STH - Winteredition Folge 16: Dezember-Morgen

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STH - Winteredition Folge 16: Dezember-Morgen

Hi!
Bin heute etwas spät dran - aber besser spät als nie! Inzwischen haben wir auch in der Story Dezember! Das bedeutet Hektik und Überraschungen. Hin und wieder gibt es auch ruhige Momente, in denen man mal zum Nachdenken kommt. So wie an diesem schönen Dezember-Morgen in Dietmar's Büro:


Der Novembers war sehr schnell vorbeigegangen und ehe man es sich versah, stand der Dezember mit all' seinen Weihnachts-Düften, all' seinen Versprechungen aber auch seiner ganzen Hektik vor der Tür.
Dietmar saß in seinem Büro und ließ einen Teil die vergangenen 2 Wochen vor seinem inneren Auge Revue passieren:
Nachdem Liz und Marc neulich Super-Ingo die falschen Leuchtmittel gebracht hatten, fackelte dem fast die ganze Bude ab. Derweil hatte es Liz mit ihren 60 Watt Birnen nur gutgemeint - woher hätte sie wissen sollen, daß die Lampen nicht für so starke Birnen ausgerichtet waren?
"Ich hab' Dir doch noch gesagt, daß die 60er vielleicht zu stark sind Liz!"
"Pffüüüühhh - zu stark ... Pah! Du hast es doch selber nicht richtig gewußt, Marc!"
Das Endergebnis war ein leicht angekokelter Konferenz-Raum 5 und ein Rüffel für Ingo von Dietmar:
"Wie konntest Du die beiden alleine ins Lager schicken? Die kennen sich doch nicht aus!"
"Ich hab' doch Tim dorthin geschickt ... ich hab' mich noch gewundert, warum die beiden mir das Zeugs gebracht haben!"
hatte sich Ingo verteidigt ...
Naja - und dann war ja auch noch diese kaputte 2000.- DM Designer-Doppel-Schwingtür-Tür mit Zuschließmechanik die James auf dem Gewissen hatte - so gesehen hätte man diesen Raum ohnehin nicht mehr so einfach nützen können. Dafür hagelte es für James ein paar Überstunden - aber das war eigentlich auch gar nicht so schlecht. Immerhin mußte dringend noch das Grundgerüst für ein Lebkuchenhaus, welches die oberste Hotel-Chefin für den 'Market-Place' haben wollte, angefertigt werden. Tja und das fiel eindeutig in den Aufgabenbereich der Technik.
Wärend die Dekoration mit - wohlgemerkt - echten Lebkuchen die Aufgabe der hauseigenen Confeserie war.
Und Alex der Chef dieser Abteilung wartete schon lange darauf endlich loslegen zu dürfen.
Leider war bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nur das Grundgerüst fertig geworden - ein paar wichtige Kleinigkeiten fehlten freilich noch. Aufgrund diverser unerwarteter Ereignisse war Dietmar's Chaoten-Crew leider noch nicht viel weitergekommen.
Langsam wurde es eng, denn immerhin sollte bis spätestens (allerspätestens) Nikolaustag das Häuschen stehen - nur so wie die Lage nun war würde das sicher noch locker bis zum 2. Advent dauern.
James war übrigens noch eine ganze Weile sauer auf Lizzy - er konnte ihr das unfreiwillige Bad, welches sie ihm in den 'Poseidon-Quellen' bereitet hatte, nicht so schnell verzeihen. Aber nachdem er erfuhr, daß Lizzy's auftauchenden Ex-Chefes Herr von Steinenfels, der eigentliche Auslöser dieses kleinen Unglücks war und dann in den nächsten 2 Wochen gleich am eigenen Leibe erfahren durfte, wie schlimm dieser Kerl mit seinen ständigen Nörgeleien etc. tatsächlich sein konnte, begann er langsam Lizzy's hektische damalige Reaktion zu verstehen. Herr von Steinenfels mutierte zum Horror-Gast Nummer 1, der sämtliche Abteilungen vom Service bis hin zur Technik in Atem hielt.

Schließlich wurden es Dietmar und James zu dumm und sie schmiedeten an einem kleinen Plan wie sie diesem unangenehmen Herrn mal einen Denkzettel verpassen könnten:
"Na James - unser Liebling Steineberg will für seine letzten 2 Wochen tatsächlich noch ein anderes Zimmer haben!"
"Ach tatsächlich? Warum denn?"
"Frag nicht! Dieser Kerl ist echt eine Plage ..."
"Na da könnten wir doch ... ich meine, er hätte es doch verdient oder?"
"Du hast es ja selbst erlebt, was das für einer ist!"
"Oh ja! Hehe und wann verpassen wir ihm endlich seine Abreibung!"
"Mal sehen - irgendwann die nächsten 14 Tage sollten wir wirklich mal zuschlagen! Seine neue Zimmer-Nummer wäre übrigens die 215, James!"
"Prima - ich bereite dann schon mal ein bißchen was vor!"
James machte sich geschäftig davon - typisch! Wenn es um sowas ging, wie jemandem einen Denkzettel zu verpassen, war er erstaunlich motiviert!

