Informationsflut

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Informationsflut

Hi fleißige Forumsschreiber,

den folgenden Artikel laß ich in der neusten Ausgabe PC Magazin 9/2001 und muß gewisse Ähnlichkeiten mit Vorgängen in diesem Forum erkennen:

Deutschland 2001: "Ich kriege Mails, also bin ich." Je mehr, um so wichtiger. Der moderne Büromensch beklagt sich folgerichtig nicht mehr über Stress oder zu viel Arbeit, sondern über zu viele E-Mails - 50 am Tag fördert schon reichlich kollegiales Mitleid zu Tage, die Oberliga beginnt aber erst bei dreistelligen Tagesrationen.

Die Eingänge betrachtend, scheint es, dass der E-Mail-Schreiber zum Verfassen nicht denken oder lesen können muss; tippen reicht. Sonst läßt sich nicht erklären, warum Belangloses mit Priorität "wichtig" eintrifft, warum sich Kunden hasserfüllt, aber grundlos beschweren und Orthografie vermutlich eine aussterbende Zeichenkunst des Mittelalters ist.

"Kost´ ja fast nix." Wozu dann noch große Mühe geben? Einfach tippen, bloß nicht drüberlesen, raus damit und zum nächsten. Im Ton vergriffen? "Sorry, so war es nicht gemeint": Früher hieß es: "Vor Gebrauch des Mundwerks Hirn einschalten." Das scheint trotz modernster Technik auch heute noch zu gelten.
So landet Nachricht nach Nachricht, nützlich oder nutzlos im Posteingang, auf das sie entsorgt oder (wieder)aufbereitet werde. E-Mail - der gedankenlose Informationsaustausch. Man kann schon froh sein, dass beim Recyceln von E-Mails kein Altpapier entsteht.


Die Ähnlichkeiten mit einigen Schreibern in diesem Forum sind natürlich rein zufällig. :-biggrin

Gruß Bernhard
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