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Foren-Name: Tagesberichte & Fotoserien
Beitrag Nr.: 4590
#0, NEPAL & TIBET
Geschrieben von WP am 24-Apr-19 um 18:12 Uhr

A photo report in a fascinating, different world!

#1, Route
Geschrieben von WP am 24-Apr-19 um 18:13 Uhr




#2, Nepal Infos
Geschrieben von WP am 24-Apr-19 um 18:16 Uhr


Nepal ist ein faszinierendes Land!
Bekannt in erster Linie für Trakking Touren und den Mount Everest.
Nepal ist in vielen Dingen Indien sehr ähnlich.

Nepal ist nach Tibet das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt; über 40% der Landesfläche liegen über 3.000 Meter – im Norden und im Osten liegt ein Großteil des Himalaya-Gebirges.

Es gibt 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gezählt.

Die Religion von über 80% der Bevölkerung ist der Hinduismus, der sehr aktiv ausgeübt wird. Morgens sieht man, dass die meisten Tibeter auf den Weg zur Arbeit, kurz einen Tempel aufsuchen.
Es gibt auber auch Einflüsse vom Buddhismus.

Die Tibeter sind sehr weltoffen und sehr freundlich, alle westlichen Luxusartikel sind erhältlich, aber ein Großteil der Bevölkerung muss mit etwa 200 bis 400 Euro Monatsgehalt auskommen.

Autos kosten doppelt so viel wie in Europa (50% davon ist die Steuer), Benzin: ein Liter etwa 1 Euro.

Die Hauptstadt von Nepal – Kathmandu – liegt auf einer Seehöhe von über 1.300 Metern, in einem Talkessel der 30 km Durchmesser besitzt und 2,5 Millionen Bewohner beherbergt.

Nepal ist grundsätzlich ein sehr armes Land und das Erdbeben 2015 hat das Land sehr getroffen und in seiner Entwicklung um viele Jahre zurückgeworfen.
So gibt es große Probleme mit der Infrastruktur: speziell mit der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung.
Auch die Korruption ist ein Problem.

Das Erdbeben hat leider auch viele Tempel und Paläste zerstört, die zwar wieder aufgebaut werden, aber das wird noch Jahre dauern…

Der Verkehr ist im ganzen Land extrem chaotisch. Es gibt keine Ampeln, jeder fährt wie es ihm gefällt.
Als Fußgänger ist man sehr gefährdet, die Autofahrer nehmen keinerlei Rücksicht.
In Kathmandu ist nur ein Teil der Straßen asphaltiert, dadurch gibt es ständig eine sehr hohe Staubbelastung.
Straßenbau: für 1 km werden 1,5 Jahre benötigt. Staus in der Stadt sind allgegenwärtig.

Auf dem Land gibt es nur wenige, schmale Landstraßen, die teilweise in einem schlechten Zustand sind.
Für 100 km auf der Landstraße benötigt man etwa 5 Stunden mit dem Auto.
Die Trucks sind mehr rostige Wracks – und wenn ein Truck eine Panne hat, so kann es einige Stunden dauern, bis er abgeschleppt wird.
Die Folge ist natürlich ein Stau der viele Stunden dauert, weil es keine Ausweichmöglichkeiten für den Verkehr gibt.

Es gibt auch sehr viele Klöster, wobei die jeweilige Stadtregierung die Klöster finanziell unterstützt.

Wie schon erwähnt beträgt der Monatsgehalt etwa 200 bis 400 Euro, da ist es dann verwunderlich, wenn ein Mönch mit dem Taxi zu einem Nike-Shop fährt und sich dort Sportschuhe um 70 Euro kauft…

Trotz aller oben genannter Unzulänglichkeiten, ist Tibet ein wunderschönes und faszinierenden Land!


#3, Nepal - Kathmandu (1. Teil)
Geschrieben von WP am 24-Apr-19 um 18:44 Uhr


Wir haben keine Trakking-Tour gemacht, sondern haben mit einem Fahrer und einem Guide, eher die städtischen Sehenswürdigkeiten besichtigt.

