. "Das Verhalten der Banken ist sehr merkwürdig", sagte ein Insider zu SPIEGEL ONLINE, "vor allem zu Beginn der Spielwarenmesse". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG habe am 13. Februar ein Sanierungsgutachten vorstellen sollen. "Offensichtlich haben es die Banken nicht für nötig befunden, dieses Gutachten abzuwarten." Auch über eine Zinsstundung oder ähnliches hätten die Institute erst gar nicht verhandelt wollen.

Laut "Südwest Presse" waren die Banken mit der Geschäftspolitik der Finanzinvestoren Kingsbridge und Goldman Sachs, die Märklin vor gut drei Jahren gekauft hatten, nicht einverstanden. Die Bank sei vor allem mit den häufigen Geschäftsführerwechseln und teuren Beratungsgesellschaften nicht zufrieden. Das Blatt beruft sich auf Insider in der Finanzbranche.

Zuletzt liefen die Geschäfte etwas besser

Dem Bericht zufolge hat die Kreissparkasse 2008 rund 4,5 Millionen Euro an Wertberichtigungen wegen Märklin verbuchen müssen. Am Dienstag hatte es noch geheißen, der Spielwarenhersteller sei wegen des Weihnachtsgeschäfts noch zahlungsfähig.

Neben der Kreissparkasse ist auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Kreditgeber von Märklin. Die Kreditlinien der beiden Geldinstitute waren Ende Januar ausgelaufen.

Zuletzt waren die Geschäfte bei Märklin etwas besser gelaufen. Im Jahr 2008 konnte das Unternehmen seinen Umsatz leicht von 126 auf 128 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig senkte Märklin den Fehlbetrag im operativen Geschäft im Vergleich zu 2007. Genaue Zahlen gab das Unternehmen dazu allerdings nicht bekannt.

"Wir sind fest gewillt, in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter unser Traditionsunternehmen zu sanieren und dauerhaft im Markt zu etablieren", erklärte Geschäftsführer Dietmar Mundil. Er räumte zugleich ein, dass die Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre nicht schnell genug Wirkung gezeigt hätten.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,605441,00.html

Chris

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Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, jimknopf2004, 04-Feb-09, 13:19 Uhr, (0)
  RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, larsi, 04-Feb-09, 21:42 Uhr, (1)
     RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, Wutwi, 05-Feb-09, 08:26 Uhr, (2)
     RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, Empire, 05-Feb-09, 09:36 Uhr, (3)
         RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, michael86, 05-Feb-09, 22:52 Uhr, (4)
             RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, jimknopf2004, 05-Feb-09, 23:29 Uhr, (5)
                 RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, larsi, 06-Feb-09, 13:12 Uhr, (6)
                 RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, vestermike, 06-Feb-09, 16:15 Uhr, (7)
                     RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, VT 340, 06-Feb-09, 22:09 Uhr, (8)
                         RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite, larsi, 07-Feb-09, 08:46 Uhr, (9)
                 OT: richtiges Hobby, MarcelR, 07-Feb-09, 09:06 Uhr, (10)
                     RE: OT: richtiges Hobby, Neptun, 07-Feb-09, 09:15 Uhr, (11)
                         RE: OT: richtiges Hobby, larsi, 07-Feb-09, 20:40 Uhr, (13)
                     RE: OT: richtiges Hobby, jimknopf2004, 07-Feb-09, 19:48 Uhr, (12)
                         RE: OT: richtiges Hobby, Phantafreak2000, 07-Feb-09, 22:04 Uhr, (14)
                             RE: OT: richtiges Hobby, MarcelR, 07-Feb-09, 22:08 Uhr, (15)
                                 RE: OT: richtiges Hobby, Dasdi, 09-Feb-09, 08:53 Uhr, (20)
                                     RE: OT: richtiges Hobby, MarcelR, 09-Feb-09, 09:32 Uhr, (21)
                                         RE: OT: richtiges Hobby, Dasdi, 09-Feb-09, 09:56 Uhr, (22)
                         RE: OT: richtiges Hobby, MarcelR, 07-Feb-09, 22:32 Uhr, (16)
                             RE: OT: richtiges Hobby, larsi, 08-Feb-09, 08:46 Uhr, (17)
                                 RE: OT: richtiges Hobby, Morrrpheus, 08-Feb-09, 09:00 Uhr, (18)
                                     RE: OT: richtiges Hobby, knopfy, 08-Feb-09, 14:53 Uhr, (19)
                     RE: OT: richtiges Hobby, VT 340, 09-Feb-09, 11:14 Uhr, (23)
                         RE: OT: richtiges Hobby, MarcelR, 09-Feb-09, 11:22 Uhr, (24)
                             RE: OT: richtiges Hobby, VT 340, 10-Feb-09, 00:09 Uhr, (26)
                         RE: OT: richtiges Hobby, vestermike, 09-Feb-09, 12:10 Uhr, (25)
                             Neues von der Märklin-Pleite, larsi, 18-Feb-09, 15:47 Uhr, (27)
                                 RE: Neues von der Märklin-Pleite, larsi, 18-Feb-09, 15:51 Uhr, (28)
                                     RE: Neues von der Märklin-Pleite, larsi, 25-Feb-09, 13:51 Uhr, (29)
                                 FTD: Märklin - Der große Eisenbahnraub, Boris, 25-Feb-09, 22:29 Uhr, (30)

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larsi
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1. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
04-Feb-09, 21:42 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 0
 
Wenn wundert das Märklin insolvent ist.

