So hieß es heute in der Bild. Die rede ist von Kampfhunden. In den letzten Tagen garnicht mehr aus den Nachrichten wegzudenken. Heute kam endlich ein Gesetz. Drei Kampfhunderassen werden asugerotett. Was haltet ihr davon!
Haltet ihr das Gesetz für nichtig. Haltet ihr das Gesetz für richtig.
Da ja wieder ein Kampfhund eine Frau auf einem Fahrrad angefallen hat, war wieder mal ein "Kampfhund"-Beitrag fällig. Vorweg: Ich bin absolut dafür, daß gefährliche oder auffällig gewordene Hunde aus dem Verkehr gezogen werden MÜSSEN. Da führt kein Weg dran vorbei. Aber was ich da gesehen habe, hat dem Faß den Boden ausgeschlagen:
Ein Familie wird gezeigt, die sich einen Hund hält, der zu einer Kampfhundrasse gehört. Ob das nun wirklich ein liebes Tier ist, konnte man natürlich nicht in dem Beitrag sehen, dafür wars halt zu kurz, und sei auch mal dahingestellt. Aber: in dem Beitrag war eine Szene, in der Herrchen mit dem Hund (angeleint mit Maulkorb) im Park spazieren geht, und ein anderer "Kampfhund" kommt (auch angeleint mit Maulkorb) vorbei. Beide ziehen gegenseitig auf sich zu, die Halter halten sie zurück, und beide wedeln mit dem Schwanz (nur für die Leute, die sich mit Hunden vielleicht nicht auskennen: Das heißt bei Hunden, daß sie sich freuen und gut drauf sind. Das stimmt wirklich IMMER mit dem Schwanzwedeln, da ja Hunde nicht "lügen" können, das ist nämlich etwas, was den Menschen eigen ist). Also, beide wedeln mit dem Schwanz, und wollen offensichtlich miteinander spielen. Kommentar der Off-Sprecherin: beide Hunde gingen direkt aufeinander los. Also, davon abgesehen, daß diese Szene SEHR gestellt wirkte...
Aber es kam noch besser: Die Off-Sprecherin sagte, daß selbst Experten darauf hinweisen, daß es keine "lieben" Kampfhunde gibt. Daraufhin zeigt man einen Experten (Hundetrainer), der letzte Woche auch schonmal gezeigt wurde, der ganz eindeutig sagte "aggressive Hunde gibt es nur mit aggressiven Haltern. Das Eine kommt nur als Tateinheit mit dem Anderen vor". Äh ? Habe ich da was nicht mitgekriegt ?
Etwas später in der Sendung kam dann noch unsere Kanzlergattin, die von einem Hund "bedroht" wurde, als sie mit ihrem Kind im Park Fahrradfahren war. Er sei um die Ecke gekommen, stand da, und habe sie angeschaut. Sie konnte "zum Glück" noch das Fahrrad zwischen sich, ihr Kind und den Hund bringen, bis der Halter dann auch um die Ecke kam und den (Achtung) "noch immer dort stehenden und schauenden Hund" lachend entfernte. Ich glaube, da wäre ich auch als Halter vor Lachen zusammengebrochen.
Dürfen Hunde jetzt schon nicht mehr jemanden anschauen ?
Also nochmal: Gefährliche Hunde müssen weg ! Da gibts ÜBERHAUPT KEINE Diskussion ! Aber solche Berichterstattung finde ich absolut unnötige Propagandamache und Verdummung der Zuseher.
So, jetzt habe ich mir mal Luft gemacht. Sorry, mußte sein. Wer den Beitrag mal sehen will, wird heute Nacht auf Pro7 wiederholt. Ich nehms dann auf, und wers mal sehen will, dem kann ichs geben.
Also meiner Meinung nach ist das Problem nicht am Ende der Hundeleine, sonder bei dem, der sie hält (oder auch nicht hält). Keine Hunderasse ist von Geburt an aggressiv. Es sind manche durch Körperbau und dadurch Kraft natürlich für Kämpfe besser geeignet als andere, aber auch denen muß man ersteinmal diese Aggressivität beibringen. Und zu solchen Kampfmaschinen kann man ziemlich jeden größeren Hund erziehen, das hat mit der Rasse nix zu tun.