Und auch zwei Freizeitparks



Immer wieder unvorstellbar in Asien, wie die Stromkabel verlegt werden.
Reißt ein Kabel ab, wird einfach ein Neues dazu verlegt.
Einige der Masten stehen bedenklich schief unter der Last der Kabel.
Stromausfälle sind an der Tagesordnung.



Am Straßenbild erkennt man, der Tourismus ist die Haupteinnahme.









Überall in der ganzen Stadt findet man immer wieder kleine Stupas oder Tempel.










#4, Nepal - Kathmandu (2. Teil)
Geschrieben von WP am 25-Apr-19 um 06:35 Uhr


Durbar Square ist im Zentrum von Kathmandu, auch genannt die alte Königsstadt.
Hier befindet sich der alte Königspalast umgeben von mehreren Tempeln.

Durbar Square wird sehr stark von den Stadtbewohnern besucht, die an den Tempeln ihre Opfergaben darbieten.
Opfergaben sind z.B.: Pflanzliche Butter als Brennstoff für eine Art von Kerzen, Blumen, Gemüse, Obst, Reis... die armen der Stadt dürfen die essbaren Opfergaben vom Altar wieder herunternehmen für den Eigenbedarf.


Ein heiliger Man



Tauben findet man in sehr großer Zahl in allen Städten - und auf den Plätzen gibt es für die Tauben Futter- und Wasserstellen, den nach dem hinduistischen Glauben darf kein Tier leiden.





Ein Kloster

Es gibt verschiedene Orden. In einigen dürfen die Mönche Heiraten, in anderen nicht.
Die Mönche sind relativ frei und können grundsätzlich das Kloster tagsüber verlassen wann und wie lange sie wollen.
Einige Mönche sind auch nur eine begrenzte Zeit im Kloster um zu Lernen.


Der Times Square von Kathmandu
In dieser Straße gibt es die diversen Marken-Store, einen Burger King und einen Pizza Hut.

Beim nepalesische Essen gibt viele Sorten von Gemüse mit schmackhaften, meist sehr scharfen Soßen.
Die Zubereitung von Fisch und Fleisch ist gewöhnungsbedürftig, den die Knochen werden nicht ausgelöst, sondern die Fleischstücke vor dem Kochen nur irgendwie klein zerhackt und dann mit den Knochensplittern gekocht.


Ein typischer Truck, gerne werden die LkWs von ihren Fahrern mit diversen Aufklebern und bunten Bändchen geschmückt.


Diese Affen sind in den Städten meistens bei den Tempeln in relativ großer Anzahl zu finden - finden sie doch dort viele essbare Opfergaben.


Hier finden die Bestattungen in einem öffentlichen Rahmen statt. Fremde Zuseher sind hier etwas ganz normales.
Z.B. bringt eine Rettung den Leichnam hierher. Der wird mit Blumen geschmückt und die Trauergemeinde verabschiedet sich.
Währenddessen wird daneben ein Holzstapel errichtet, auf dem der Leichnam dann verbrannt wird. Die Asche wird anschließend feierlich in den Fluss gestreut.







Ein weiterer heiliger Man


Shops mit Klangschalen sind im ganzen Land zu finden und die häufigsten Geschäfte verkaufen diverse Kleidung für Trekkingtouren.


#5, Nepal - Kathmandu (3. Teil)
Geschrieben von WP am 25-Apr-19 um 08:05 Uhr


Gebetsfahnen:
Diese Fahnen sind im Gebiet des tibetischen Kulturraumes, im Himalaya einschließlich der gesamten tibetischen Hochebene und teilweise auch in den angrenzenden Regionen, an jedem Bergpass und auf jedem Gipfel, auf Brücken, auf Stupas, bei Tempeln oder auch in den Straßen von Städten zu finden.
Sie haben in der Regel mit der Reihenfolge von links nach rechts oder bei sternförmig aufgehängten Fahnen von innen nach außen die Farben Blau, Weiß, Rot, Grün und Gelb. Die Zahl Fünf spielt im tibetischen Buddhismus eine zentrale Rolle und verkörpert die vier Himmelsrichtungen sowie das Zentrum.
Die Farben stehen für jeweils ein Element, Blau für die Leere (den Raum, den Himmel), Weiß für die Luft (die Wolken, den Wind), Rot für das Feuer, Grün für das Wasser und Gelb für das Erdelement.
Oft sind die Gebetsfahnen mittels traditionellen Holzdrucks mit Symbolen und/oder Gebeten und Mantras bedruckt. Die sollen für das Glück aller fühlenden Wesen mit dem Wind in die Welt hinausgetragen werden.