Inzwischen hatte Dietmar auch schon die eine oder andere Eigenheit seiner neuen Mitarbeiter herausgefunden.
Da gab es zum Beispiel Stefan: Ein Jungspund Mitte 20, der jedem, aber wirklich jedem Rockzipfel nachstieg, den er erreichen konnte.
Dabei war es ihm vollkommen wurscht, durch welche Abteilung er sich gerade 'durcharbeitete' - vom Service bis zum Housekeeping kam alles dran, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Ja selbst vor den Sekretärinnen in den höheren Abteilungen machte er nicht halt. Und die meisten weiblichen Angestellten hatten es wirklich äußerst gerne, von ihm 'belästigt' zu werden.
Nur bei Lizzy biß Stefan bisher auf Granit! Er war einfach nicht ihr Typ und so zeigte sie ihm nur die kalte Schulter - was ihn allerdings noch mehr dazu anspornte, hinter ihr her zu sein.
Tja und dann war da noch Theo - der kleine Asiate. Ein ganz fleißiger und recht quirliger Kerl, dessen richtiger Name so unaussprechbar war, daß man ihn eben kurzerhand umgetauft hatte. Ständig sah man ihn geschäftig herumwuseln und er nahm seinen Kollegen immer gerne einen Haufen Arbeit ab. Allerdings hatte man manchmal das Gefühl, daß er das nur deshalb so gerne tat, um hin und wieder einen Grund zum Jammern zu haben. Sätze wie: "Wo sind alle hin - immel muß Theo alles machen!" oder "Theo immel viel beschäftigt - Kollegen immel viel Blabla!" waren an der Tagesordnung.

Tim und Dennis die beiden Chaoten aus dem Park hatten sich eigentlich recht gut in das neue Team integriert. Wenn sie mal keinen Unsinn machten, kamen ganz passable Leistungen zu Tage. Auch Marc gab sich natürlich wie immer sehr viel Mühe. Er hatte sich auch endlich dazu überzeugen lassen, im nächsten Jahr eine Lehre hier anzufangen (bzw. im Park drüben) - nunja ... im Großen und Ganzen sehr erfreuliche Entwicklungen.

Nur Lizzy machte Dietmar nach wie vor immer wieder mal Sorgen. Zwar riß sie sich am Riemen und wenn sie mal am Arbeiten war, erledigte sie alles wirklich sehr ordentlich. Nur was Pünktlichkeit betraf, sah sie es nicht so eng und stets hatte sie immer einen ganzen Sack Ausreden parat, warum sie es nie schaffte, morgends um 8.30 Uhr an ihrem Arbeitsplatz anzutreten. Ausreden und Entschuldigungen wie: "Äh ... mein Auto sprang nicht an!",
"Mein Kater hat mir auf den Teppich gespuckt - ich konnte das doch nicht bis heute Abend dort lassen!",
"Der Wecker ist stehengeblieben!" und
"Meine Arbeits-Klamotten waren in der Wäsche und heute morgen noch nicht richtig trocken! Ich mußte sie erst trocken-föhnen!" wechselten sich in munterer Reihenfolge ständig miteinander ab.

Jaja die Arbeits-Kleidung - das war auch so ein Thema!
Im Park hatte es ihr nichts ausgemacht, spezielle der Abteilung zugehörigen Kleider zu tragen.
Hier allerdings war es wohl ihrer Meinung nach unnötig:
"Oh ... ich hatte gestern ganz vergessen, daß heute ja Montag ist! Meine Sachen sind in der Wäsche!",
"Ach Dietmar - ich sitze doch heute sowieso nur den ganzen Tag im Büro bei Dir - da brauche ich doch das Zeug nicht! Ich habe doch keinen äh ... Kundenkontakt!"
und so weiter und so fort ...

Schließlich platzte Dietmar der Kragen und er organisierte seiner rebellischen Untergebenen nochmals 3 Garnituren Klamotten bestehend aus 3 blauen Hemden und 3 dunklen Hosen damit sie endlich genügend zum Wechseln hatte und somit keine 'Ausreden-Grundlage' mehr hatte.
Naja ... so funktionierte es dann endlich.

