Junge junge - das wird heiß !!!
Zwei Helden und eine verruchte Lady
Karl-May-Spiele stellten Hauptdarsteller vor - Dolly Dollar will sich von ihrem Künstlernamen trennen
Nur noch 94 Tage bis zur Premiere: Die Schauspieler Arthur Brauss, Dolly Dollar und Horst Janson sorgen bei der Jubiläums-Produktion "Der Schatz im Silbersee" für spannende Unterhaltung.
Bad Segeberg (ah) Die Wärme des Lagerfeuers war noch bitter nötig, um die Kälte zu vertreiben, doch die ersten Indianer sind bereits in ihr Sommerlager im Freilichttheater der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg, zurückgekehrt. Zwischen bunten Tipis und Blockhäusern begrüßte gestern Udo Fröhlich, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Kalkberg GmbH, mit einem schwungvollen "Howgh" Dolly Dollar, Horst Janson und Arthur Brauss, die mit den Rothäuten in der Jubiläums-Inszenierung "Der Schatz im Silbersee" reiten werden.
: Eine Ehre, die die drei Fernsehstars hoch zu Ross sichtlich genossen. Schöner, lebhafter, effektvoller, das sollen die Spiele im 50. Jahr ihres Bestehens werden, versprach Geschäftsführerin Ute Thienel. Nicht nur die Sitzplätze sowie die Ton- und die Lichtanlage werden erneuert. Auch zahlreiche Höhepunkte wie etwa eine Plakatausstellung, die Umgestaltung der Arena und neue Effekte sollen auf das Jubiläumsjahr einstimmen. Mit zu den "Bonbons" gehöre aber auch die Verpflichtung des Fernsehstar-Trios, was - schon wegen der Voraussetzungen Reitkenntnisse, Fitness und drei Monate Zeit - "nicht einfach war", wie Ute Thienel erklärte.
Nicht lange über das Rollenangebot nachdenken musste Horst Janson, als "Bastian" Millionen Fernsehzuschauern ein Begriff. Bereits 1998 sammelte der 65-Jährige als "Old Shatterhand" in Bad Segeberg Erfahrungen. So wie er als Kind alle Karl-May-Bücher las, sind auch seine beiden Kinder von diesem "Virus" befallen, sagt er - und gibt, stilecht in eine Original-Indianer-Lederjacke gekleidet, die er sich 1962 aus Kanada mitbrachte - grinsend zu, dass es auch die Kinder waren, die ihn zu der Rolle des "Old Firehand" gedrängt haben. Am liebsten hätten sie nämlich selbst mitgespielt.
Von der Wild-West-Romantik angezogen fühlt sich auch Dolly Dollar, die ihren großen Auftritt als verruchte Lady haben wird. Eigentlich war es ihr Wunsch, einmal einen Western zu drehen, gesteht sie - da seien die Karl-May-Spiele eine passende Alternative. Die allein erziehende 38-jährige Mutter dreier Kinder möchte mit dieser Rolle auch einen Schlussstrich ziehen, in Bad Segeberg wird sie zum letzten Mal unter dem Künstlernamen Dolly Dollar auftreten. Der sei ihr bereits im Alter von 14 Jahren aufgedrängt worden, sagt sie. "Die damit verbundene naive Blondine bin ich nicht mehr", ist ihr resolutes Resümee. Im Anschluss an Bad Segeberg werde sie sich neuen Zielen zuwenden, so habe sie ein Drehbuch geschrieben, das jetzt für Fernsehen verfilmt werden soll.
Arthur Brauss, zuletzt im "Großstadtrevier" zu sehen, ließ für die Spiele den Sommerurlaub im amerikanischen Wyoming sausen, wo der 64-Jährige seine Kindheit verbrachte und sich sein erstes Geld bei der Ranch-Arbeit verdiente. Für den großen Ritt in Bad Segeberg als böser Colonel hat er schon vorgesorgt, sagt er, und tippt an seinen neuen Hut: "Als passionierter Golf-Spieler weiß ich, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur umpassende Kleidung." Beste Voraussetzungen also, um ab 28. Mai mit den Proben zu beginnen. Oder es muss wieder ein wärmendes Lagerfeuer entzündet werden.