Die Stupa Swayambhunath und einige darum herum angeordnete Tempeln befinden sich auf einen Hügel bei Kathmandu.

Aufgang zur Anlage



Gebetsmühle: ist eine Walze, die aufgedruckte Gebete oder Mantras enthält oder außen mit solchen verziert ist. Gebetsmühlen sind meisten rund um eine Stupa oder um einen Tempel herum angelegt. Die Gläubigen gehen im Uhrzeigersinn herum, versetzten jede Gebetsmühle dabei in eine leichte Drehung. Während dem Rundgang sprechen die Gläubigen auch Mantras.
(Mantra: ist ein Spruch oder ein kurzes Lied das ständig wiederholt wird)

Gebetsmühle
oberes Bild links auf dem Ständer
unteres Bild Mitte vor der weißen Stupa






Kloster





Manchmal sind die Stromkabel im Weg...



Was ist eine TÜV-Plakette ???





#6, RE: Nepal - Kathmandu (3. Teil)
Geschrieben von GFFreak am 27-Apr-19 um 11:17 Uhr

Tolle und beeindruckende Bilder. Vielen Dank dafür!
Freue mich auf die nächsten.

#7, Nepal - Kathmandu (4. Teil) Stupa Bodnath
Geschrieben von WP am 28-Apr-19 um 11:06 Uhr


Bekannt ist Bodnath wegen des großen Stupa, der seit Jahrhunderten eines der bedeutendsten Ziele buddhistischer Pilger aus Nepal und den umliegenden Regionen des Himalaya ist.
Die Gründung geht zurück auf das im 5. Jahrhundert n. Chr.
Mit einer Höhe von 36 Metern gehört der Stupa zu den größten seiner Art.
Buddhisten finden sich vor allem im Morgengrauen und zur Abenddämmerung bei dem Bauwerk ein, um es im Uhrzeigersinn zu umrunden.
Einmal pro Jahr wird der halbkugelförmige Bau neu geweißt.











#8, Nepal - Patan
Geschrieben von WP am 29-Apr-19 um 09:15 Uhr


Patan (oder auch Lalitpur genannt) ist die zweitgrößte Stadt im Kathmandu-Tal.
Patan befindet sich unmittelbar südlich von Kathmandu, nur ein paar Kilometer entfernt. Getrennt werden die Städte Kathmandu und Patan vom heiligen Bagmati-Fluss.

Der Überlieferung zufolge ist die Stadt die älteste im Kathmandutal und wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet.
Über viele Jahrhunderte war Patan Hauptstadt eines eigenen Königreiches - und wird deshalb auch heute noch als Königsstadt bezeichnet.

Auf den Tempeln und Palästen sind sehr viele Darstellungen aus dem Kamasutra illustriert.


Rechts im Bild der Königspalast:























#9, Nepal - Bhaktapur
Geschrieben von WP am 29-Apr-19 um 11:10 Uhr


Bhaktapur liegt 16 km östlich von Kathmandu.
Wegen seiner über 150 Musik- und 100 Kulturgruppen wird Bhaktapur als Hauptstadt der darstellenden Künste Nepals bezeichnet.

Bhaktapur war die Hauptstadt des Malla-Reiches, das zwischen dem 14. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das gesamte Kathmandutal umfasste.
In dieser Zeit wurden viele Paläste und Tempel in Bhaktapur gebaut, die zum Teil heute noch vorhanden sind - aber leider schwer beschädigt durch das Erdbeben 2015.






Aufbau nach dem Erdbeben






#10, Nepal - Himalaya - Helicopter Flight
Geschrieben von WP am 29-Apr-19 um 12:38 Uhr


Mount Everest

Auf Nepali heißt der Berg Sagarmatha (Stirn des Himmels), auf Tibetisch Qomolangma (Mutter des Universums).
Der chinesische Name Zhūmùlǎngmǎ Fēng, ist eine phonetische Wiedergabe des Tibetischen.