Jahre lang am Kunde vorbei produziert.

Preispolitik, dass es einem den Vogel raus haut.
Die Modelle sind zum größten Teil überteuert.

Für einen Rungenwagen 25€

Zum Vergleich Roco 18€ der mir persönlich besser gefällt.

Ich war mal überzeugter Märklinist
Aber ich muss sagen, andere Hersteller haben auch schöne Modelle,
zu vernünftigeren Preisen.

Kundenservice dass es der Sau graust.
Schon live erlebt.

Ersatzteil auf der Homepage 4,99€ .
Aussage im Museum 15,99€
Bei meinem Händler des Vertrauens 2,50€

Anfragen werden erst nach Monaten oder gar nicht beantwortet.

Da wundert es jemand, dass Märklin Kunden verloren hat bzw. kaum neue gewinnt.

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Wutwi


 
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2. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
05-Feb-09, 08:26 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 1
 
So ist das, wenn Konzerne Familienunternehmen schlucken.

Märklin Senior wird sich ins Fäustchen lachen (die Übernahme war nicht freiwillig) und in Garmisch mit seinem Oldtimer (Mercedes Benz 300 C 1957) ein paar Runden drehen...

Gruß Wutwi
I survived "Werdenfelser Oldtimer Festival" 4 times!

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Empire


 

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3. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
05-Feb-09, 09:36 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 1
 
Das stimmt allerdings, die Märklin-Produkte sind einfach zu teuer. Damals hat man die alte Eisenbahn vom Opa vererbt bekommen und hat sich vielleicht noch ein paar Schienen oder Züge dazu gekauft, doch wer hat heute noch den Platz oder das übrige Geld sich so einem Hobby hinzugeben?!.

Ich bewundere immer die Grossanlagen, wenn man überlegt was da an Werten auf den Schienen rumgurkt. Ich meine jetzt nicht die Anlage der Hammburger, die kann ich nicht leiden , eher sowas wie das hier --> http://www.freymodell.de .

Habe mir die Anlage mal angeschaut, das ist der Hammer... da ich in Cannstatt bzw. Stuttgart aufgewachsen bin, kenne ich jede Ecke und der Erbauer dieser Anlage hat wirklich jedes Detail eingebracht und ein haufen Kohle in das Projekt geballert.

Warscheinlich wird die Pleite eher die Grossbauer treffen, falls das Unternehmen nicht mehr gerettet werden kann. Der Heimbastler, der sich die Anlage an Weihnachten ins Wohnzimmer stellt, dem ist es doch egal ob da Märklin made in China oder sonst was draufsteht.
Schade ist es aber auf jeden fall, wir haben auch noch einige Züge im Schrank stehen, aber mir ist das einfach zu fuzelig da nochmal eine Platte aufzubauen.
Märklin ist schon lange nicht mehr das was es mal war, daher: Platz für Neues/Anderes.

Das Unternehmen ist ausgebrannt und wird auch wärend der Insolvenz nicht mehr hoch kommen. Die Zeiten sind vorbei wo man Abends mit der Familie an einem Tisch rumsitzt und sich anschaute wie die Züge im Kreis fahren...

Wie gesagt, ich bewundere diese Grossanlagen immer wieder und ich schau sie mir auch gerne an, egal ob Märklin oder Roco oder was da sonst so rumfährt... da kann man sich zu tode knipsen .

Mal sehn wie sich die Firma Faller in der Zukunft macht, ich habs so im Urin, daß das der nächste Kandiat sein könnte.


Good Bye Märklin


Die besten Grüße PAPArazzie


www.empire-fotografie.de | www.tripsdrill-info.de | www.coasterprints.de
... FTW - 1%.

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michael86


 

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4. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
05-Feb-09, 22:52 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 3
 

>
>Mal sehn wie sich die Firma Faller in der Zukunft macht, ich habs so im Urin, daß das
>der nächste Kandiat sein könnte.
>

Die Neuheiten von Faller sind ja heuer auch nicht der bringer. Märklin hat das Problem das ALLES Überteuert ist und andere Hersteller das selbe billiger verkaufen.
Roco hat das mit der Insolvenz ja schon durch!

Einfachheit ist das Resultat der Reife.

michael86

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jimknopf2004


 
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5. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
05-Feb-09, 23:29 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 4
 
Auch wenn Märklin sehr teuer ist gegenüber anderen Herstellern, ist das Qualitativ aller erste Sahne. Ich bin seit 22 Jahren Modellbauer und habe 3 Anlagen und habe noch nie Probleme gehabt. Ich bin nun mal ein Vollblut Eisenbahner so wie es bei uns in der Familie üblich ist. Nur die Zeiten haben sich drastisch geändert. Die heutige Jugend sitzt vor dem PC oder der Spielekonsole und die meisten Eltern haben kein Geld für ein richtiges Hobby übrig. Was die Fa. FALLER betrifft kann ich nur sagen, dass es andere Hersteller gibt, die die gleichen Produkte zum günstigeren Preis herstellen. Doch kann man Gebäude nicht mit Fahrzeugen vergleichen. Fahrzeuge müssen wie ein Schweizer Uhrwerk laufen, das schafft kaum ein anderer Hersteller.