("Der Schatz im Silbersee" hat am 30. Juni, 20.30 Uhr, Premiere. Bis 9. September sind im Bad Segeberger Freilichttheater 72 Vorstellungen geplant, Karten und Informationen unter {telefon}04551/95210)
Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de
Karl-May-Spiele stellten Hauptdarsteller vor - Dolly Dollar will sich von ihrem Künstlernamen trennen
Nur noch 94 Tage bis zur Premiere: Die Schauspieler Arthur Brauss, Dolly Dollar und Horst Janson sorgen bei der Jubiläums-Produktion "Der Schatz im Silbersee" für spannende Unterhaltung.
Bad Segeberg (ah) Die Wärme des Lagerfeuers war noch bitter nötig, um die Kälte zu vertreiben, doch die ersten Indianer sind bereits in ihr Sommerlager im Freilichttheater der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg, zurückgekehrt. Zwischen bunten Tipis und Blockhäusern begrüßte gestern Udo Fröhlich, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Kalkberg GmbH, mit einem schwungvollen "Howgh" Dolly Dollar, Horst Janson und Arthur Brauss, die mit den Rothäuten in der Jubiläums-Inszenierung "Der Schatz im Silbersee" reiten werden.
: Eine Ehre, die die drei Fernsehstars hoch zu Ross sichtlich genossen. Schöner, lebhafter, effektvoller, das sollen die Spiele im 50. Jahr ihres Bestehens werden, versprach Geschäftsführerin Ute Thienel. Nicht nur die Sitzplätze sowie die Ton- und die Lichtanlage werden erneuert. Auch zahlreiche Höhepunkte wie etwa eine Plakatausstellung, die Umgestaltung der Arena und neue Effekte sollen auf das Jubiläumsjahr einstimmen. Mit zu den "Bonbons" gehöre aber auch die Verpflichtung des Fernsehstar-Trios, was - schon wegen der Voraussetzungen Reitkenntnisse, Fitness und drei Monate Zeit - "nicht einfach war", wie Ute Thienel erklärte.
Nicht lange über das Rollenangebot nachdenken musste Horst Janson, als "Bastian" Millionen Fernsehzuschauern ein Begriff. Bereits 1998 sammelte der 65-Jährige als "Old Shatterhand" in Bad Segeberg Erfahrungen. So wie er als Kind alle Karl-May-Bücher las, sind auch seine beiden Kinder von diesem "Virus" befallen, sagt er - und gibt, stilecht in eine Original-Indianer-Lederjacke gekleidet, die er sich 1962 aus Kanada mitbrachte - grinsend zu, dass es auch die Kinder waren, die ihn zu der Rolle des "Old Firehand" gedrängt haben. Am liebsten hätten sie nämlich selbst mitgespielt.
Von der Wild-West-Romantik angezogen fühlt sich auch Dolly Dollar, die ihren großen Auftritt als verruchte Lady haben wird. Eigentlich war es ihr Wunsch, einmal einen Western zu drehen, gesteht sie - da seien die Karl-May-Spiele eine passende Alternative. Die allein erziehende 38-jährige Mutter dreier Kinder möchte mit dieser Rolle auch einen Schlussstrich ziehen, in Bad Segeberg wird sie zum letzten Mal unter dem Künstlernamen Dolly Dollar auftreten. Der sei ihr bereits im Alter von 14 Jahren aufgedrängt worden, sagt sie. "Die damit verbundene naive Blondine bin ich nicht mehr", ist ihr resolutes Resümee. Im Anschluss an Bad Segeberg werde sie sich neuen Zielen zuwenden, so habe sie ein Drehbuch geschrieben, das jetzt für Fernsehen verfilmt werden soll.
Arthur Brauss, zuletzt im "Großstadtrevier" zu sehen, ließ für die Spiele den Sommerurlaub im amerikanischen Wyoming sausen, wo der 64-Jährige seine Kindheit verbrachte und sich sein erstes Geld bei der Ranch-Arbeit verdiente. Für den großen Ritt in Bad Segeberg als böser Colonel hat er schon vorgesorgt, sagt er, und tippt an seinen neuen Hut: "Als passionierter Golf-Spieler weiß ich, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur umpassende Kleidung." Beste Voraussetzungen also, um ab 28. Mai mit den Proben zu beginnen. Oder es muss wieder ein wärmendes Lagerfeuer entzündet werden.
("Der Schatz im Silbersee" hat am 30. Juni, 20.30 Uhr, Premiere. Bis 9. September sind im Bad Segeberger Freilichttheater 72 Vorstellungen geplant, Karten und Informationen unter {telefon}04551/95210)
Jens Uwe Kupka
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