Bis heute (Stand Ende 2018) wurde der Gipfel rund 8.400 Mal von Bergsteigern erreicht.
Über 300 Bergsteiger kamen auf dem Hin- oder Rückweg ums Leben.

Den 8.848 m hohen Berg im Himalaya, kann man von tibetischer oder nepalesischer Seite aus besteigen, wobei von Nepal aus die leichtere Route führt.
Der Gipfel befindet sich auf chinesischer Seite.

Übliche Routen:
Nepal: Von Kathmandu aus mit dem Helikopter oder Flugzeug zum Lukla Airport (Tenzing Hillary Airport), dann zu Fuß zum Basislager.
Tibet: Hier führt eine Straße bis zum Basislager.
Die hygienischen Verhältnisse sind in Nepal besser als in Tibet.

Vom Basislager aus (egal ob Tibet oder Nepal), benötigt ein Bergsteiger etwa 3 Wochen bis zum Gipfel. Die Kosten betragen rund 60.000 Dollar.

-------------

Wir sind von Kathmandu aus mit dem Helikopter Richtung Mount Everest geflogen.







Der erste Zwischenstopp war Lukla, zum Auftanken des Helikopters.
Der Flughafen liegt in einer Höhe von 2.850 Metern.

Dieser Himalaya-Airport ist einer der gefährlichsten Airports für Flugzeuge, immer wieder kommt es hier zu tödlichen Unfällen.













Der nächste Zwischenstopp war das Hotel Everest View auf 3.890 m.
Hier haben wir den Helikopter gewechselt. In diesem Heli hatte der Pilot eine eigene Sauerstoffversorgung.

Mit dem zweiten Helikopter sind wir dann Richtung Base Camp geflogen.






Der Helikopter ist auf einer Anhöhe von 5.600 m, vor dem Base Camp, etwa 200 m über dem Base Camp gelandet.

Hier hatten wir 15 Minuten Zeit das Panorama zu genießen.

Beim Aussteigen aus dem Helikopter hatten wir die ersten paar Minuten unsere Schwierigkeiten, Knie und Kopf fühlten sich irgendwie schwammig an, der Gleichgewichtssinn und das Atmen war durch die Höhe stark beeinträchtigt.

Ruhig und konzentriert Atmen, sich auf die Umgebung konzentrieren – und nach etwa zwei Minuten hatte ich mich an die Gegebenheiten gewöhnt und konnte mit langsamen Schritten wieder normal Gehen.

Ob jemand die Höhenkrankheit bekommt oder nicht, lässt sich nicht vorhersagen und auch nicht vorher testen, das hat auch nichts mit dem Alter oder der Kondition zu tun - das kann man nur erfahren wenn man sich eben in solchen Höhen bewegt.




Foto oben:
der mittige, kleine dunkle Gipfel ist der Mount Everest
untere Bildhälfte- das Base Camp







Beim Rückflug, ein Kloster




#11, RE: Nepal - Himalaya - Helicopter Flight
Geschrieben von SoftwareFailure am 29-Apr-19 um 16:26 Uhr

Letzte Bearbeitung am 29-Apr-19 um 16:28 Uhr ()
Ist ja lustig... bin gerade aus Nepal zurück... ich bin von Lukla bis zum Basislager und zurück zu Fuß gelaufen. Kann ich nur empfehlen, ist mal Nervenkitzel auf ganz andere Art und verdammt fordernd, nicht nur wegen der Höhe. Helikopter ist doch was für Pussys Aber trotzdem schön das ganze auch mal von oben zu sehen

Edit: Zu Fuß braucht man für das, was WP hier an einem Vormittag gemacht hat, übrigens so 12 Tage ab/bis Lukla.


#12, RE: NEPAL & TIBET
Geschrieben von Bends am 30-Apr-19 um 20:09 Uhr

Ganz tolle Bilder. Ich finde es immer wieder faszinierend, welche Orte ihr so besucht.

#13, RE:
Geschrieben von WP am 01-Mai-19 um 10:03 Uhr


Danke!

