Ende der beliebten Serie Stairway to Heaven ? - Tränen bei den Fans
fid, bochum (Freizeitparkinformationsdienst)
Aus, aus, aus! Abgesetzt und in die Quotenwüste gejagt. Nach zuletzt unakzeptabler Leserresonanz wurde das allseits beliebte Format komplett aus dem Programm genommen. Nicht zuletzt die geplante Verlegung auf den ungeliebten späten Zeitpunkt (Sonntag nachts 01.00 Uhr) rief bei den Lesern deutliche Missgunst hervor. Auch die Pläne "Stairway" exklusiv im teuren pay-per-read Verfahren an die Frau bzw an dem Mann zu bringen, und die öffentlich-rechtliche Mehrheit mit einer einseitigen Kurzzusammenfassung an oben genanntem Termin abzuspeisen, liess die treuen Fans auf die Barrikaden gehen. Während der grosse Josef-Moschee-Konzern weiter an seiner Vermarktung der Himmelstreppen in verschiedenen Abo-Systemen strickte, hatte die Fangemeinde längst mit den Füssen gewählt: sie blieben den Treppen einfach fern.
Ob dies das tatsächliche Ende der beliebten Serie bedeutet, bleibt abzuwarten. Bereits am Sonntag hat man an einem nicht genannten Ort im Süden der Republik ein Geheimtreffen mit Vermarktern, Redakteuren der Stairway sowie Vertretern ihrer Fangemeinde vereinbart. Es wird gemunkelt, dass sogar der Erfinder der Treppen an diesem Treffen teilhaben wird. Schliesslich hält er bis zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft noch immer 51% der Rechte in seiner Promotiongesellschaft. Boris Troffen, stellvertretender Leiter der Aktion "Rettet die Himmelstreppen" dazu im Exklusiv-Interview.
FID: Herr Troffen, sie stehen stellvertretend für eine riesige Fangemeinde der beliebten Serie, wie schätzen Sie zuletzt kritische Lage ein?
BT: Es sieht auf deutsch gesagt so aus, als sei „die Karre an die Wand gefahren“.
FID: Was heisst das im Einzelnen?
BT: Durch die Gier nach Geld gepaart mit Geltungssucht, ist eine Säule der deutschen Unterhaltung ins Wanken geraten. Man kann nicht einfach auf Grund finanzieller Ausbeutung dem Leser Vorschriften machen, was er wann und vor allem zu welchem Preis zu lesen hat. Dazu ist diese Sache einfach über eine viel zu lange Zeit gewachsen. Den Unmut darüber hat der Leser klar zum Ausdruck gebracht.
FID: Josef Moschee, Inhaber der gleichen Mediengruppe hat aber klar betont, dass nur durch die Ausnutzung breiter und kommerzialisierter Vertriebswege, die Refinanzierbarkeit der Literatur in Deutschland zu gewährleisten ist.
BT: Was Herr Moschee da sagt, geht eindeutig an der Realität vorbei. Was ihn interessiert, sind einzig die finanziellen Belange seiner Vermarktungsgesellschaft. Das er das nicht so klar sagen kann, ist verständlich. Doch auf die deutschen Verlage zu zeigen, und zu sagen: Ihr braucht uns, um wirtschaftlich im europäischen Wettbewerb konkurrieren zu können, halte ich schlichtweg für vermessen.
FID: Sie sind also der Meinung, dass die Literatur in Deutschland auf soliden Füssen steht. Auch ohne Eingriff „von der Seite“?
BT: Gerade ohne den Eingriff von der Seite. Wir haben in Deutschland eine gewachsene Landschaft, die immer auf soliden Füssen gestanden hat, auch wenn die Ausgaben nach vorne hin grösser geworden sind, auch die Umsätze sind in ähnlichem Mass gestiegen. Und darüber hinaus ist noch ein grosser Spielraum für Expansion; allein diesen Umstand hat Herr Moschee erkannt und nutzt ihn seit Jahren für seine Zwecke.
FID: Was letztendlich zu einem „Unterhaltungsdiktat“ führt, wie sie es nennen.
