Stairway to heaven Part 19

#1

Stairway to heaven Part 19

Es ist wieder Dienstagmorgen und es ist wieder Himmelstreppen-Time. Entgegen der Ankündigung von Twisi, ist dieser Teil nicht von Ghost, da der im Moment bis an beide Ohrläppchen in der Arbeit steckt...

Schauen wir mal in diesen Teil. Es gibt ein bischen von Mary zu erzählen. Zumindest das, was sie vor der Mittagspause (oder bis zur selbigen gemacht hat) Viel Spass!



(vor der Mittagspause, Mary´s Office)
„Hol mal Kaffee, mach mal eine SecureID, bestell mal Papier und und und. Ist das eigentlich alles in meinem Leben, wozu ich derzeit gut bin?“ denkt Mary und seufzt dabei inbrünstig. „Warum tue ich mir das jeden Tag aufs neue an? Und vor allem, warum bin ich damals bloss mit Dick mitgegangen?“ Doch die Antwort darauf kennt sie vermutlich nicht mal selber. Vielleicht war es Schwärmerei, vielleicht auch einfach nur die Faszination Europa. Doch als so toll stellte sich das dann auch nicht heraus. Im Gegenteil. Fremde Menschen, fremde Sitten. Gut, eine Reise nach China wäre sicher befremdlicher, doch die Krauts sind auch schon ein komisches Volk. Immer eher kritisch, nörglerisch und völlig ab von Service oder Dienstleistung. Man kann es ihnen als Servicemitarbeiter kaum recht machen, und ist man selber auf der Suche nach Service kann man schauen, wo man bleibt. Als sie ihre Wohnung eingerichtet hat zum Beispiel. Direkt als erstes hatte sie einen Telefonanschluss beantragt, das liegt mittlerweile fünfeinhalb Monate zurück....

Mary schüttelt den Kopf und brüllt Richtung Dicks Büro zurück: „Ah, get lost man. Go and fetch your coffee yourself....“ Schliesslich hat sie noch genug zu tun. Erst ist sie quer durch das Gebäude gerannt, um Steve einen Eisbeutel zu bringen, und nun soll sie die neue Achterbahn kontrollieren, diese Woche hat sie wieder Wach- und Schliessdienst. Wenn sich alle anderen schnell genug aus dem Staub machen, bleibt auch dieses immer an ihr hängen. Doch eigentlich mag sie den Kontrolldienst, bringt er sie doch aus ihrem muffigen Büro und unter die Leute. Zwar kommt sie selten in die Verlegenheit, mit den Besuchern zu sprechen, immerhin ist da noch die Sprachbarriere, doch sie schaut ihnen gerne zu. „Aber dieser Steve, hmmmmm. Eigentlich ein ganz Süsser. Wenn er nicht immer so rumpampen würde. Sah richtig bemitleidenswert aus der Kleine“, denkt Mary und macht sich pfeifend auf den Weg in den Park.

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(in der Zwischenzeit an einem anderen Ort im Park)
„Hey, pass mit dem Schraubenschlüssel auf“, zischt eine giftige Stimme
„Ich weiss, ich weiss. Die Muttern sollen nur gelockert werden. Aber die Jungs hier haben echt gute Arbeit geleistet. Die Dinger sitzen bombenfest“, brummt eine andere Stimme zurück.
„Wenn die Kopfmuttern ausfransen oder abreissen, dann fällt es doch sofort auf....“
„Himmel, jaaaahaa. Das weiss ich auch, aber was soll ich machen? Sie runterdiskutieren?“ gibt die zweite Stimme zurück. „Pass lieber auf, das keiner kommt. Ich hab keine Lust auf dumme Fragen.“
„Lass uns zu Plan B greifen. An den Schrauben hier ist nichts zu holen. Schauen wir uns die Bremsleitungen mal an.“
„Bis Du Dir sicher, dass Du soweit gehen willst? Ich meine, das ist...“
„Halt die Klappe und beweg Deinen Hintern darüber. Und tu gefälligst, was ich Dir sage.“
„Jaja, Du bist der Boss... ich denk einfach an die Kohle und gehorche. Ist´s so recht?“, stöhnt die zweite Stimme.

- - -

(Mary auf dem Parkplatz hinter dem Bürogebäude)
„Hey Bruno, may I have your caddy-car?“ ruft Mary dem Parkplatzwächter zu. Der winkt nur lässig zurück und spricht dabei munter weiter in sein Funkgerät.
„Mist“, denkt Mary, „ich hab das CB-Funkgerät vergessen. Aber ich habe auch so gut wie keine Lust, dafür noch mal ins Büro hochzurennen. Es wird auch so gehen. Schliesslich muss ich ja nur eben den Container der Baufirma überprüfen, und dann bin ich schon wieder fertig.“
Sie schwingt sich in das Elektroauto, das sich surrend in Bewegung setzt. Sie lenkt ihren Caddy sicher durch das Tor, das auf der Parkseite geschickt als Häuserfassade getarnt ist. Heute scheint der Park nicht allzu sehr gefüllt. Aber vermutlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. Und der Sturm wird kommen, spätestens mit der Eröffnung der neuen Achterbahn und vor allem auch des neuen Indoorthemenbereichs. „Mir soll´s recht sein. Wenig Besucher bedeuten weniger Probleme“, sinniert Mary. Auf ihrem Weg zum neuen Coaster begegnet sie einigen Bauarbeitern der Schweizer Firma, die nun mittlerweile monatelang an der neuen Bahn gewerkelt haben. Sie winkt ihnen zu: „E´rythin´okay guys?“ Doch die Gruppe scheint in eine Diskussion vertieft, und beachtet sie nicht. „Die armen Jungs, monatelang von zu Hause weg. Wenn überhaupt, dann nur am Wochenende für wenige Stunden nach Hause. So lange getrennt von ihren Familien“, schiesst es ihr durch den Kopf. „Aber auf der anderen Hand haben sie wenigstens sich selber und sind unter ihresgleichen. Und ich...?“ Mit einem Kopfschütteln vertreibt sie die trüben Gedanken, die sie wieder einmal einzuholen drohen. „Pull up your socks“ ruft sie laut aus und sich selbst damit zur Ordnung. Mittlerweile hat sie den Eingangsbereich der Bahn erreicht....

- - -

„Hat da nicht gerade jemand gerufen?“
„Pssst. Ja, ich glaube auch. Pack das Zeug in den Werkzeugkoffer und setz ein dummes Gesicht auf.“
„Was soll das denn wieder heissen?“
„Ah, nun halt die Goschen und mach schon. Und denk dran, nick einfach zu allem was ich sage, okay? Verdammt, warum muss gerade jetzt jemand kommen....?“



Maaaaaaaaaahzel
think free, be free, fall free
#2

RE: Stairway to heaven Part 19

Antwort auf Maaahzel, Beitrag #1

Man, ihr hättet besser ne Sommerpause gemacht. Jetzt komm ich gestern aus dem Urlaub und muss erstmal 18 Wordseiten "Stairway to heaven" lesen.
Naja, ich bin also beschäftigt!

Felix K.
:-firejump My home is my coaster! :-firejump

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