Stairway to Heaven: Folge ?: Hier liegen Sie richtig!

#1

Stairway to Heaven: Folge ?: Hier liegen Sie richtig!

LETZTE BEARBEITUNG AM 05-Nov-2001 UM 00:13 Uhr ()

Hi!

Mal wieder Sonntag und Stairway-Zeit - Oh Gott oh Gott 12 min über die Zeit ... peinlich ... na gut dann ist es halt schon Montag - aber der Europapark hatte mich etwas in Atem gehalten - So aber jetzt ohne lange Vorworte, here we go:

>Oh Gott – diese Blamage! Was hatte diese Frau hier verloren? Marie B’ wäre am liebsten im Erdboden versunken.

"Aber ... aber ..." Marie B' konnte es einfach nicht fassen und starrte mit weitaufgerissenen Augen auf das Bett dessen Inhalt leise schnarchende Geräusche von sich gab.

"Interessant ... sehr interessant!" meinte Frau Kleinschildtke - die Mitarbeiterin des Reisebüros 'Kleckerfrau'. Und ihre beiden männlichen Kollegen nickten sinchron mit dem Kopf dazu - soetwas hatten sie noch nie erlebt.
Dann meinte der etwas ältere der beiden Herren zu Marie B': "Ich dachte dieses Zimmer wäre frei? Oder irre ich mich da?"
"Äh... also ... das äh ... "
Marie B' war zum erstenmal in ihrer langen Laufbahn als Hotel-Cheffin wirklich sprachlos. Und als ob dies nicht schon schlimm genug gewesen wäre, öffnete sich nun erneut die Türe und Jessi kam mit einem Berg zusammengelegter Kleider herein.
"Sooooo hier habe ich noch die Wäsche ..." Dann fällt ihr Blick auf den unerwartenden Besuch und sie hätte fast Lizzy's Sachen vor Schreck fallengelassen: "Du meine Güte! Ja ... ja wo kommen Sie denn plötzlich alle her? Mein ... mein Chef sagte doch ... äh ... Wo ... wollten Sie uns nicht erst morgen beehren?"
"ÖÖÖöhhh ... Waaas ist ... das für ein Lärm hier!" Lizzy war inzwischen aufgewacht und schaute schlaftrunken in die Runde.
"Wer sind denn Sie? Was ... was ... machen Sie hier in meinem Schlafzimmer?!"

"Ich schlage vor, meine Herren, daß wir nun gehen - ich denke, wir haben genug gesehen!" Frau Kleinschildtke besah sich das schlaftrunkene Mädchen naserümpfend von Kopf bis zu den nackten Schultern - der Rest wurde gnädigerweise noch von der Bettdecke verhüllt.

"'aber ... 'aber ... meine Dame, meine 'erren! So warten Sie doch ... das ist doch alles nur ein Mißve'standnisch ..."

"Wollen Sie uns vielleicht erzählen, daß diese ... diese Person, die da sozusagen nackt im Bett liegt zum ... zum Inventar gehört?" Frau Kleinschildtke war sichtlich empört.

Verzweifelt versuchte die arme Hotel-Direktorin sie aus dieser unangenehmen Sache wieder herauszukommen: "Nun ja ... natürlisch nischt ..."

"Frau Heichert ist ein äh ... Probegast und äh ... testet die ... die Rückenverträglichkeit der Betten!" fiel ihr Jessi schnell ins Wort.

"Testen? Betten?" Lizzy stellte einen äußerst intelligenten Gesichtsausdruck zur Schau - dann fiel ihr Blick auf Jessi, die ihr mit Gesten zu verstehen gab, an diesem Spielchen gefälligst teilzunehmen.

"Ääähhh ... ja, ganz Recht! Mein Name ist Elisabeth Heichert von ... der Zeitschrift "Hier liegen Sie richtig!" und ... äh ... ich bewohne dieses Zimmer schon seit gestern Abend! Ich ... ich bin ... wir ... wir testen unangemeldet Hotelzimmer und bewerten dann diese auf die ... möglichen ... Gesundheitsrisiken ..."

"Ach?" meinte Frau Kleinschildtke spitz "Hier liegen Sie richtig!" Von so einer Zeitschrift haben wir noch nie etwas gehört!"

"Tja ... äh ... das liegt daran, daß wir noch ziemlich neu auf dem Markt sind! Aber nun kommen wir mal zu Ihnen - mit wem habe ich denn nun das Vergnügen?"