Chris

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larsi
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6. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
06-Feb-09, 13:12 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 5
 
Das mit der Qualität würde ich so nicht unterschreiben.

Da Haben wir im Verein, so unsere erfahrung.
Mechanisch belastete Lötstellen , Dekoder abstürze usw.

Ich kenne da einige nette geschichten zum Thema wie Märklin seine Preise macht.

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vestermike

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7. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
06-Feb-09, 16:15 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 5
 
Bei den Preisen für Modelleisenbahnen und Zubehör ist es für mich bei den ganzen Alternativen, die es inzwischen gibt, völlig nachvollziehbar, daß das Zeugs in den Läden liegen bleibt. Ich glaube nicht, daß es heutzutage noch allzu viele Leute gibt, die 200 EUR für ein kleines Gleisoval mit einem Zug ausgeben wollen. Und dafür, daß beispielsweise ein Kirmes-Plastik-Bausatz von Faller auch fast 100 EUR und mehr kostet, habe ich auch nicht wirklich Verständnis...

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VT 340


 

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8. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
06-Feb-09, 22:09 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 7
 
daß beispielsweise ein Kirmes-Plastik-Bausatz von Faller auch fast 100 EUR und mehr kostet, habe ich auch nicht wirklich Verständnis...

Dass dir 100 Euro subjektiv zu viel Geld sind für einen haufen Plstik ist nachvollziehbar, aber wie oft soll man die "Spritzguss-Formen sind extrem teuer" Geschichte eigentlich noch erzählen?

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larsi
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9. RE: Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist pleite
07-Feb-09, 08:46 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 8
 
Die Preise, egal bei welchem Hersteller, wären zum Teil drückbar für die Modelle.

Als aktuelles Beispiel Märklin.

Wenn man sich mal einen Katalog aus den vergangenen Jahren anschaut, waren sehr viele "einmalige Auflage " dabei. Je weniger mit einer Form produziert wird, desto höher werden die Preise, da die Formkosten umgelegt werden.

Das ist zum Teil in meinen Augen der Fehler der Modellbahnindustrie.
Immer kleinere Serien = Mehraufwand = Höhere Produktionskosten.

Versuch der indirekten Erpressung durch zuviele Einmalauflagen.

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MarcelR

 
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10. OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 09:06 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 5
 
Letzte Bearbeitung am 07-Feb-09 um 09:10 Uhr ()
>Nur die Zeiten haben sich drastisch geändert. Die heutige Jugend
>sitzt vor dem PC oder der Spielekonsole und die meisten Eltern haben kein Geld für ein
>richtiges Hobby übrig.

Ich bin nun mal ein Vollblut-Gamer so wie es bei uns in der Familie üblich ist. Und das nun seit über 22 Jahren. Ich habe über 30 verschiedene Konsolen besessen, über 800 Spiele gespielt, und jedes M$-Betriebssystem bis auf Vista "durchgespielt". Du solltest nur weil Du schonmal heißes Lötzinn an den Fingern hattest nicht so abfällig über die "heutige Jugend" urteilen, vorallem nicht in Deinem Alter. Und Du solltest nicht so abfällig über richtige und unrichtige Hobbys urteilen, nur weil Du der Überzeugung bist, nur Dein Hobby sei das einzig wahre. Denn nicht jeder, dem Opa schon mal ein paar Schienen geschenkt hat, wird aus Deiner Sicht ein besserer Mensch, und nicht jeder, der schon mal einen Controller in die Hand genommen hat, zum massenmordenden Ego-Shooter-Junkie. Und nicht jeder, der ein Hobby, und sei es Schmetterlingesammeln oder Leistungs-Minigolf, muss dafür der Eltern auf der Tasche liegen...

Edit: Vielleicht liegt der Untergang der Modelleisenbahn ja auch daran, dass es heute insgesamt viel mehr Angebote gibt, seine Freizeit sinnvoll zu gestalten. Und vielleicht auch daran, dass der überteuerte Modellbau Eisenbahn nie sein miefiges Image von in den Keller verbannten Eigenbrödtlern abgelegt hat...?!

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Neptun


 

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11. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 09:15 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 10
 
>Und vielleicht
>auch daran, dass der überteuerte Modellbau Eisenbahn nie sein miefiges Image von in den
>Keller verbannten Eigenbrödtlern abgelegt hat...?!

...also sind die Hobbys Modellbahn und PC-Games doch durchaus vergleichbar...

Von im Keller lebenden WoW-Spielern gehörte Grüße,


Micha


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larsi
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13. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 20:40 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 11
 
Es gibt auch Leute die nicht im dunklen Keller an ihrer Modellbahn bauen,
sondern in Vereinen sind.

Ich bin selber im Verein und muss sagen, dass Modellbahner sehr gesellige Menschen sind.