BT: Ja, eindeutig. Dieses Unterhaltungsdiktat haben wir in der jüngsten Vergangenheit zu spüren bekommen. Doch in diesem Fall scheint Herr Moschee die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben. Einfach eine gewachsene Struktur in einem hau-ruck-Verfahren umzukrempeln, das hat nicht funktioniert. Den ohne den Leser, also die Basis geht auch in diesem Geschäft nichts. Denn an wen will er sein Produkt verkaufen. Rückläufige bzw stagnierende Zahlen in anderen Abo-Absatzmärkten haben das schon vor längerer Zeit gezeigt.
FID: Letzte Frage Herr Troffen. Sehen Sie eine realistische Chance, diesen Streit noch vor seiner letzten Eskalationsstufe beizulegen?
BT: Ich hoffe es, denn ganz im Vertrauen. Natürlich ist es jetzt von der Kompromissbereitschaft aller Beteiligten abhängig. Doch befürchte ich, dass wirtschaftliche Interessen vor die der Leser und Fans gehen. Nur dann sehe ich tatsächlich tiefschwarz für die Zukunft. Ich glaube nicht, dass sich das die betroffene Anhängerschaft auf Dauer bieten lassen wird. Die Quoten der letzten Wochen haben dies eindrucksvoll bestätigt.
*** mit B.Troffen sprach unser Redakteur Jörg von Thora exklusiv für den FID***
Wie prekär die Lage ist, zeigt ein Eil-Statement des Vorsitzenden des deutschen Literaten Bunds (DLB) Herr Müller-Hinteracker: „Die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm. Wir müssen alle Beteiligten jetzt ganz schnell ins Boot holen, und an einen Tisch setzen. Nur über die Kommunikation und die Kompromissbereitschaft aller, ist diese verfahrene Situation noch auszumerzen. Dabei sollte allerdings auch schnell gehandelt werden, der Imageschaden für die Literatur ist jetzt schon immens und wirft uns im internationalen Vergleich um Jahre zurück“
In wie weit es zu einer Einigung kommen kann und was das Wochenende bringt, bleibt sicher abzuwarten. Wir bleiben bis dahin weiter für Sie am Ball, bzw am Bleistift.
marcel ringhoff, fid-bochum
Aus, aus, aus! Abgesetzt und in die Quotenwüste gejagt. Nach zuletzt unakzeptabler Leserresonanz wurde das allseits beliebte Format komplett aus dem Programm genommen. Nicht zuletzt die geplante Verlegung auf den ungeliebten späten Zeitpunkt (Sonntag nachts 01.00 Uhr) rief bei den Lesern deutliche Missgunst hervor. Auch die Pläne "Stairway" exklusiv im teuren pay-per-read Verfahren an die Frau bzw an dem Mann zu bringen, und die öffentlich-rechtliche Mehrheit mit einer einseitigen Kurzzusammenfassung an oben genanntem Termin abzuspeisen, liess die treuen Fans auf die Barrikaden gehen. Während der grosse Josef-Moschee-Konzern weiter an seiner Vermarktung der Himmelstreppen in verschiedenen Abo-Systemen strickte, hatte die Fangemeinde längst mit den Füssen gewählt: sie blieben den Treppen einfach fern.
Ob dies das tatsächliche Ende der beliebten Serie bedeutet, bleibt abzuwarten. Bereits am Sonntag hat man an einem nicht genannten Ort im Süden der Republik ein Geheimtreffen mit Vermarktern, Redakteuren der Stairway sowie Vertretern ihrer Fangemeinde vereinbart. Es wird gemunkelt, dass sogar der Erfinder der Treppen an diesem Treffen teilhaben wird. Schliesslich hält er bis zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft noch immer 51% der Rechte in seiner Promotiongesellschaft. Boris Troffen, stellvertretender Leiter der Aktion "Rettet die Himmelstreppen" dazu im Exklusiv-Interview.
FID: Herr Troffen, sie stehen stellvertretend für eine riesige Fangemeinde der beliebten Serie, wie schätzen Sie zuletzt kritische Lage ein?
BT: Es sieht auf deutsch gesagt so aus, als sei „die Karre an die Wand gefahren“.
FID: Was heisst das im Einzelnen?