"Mein Name ist Kleinschildtke vom Reisebüro 'Kleckerfrau' und dies sind meine Kollegen Herr Röter und Herr Mailesch!"

Obwohl Lizzy der Schädel immer noch furchtbar weh tat, brachte sie dennoch ein freches Grinsen zustande und meinte dann: "Kleckerfrau? Hehehe - der Name ist gut! Hihihi - aber ... ähem ... also ... hehe ich habe nie von so einem Reisebüro gehört!"

"Sooo lustig ist unser Name nun auch wieder nicht!" meinte Frau Kleinschildtke etwas pikiert. "Wir sind eine alteingesessene Firma und weit über die Landesgrenzen bekannt!"

Die Herren nickten wiederrum kurz mit dem Kopf dann fuhr Frau Kleinschildtke fort: "Wir testen im übrigen auch unsere potentiellen zukünftigen Vertragspartner ... nur bin ich mir hier nicht so ganz sicher was wir von all' dem hier halten sollen ..."

"Oh! Tatsächlich? Na, ich muß ihnen sagen, daß meine Bewertung über dieses Hotel bzw. Erlebniszentrum sehr sehr gut ausfallen wird!" fuhr Liz schnell dazwischen: "Das Essen ist leichtverträglich! Die Unterhaltungsmöglichkeiten sehr vielfältig aber nicht zu stressig! Die Zimmer sind äußerst komfortabel - die Betten bequem und nicht gesundheits- ähem rückenschädlich, das Badezimmer modern und sauber - und der Zimmerservice ist einfach erstklassig! Kurzum - ich bin sehr sehr zufrieden! Das gibt auf jeden Fall die Note 'Sehr gut' im nächsten Heft!"

"Soso, dafür scheint die Organisation aber etwas hinterherzuhinken ..."

"Wie meinen Sie das?"

"Naja ... Frau Hotel-Direktorin Wagner wußte wohl nicht, daß sie hier in diesem Zimmer wohnen!"

"Tja, wie sollte sie auch? Glauben Sie, daß eine Hotel-Cheffin über jeden einzelnen der hunderten von Gästen genau Bescheid weiß? Denken Sie nicht auch, daß sie da nicht Wichtigeres zu tun hat? Also wollen Sie dieses Zimmer nun weiter unter die Lupe nehmen oder kann ich jetzt die Betten weitertesten?"

"Tja also Frau Wagner - ich denke, wir ... hmm sollten uns über alles Weitere draußen unterhalten ..." meinte Frau Kleinschmidtke inzwischen etwas kleinlauter zu Marie B' gewandt - anscheinend war sie von Lizzy's Vorstellung überzeugt.

"Oh ... äh ... natürlisch - wenn Sie mir bitte folgen würden ..." meinte Marie B', die endlich ihre Sprache wiedergefunden hatte.


"Hehe ... nicht schlecht! Tolle Vorstellung Lizzy - altes Haus! Wie geht es Dir eigentlich?" grinste Jessi nachdem die hohen Herrschaften endlich das Zimmer verlassen hatten.

"Ooooahhh!" Lizzy ließ sich wieder zurück aufs Kopfkissen fallen und blickte blinzelnd zu Decke. "Naja ... mein Schädel brummt - mir ist schwindlig und ich bin immer noch hundemüde ... Aber sag mal, wie ... wie bin ich denn hierhergekommen???"

"Hm - James der Gorilla aus der Technik hat Dich hierhergeschleppt! Sahst furchtbar aus - ich war so frei, Dir Deine Klamotten abzunehmen und in die Wäscherei zu bringen - schau, da drüben sind sie: frisch gewaschen und gebügelt!"

"Oh... ich kann mich irgendwie an gar nicht mehr viel erinnern ... Du ... ich glaube ich ... ich schlaf besser noch ein ... ein wenig ..." stöhnte Liz und schon klappten ihr erneut die Augen wieder zu.

Jessi grinste und verließ so leise sie konnte den Raum. Eigentlich hatte sie längst Feierabend und eigentlich hätte sie inzwischen dem hauseigenen Friseur einen Besuch abstatten sollen, um sich eine passendere Frisur zuzulegen - ihr Chef hatte sie deswegen vor ein paar Stunden in Grund und Boden geschimpft. Aber nach dem ihr dieser 'Notfall' dazwischenkam, war einfach keine Zeit für solche, ihrer Meinung nach unnötigen Veränderungen. Und falls ihr Boss morgen einen Aufstand machen sollte, so würde sie ihm einfach sagen, daß sie auf die schnelle einfach keinen Termin bekommen hätte ...

