131 Passagiere sitzen am Samstag an Bord einer Lufthansa-Maschine, als der Pilot beim Anflug auf Hamburg gegen Orkantief "Emma" kämpft. Nur denkbar knapp taumelt der Airbus an der Katastrophe vorbei - die Flugsicherung hat "eine solch extreme Situation auf einem deutschen Flughafen noch nie erlebt."
Ein aus München kommender Airbus A 320 ist am Samstag während des Orkantiefs "Emma" kurz vor dem Aufsetzen auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel von einer Böe erfasst worden. Dabei ist das Lufthansa-Flugzeug mit 131 Passagieren an Bord nur knapp einer Katastrophe entgangen.
In einer Aufnahme des britischen Videoportals LiveLeak ist zu sehen, wie der Airbus teilweise quer zur Landebahn schwebt. Die Tragfläche berührt fast die Landebahn - sie kommt dabei dem Boden so nahe, dass Regenwasser vom Boden aufwirbelt. Nur dank eines Durchstart-Manövers kann der 39 Jahre alte Lufthansa-Pilot den Airbus wieder unter Kontrolle bringen.
Ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung sagte dem "Hamburger Abendblatt", er habe "eine solch extreme Situation auf einem deutschen Flughafen noch nie erlebt". Im Anschluss an das Durchstartmanöver drehte der Pilot nach "Bild"-Angaben eine 60 Kilometer lange Schleife um die Hansestadt und landete schließlich 15 Minuten nach der Beinahe-Katastrophe sicher.
Alle Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder blieben demnach unverletzt. Sie wurden nach der Landung von einem Team der Lufthansa betreut. Der Wind soll zum Zeitpunkt der Landung mit 90 Stundenkilometern geweht haben - das völlig verbogene Endstück der linken Tragfläche musste ausgetauscht werden. (jam/dpa)
Nicht darin gesessen haben wollender Gruß Marcel [small]Hurra, verdammt![/small]
Whow, da stockt einem der Atem, wenn man das sieht. Ein Dank an die vielen Simulatoren, wo einen Piloten solche Situationen wohl recht gut eingepaukt werden.
Ich hoffe am 11ten ist da wieder Windruhe in Hamburg, denn dann lande ich da :'(
>In einer Aufnahme des britischen Videoportals LiveLeak ist zu sehen, wie der Airbus >teilweise quer zur Landebahn schwebt. Die Tragfläche berührt fast die Landebahn - sie >kommt dabei dem Boden so nahe, dass Regenwasser vom Boden aufwirbelt. Nur dank eines >Durchstart-Manövers kann der 39 Jahre alte Lufthansa-Pilot den Airbus wieder unter >Kontrolle bringen.
Uih, da wird einem ja vom Zusehen schlecht! Als Nichtpilot und vom Fliegen recht Ahnungsloser frage ich mich allerdings, warum die Landung bei diesen Wetterverhältnissen nicht mindestens 10 Sekunden früher abgebrochen wurde. Schon ganz am Anfang des Clips bewegt sich das Flugzeug ja bereits hauptsächlich seitwärts.
Jochen
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
Der Film lief gestern abend in den ARD Tagesthemen. Im Anschluss hat der schreckliche Wetterhippie Kachelmann gleich seine überteuerte Wettervorhersage mit diesem Thema eröffnet. Anhand eines Luftbildes der Landebahnen und einer schlauen Erklärung über Windwinkel, etc. mokierte er sich darüber, warum der Pilot überhaupt diese und nicht die andere Landebahn anflog. Dort wäre der Windwinkel wesentlich schwächer gewesen.
da ich berufsbedingt so etwas häufiger sehe, kann ich dir kurz erklären, dass es bei starkem Seitenwind gängige Praxis ist, dass die Maschine "quer zur Bahn" anfliegt und erst im letzten Moment kurz vor dem Touch-Down durch den Piloten wieder in Fahrtrichtung gedreht wird. Anders geht das einfach nicht. Was hier zum Verhängnis wurde, ist die unerwartet starke Boe; gefolgt von fliegerischem Können.
Letzte Bearbeitung am 03-Mar-08 um 19:24 Uhr () >Uih, da wird einem ja vom Zusehen schlecht! Als Nichtpilot und vom Fliegen recht >Ahnungsloser frage ich mich allerdings, warum die Landung bei diesen >Wetterverhältnissen nicht mindestens 10 Sekunden früher abgebrochen wurde. Schon ganz >am Anfang des Clips bewegt sich das Flugzeug ja bereits hauptsächlich seitwärts.
... Weil es bis zu der Windböhe die zum Schluss von der rechten Seite kam, ein völlig normales Landemanöver war. Bei solchen Windverhältnissen wird die Maschiene erst im letzten Moment kurz vor dem Touch-Down in die Gerade gezogen. So hat es mir zumindest mal ein Berufspilot erklärt.
Um sowas zu sehen, muss man aber nicht direkt auf "Flugzeug-Absturz.de" gehen, sondern gibt brav "Crosswind" und "Landing" bei Youtube ein und sieht dutzende dieser Landungen. ;-)
Ich bin am Samstag morgen, genau als das Sturmtief über Köln zog, nach Wien geflogen. Erst wurde das Boarding mehrfach verschoben, da es der Bodencrew aufgrund eines starken Gewitters nicht möglich war an der Maschine zu arbeiten, dann ging alles recht flott.
Auch wenn ich viel fliege - der Start war, äh, sportlich. Doch während viele andere immer mal wieder nervöse Laute von sich gaben, gluckste ich leicht vergnügt. Airtime nimmt man mit wo es eben geht. Ich saß sogar hinten... ;-)
Aber Spaß beiseite: das in Hamburg hätte ich nicht miterleben wollen.
>>…frage ich mich, was sind das für Nerds, die bei solch einem Schietwetter an der >>Landebahn rumlungern und filmen. > >Pappnasen, die drauf hoffen bei "Böld" 500,-- Euro als Blöd-Reporter zu verdienen!
Ich behaupte mal ohne Ahnung zu haben, dass keiner dieser Leute versuchen damit Geld zu verdienen. Soweit können Blöd Leser doch gar nich denken...
The only difference between genius and insanity is success. Gruss, DragonKhan
Sowas fragst du echt in nem Forum, in dem hunderte Leute rumhängen, die im Winter durch Büsche robben, um in geschlossenen Freizeitparks Fotos von Schienen zu machen?
Lieber mit erfahrenen Piloten, die mein Leben nicht riskieren fliegende Grüße Felix
We don't just want airtime We want all the time all of the time
Wo wir gerade bei spektakulären Landungen sind, ich finde das hier immer wieder aufs neue heftig anzuschauen. Aus Pilotensicht vermutlich unspektakulär, aber ich finde es trotzdem beeindruckend.