Letzte Bearbeitung am 04-Jan-04 um 17:33 Uhr () Ich besuche momentan die Stufe 12 des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen, in der es bei uns üblich ist, eine Facharbeit zu schreiben. Mittlerweile haben wir ungefähre Themen, wobei es erst am Mittwoch richtig ernst und die Themen offiziel werden. Nun zu meiner Bitte: Mein grobes Thema lautet "Wirbelströme im Vergnügungssektor". Hat dazu irgendjemand irgendwelche Infos, Bilder, Links, etc.? Danke schonmal im voraus, Gruß, CyberLoop
Die Firma Intamin verwendet bei diversen Achterbahnen (wie auch bei den von der Tochterfirma Ride Trade angebotenen Free Fall-Türmen) ein Permanent-Magnetbremssystem. Dieses funktioniert nahezu wartungsfrei, da kein physikalischer Kontakt der Wirkflächen hergestellt wird und somit keine Verschleiß verursachende Reibung existiert. Die Abbremswirkung unterliegt dem Prinzip einer Wirbelstrombremse. Strom wird dabei nicht benötigt, da Permanentmagnete ein dauerhaftes Magnetfeld aufbauen. Die Realisierung sieht beispielsweise folgendermaßen aus: Zwischen zwei zu beiden Seiten der Schiene angebrachten Magneten wird ein kleiner Luftspalt eingestellt. Am Zug befinden sich seitlich präzise eingestellte gut leitende Kupferbleche, die milimetergenau in den Spalt eindringen. Dies geschieht berührungslos. Das im Luftspalt wirkende Magnetfeld induziert (lateinisch für einbringen) im sich bewegenden Kupferblech einen Wirbelstrom. So wie jeder elektrisch fließende Strom ein Magnetfeld induziert, kann auch ein festes Magnetfeld - die Permanentmagnete - in einem sich bewegenden elektrischen Leiter - das Kupferblech - einen Strom induzieren. Dieser Wirbelstrom ist von einem zweiten Magnetfeld umgeben, welches mit dem der Permanentmagneten in Interaktion tritt. Dabei entsteht eine Kraftkomponente, die entgegengesetzt zur Fahrtrichtung wirkt. Der Zug wird abgebremst.
Bremssysteme auf Basis der Wirbelstrombremse finden derzeit nur Anwendung als Reduzier- und Schlußbremse, da ihre Bremswirkung von der Geschwindigkeit des abzubremsenden Körpers abhängt. Das Funktionsprinzip erfordert eine Relativbewegung zwischen Permanentmagnet und Kupferblech, so dass eine Verzögerung auf null Stundenkilometer nicht möglich ist. Meist stoppen dann die Züge durch Reibungserscheinungen. (c)by: www.coastersandmore.de
Mehr kann ich dir im Moment leider auch nicht sagen. Hoffe das hat dir schon mal etwas weiter geholfen.
Letzte Bearbeitung am 06-Jan-04 um 09:51 Uhr () Schonmal vielen Dank für deine Mühe -habe die mir bekannten Seiten natürlich schon abgeklappert, und ordentlich gegoogelt wurde auch :) ! Was für mich halt auch interessant wäre, wären Bilder von eben solchen Bremsen. Falls da jemand etwas hat, könnte er sich ja freundlicherweise bei mir melden! Bedanke mich im voraus, Gruß, CyberLoop
Letzte Bearbeitung am 06-Jan-04 um 12:51 Uhr () Hi Cyberloop,
schöne Grüße an meine alte Schule. Bei wem schreibst du denn? Vielleicht kenne ich noch den einen oder anderen und kann ein gutes Wort für dich einlegen. :-)
So, momentan befinde ich mich am Anfang der "heißen Phase". Jetzt wirft sich bei mir folgende Frage auf: Bei welcher Attraktion/Achterbahn kam es zum erstmaligen Einsatz von Wirbelstrombremsen?