Der Abend und die Nacht verliefen eigentlich sehr ruhig. Lizzy schlief tief und fest in ihrem Hotelzimmer, die Stinkeys hatten einen kleineren leerstehenden Raum im Heizungskeller zur Verfügung gestellt bekommen und Dietmar verbrachte seinen wohlverdienten Feierabend unter anderem damit, ein äußerst schwieriges Telefonat mit Frau Butzbach - Lizzy's tierfreundliche aber unglaublich schwerhörige Vermieterin zu führen.
Nachdem er ihr endlich klargemacht hatte, daß sie doch die große Güte haben sollte, sich um Lizzy's Hauszoo zu kümmern legte er sich erschöpft ins Bett und hoffte inständig, daß alle Dinge im Zentrum ihren geregelten Gang gingen und das der nächste Tag nicht weitere unangenehme Überraschungen bereithielt ...

Dietmar hätte eigentlich beruhigt sein können - dafür das der Tag für einige Mitarbeiter und Chefs sehr aufregend war, verlief die Nacht tatsächlich sehr sehr ruhig.

Am nächsten Morgen hatte Jessica allerdings einige Mühe Lizzy aus dem Bett zu bringen:
"Liiizzzyyy!!! Wach auf Du Murmeltier!!! Du hast lange genug geschlafen!!!"

"Hmmmpfff ... laß mich in Ruhe ... schnarch ..."

Schließlich wurde es Jessi zu bunt und sie nahm Liz einfach die schöne warme Decke weg.

"Heeyyy!!! Was soll das? Mir ... wird kalt!!!"

"Steh jetzt endlich auf! Es ist schon nach 9.00 Uhr! Dein Chef wird in ca. 15 Minuten hier sein!"

"Ich ... ich will nicht ... Sag ihm er soll morgen wieder kommen!"

"Hmmm ich glaube kaum, daß er das tun würde - kannst ihm ruhig ein bißchen dankbarer sein - immerhin hat er dafür gesorgt, daß Deine Vermieterin sich um Deinen Hauszoo kümmerte!"

"Ach ja? Naja ... nett von ihm ... gäääähn ..."

"Hier hat er mir für Dich noch ein paar Klamotten vorbei gebracht - er meinte, daß Du in Zukunft diese hm Arbeitsuniform tragen sollst!"

Lizzy schaute verschlafen auf die mitgebrachten Sachen: schware Hose und ein dunkelblaues Hemd.
"Hmpf ... das gefällt mir nicht - da sehe ich ja aus wie die anderen Chaoten aus der Technik! Und außerdem ... bekomme ich eigentlich kein Frühstück? Ich habe Hunger!"

"Wenn Du jetzt schön brav bist und aufstehst und Dich duschst und Dich anziehst bekommst Du sogar ein kleines Frühstück!"

"Hmmmpffff ..."


4 Etagen tiefer im Technik Büro:

"Morgen Marc! Na ausgeschlafen?"
"Morgen James ... naja ... es geht so ... Was machen wir denn heute Schönes?"
"Tja keine Ahnung da mußt Du Dietmar fragen!" antwortete James der sich hinter einen bestimmten Rechner mit der GLT geklemmt hatte und dort irgendetwas überprüfte.
"Hmmm und wo steckt Dietmar?" seufzte Marc.
"Tjaaa entweder in 'ner Besprechung oder bei Lizzy auf'm Hotel-Zimmer ... hehe ... möchte wissen ob es ihr inzwischen besser geht ..."

Marc zuckte nur mit den Schultern - um ehrlich zu sein war es ihm ziemlich egal, was mit seiner 'netten' Kollegin war - die konnte ihm schlicht und ergreifend den Buckel herunterrutschen ...

"Oh Shit! Verdammt nochmal ... Was haben die Stinktiere denn da angestellt? Dietmar hatte recht! Niemals hätten wir die im Keller einquartieren dürfen!"

"Stinktiere? Was für Stinktiere denn?"

"Frag Dietmar ... ich muß weg ..."
Und mit erstaunlicher Geschwindigkeit schoß James aus dem Büro und lies einen ziemlich verwunderten Marc zurück.