#14, Nepal - Chitwan Nationalpark
Geschrieben von WP am 01-Mai-19 um 14:51 Uhr


Elefanten, Nashörner, Krokodile und diverse Vogelarten findet man hier, von den 156 heimischen Tigern haben wir keinen gesehen
















Wenn man um die Ecke kommt und diese Ansammlung sieht, ist man erstmals sprachlos...

Es gibt hier im Nationalpark eine Elefanten-Aufzucht, Elefanten-Hospital, alles sehr human und weitläufig angelegt, aber diese Safari-Ansammlung ist doch sehr befremdlich... andererseits... lebt der ganze Ort größtenteils vom Tourismus...

Auf jeden Fall läuft es hier weit fürsorglicher ab, als in Indien oder Thailand














#15, Nepal - Pokhara
Geschrieben von WP am 01-Mai-19 um 15:10 Uhr

Letzte Bearbeitung am 01-Mai-19 um 15:15 Uhr ()

Pokhara befindet sich am Fuß des Annapurna Gebirges und ist ein typischer Touristenort.
Hier wird Rafting, Paragliding, Bungejump und vor allem diverse Trekking-Touren angeboten.
Auch selbsternannte Yoga-Meister bieten hier allerlei Workshops und Kurse an.
Die Stadt liegt an eine See und die Waterfront besteht aus einer kilometerlangen Shopping und Gastro Zone.
Die Sehenswürdigkeiten sind relativ unbedeutend (daher keine Fotos davon).
Die Stadt ist auch ein Treffpunkt für Hippies und alternative Aussteiger.

Wir haben den Ort zu Relaxen benutzt und hatten ein originelles Hotel, oberhalb der Stadt. Erreichbar mit dem Taxi für 5 Dollar oder zu Fuß über 500 Stufen.
Das Hotel zeichnet sich auch durch die große Freundlichkeit der Hoteleigentümer aus, die einen irischen Pub im Hotel angelegt hatten.

https://www.booking.com/hotel/np/the-castle-resort.de.html


The Castle Resort

















Flug von Pohara, zurück nach Kathmandu, entlang des Annapurna Gebirges.

Die Nepalesischen Fluglinien haben die passenden Namen: Buddha Air und Yeti Air


#16, Tibet Infos
Geschrieben von WP am 02-Mai-19 um 18:24 Uhr


Tibet wird als das Dach der Welt bezeichnet wird. Abgeschieden durch das Himalaya-Gebirge hat Tibet eine eigenständige Kultur und die Hauptstadt Lhasa war früher als die Verbotenen Stadt bekannt, die keine Ausländer betreten durften.

Tibet besaß bis ins 20. Jahrhundert hinein ein eigenes Staatswesen, gegenwärtig, seit 1951, gehört Tibet zu China.
Die chinesische Polizei- und Militärpräsenz in Tibet ist sehr groß, die Bevölkerung steht unter ständiger Kontrolle.

Die Religion der Tibeter ist der tibetische Buddhismus, der von China nicht gerne gesehen, aber geduldet wird.
So haben die Chinesen von den 6.000 Klöstern etwa 3.000 zerstört.
Die verbleibenden Klöster beherbergen heute auch weit weniger Mönche.
Früher z.B. 2.000 Mönche in einem großen Kloster, heute 300.
Die Klöster und somit die tibetanische Kultur, werden auch heute noch von den Mönchen erhalten.
Die Chinesen betrachten die Klöster eher als Museum.
In Tibet verschwinden auch nach und nach die alten Häuser und machen der modernen, chinesischen Siedlungspolitik Platz.

Der Unterschied zwischen Nepal und Tibet ist außerordentlich, auch der Unterschied zwischen China und Tibet ist auffallend:

Während man für China nur ein Visum benötigt und man sich dann als Tourist frei im Land bewegen kann, ist das in Tibet nicht so.
Die chinesische Verwaltung benötigt vor dem Reiseantritt die Route, die dann auch regelmäßig überprüft wird.
Wir hatten für Tibet einen Guide, ob das ohne Guide auch funktioniert hätte ist fraglich.
Auf unserer Tour durch Tibet gab es etwa alle 100 km einen Checkpoint, wo die Bewilligung unserer Reiseroute überprüft wurde, sowie jedes Mal alle Dokumente von uns und unserem Guide.