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jimknopf2004


 
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12. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 19:48 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 10
 
Ich wollte nicht sagen, dass Modellbau / Modelleisenbahn, das einzig richtige Hobby ist. Ich wollte auch nicht den "Gamern" auf die Füsse treten. Ich spiele auch ein paar Spiele auf dem PC und besitze keine Spielekonsole mehr. Eigentlich wollte ich zum Ausdruck bringen, dass die heutige Jugend meistens nur ein einziges Hobby hat, wenn überhaupt. Anstatt vielleicht mehrere. Da kann natürlich auch das Computerspielen dabei sein. Als Ausgleich sollte vielleicht noch eine Sportart dabei sein oder Musik.

Ganz Deutschland meckert über die heutigen Schüler, dass diese gerade in Naturwissenschaftlichen Fächern nicht die Leuchten sind. Wenn man dann z.B. Modellbau betreibt, kann man viel Naturwissenschaft erleben und verstehen. Na ja, Fakt ist, dass jedes Hobby nunmal Geld kostet. Das eine mehr, das andere weniger.

Chris

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Phantafreak2000
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14. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 22:04 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 12
 
Ich stimme dir da voll zu!
Die Computer-Multimedia Industrie bekommt immer mehr Beliebtheit, was ja verständlich und nicht verkehrt ist. Auch ich habe 2 Spielekonsolen und 2 PC's und spiele gerne damit. Allerdings bastel ich auch gerne an meiner Z-Anlage rum. Doch wenn ich in meinem Bekanntenkreis mich umhöre bekomme ich immer zur Antwort: "Eisenbahn ist doch was für Opas und Menschen mit viel Geld!"
Das letztere stimmt wohl mittlerweile aber es ist eben so. Alles ist teurer geworden. Ändern lässt es sich jedenfalls nicht. Wobei wenn einer sein Hobby liebt, dann ist ihm das wirklich egal, was es kostet.
Der Faktor hier ist einfach nur die Zeit. Wenn ich etwas unbedingt haben möchte, dann spar ich darauf bis ich es habe. Sei es eine Lok oder eben ein neuer Computer (Gamercomputer sind nämlich auch nicht gerade geschenkt und ein Spiel kostet mittlerweile ja auch um die 60 Euro).

Ich jedenfalls finde es sehr schade das Märklin Insolvenz angemeldet hat, wobei ich aber überzeugt bin, dass sich ein Investor für eine der bekanntesten Marken deutschlands finden wird.

Ich blicke optimistisch in die Zukunft.

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MarcelR

 
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15. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 22:08 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 14
 
>Ich jedenfalls finde es sehr schade das Märklin Insolvenz angemeldet hat, wobei ich
>aber überzeugt bin, dass sich ein Investor für eine der bekanntesten Marken
>deutschlands finden wird.

Jo, irgendeine Heuschrecke wird sich schon finden, die den Namen auswalzt bis zum geht nicht mehr. Schlechte Beispiele gibts genug - um im Bild zu bleiben: Atari, Commodore. Gute hingegen ziemlich wenige. Für ne kleine Mark kaufen, mit China-Driss díe Orange auspressen, und das wars dann. Imho ist Märklin mit der Insolvenz auch gleichzeitig in den Tod gegangen...

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Dasdi


 

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20. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 08:53 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 15
 
>Jo, irgendeine Heuschrecke wird sich schon finden, die den Namen auswalzt bis zum geht
>nicht mehr.

Nicht ganz! Märklin wurde schon vor einigen Jahren durch eine Investorengruppe übernommen. Und das nicht, um sie auszuschlachten, sondern weil sie damals schon kurz vor der Pleite standen und die Banken diese Übernahme erzwangen, um neue Darlehen gewähren zu können.
Wenn es diese "Heuschrecke" also nicht gegeben hätte, wäre vielleicht dieser Thread hier schon 2007 erschienen.
Egal wie, wünschen wir der Firma für die Zukunft alles Gute, egal wohin die Reise geht...

Was ist Zynisch? - Wurst im eigenen Darm! (Hagen Rether)

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MarcelR

 
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21. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 09:32 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 20
 
Da ich kein Politiker bin, weiss ich durchaus zwischen Investment und Leichenfledderei zu unterscheiden. Und sehr viel mehr, als letzteres wird nach dem bereits erfolgten (erfolglosen) Einstieg eines Investors nicht mehr überbleiben... oder wie sieht das der Weltwirtschaftsexperte aus Herford?!

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Dasdi


 

1141 Beiträge
 
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22. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 09:56 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 21
 
>Da ich kein Politiker bin, weiss ich durchaus zwischen Investment und Leichenfledderei
>zu unterscheiden. Und sehr viel mehr, als letzteres wird nach dem bereits erfolgten
>(erfolglosen) Einstieg eines Investors nicht mehr überbleiben... oder wie sieht das der
>Weltwirtschaftsexperte aus Herford?!

Das ist der Unterschied zum wesentlich kompetenteren Experten aus Bochum - ich prognostiziere weder das eine oder andere.
Möglich ist alles! Eine Insolvenz kann auch positive Aspekte haben, wenn vorher alles daneben war. Yes, we can!
Ich wünsche der Firma und den Arbeitnehmern nur die beste Lösung; wie ich bereits schrieb!
PUNKT!