Auf dem sogenannten 'Market-Place' (Das war der Bereich, in der sich die vielen Geschäfte mit den teuren Sachen befanden und deren Schaufenster am Vortag schon von Lizzy interessiert beäugt wurden) hatte inzwischen schon geschäftig ein neuer Tag begonnen. Ein alter Bekannter besah sich neugierig die vielen Auslagen in den Schaufenstern. Da es nun erst Anfang November war hatte es bis Weihnachten ja noch ein wenig Zeit, aber Herr Stiel, seines Zeichens eigentlich Achterbahn-Designer, haßte es die Dinge auf die lange Bank zu schieben und so nützte er die Gelegenheit, um sich nach etwas Nettem für seine Lieben zu Hause umzusehen. Eigentlich hatte er es vorgehabt erst in 4 Wochen hierherzukommen, da er zu einer Konferenz von diesem etwas chaotischen aber eigentlich liebenswerten Achterbahn-Club eingeladen war. Nun hatte sich aber der Chef des Freizeitparks hier in den Kopf gesetzt, in der nächsten Saison gleich 2 neue Attraktionen einzuweihen: einmal der fast fertiggestellte 'Fantasia-Bereich' und einmal ein neuer Thrillride der spätestens Mitte nächsten Jahres auf dem Gelände seine Eröffnung haben sollte. Dieser Thrillride war etwas ganz Besonderes - soetwas in dieser Form gab es höchstens noch in Übersee und in Europa nur bei den Briten, keinesfalls aber bisher in Deutschland. Und genau deshalb sollte Herr Stiel mit dem Park-Chef sowie mit dem Leiter der Technik heute noch ein interessantes Gespräch führen ...

Während Herr Stiel sich noch ein wenig in den diversen Geschäften umsah, bekam Lizzy (inzwischen frisch geduscht aber immer noch nicht vollständig angezogen) ein paar Stockwerke über ihm einen Anfall:
"Das soll ein Frühstück sein? Soll ich vielleicht verhungern?"
Empört besah sie sich die angebotenen kulinarischen 'Köstlichkeiten' auf ihrem Frühstückstablett:
"Das ist ja nur Kamille-Tee und Zwieback!"

"Tja ... da kannst Du Dich bei Deinem Chef beschweren - der hat das so angeordnet! Er meinte, damit Du Dir nicht wieder den Magen verdirbst ..."
Jessica zuckte nur mit den Schultern und grinste.

"Dem werde ich was husten!!!" ärgerte sich Liz lautstark.
"Na aber ich würde mir endlich mal was anziehen! Du kannst nicht ewig halbnackt herumlau ... Oh nein! Du gehst nicht wieder zurück ins Bett! Liz!! Liz!!! Das darf doch wohl nicht wahr sein!"

"Wenn ich nix gescheites zu beißen bekomme und dazu noch so furchtbare Klamotten anziehen soll - dann streike ich - So!"
meinte Lizzy herausfordernd und zog sich erneut die Decke über den Kopf.

"Warte nur! Wenn Dein Chef kommt!" warnte Jessi und wie auf Kommando ging prompt die Zimmertüre auf und Dietmar erscheinte ziemlich geschäftig auf der Bildfläche.

"Da! Da kannst Du ja gleich mit ihm drüber reden Liz!"

"Morgen! Was gibts? Worüber soll Lizzy mit mir reden?"

"Och nur darüber, daß sie halbnackt ist, weil sie sich weigert die Arbeitssachen anzuziehen - dazu noch Hunger hat und außerdem nicht aufstehen will - äh ... hmmm hab ich noch was vergessen?"

"Jaaa ich habe immer noch Kopfschmerzen - ich bin arbeitsunfähig ..." kommt eine leise Stimme unter der Bettdecke hervor.

"Ach ja richtig - Kopfschmerzen sind also auch noch im Spiel! Tja verehrter stellvertretender Chef der Technik - kurzum ihre Mitarbeiterin scheint zu streiken!" !" meinte Jessi breitgrinsend und wendete sich dann mit den Worten: "Dann laß ich Euch mal alleine - tschüühhüüüs!" zum Gehen ...

... Fortsetzung folgt



Das war's mal wieder für heute - machts gut und schönen Wochenstart!

Gruß
Twisi

http://www.seriousandfun.de/bilder/Seriousneu.gif
http://www.seriousandfun.de

http://www.seriousandfun.de/html/heaven/Coverklein.gif
http://www.seriousandfun.de/html/heaven/Indexheaven.htm

Reaktion auswählen