>Die Vorstellung, daß man einen Menschen nur am Leben hält (wobei das für mich eher nach
>"warmhalten" aussieht - immerhin ist er wohl nicht mehr zu retten) finde ich absurd und
>eigentlich sogar etwas ekelhaft.
Eine Praktik die zum Alltag auf vielen Intensivstationen gehört.
Da man sich (in Deutschland) in diesem Bereich auf einem schmalen Grat zwischen unterlassener Hilfeleistung, Sterbehilfe und ethisch höchst fragwürdigem "am leben halten" bewegt, gehen viele Ärzte aus Angst vor Konsequenzen den Weg des geringsten Wiederstandes.
Allerdings gibt es kein "warmhalten" wie Jürgen hier schreibt. Wenn nichts mehr geht, dann geht nichts mehr. Irgendwann hört das Herz auf zu schlagen. Da helfen auch die tollsten Maschinen und Medikamente nicht.
Aber es ist immer wieder erstaunlich wie viel Medizin der Mensch aushält.
Ich hoffe Herr Arafat hat es schnell hinter sich, denn ein solches "verrecken" (entschuldigt den Ausdruck) ist niemandem zu wünschen.
Gruß Stefan
der wo sich wünscht das mehr Leute beim Lexikon mitmachen