Dann wollte er sie noch mit einem Piepser ausstatten, damit sie immer erreichbar war. Aber wärend er bei keinem der anderen Neuen damit irgendwelche Probleme hatte (Marc war ganz stolz, als er endlich so ein Ding bekam), klappte es bei Liz irgendwie nicht. Dauernd verlegte sie das kleine Gerät. Und wenn sie es endlich mal dabei hatte, brachte sie es fertig, den Signalton zu 'überhören', obwohl die Dinger eigentlich einen Höllenlärm machten.
Fazit: Man konnte auch weiterhin nach ihr suchen, wenn sie mal wieder längere Zeit überfällig war.
Ausrede Nummer 1: "Ich hab' mich verlaufen!" wurde im Verlaufe der Zeit durch Ausrede Nummer 2 ersetzt: "Ach Dietmar! Mir ist was dazwischengekommen! Ich mußte zu XYZ und etwas helfen! Ich konnte denjenigen doch nicht alleine damit sitzen lassen! Schließlich sagst Du doch immer, daß wir ein Team sind!"
Und wenn Dietmar dann tatsächlich mal bei Person XYZ nachfragte, was denn Lizzy so geholfen hatte, konnte sich diese Person natürlich an nichts erinnern ...

Es gab Tage da hätte Dietmar seine Mitarbeiterin erwürgen können - wenn er es schon nicht fertigbrachte, sie auf die Straße zu setzen. Und hin und wieder, ertappte er sich dabei, daß er Dick in vielem seiner Theorien über Frauen in reinen Männerabteilungen inzwischen Recht gegeben hatte.
Liz hatte es hervorragend verstanden alle (bis auf Theo, der überhaupt nichts von ihr hielt) auf ihre Seite zu gewinnen, mit dem Ergebnis, daß ihre Kollegen ihr so ziemlich alles verziehen.
O-Ton Stefan: "Mensch! Das ist doch klasse, daß wir hier endlich mal ein weibliches Wesen haben! Und ein so hübsches noch dazu!"
O-Ton Ingo: "Die ist doch lustig Dietmar - die dürfen wir doch jetzt behalten oder?"
O-Ton James: "Sie hat Geschmack! Sie ißt Waffeln genauso gerne wie ich - und Leute, die das Selbe essen wie ich, sind mir sympathisch! Und außerdem bringt sie mir morgens immer was mit von der Bäckerei - also den Service möchte ich nicht mehr missen! Wehe Dir Chef, wenn Du sie wegen der paar Kleinigkeiten rauswirfst!"
Und noch etwas kam hinzu: Marie B', die oberste Hotel-Direktorin hatte wohl auch aus irgendeinem Grund einen Narren an Liz gefressen. Leider war Dietmar bisher noch nicht dahintergekommen weswegen das so war - und Statements wie: "Sie ist 'errlich erfrischend! Sie bringt frischen Wind in unser 'aus!" oder "Endlisch mal eine Mitarbeiterin mit neuen Ideen!" brachten ihn da auch nicht viel weiter ...

Dietmar hatte es wirklich nicht leicht - denn nicht mal die Security hätte er auf Liz hetzen können. Dabei hätte er mit Steve einen sehr starken Verbündeten gehabt. Aber Dick hatte die strikte Anweisung an seine Leute herausgegeben, daß in Zukunft keine größeren Suchaktionen oder Ähnliches nach Lizzy gestartet werden sollten.
Wenn Mr. Ober-Security nur endlich mal mit seinem tollen Plan rausrücken würde, den er Dietmar vor 2 Wochen angedeutet hatte und der wohl dazu dienen sollte Lizzy 'an die Leine' zu legen ...

Dietmar seufzte und ging die Arbeitseinteilung der nächsten 3 Wochen durch - da klopfte es an der Tür.

"Herein!"
"Hi Dude!"
"Ach Dick - schön das Du Dich mal bei mir blicken läßt!"
"And? What's new? Viel Arbeit?"
"Allerdings! Demnächst sollen diese Chaoten von diesem Coaster-Club kommen - die machen hier so eine Konferenz! Dann noch die Parköffnung nächste Woche ..."
"Hehehe - jaja da kommt was auf uns zu!"
"Tja - das befürchte ich auch! Und? Was treibt Dich zu mir? Was ist eigentlich nun aus Deiner angeblich so tollen Idee geworden Lizzy an die Leine zu legen - Hm? Ich warte schon sehnsüchtig darauf!"
"Hehe Dude - I know! Ich habe hier die Lösung all' Deiner Probleme - look!"
Damit legte er ein kleines silbernes Armband auf Dietmar's Schreibtisch.
"Äh ... DAS soll meine Probleme lösen????"
"Jepps - Ein kleines Geschenk für Lizzy!"
Dietmar blickte erst ungläubig auf das Armband und dann genauso ungläubig seinen grinsenden Security-Kumpel an - schließlich explodierte er:
"Dick!!! Das kann doch nicht Dein Ernst sein!"

Fortsetzung folgt ...


Am Sonntag erfahrt Ihr was es mit Evil Dick's kleinem Geschenk wirklich auf sich hat! Bis dahin noch eine schöne Woche und 'volle Socken' morgen ;-)

Gruß
Twisi

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