Was ist Zynisch? - Wurst im eigenen Darm! (Hagen Rether)

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MarcelR

 
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16. RE: OT: richtiges Hobby
07-Feb-09, 22:32 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 12
 
>Eigentlich wollte ich zum
>Ausdruck bringen, dass die heutige Jugend meistens nur ein einziges Hobby hat, wenn
>überhaupt.

Wenn sie denn dann ein Hobby hat, dann ist es doch gut! Man muss nicht zwangsläufig mehr als ein Hobby haben, denn:

Ein Hobby (Plural: Hobbys) oder Steckenpferd ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich.

Allerdings glaube ich, dass "die Jugend von heute" ganz und gar nicht nur eine Lieblingsbeschäftigung oder weniger hat. Im Gegenteil, in Anbetracht der gestiegenen Möglichkeiten seit Opas Zeiten dürfte sich die Zahl der als Hobby empfundenen Tätigkeiten nicht unbedingt verringert haben. Viel mehr liegt der Schluß nahe, dass es heute mindestens genauso viele Menschen (auch junge Menschen) gibt, die wenigstens eine, wenn nicht gar mehrere Lieblingsbeschäftigungen haben. Nur beschränkt sich die Auswahl der Möglichkeiten nicht mehr auf einen geringen Kreis, und die Präferenzen haben sich geändert. Schon mein verstorbener Großvater beklagte, dass "die heutige Jugend" keine Brummkreisel mehr baut, oder Stockball spielt - das hat er erzählt, da war ich ca 8 und ich glaube, selbiges hat er schon meinem Vater im gleichen Alter geklagt. Na, und? Die Zeiten wandeln sich eben. Eigene Transistorradios löten und mit Katzenhaaren trimmen ist auch nicht mehr in - ist deshalb die jetzige "Generation von heute" schlechter?

Ich glaube, das schlimmste, was man als Midager (also derjenige, der noch die Altvorderen und Altaltvorderen hat, und gleichzeitig auf Jüngere blickt) tun kann, ist zu behaupten: Die Generation von heute... in welcher Färbung auch immer. Ich erlebe die "Generation von heute", also all jene, die entweder meine Kinder sein könnten, oder mehr als 12 Jahre jünger sind als ich, als mindestens genauso aufgeschlossen, neugierig und begeisterungsfähig. Mit all den Ausnahmen an Triefnasen, die es auch in meiner Generation gab und gibt.

Fakt ist: Märklin hat es über Jahrzehnte verpennt, versäumt und ignoriert, eine neue Klientel zu generieren. Man hat sich immer weiter exklusiviert. Immer noch speziellere Sachen für einen Kundenkreis, den es schon gab. Ja, ich kenne die "Innovationen" a la Digtalsteuerung usw - nur diese haben nie und nimmer neue Interessenten angesprochen, sondern haben versucht, mit noch gesalzeneren Preisen die bereits aquirierte Klientel abzuschöpfen.

Oder einfach gesprochen: Für die verfehlte Firmenpolitik Märklins die "Jugend von heute" verantwortlich zu machen, qualifiziert meiner Meinung nach sofort für die Übernahme des Wirtschaftsministeriums von Müllermeister Michael Glos... der Job ist gerade vakant. Trau Dich!

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larsi
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17. RE: OT: richtiges Hobby
08-Feb-09, 08:46 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 16
 
Ich habe auf Börsen und Austellung viele Kinder gesehen mit srahlenden Augen, auch Erwachsene.

Nach einigen Gesprächen mit vielen Leuten hat sich herauskristalisiert, dass ihnen bzw. ihren Kindern es schon gefallen würde, aber dass es schlichtweg finanziell nicht drin ist.

Märklin hat wirklich geschlafen auch vor der Investorengruppe.

Wenn schon die Ausage von einem Vorstandsmitglied kommt, genauer gesagt von einem Herrn Dietz : "Wenn wir nur noch die Hälfte verkaufen, dann machen wir es halt doppelt so teuer. oder "Ich bin sehr froh, dass niemand im Vorstand was mit Modellbahn am Hut hat.

Das Problem ist einfach das sich die Firma Märklin an 15 Prozent des Marktes orientiert.
Nämlich den Nietenzählern und Pufferküssern.

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Morrrpheus
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590 Beiträge
 
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18. RE: OT: richtiges Hobby
08-Feb-09, 09:00 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 17
 
Ich gehöre auch dazu. Hab vor etlichn Jahren so ein Starterset von Merklin bekommen und wollte auch immer eine richtige Anlage. Aber wenn man dann mal so grob überschlägt, was das kostet, nur mal die Schienen und dann noch zwei oder drei Züge. Wenn man dann auch noch eine schön gestaltete Anlage mit ein paar Häuschen und Autos haben möchte, da muss man schon einen sehr deutlichen 4-stelligen Betrag einplanen. Und das schreckt ab!