Während der Verkehr in Nepal chaotisch ist und es permanent große Staus gibt, auf teils engen, teils unbefestigten Straßen – ist der Verkehr in Tibet in der Stadt geordnet.
Auf dem Land gibt es in Tibet mehrspurige, moderne Highways, auf denen aber kaum Fahrzeuge unterwegs sind.
Nepalesen sind durchwegs religiös – die Tibeter sind sehr stark religiös.
Die Nepalesen bauen ihre Häuser nach nicht oder schwer nachvollziehbaren Gründen, das Stadtbild wirkt auch sehr chaotisch. Die Tibeter bauen ihre Häuser alle nach dem gleichen Schema, sehr ordentlich und gepflegt wirkend.
Während in Nepal viele indische Touristen zu finden sind, gibt es in Tibet eine sehr große Anzahl von chinesischen Touristen.


#17, Tibet - Lhasa (1. Teil)
Geschrieben von WP am 02-Mai-19 um 18:57 Uhr


Flug über das Himalaya Gebirge, von Kathmandu nach Lhasa


Lhasa, in einer Höhe von 3.650 m


Das moderne, chinesische Lhasa





Die tibetische Altstadt






Der Yokhang Tempel ist 2.500 Jahre alt und ein wichtiges, religiöses Zentrum für Pilger.

Pilgerreisen sind für tibetische Buddhisten ein wichtiger Bestandteil Ihrer Glaubenskultur, weshalb man Pilgern entsprechend oft im ganzen Land begegnet. Besonders konzentriert treten sie in und um Lhasa auf, da sich dort einige der heiligsten Stätten befinden.

Die genaue Motivation für eine derartige Reise ist äußerst unterschiedlich und schließt die Hoffnung auf Glück, eine bessere Wiedergeburt oder Heilung ebenso ein wie das Bedürfnis, seine Verehrung zu beweisen. Andererseits kann es auch sein, dass der Pilger so ein Versprechen einlöst, das er einem Bodhisattva im Tausch für einen Wunsch gegeben hat.

Während heute die meisten Pilger per Bus an ihre Ziele gelangen, gibt es noch einige, die ihren teilweise tausende Kilometer langen Weg zu Fuß und sogar mit Niederwerfen zurücklegen. Dabei streckt ein Pilger zunächst seine Hände in der Namaste-Pose in die Luft, berührt dann Stirn, Hals und Herz und wirft sich schließlich auf den Boden. Dann steht er wieder auf und macht 2 Schritte nach vorn, bevor er von neuem beginnt – bis zu 300x pro Tag. Diese das Chaktsal praktizierenden Pilger sind leicht an Ihrer dicken Schutzkleidung aus schmutzigen Wollsachen und Holzplanken erkennbar. Eine so intensiver erlebte Pilgerreise zeigt mehr Zuneigung und lässt die Gläubigen auch auf mehr Vorteile hoffen.








#18, Tibet - Lhasa (2. Teil) Potala Palast
Geschrieben von WP am 02-Mai-19 um 19:56 Uhr


Der Potala Palast in Lhasa, war der ehemalige Wohnsitz des Dalai Lama.

Der Palast besitzt über 1.000 Zimmer und etwa 500 Stufen führen hinauf in das oberste Stockwerk, zu den Wohnräumen des Dalai Lama. Weiters befindet sich dort oben das Heiligtum, welches größtenteils aus Buddha-Figuren besteht.

Der Potala Palast, sowie auch andere Klöster in Tibet besitzen teilweise sehr umfangreiche kulturelle, religiöse Schätzte: Buddha-Figuren aus Gold oder Edelmetallen, oft mit Halbedelsteinen verziert. metergroße, dreidimensionale Mandalas, ebenfalls aus Gold oder Edelmetallen, buddhistische Schriften... usw. Die Buddha Figuren in den Klöstern sind, beginnend bei 3 m bis zu 28 m Höhe groß. Wandmalereien und Teppiche...

Im Potala Palast benötigt man im obersten Stockwerk 50 Minuten um alle Räume mit den Kunstschätzen zu besuchen. Fotografieren leider streng verboten. So gibt es zum Beispiel den Raum mit 10.000 Buddha Statuen, welche allesamt Gastgeschenke für den Dalai Lama waren.

