Letzte Bearbeitung am 18-Aug-09 um 19:58 Uhr () Blöd wenn man keinen Mann findet, dann muss halt ein armes, wehrloses Karusell herhalten. Aber es ist wirklich Erstaunlich auf was für´ne Gedanken die Menschen kommen. http://www.schattendings.de/wp-includes/images/smilies/13genervt_05.gif
>Blöd wenn man keinen Mann findet, dann muss halt ein armes, wehrloses Karusell >herhalten. Aber es ist wirklich Erstaunlich auf was für´ne Gedanken die Menschen >kommen.
Ich vermute, dass psychologisch deutlich mehr dahinter steckt. Sämtliche auftauchenden Fälle von Objektophilie zeigen nämlich Menschen, die ich für keine sonderlich großen Rampensäue halte. Eigentlich ein spannendes Thema, das neben dem sich abnutzenden Amüsiereffekt sicherlich mehr zu bieten hätte.
Letzte Bearbeitung am 19-Aug-09 um 00:34 Uhr () EDIT: Dorothea zu bashen ist billig. Armutszeugnis.
Und noch schnell, bevor der Amüsiereffekt sich tatsächlich abnutzt, ein noch etwas heiklerer Fall: Siehe Wikipedia-Eintrag zu Eija-Riitta Eklöf-Berliner-Mauer.
>EDIT: Dorothea zu bashen ist billig. Armutszeugnis.
Danke! Das wollte ich gerade schreiben, du hast es gut formuliert.
Es handelt sich hier um eine tiefgreifende psychische Störung, eine Krankheit. Es ist zwar interessant mal etwas über solche Krankheiten zu erfahren (vor Jahren sah ich auch einmal einen Bericht über einen Mann, der einen Schaufelbagger sexuell anziehend fand und sich einen ausgewechselten Hydraulikzylinder mit ins Bett gelegt hat), das heißt aber nicht dass man darüber Witze macht.
Letzte Bearbeitung am 19-Aug-09 um 21:05 Uhr () Ohne eine Diskussion über den formalen Krankheitsbegriff starten zu wollen glaube ich dass Vorlieben, Fetische usw nur dann als Krankheit oder Störung bezeichnet werden können, sofern sie Lebensqualitätsmindernd erscheinen bzw. die betreffende Person oder andere Personen in Gefahr bringt. Die Frau in dem Video als auch andere Menschen dieser Neigung sind weder zwangsläufig unglücklich noch macht es unbedingt krank. Nichts spricht gegen eine normale soziale Eingliederung, gegen einen geregelten Alltag, Freunde, Job usw. Das einzige was diesen Leuten zu schaffen macht sind Stigmatisierungen wie du sie Formuliert hast. Wenn Vereine wie Wüstenstrom argumentieren Homosexuelle litten überdurchschnittlich oft an Suizidalität stimmt das (leider) auch nur deswegen weil es (immer noch) zu sozialer Diskriminierung, fehlender Tolreanz usw gegenüber Schwulen kommt. Zum Glück wurde, wenn auch relativ Spät, Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen. Genauso steht es um Menschen mit anderen Vorlieben. Solange die oben aufgeführten Krankheits Voraussetzungen nicht erfüllt sind ist es nichts weiter als gruselige Inteloranz Andershandelnde als Krank oder Verstört zu bezeichnen.
>sofern sie Lebensqualitätsmindernd erscheinen Richtig. Genau darum geht es.
Du willst mir doch nicht wirklich erzählen diese Frau sei damit glücklich? Sie kann keine normale Beziehung leben, kann noch nicht mal Sex mit dem Teil haben - nur in ihrer Phantasie. Schau dir das Video an, wie sie dasitzt und erzählt. Eine glückliche Person sieht anders aus. Nein, sie ist sich der Absurdität durchaus bewusst, das kommt ganz klar rüber. Sie hat auch selbst Erklärungen dafür (der abweisende Vater etc.).
Ich würde es möglicherweise anders sehen wenn sie auf dem Video das blühende Leben wäre, und ich ihre tiefe Liebe und Lebensfreude mit dem Karussell spüren könnte. Sie kommt eher mitleidssuchend daher, nach dem Motto "Seht, ich kann leider nicht anders". Möglich natürlich, dass die Umwelt sie zu dieser Sicht gebracht hat.
Ich habe sie mit meinem Posting nicht verurteilt. Ganz im Gegenteil. Sie kann damit leben oder, wenn sie will, auch daran arbeiten, das ist und bleibt ihre Entscheidung. Was ich "verurteilt" habe war das sich darüber lustig machen. Das zur Schau stellen. Denn es ist ihre Privatsache, und bleibt es auch solange es Anderen nicht schadet.