Mittlerweile bin ich etwas älter und ja, ich bereue es bis jetzt nicht, keine Anlage zu haben.
________________
Morrrpheus

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knopfy

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19. RE: OT: richtiges Hobby
08-Feb-09, 14:53 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 18
 
Letzte Bearbeitung am 08-Feb-09 um 14:54 Uhr ()
Und genau hier muss ich entgegnen: Wenn man sich nur aufgrund nicht sofort vorhandener finanzieller Mittel von etwas abhalten lässt, was einen im Grunde interessieren würde, selber schuld. a) sparen oder b) kreativ sein, wie man Ersatz finden kann, was eben NICHT so eminent teuer ist (Ebay, Modellbaubörsen usw)...traut euch. Eine Anlage ist eben nicht wie ein PC oder Konsole einaml kaufen und gut, sondern sie lebt und wächst

knopfy
(derwoimmernochvielmaterialimkellerhatundirgendwannwiederaufbaut)

knopfy
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VT 340


 

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23. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 11:14 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 10
 
Auch wenn Löten und Ballern unter Umständen beides Einsam macht und sich im heimischen Bastelkeller abspielt, so ist dennoch Unsinn beides nebeneinander zu positionieren.
Es ist ein großer Unterschied ob ich bereit bin für etwas (z.B Radio zusammenlöten) viel Arbeit und Verständnis aufbringe und mich letztendlich an Wissenszuwachs und Erkenntnisgewinn efreue, oder Spaß am passiven Konsum habe.
Mir fällt spontan kaum ein Modehobby ein welches Einarbeitung oder größeres Sachverständnis vorrausetzt - das Bedürfnis sich ernsthaft mit einem Thema zu beschäftigen scheint ausgestorben zu sein. Das gilt natürlich auch für Modellbauer und Bastler die immer mehr Fertigprodukte haben wollen und oft selbst mit den einfachsten Lötarbeiten überfordert sind.

Zum Glück gibt es auch Ausnahmen!
Du kannst ja mal auf eine kalte Fritz-Kola vorbei kommen, ist ja direkt bei dir um die Ecke

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MarcelR

 
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24. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 11:22 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 23
 
Wenn mal ein Workshop zum Thema "Pandora Batterie" und die Homebrewfähigkeit der PSP slim angeboten wird, dann komm ich gerne mal vorbei. Aber nur, wenns Fritz Kola auch coffeinfrei gibt...

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VT 340


 

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26. RE: OT: richtiges Hobby
10-Feb-09, 00:09 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 24
 
Letzte Bearbeitung am 10-Feb-09 um 00:13 Uhr ()
Falls es das mal gibt sag ich dir Bescheid!
Momentan steht eher die Labor-Automatisierung mittels RFID und irgendwelcher Open Source Linuxkram im Vordergrund von dem ich keine Ahnung habe
Spontan fällt mir nur das selbstprogrammierte Tetris auf der LED-Matrix ein.

@Mike
Mag sein, aber damit repräsentiert er definitiv nicht den 15 Jährigen Standardgamer...


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vestermike

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25. RE: OT: richtiges Hobby
09-Feb-09, 12:10 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 23
 
Meister des Schubladendenkens,

ich wage einfach mal zu behaupten, daß sich der WOW-Experte aus dem Mainzer Keller mit seinem Hobby mindestens genauso ernsthaft beschäftigt hat wie Du mit Deinem Modellbaukrams.

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larsi
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27. Neues von der Märklin-Pleite
18-Feb-09, 15:47 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 25
 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Märklin-Pleite

Die Pleite des Modellbahnherstellers Märklin hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf den Plan gerufen. Ein Sprecherin sagte, es sei in den vergangenen Tagen eine Anzeige eingegangen. „Wir prüfen, ob wir Ermittlungen einleiten.“ Hintergrund der Anzeige sind offenbar die Millionenhonorare für Berater, die der Modellbahnhersteller in den vergangenen Jahren hatte aufbringen müssen. Märklin hatte am 4. Februar Insolvenz angemeldet.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta sieht Chancen das Unternehmen zu retten. Er hatte früheren Angaben zufolge kritisiert, dass Märklin für Beraterhonorare über drei Jahre insgesamt 40 Millionen Euro zahlen musste. Dabei habe sich auch Eigner Kingsbridge bedient, der sich Managementgebühren auszahlen ließ.

Kingsbridge und Goldman Sachs hatten die Firma im Frühjahr 2006 gekauft, als diese zum ersten Mal vor der Pleite stand. Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters sagte, bei Märklin würden immer noch die Bücher geprüft. Für das Unternehmen gebe es mehrere Interessenten. Aber bevor man nicht wisse, wie die Zahlen aussehen könne man auch keinen Kaufpreis festlegen.

Der Geschäftsbetrieb bei dem Modellbahnhersteller läuft trotz der Insolvenz weiter. In Deutschland sind an den Standorten Göppingen etwa 650 und Nürnberg rund 60 Mitarbeiter von der Pleite betroffen.

Sie sollen bis zum 20. Februar zumindest ihr bisher nicht gezahltes Januar-Gehalt bekommen. Es werde von einer Bank vorfinanziert, sagte die Sprecherin des Insolvenzverwalters.

Wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist, werde das Darlehen von der Bundesagentur für Arbeit ausgeglichen. Maximal wird drei Monate lang Insolvenzgeld gezahlt. Das Verfahren muss daher spätestens zum 1. April eröffnet werden.