An der Farbe der Außenmauern erkennt man, welche Funktion der Gebäudeteil des Klosters besitzt. Rot und gelb sind die religiösen Bereiche. Weiß die Wohn- und Wirtschaftsbereiche.

Beim Potala Palast waren die weißen Gebäudeteile die Verwaltungsbüros, in denen die Mönche früher die Regierungs- und Verwaltungsaufgaben für Tibet ausübten.










Ebenfalls in Lhasa, der Norbulingkha Sommerpalast für den Dalai Lama






#19, Tibet - Drag Yerpa Monastery
Geschrieben von WP am 03-Mai-19 um 07:21 Uhr

Ein Pass





Das Drag Yerpa Felsenkloster, wurde in natürlichen Hölen gebaut, beziehungsweise wurden die Gebäude vor den Höhlen errichtet.
Das Kloster liegt auf einer Höhe von 4.400 m und wurde früher auch von Erimiten bewohnt.
















Bauernhöfe


#20, Tibet - on the way (1. Teil)
Geschrieben von WP am 07-Mai-19 um 09:18 Uhr

Letzte Bearbeitung am 07-Mai-19 um 12:24 Uhr ()

Ganden Monastery







Hier diskutieren und lernen die Mönche gerade.

Der vortragende Mönch stampft dabei von Zeit zu Zeit laut mit dem Fuß auf oder klatscht laut in die Hände, damit das gehörte durch die zusätzlichen akustischen Reize besser und aufmerksamer verarbeitet wird bei den Zuhörern.




Ein tibetischer Hund, sieht ein wenig wie ein Löwe aus, die sind aber sehr zutraulich.



Zamdrok See, 50 km lang











Bauernhof



#21, Tibet - on the way (2. Teil)
Geschrieben von WP am 07-Mai-19 um 12:36 Uhr


Gyantse








Pelkor Chode Monastery












Shegar








#22, Tibet - Mount Everest
Geschrieben von WP am 07-Mai-19 um 12:43 Uhr

Letzte Bearbeitung am 07-Mai-19 um 12:55 Uhr ()

Sonnenaufgang am Pang La Pass (5.200 m) mit Sicht auf Mount Everest





Das Rongpu Kloster befindet sich 8 km vor dem Basiscamp vom Mount Everest.
Nicht-Bergsteiger war ab hier die Weiterfahrt gesperrt.



Der Mount Everest


#23, Tibet - Tashilungpo Monastery
Geschrieben von WP am 07-Mai-19 um 12:49 Uhr

Letzte Bearbeitung am 07-Mai-19 um 12:56 Uhr ()

Tashilungpo Monastery in Shigatse


















#24, Resümee
Geschrieben von WP am 07-Mai-19 um 12:55 Uhr


Nepal vs Tibet?
Tibet hat uns besser gefallen.

Nepal ist sehr interessant und kann ich sehr empfehlen.
Tibet hingegen ist viel packender – ist eine ganz andere Welt!

Obwohl die Landschaft in Tibet sehr karg ist, strahlt sie eine große Faszination aus. Die Klöster sind sehr sehenswert, beherbergen fantastische Kunstschätze und strahlen auch eine gewisse Mystik aus.

Wer in Tibet eine Rundreise machen will, muss sich auf ganz andere Bedingungen einstellen.
Die hygienischen Verhältnisse sind teilweise katastrophal.
Eine Toilette braucht man nicht suchen, die riecht man schon von weitem… ein betonierter Raum, mit einem Schlitz im Boden, gelegentlich auch ohne Dach, bei 5 Grad.
Die Toiletten in den Hotels sind ganz OK, dafür gibt es aber keine Heizung.
Warmes Wasser zum Duschen schon, aber Kleidung die man nachher anzieht hat so wie das ganze Hotel, morgens so um die 2 Grad.
So ist man dann gezwungen, mit dickem Pullover und Winterjacke zu frühstücken.
Aber auch das tibetische Personal läuft mit dicker Winterkleidung im Hotel herum.
In den ländlichen Gegenden besteht das Frühstück dann aus diversen chinesischen Rezepten, die aus irgendwelchen, sehr scharfen Gemüse bestehen.

