1. Advent - was wirklich geschah
So, Ihr Lieben. Der zweite Advent naht und da dachte ich mir, ich könnte die Story zum ersten doch jetzt als Vorwarnung 'mal posten. Die Suchfunktion hat nix hergegeben. Also wer's noch nicht kennt: Viel Spaß.
10:00 Uhr: In der Studentensiedlung Holzhausen installiert die Studentin Simone S. 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Zimmers. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
10:14 Uhr: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Gunnar H. die provokante Weihnachtsoffensive der Nachbar-WG und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzenset zu je 15 Watt im Küchenfenster.
Stunden später erstrahlt gesamt Holzhausen im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19:03 Uhr: Im Kilometer entfernten Atomkraftwerk Greifswald-Lubmin registriert der wachhabende Ingenieur Thorn W. irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stralsund-Nord, ist aber zunächst arglos.
20:17 Uhr: Den Studenten Guntram O. und Steffen R. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume hinter Haus 15, ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
20:56 Uhr: Der Student Torsten S. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Dach seines Hauses das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt.
Die Fassade der naheliegenden Mensa hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.
21:30 Uhr: Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Atomkraftwerk Greifswald-Lubmin verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5 ungehört.
21:50 Uhr: Der Student Jan P. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs "Varta Volkssturm" seines Opas, eines alten Kriegsveteranen, den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.
22:12 Uhr: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch Holzhausen. Zuvor war eine Boeing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Feuerwehrzufahrt gelandet – zum Leidwesen der dort geparkten Fahrzeuge.
22:37 Uhr: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.
22:50 Uhr: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Atomkraftwerkes Greifswald-Lubmin, der gesamte Komplex mit seinen 5 Reaktoren läuft mit 3000 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23:06 Uhr: In der taghell erleuchteten Siedlung erwacht Studentin Bettina S. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23 Uhr 12 und 14 Sekunden: In die plötzliche Dunkelheit der gesamten Umgebung Stralsund bricht die Explosion des Atomkraftwerkes Greifswald-Lubmin wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen.
Menschen wie Du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
Mein Bruder ist Metzger
10:00 Uhr: In der Studentensiedlung Holzhausen installiert die Studentin Simone S. 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Zimmers. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
10:14 Uhr: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Gunnar H. die provokante Weihnachtsoffensive der Nachbar-WG und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzenset zu je 15 Watt im Küchenfenster.
Stunden später erstrahlt gesamt Holzhausen im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19:03 Uhr: Im Kilometer entfernten Atomkraftwerk Greifswald-Lubmin registriert der wachhabende Ingenieur Thorn W. irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stralsund-Nord, ist aber zunächst arglos.
20:17 Uhr: Den Studenten Guntram O. und Steffen R. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume hinter Haus 15, ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
20:56 Uhr: Der Student Torsten S. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Dach seines Hauses das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt.
Die Fassade der naheliegenden Mensa hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.
21:30 Uhr: Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Atomkraftwerk Greifswald-Lubmin verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5 ungehört.
21:50 Uhr: Der Student Jan P. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs "Varta Volkssturm" seines Opas, eines alten Kriegsveteranen, den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.
22:12 Uhr: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch Holzhausen. Zuvor war eine Boeing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Feuerwehrzufahrt gelandet – zum Leidwesen der dort geparkten Fahrzeuge.
22:37 Uhr: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.
22:50 Uhr: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Atomkraftwerkes Greifswald-Lubmin, der gesamte Komplex mit seinen 5 Reaktoren läuft mit 3000 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23:06 Uhr: In der taghell erleuchteten Siedlung erwacht Studentin Bettina S. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23 Uhr 12 und 14 Sekunden: In die plötzliche Dunkelheit der gesamten Umgebung Stralsund bricht die Explosion des Atomkraftwerkes Greifswald-Lubmin wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen.
Menschen wie Du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
Mein Bruder ist Metzger

