Jung-Konstrukteur schaut den Profis über die Schulter
Thomas K19.08.2005 · 23:59
Letzte Bearbeitung am 20-Aug-05 um 00:03 Uhr () Hallo,
am Freitag Abend lief ein Bericht im ZDF, auch andere Sender haben das Thema schon aufgeschnappt und dies ist nun von der EP-Pressestelle gekommen:
Jung-Konstrukteur schaut den Profis über die Schulter Stippvisite beim „Großen Bruder“ Europa-Park
Der 14-jährige David Moßmann hat bis über beide Ohren gestrahlt als ihm der Chef von Deutschlands größtem Freizeitpark, Roland Mack, persönlich zu seinem Erstlings-Werk gratulierte: Der Schüler aus Offenburg baute monatelang im Garten seiner Tante seine eigene Achterbahn. Gestern hatte er Gelegenheit, sich mit den Profi-Konstrukteuren des Europa-Park auszutauschen. Der Freizeitpark lockte das Nachwuchstalent bereits mit einem ersten Jobangebot.
„Mit so einem Talent müssen wir zusammenarbeiten!“ sagte Roland Mack und überreichte dem jungen Mann einen Praktikumvertrag, damit er Gelegenheit hat, einmal hinter die Kulissen und in die Konstruktionsmappen einer echten Achterbahn zu schauen. Beim anschließenden Probefahren der höchsten und größten Achterbahn Europas, dem Silver Star, konnte sich David selbst überzeugen und das erleben, was die Profis am Zeichenbrett entwerfen.
David´s Konstruktion aus Holz sollte 100 Meter lang und fünf Meter hoch werden und eine Geschwindigkeit von bis zu 47 Kilometern pro Stunde erreichen. Doch die Stadtverwaltung machte dem Nachwuchstalent einen Strich durch die Rechnung. Die Anlage sei zu gefährlich, hieß es in der Begründung. Jetzt hat die Stadtverwaltung den Abbau der Anlage beschlossen. Zweiter von links: David Moßmann, daneben Roland Mack und Jan Keller (EP-Bauabteilung)
Ich habe staunend den Artikel in der Stuttgarter Zeitung gelesen. Der Junge hat das verwirklicht, wovon ich als Kind geträumt hatte. Eine Achterbahn im Garten bauen. Damals gab es noch keinen "Achterbahn Designer" oder "Rollercoaster Tycoon". Mir fehlte dafür aber das handwerkliche Geschick, der Platz und der Mut...
Umso trauriger fand ich es, dass er das nicht mehr verwirklichen darf... Aber andererseits sehe ich das auch mit einem lachenden Auge. Denn wenn dabei irgendwas passiert, schreit jeder: "Da hätte man doch eingreifen müssen..."
Die Idee vom EP finde ich klasse. Wer weiß, wie es weitergeht. Vielleicht folgt in ein paar Jahren eine passende Ausbildung oder ein entsprechendes Studium. Und eines Tages fahren wir vielleicht in einer Bahn, an der er wirklich mit gebaut hat. Ich drücke die Daumen!
P.S.: Vielleicht gibt es die geplante Bahn im Miniaturformat?
Was sagte der Stiober? In Bayern wohnen die schlausten? }>
Aber was ich net ganz verstehe! Der EP baut die Achterbahn ab und wieder im EP auf, und David darf eine aus Draht im Park bauen? Na ja, wir werdens sehen!
Das Abgebaute wird im Bereich der Event-Zeite (Silverstar Dome / EP-Dome) wieder aufgebaut werden zur Präsentation während der im Oktober stattfindenden Science Days. Und - nein - wird nicht fertig gebaut werden.
Ob das Ganze tatsächlich fahrbar gewesen wäre ist aber mal sehr fraglich. Tatsächlich hat er mit Holz die Bauart einer Stahlachterbahn nachgebaut. Das funktioniert nicht. Die Struktur ist jedoch absolut beachtlich! War zum Abbau vor Ort.
Erfahrung mit dem echten Achterbahnbau macht der junge Bauherr ab nächster Woche. Er wird dann sowohl in der Projektabteilung als auch in Waldkirch reinschauen. :)
Ich freu mich für ihn dass die Sache doch noch ein glückliches Ende für den Jungen nahm und er jetzt ja dadurch sogar bedeutende Zukunftschancen bekommt!
Wird die Konstruktion denn länger (für immer?) da bleiben oder nur im Rahmen der Science Days? Was hat es denn mit der "Achterbahn aus Draht" auf sich, die in dem Zeitungsartikel etwas weiter oben erwähnt wurde?