BT: Durch die Gier nach Geld gepaart mit Geltungssucht, ist eine Säule der deutschen Unterhaltung ins Wanken geraten. Man kann nicht einfach auf Grund finanzieller Ausbeutung dem Leser Vorschriften machen, was er wann und vor allem zu welchem Preis zu lesen hat. Dazu ist diese Sache einfach über eine viel zu lange Zeit gewachsen. Den Unmut darüber hat der Leser klar zum Ausdruck gebracht.
FID: Josef Moschee, Inhaber der gleichen Mediengruppe hat aber klar betont, dass nur durch die Ausnutzung breiter und kommerzialisierter Vertriebswege, die Refinanzierbarkeit der Literatur in Deutschland zu gewährleisten ist.
BT: Was Herr Moschee da sagt, geht eindeutig an der Realität vorbei. Was ihn interessiert, sind einzig die finanziellen Belange seiner Vermarktungsgesellschaft. Das er das nicht so klar sagen kann, ist verständlich. Doch auf die deutschen Verlage zu zeigen, und zu sagen: Ihr braucht uns, um wirtschaftlich im europäischen Wettbewerb konkurrieren zu können, halte ich schlichtweg für vermessen.
FID: Sie sind also der Meinung, dass die Literatur in Deutschland auf soliden Füssen steht. Auch ohne Eingriff „von der Seite“?
BT: Gerade ohne den Eingriff von der Seite. Wir haben in Deutschland eine gewachsene Landschaft, die immer auf soliden Füssen gestanden hat, auch wenn die Ausgaben nach vorne hin grösser geworden sind, auch die Umsätze sind in ähnlichem Mass gestiegen. Und darüber hinaus ist noch ein grosser Spielraum für Expansion; allein diesen Umstand hat Herr Moschee erkannt und nutzt ihn seit Jahren für seine Zwecke.
FID: Was letztendlich zu einem „Unterhaltungsdiktat“ führt, wie sie es nennen.
BT: Ja, eindeutig. Dieses Unterhaltungsdiktat haben wir in der jüngsten Vergangenheit zu spüren bekommen. Doch in diesem Fall scheint Herr Moschee die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben. Einfach eine gewachsene Struktur in einem hau-ruck-Verfahren umzukrempeln, das hat nicht funktioniert. Den ohne den Leser, also die Basis geht auch in diesem Geschäft nichts. Denn an wen will er sein Produkt verkaufen. Rückläufige bzw stagnierende Zahlen in anderen Abo-Absatzmärkten haben das schon vor längerer Zeit gezeigt.
FID: Letzte Frage Herr Troffen. Sehen Sie eine realistische Chance, diesen Streit noch vor seiner letzten Eskalationsstufe beizulegen?
BT: Ich hoffe es, denn ganz im Vertrauen. Natürlich ist es jetzt von der Kompromissbereitschaft aller Beteiligten abhängig. Doch befürchte ich, dass wirtschaftliche Interessen vor die der Leser und Fans gehen. Nur dann sehe ich tatsächlich tiefschwarz für die Zukunft. Ich glaube nicht, dass sich das die betroffene Anhängerschaft auf Dauer bieten lassen wird. Die Quoten der letzten Wochen haben dies eindrucksvoll bestätigt.
*** mit B.Troffen sprach unser Redakteur Jörg von Thora exklusiv für den FID***
Wie prekär die Lage ist, zeigt ein Eil-Statement des Vorsitzenden des deutschen Literaten Bunds (DLB) Herr Müller-Hinteracker: „Die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm. Wir müssen alle Beteiligten jetzt ganz schnell ins Boot holen, und an einen Tisch setzen. Nur über die Kommunikation und die Kompromissbereitschaft aller, ist diese verfahrene Situation noch auszumerzen. Dabei sollte allerdings auch schnell gehandelt werden, der Imageschaden für die Literatur ist jetzt schon immens und wirft uns im internationalen Vergleich um Jahre zurück“
In wie weit es zu einer Einigung kommen kann und was das Wochenende bringt, bleibt sicher abzuwarten. Wir bleiben bis dahin weiter für Sie am Ball, bzw am Bleistift.
marcel ringhoff, fid-bochum