Das Reisen an sich ist in Tibet sehr anstrengend, bewegt man sich doch ständig zwischen 4.000 und 5.000 m Höhe. Das verlangt dem Körper einiges ab.
In der Sonne hat es mittags schon mal 20 Grad, geht man ein paar Schritte weiter in den Schatten, so wirken dort gefühlte 5 Grad. An diesen ständigen Temperaturwechsel muss man sich gewöhnen.

Aber trotz allem, ist Tibet eine Reise wert!
Es gibt sicherlich kein anderes Land mit solcher Faszination!

----------

Rückflug von Lhasa nach Kathmandu über und entlang vom Himalaya




#25, RE: Resümee
Geschrieben von BabyTeffan am 07-Mai-19 um 13:47 Uhr

Thanks for sharing!


Gruß

Stefan



#26, RE: Resümee
Geschrieben von wiesenpieper am 07-Mai-19 um 14:53 Uhr

vielen Danke für die tollen Eindrücke

#27, RE: Resümee
Geschrieben von Metaltubbie am 07-Mai-19 um 16:10 Uhr

Tolle Bilder!

Immer wieder klasse, deine Berichte.
Merci beaucoup!


#28, RE: Resümee
Geschrieben von rixmagic am 08-Mai-19 um 06:59 Uhr

Letzte Bearbeitung am 08-Mai-19 um 09:08 Uhr ()
Sehr interessant!
Vor (edit: exakt 20) Jahren habe ich eine ähnliche Reise gemacht, allerdings ohne die Helikopterflüge. Der einzige Flug ging von Kathmandu nach Lhasa, von dort mit dem Kleinbus quer über die Pässe zurück.

Interessant, was sie seit dem verändert hat (Lhasa, Gyantse, Xegar) und was noch genauso zeitlos da ist ...

In Gyantse hast Du nicht die Khumbum Pagode besucht?
Die Bilder davon fehlen zumindest ...
Das ist doch der Hauptgrund für den Besuch der Stadt?

Erik


#29, RE:
Geschrieben von WP am 08-Mai-19 um 07:08 Uhr


In Gyantse hast Du nicht die Khumbum Pagode besucht?
Die Bilder davon fehlen zumindest ...

Besichtigt schon, habe aber kein Foto gemacht weil die Außenfassade renoviert wurde und die Pagode eingerüstet war.


#30, RE: Resümee
Geschrieben von Lonesome Rider am 08-Mai-19 um 07:25 Uhr

Vielen Dank für die tollen Bilder und Eindrücke!

#32, RE: Resümee
Geschrieben von Brother of fun am 14-Mai-19 um 12:39 Uhr

Danke, dass Du immer wieder Deine Eindrücke hier mit uns teilst!

Beeindruckende Bilder!

The first to help you up are the ones who know it feels to fall down.


#33, RE: Resümee
Geschrieben von McMac83 am 07-Jun-19 um 16:48 Uhr

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diese Tour und deine fantastischen Bilder! Du bist um deine Touren wirklich zu beneiden!

#34, RE: Resümee
Geschrieben von VT 340 am 11-Jun-19 um 20:27 Uhr

Tolle Bilder!

Gibt es den Kathmandu Funpark noch? Mit dem Geisterhaus welches aus Unrat und muffigen Kunststoffplanen besteht und dem Riesenrad mit Dieselantrieb usw?


#35, RE:
Geschrieben von WP am 14-Jun-19 um 18:05 Uhr


>Gibt es den Kathmandu Funpark noch?<

Ja gibt es, die Fotos von drei Parks, Happiness Childrens Playground in Tibet und aus Nepal der Kathmandu Fun Park, sowie Pokhara's Disneyland kommen noch...


#36, RE:
Geschrieben von michael86 am 14-Jun-19 um 21:28 Uhr

Ich freue mich

Einfachheit ist das Resultat der Reife.

michael86


#31, RE: NEPAL & TIBET
Geschrieben von Salto am 13-Mai-19 um 09:47 Uhr

Danke, für die tollen Eindrücke, die Bilder und für's Teilen.