Natürlich gibt es auch Hunde, die irgendwie gestört sind (das gibts auch bei Menschen, siehe die Amokläufer der letzten Wochen). Für die sollte natürlich das gleiche gelten wie für einen Menschen: Die Gesellschafft muß davor geschützt werden, und da es keine Sicherheitsverwahrung für Hunde gibt, bleibt dann eben nur die Einschläferung.
Versteht mich nicht falsch: Wäre ich auf dem Schulhof gewesen, ich hätte KEINE SEKUNDE gezögert, die Tiere zu erschießen !
Aber die ganze Hysterie finde ich ein wenig zu viel. Z.B. der Hund meines Ex-Mitbewohners, Schäferhund mit Ausbildung (Schutzhund 3 (das sind die Guten!)), darf ganz offiziell frei (also ohne Leine) geführt werden. Wenn ich jetzt mit dem Hund durch die Straßen gehe, kommen dann immer wieder diese lästigen Zurufe, von wegen "nehmen Sie das Raubtier an die Leine !" Solchen Leuten kann man das leider nicht erklären.
Das Problem ist IMHO auch nicht einfach durch ein Gesetz zu lösen, da die Szene, die sich Kampfhunde anschafft sowieso auf Gesetze pfeift. Außerdem: Will die Polizei jedem vorbeilaufendem Pitbull unter den Rock schauen, ob er/sie kastriert/sterilisiert sind/ist (äh, oder so) ? Solche Kreise lassen sich bestimmt nicht durch ein Gesetz abhalten, solche Hunde zu halten. Siehe das Beispiel am Montag: Der Hund hatte Leinen- und Maulkorbzwang. Ja und ? Nix war ! Wenn der Hund diese Auflagen hat, dann ist er schon vorher aufgefallen. Und, hats jemand gejuckt ? Nein.
Ein Hund kann eine Waffe sein, und sollte genauso behandelt werden: Einen Hundeführerschein, der die sittliche und moralische Reife des Halters sicherstellt. Anders sollte man keinen Hund halten dürfen. Dann hat es nämlich die Polizei leicht, in einschlägigen Kreisen die Hunde wegzunehmen.
Ich halte was ganz anderes für interessant: Woher weisst du was in der Bild steht??? }>
}>böser Admin}> Alex alex@phantaweb.de
P.S. für am einfachsten und besten halte ich ne Maulkorbpflicht. Während einige emotionale Gemüter in meiner Stufe gestern gefordert haben "alle Halter umzubringen" und "sofort ohne Prozess". Nich nett. Ich bin also dafür.
Hey leute, der richtige Titel heisst natürlich "Kampf den Kampfhunden", sorry. Jetzt zu Alex Aussage. Maulkörbe halte ich auch für eine Lösung. Aber wie in dem Fall in Hamburg, wo ein Kampfhund ein Kind zerfleischt hat (Und das kann man bei den Biestern wirklich sagen) ,wo der Hund einen Maulkorb tragen sollte, aber es nicht gemacht hat. Das Ergebnis: Ein Kind wurde getötet, zwei Biester ein Glück weniger. Bin froh, das ich noch nicht von so einen Vieh angegriffen worden bin.
In Frankreich gibt es schon lange Gesetze gegen Kampfhunde. Dort wird jeder Kampfhund kastriert. Damit will man erreichen, das die Kampfhunde in ca. 10 Jahren dort ausgerottet sind. Bestimmte Rassen dürfen nur mit Maulkorb in die Öffentlichkeit. Die Polizei hat dort spezielle Einsatzgruppen, die sich nur damit betätigen. Wird ein Kampfhundhalter mit seinen Hund bei einen "Verstoß" erwischt, z. B. Hund ohne Maulkorb, dann gibt es empfindliche Strafen für den Halter. In dem Fernsehbericht sprachen sie von 2000 DM bis 3 Jahren Gefängnis. Hohe Strafen für Halter finde ich für Deutschland als "Muss" zum abschrecken. Desweiteren muss es auf Ämtern und/oder bei der Polizei spezielle Kräfte für so etwas geben. Im Beispiel Hamburg wurde gezeigt, das die Polizeibeamten damit keine Erfahrungen haben.