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larsi
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28. RE: Neues von der Märklin-Pleite
18-Feb-09, 15:51 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 27
 
Letzte Bearbeitung am 18-Feb-09 um 15:53 Uhr ()
Märklin-Fans versuchen das Unternehmen zu retten


dpa Märklin ist insolvent.Die Modelleisenbahnen mit Spurweite H0 sind Legende. Hersteller Märklin ist in der Insolvenz und die Modellbahnfans versuchen alles, um das Unternehmen vor dem Aus zu retten. Die Verkaufszahlen steigen und einige Fans senden Geldspenden an die schwäbische Firma, andere bieten Kredite an.

Der Modellbahnfreund richtete seinen Brief direkt an die Geschäftsleitung. Er wolle der Firma Märklin eine Spende zukommen lassen, schrieb der Mann, „150 Euro, für jedes Jahr des Firmenbestehens einen“. Andere Kunden boten dem schwäbischen Modellbahnbauer, der vergangene Woche Insolvenz anmeldete, zinslose Kredite an. Die nächsten kauften aus lauter Verbundenheit „paketeweise neue Schienen und Signalanlagen“: Roland Gaugele, der 57-jährige Sprecher des schwäbischen Traditionsbetriebes, versucht, nicht allzu gerührt zu klingen.

Es hört sich an, als müsse der Untergang einer heilen Welt verhindert werden, einer Welt im Modell 1:87, Spurweite H0. Besorgte Modellbahnfreunde bombardierten mit ihren Anfragen die Internetseite des Konzerns, bis diese abstürzte – sie wollten nur Nachschub bestellen. „Bei uns geht das Geschäft dieser Tage so gut wie sonst nur an Weihnachten“, sagt Gaugele.

Warum die Märklin-Eisenbahn aus der Spur geriet
Märklin-Insolvenzverwalter feuert alle Berater
Insolvenzverwalter sucht nach Käufern für Märklin
Was bei Märklin schief gelaufen ist
Der Sprecher steht mit dem Handy neben den immergrünen Bergen einer Modellbahnanlage in der Göppinger Märklin-Erlebniswelt und gibt Interviews. Verschiedene Fernsehsender waren gerade da, selbst die größte japanische Zeitung hat einen Reporter geschickt. Allen hat Gaugele versichert: Die Produktion gehe weiter, die angekündigten Modelle würden ausgeliefert. Auch die Löhne seien durch das Insolvenzverfahren für die nächsten drei Monate gesichert. Die 650 Mitarbeiter im Göppinger Werk seien besorgt, „aber sehr motiviert, dazu beizutragen, dass es mit Märklin weitergeht“. Roland Gaugele, 57 Jahre alt, arbeitet seit 30 Jahren in dem Unternehmen.

Bisher bestand seine Aufgabe vor allem darin, präzise Auskünfte über Modelle, Baujahre und Spurweiten zu geben. Für die Nürnberger Spielwarenmesse hatten er und seine Kollegen sich mit drei neuen „Krokodilen“ gewappnet: Elegante Loks nach historischem Vorbild in der limitierten Auflage von nur 1859 Stück. Sie sollten am „Neuheitentag“ vorgestellt werden. 1859 ist das Gründungsjahr der Modellbahnfirma. 2009 könnte ihr letztes sein. Dies war die Neuheit, die sich auf der Messe als Erstes herumsprach.

1499 Euro kosten die drei „Krokodile“ – ein stolzer Preis. Doch das Unglück der schwäbischen Spielzeugeisenbahn sind nicht allein hohe Verkaufspreise. Das spießige Image ist sprichwörtlich, die Kundschaft wurde immer älter. Und dann die Krise. Seine Firma habe selbst die Weltwirtschaftskrise 1929 unbeschadet überstanden, erwidert Gaugele: „Sammler mit Geld wird es immer geben“, sagt er, der selbst Sammler ist.

2006 stand der Konzern vor der Pleite, der britische Investor Kingsbridge stieg ein. Doch die Verluste blieben. Der Insolvenzverwalter Michael Pluta aus Ulm setzte nun als Erstes die Berater vor die Tür. Inzwischen hätten sich Dutzende Kaufinteressenten gemeldet, sagte er der „Financial Times Deutschland“. Ab April wolle man versuchen, Märklin zu verkaufen. Es dürfte die allerletzte Chance sein.

Märklin-Sprecher Gaugele bleibt vorerst nur, über die Bahnen zu sprechen, in denen seine Welt bisher verlief. Gründer Wilhelm Theodor Friedrich Märklin stellte ursprünglich Blechspielzeug her, Puppenküchen für höhere Töchter waren der erste Erfolg. Göppingen, gelegen am Rande der Schwäbischen Alb, kam im 19.?Jahrhundert durch die Metallverarbeitung zu Wohlstand. Knapp 60?000 Einwohner leben heute hier, winzige Arbeiterhäuschen, Unternehmervillen und alte Fabrikhallen erzählen vom einstigen Aufbruch. Viele Firmen sind längst verschwunden. Nun ist Märklin das wichtigste Gesprächsthema. Göppingens Bürgermeister kündigte gerade trotzig eine „Solidaritätsausstellung“ im Rathaus an: „Wir wollen zeigen, dass Göppingen zu Märklin steht.“

Links hinten in der Märklin-Erlebniswelt in Göppingen, einer Mischung aus Ausstellung und Verkauf, stehen in einer Glasvitrine die großen, historischen Lokomotiven aus der Anfangszeit von Märklin. Ein bisschen behäbig und rund sehen sie aus, wie dicke Tanten. Nur eine macht einen höchst mitgenommenen Eindruck: total zerknautscht, nur noch ein Haufen buntes Blech. „Sie fiel 1938 während des Weihnachtsgeschäfts aus einem Postzug und wurde vom Gegenzug überrollt“, kommentiert Roland Gaugele.