Letzte Bearbeitung am 20-Aug-09 um 00:43 Uhr () Die Frau in dem Weber-Video wirkt vielleicht nicht besonders enthusiastisch, und ja, bestimmte (sexuelle) Eigenarten wären ohne eine beschissene Kindheit o.Ä in einigen Fällen gar nicht erst entstanden. Trotzdem sollte man nicht alle über einen Kamm scheren und Objektophile nicht sofort in die Mitleidsecke stellen. Andere Menschen aus anderen Dokus zu dem Thema wirken fröhlich, lebendig und zufrieden. Thema Sex: Wer sagt dass diese Frau überhaupt ein sexuelles Verlangen besitzt. Oder sind wir da bei der nächsten Störung, Krankheit? (Asexualität)
Viel schlimmer als durchgenudelte Witze über Kinderschänder oder nem Typen der sich ein Pneumatikteil mit ins Bett nimmt, sind doch gerade diese Gespräche über Krankheiten und Störungen. Ich glaube ein lustiger Pneumatikwitz (z.B "Luft wird beim komprimieren warm") ist in diesme Fall weniger frustrierend als von der Gesellschaft als krank und gestört abgestempelt zu werden.
Letzte Bearbeitung am 20-Aug-09 um 08:02 Uhr () >Thema Sex: Wer sagt dass diese Frau überhaupt ein sexuelles Verlangen besitzt.
Sie selbst! Ich zitiere mal den Artikel:
>>A picture of 1001 adorns her bedroom ceiling and she says: "I use photos of 1001 to help me in private. We could never have sex where he lives because it's public and it would be indecent." <<
Und der Beitrag von dem Mann, der den Pneumatikzylinder seines geliebten Baggers mit ins Bett nimmt war nicht reißerisch oder veralbernd aufgemacht, sondern absolut nüchtern und neutral. Lief auch in irgend einem dritten programm, war informativ und durchaus sehenswert.
Objektsexualität geht meist einher mit dem Asperger-Syndrom - also kann man hier durchaus von einer Krankheit sprechen. Das ganze wurde schon in beeindruckender Weise in der Emmy-ausgezeichneten Serie "Boston Legal" thematisiert - allerdings mit dem nötigen Feingefühl und ohne sich über die Betroffenen lustig zu machen...
>Objektsexualität geht meist einher mit dem Asperger-Syndrom - also kann man hier >durchaus von einer Krankheit sprechen. Das ganze wurde schon in beeindruckender Weise >in der Emmy-ausgezeichneten Serie "Boston Legal" thematisiert - allerdings mit dem >nötigen Feingefühl und ohne sich über die Betroffenen lustig zu machen...
Wobei das ganze durchaus auch sehr komisch ist, die betroffene Person aber dabei trotzdem nicht veralbert wird. Sehr Gutes Beispiel für Erik.
Meiner Meinung nach sollte alles erlaubt sein, sofern alle "Beteiligten" mit den Tätigkeiten einverstanden und keine Minderjährige oder Tiere beteiligt sind.
Fang doch an und mach Witze über Krebskranke. Über Kinder, deren Eltern bei einem Autounfall verunglückt sind. Gequälte Menschen und Tiere (Folter)
Das sind alles Minderheiten, die unter dein "Jede" fallen. Traurig, wenn diese Denkweise sich in unserer Gesellschaft bereits festgesetzt hat. Lachen auf Kosten der Wehrlosen.
Minderheit? Klasse - kann sich nicht wehren - und drauf!
Kaum zu glauben, dass sich an dieser Stelle wunderbar einer aus dem Bush-Clan zitieren läßt:
„Ironischerweise stellen wir am 200. Jahrestag der Bill of Rights fest, dass die freie Rede überall (in den Vereinigten Staaten) angefallen wird, auch auf dem Campus einiger Universitäten. Die Idee der politischen Korrektheit hat im ganzen Land eine Kontroverse entfacht. Und obwohl die Bewegung aus dem lobenswerten Bedürfnis entstanden ist, die Überreste von Rassismus und Sexismus und Hass wegzufegen, ersetzt sie nur alte Vorurteile durch neue. Sie erklärt bestimmte Themen zum Tabu, bestimmte Ausdrücke zum Tabu und sogar bestimmte Gesten zum Tabu. Was als Kreuzzug für Anstand begann, ist umgeschlagen in einen Konfliktherd und sogar in Zensur. Streitende betrachten puren Zwang als einen Ersatz für die Kraft der Gedanken – zum Beispiel indem sie ihren Kontrahenten bestrafen oder verweisen lassen.“ – George H. W. Bush
Oder um es non-pc zu formulieren: Amy hat wohl begriffen, dass man manchmal das nehmen muss, was man kriegen kann - sei es noch so fern. Und da ist ein Weberteppich doch dreimal besser als ein Perser, oder?! Frei nach dem Zitat Harald Schmidts, der sagt: Auch Behinderte haben ein Recht darauf, verar$cht zu werden...