Wegen mir können sie die Kampfhunde gerne ausrotten, so wie in Frankreich.
>Wegen mir können sie die Kampfhunde >gerne ausrotten, so wie in >Frankreich.
Von mir aus auch, nur trifft es dann auch wieder Hunde, die außer dem Körperbau nix mit sog. "Kampfhunden" zu tun haben.
Bei mir um die Ecke wohnt ein Herr mit zwei Mastinos, die er seit 8 Jahren, also lange bevor diese undifferenzierte Diskussion anfing, hält. Die beiden sind die schnuckeligsten Schmuser, die je an mir hochgesprungen sind - ich habe schon Westhighland-Terrier gesehen, die deutlich aggressiver waren. OK, als die zwei mich das erste mal beim Joggen im Park verfolgten, ging mir der Arsch ziemlich auf Grundeis. Aber ich musste lernen: Kampfhund ist nicht gleich Kampfhund.
Wenn am anderen Ende der Leine ein albanischer Zuhälter ist, kann aus dem Hund ja auch nix werden, da der Halter auch ja ein logisches Interesse daran hat das Fiffi so aggro wie möglich sein soll - 's geht schließlich um "Respekt, Alter, weissu??!"
Ich freue mich schon auf die ersten Berichte über Hunde, die bestimmten "Bevölkerungsgruppen", welche (irgendwann vielleicht) berechtigterweise für zur Haltung von Kampfhunden ungeeignet eingestuft sind, entzogen werden:
"Tut uns echt leid, Ismail, aber wir müssen Bronto wirklich mitnehmen, sorry Du...!"
Und drei Tage später sitzt der neue Pitbull in seinem tiefergelegten BMW-Cabrio - ganz toll!
vielleicht bietet sich generelle Maulkorbpflicht für alle kräftigeren/gefährlicheren Vicher an. Dann hat sich das "er spielt doch nur! (mit ihrem Leben)" endlich mal. Die 'unschuldigen' Hunde weil lieb und wirklich harmlos haben dann eben Pech. So schlimm ist ein Maulkorb ja auch nicht.
Für Spezialhunde wie denn von Keng genannten kann ja dann ne Sondererlaubnis bekommen.
Ob man spezielle Kräfte dafür braucht? Eigentlich müssten ja 'nur' die Streifen drauf achten. Sicherlich nicht perfekter Schutz aber im Groben sollte das Problem dann wech sein.
Ne ne ne, ich kann mich euren Meinungen nicht anschliessen. Klar muss irgendwas passieren, aber ich denke mal, da muss eher was in den Köpfen der Menschen passieren, die sich so einen agressiven Hund als Waffe oder Statussymbol anschaffen. Das jetzt von heute auf morgen alle Hunde die schon mal zugebissen haben, eingeschläfert oder gar ausgerottet werden sollen, halte ich für schwachsinnig. Sonst können wir uns in ein paar Jahren die Rasse Hund nur noch als seltene, fast ausgestorbene Rarität im Zoo anschauen. Es gibt ja genausogut agressive Pudel oder Dackel, aber die werden ja wohl kaum direkt eingeschläfert weil sie mal jemanden gebissen haben. Als sinnvollstes sehe ich da wirklich einen Führerschein für den Hundehalter. Denn ohne das Tier Mensch wären diese Hunde niemals so agressiv! }> Mfg Mauli
Ich wäre dafür, daß es diesen "Führerschein" generell für alle Tierhalter geben sollte. Vielleicht gehört dann auch bald das Problem mit den übervollen Tierheimen zur Vergangenheit ... Gruß Twister-Sister