Nach dem Unfall sei die Lok ins Märklin-Archiv aufgenommen worden. Irgendjemand muss geahnt haben, dass selbst eine heile Welt wie die der Modellbahnen nicht ohne Katastrophen auskommt. Die zerknautschte Lok, sagt Gaugele, sei das meistfotografierte Motiv der Erlebniswelt. „Und zwar schon lange, bevor von der Insolvenz je die Rede war.“

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larsi
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29. RE: Neues von der Märklin-Pleite
25-Feb-09, 13:51 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 28
 
Schlammschlacht gefährdet Zukunft von Märklin


dpa Der bisherige Besitzer der Spielzeugfirma liefert sich einen juristischen Schlagabtausch mit dem Insolvenzverwalter. Der Finanzinvestor will nicht den Vorwurf auf sich sitzen lassen, er habe Märklin ausgeplündert. Das Gerangel bedroht die Zukunft des Traditionsunternehmens.

Die Investition der Firma Kingsbridge beim insolventen Spielwarenhersteller Märklin ist ein einziger Misserfolg. Der Finanzinvestor kam, sah und verlor sein ganzes Geld. Was er nun offenbar nicht auch noch verlieren will, ist den Ruf, ein seriöses Unternehmen zu sein. Deswegen geht Kingsbridge nun mit juristischen Mitteln gegen Insolvenzverwalter Michael Pluta und seine Kanzlei vor. Die Treuhänder hatten dem Investor indirekt Ahnungslosigkeit, fahrlässiges Verhalten und teils sogar böse Absichten bei der Investition in den Spielzeughersteller unterstellt.

Märklin hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet. Betroffen davon sind derzeit nur die deutschen Standorte mit rund 700 Beschäftigten, die meisten davon in Göppingen nahe Stuttgart. Das ungarische Werk konnte seinen Verpflichtungen bislang noch nachkommen. In der Folge war bekannt geworden, dass innerhalb dreier Jahre 40 Mio. Euro an Beraterhonoraren bezahlt wurden. Nennenswerten Gewinn hat das Unternehmen mit rund 120 Mio. Euro Jahresumsatz in dieser Zeit nicht gemacht.


Kurz nach der Pleite unterstellte der Insolvenzverwalter nun den Investoren in einem Interview, Kingsbridge habe Zwischengesellschaften aufgebaut, um zu verhindern, dass jemand die Geldgeber in Haftung nehme. Plutas Statthalter Fritz Zanker legte zwischenzeitlich noch nach: Der Investor habe Märklin regelrecht ausbluten lassen und Mitarbeitern Schweigegeld bezahlt, damit sie dieses Vorgehen verschweigen.

Gegen diese Vorwürfe läuft Kingsbridge nun Sturm. "Die Behauptungen des Insolvenzverwalters sind absurd und völlig unwahr“, teilte Mathias Hink, Partner von Kingsbridge, mit. Es sei möglicherweise nicht alles richtig gemacht worden. Dennoch habe der Investor alles versucht, um für das zum Zeitpunkt der Übernahme bereits vor der Insolvenz stehende Unternehmen Märklin eine Zukunft zu schaffen.

Die Anwälte Hinks sprachen in ihrem Unterlassungsverlangen sogar von „Kriminalisierung“ der Investoren. Die Äußerung Plutas mit den Zwischengesellschaften sei zudem ehrschädigend, weil sie unterstelle, dass Kingsbridge von vornherein mit der Entstehung von Haftungsansprüchen gerechnet habe – was durchaus juristische Folgen haben könnte, wenn es unwidersprochen bleibt. Die Kingsbridge-Anwälte verlangen nun eine Unterlassungserklärung von Pluta und seinen Kollegen. Weitere rechtliche Schritte erfolgten mit „hoher Wahrscheinlichkeit“, so ein Sprecher. Insolvenzverwalter Pluta schweigt. „Wir äußern uns erst, wenn das geprüft worden ist“, hieß es.

Das ist nicht der einzige Brandherd, den Plutas Kanzlei grade in Sachen Märklin bekämpfen muss. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Geschäftsführer des Märklin-Werks in Ungarn, Karlheinz Menrad, entlassen wurde. Die Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Südwest Presse“. Gründe nannte sie nicht.

Nach Angaben der Zeitung soll Menrad kurz vor der Insolvenz rund 104.000 Euro an die Adler Toys Beteiligungs GmbH überwiesen haben. Chef dieser von der Insolvenz nicht betroffenen Märklin-Dachgesellschaft sei er selbst, heißt es.

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Boris


 
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30. FTD: Märklin - Der große Eisenbahnraub
25-Feb-09, 22:29 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 27
 
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Agenda-M%E4rklin-Der-gro%DFe-Eisenbahnraub/475799.html?nv=cd-topnews


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