Auch wenn dein Argument durchaus berechtigt ist, reagiere ich allergisch wenn Menschen (ob Minderheiten, Randgruppen, einzelne Personen oder wasauchimmer) "verarscht" werden und diese sich nicht wehren können. Der Schaden, der hier oftmals angerichtet wird, ist immens und schmerzhaft.
Nur weil es salonfähig geworden ist und zu unserer Kultur gehört (Comedy im TV ist meistens nur auf Kosten Anderer) heißt das noch lange nicht daß es uns gut tut.
Mitzumachen ist natürlich einfacher (und lenkt von den eigenen Unzulänglichkeiten ab) als im Einzelfall Zivilcourage zu zeigen. Plötzlich ist man selbst auch Zielscheibe. Das hält mich trotzdem nicht davon ab mich für die einzusetzen, die sich nicht wehren können.
Und was das Zitat von Harald Schmidt angeht: so etwas kann nur jemand sagen der 1) selbst nicht behindert ist und auch privat oder beruflich nichts mit Behinderten zu tun hat, und 2) durch jahrelanges Berufslästern so stark abgestumpft ist, dass er nicht mehr merkt, welch menschenverachtender Müll aus seinem Mund kommt.
>Und was das Zitat von Harald Schmidt angeht: so etwas kann nur jemand sagen der 1) >selbst nicht behindert ist und auch privat oder beruflich nichts mit Behinderten zu tun >hat, und 2) durch jahrelanges Berufslästern so stark abgestumpft ist, dass er nicht >mehr merkt, welch menschenverachtender Müll aus seinem Mund kommt.
>Mitzumachen ist natürlich einfacher (und lenkt von den eigenen Unzulänglichkeiten ab) >als im Einzelfall Zivilcourage zu zeigen. Plötzlich ist man selbst auch Zielscheibe. >Das hält mich trotzdem nicht davon ab mich für die einzusetzen, die sich nicht wehren >können.
Man sollte in seinem Gutmenschentum aber schon differenzieren können, ob es sich um einen breitangelegten Kavellerieritt gegen Objektophile, Fußfetischisten, Latexliebhaber, Geistigbehinderte, Kranke, Wehrlose, Opfer oder was weiss ich handelt, oder ob jemand einfach mal sagt: Xy hat für meinen Geschmack ne Vollmeise, nen Triller unterm Pony, nicht alle Latten auffem Zaun, ist nicht das schärfste Messer in der Schublade.
>Und was das Zitat von Harald Schmidt angeht: so etwas kann nur jemand sagen der 1) >selbst nicht behindert ist und auch privat oder beruflich nichts mit Behinderten zu tun >hat, und 2) durch jahrelanges Berufslästern so stark abgestumpft ist, dass er nicht >mehr merkt, welch menschenverachtender Müll aus seinem Mund kommt.
Sowas kann nur jemand schreiben, der nur oberflächlich das Zitat liest, und auf Reizworte ohne Kontext reagiert. Du würdest nämlich bei näherer Betrachtung durchaus feststellen können, dass diese Aussage alles andere als menschenverachtend ist. Man könnte ihm sogar im besten Basedow'schem Sinne Philanthropie unterstellen, wenn einem die eigene PC-Brlle nicht den Blick verstellte.
>Sowas kann nur jemand schreiben, der nur oberflächlich das Zitat liest, und auf >Reizworte ohne Kontext reagiert. Du würdest nämlich bei näherer Betrachtung durchaus >feststellen können, dass diese Aussage alles andere als menschenverachtend ist. Man >könnte ihm sogar im besten Basedow'schem Sinne Philanthropie unterstellen, wenn einem >die eigene PC-Brlle nicht den Blick verstellte.
Die derbsten Witze über Behinderte, bei denen ich schon gut geschluckt habe, machen Behinderte selbst. Dagegen ist ein Schmidt ein Waisenkind. War das jetzt auch ein Affront gegen Waisen?
Mir hat mal ein Behinderter erklärt, dass ich bitte NIEMALS einen Behinderten fragen soll "Kann ich helfen?" Entweder einfach machen oder lassen. Bis auf wenige Emos wollen Behinderte wie ganz normale Menschen behandelt werden. Und dazu gehört auch, dass mit ihnen gewitzelt wird, dass man über sie und mit ihnen lacht. Und genau das kann man aus dem Zitat von Schmidt sehr einfach lesen, dazu muss man noch nichtmal zwischen den Zeilen lesen.
>Ausser über Diabetiker. Oder kennt jemand auch nur einen duften Diabetikerwitz?
Ist leider lange her, dass ich einen kannte, aber ja, der hatte derbe Sprüche drauf, wenns mal wieder um seine Spritze ging. Und seine Zelebrierung, sich den goldenen Schuss zu geben, waren theatralisch göttlich :)