Laternenparker aufgepasst!

Diskussionsübersicht

#51

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf rhein_fire, Beitrag #50

Also bei uns war es die gane Zeit eigentlich ruhig, obwohl die Warndienste alle für meine Region recht schnell höchste Warnmeldungen raus geworfen haben.

Wir haben 1999 den Orkan Lothar bei uns erlebt. Das war ein richtiger Sturm, gestern war es dann auch nur ein Lüftchen. Immer wieder hat man gemeint, ok, das ist jetzt die "Ruhe vor dem Sturm", weil es mal wieder stiller wurde, aber es kam kein Sturm.

So konnte ich, obwohl ich bei der Feuerwehr bin, ganz ruhig und gediegen schlafen.



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Morrrpheus - ausgeschlafene Grüße an alle
#52

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf Morrrpheus, Beitrag #51

>Wir haben 1999 den Orkan "Lothar" bei uns erlebt.

Ich habe schon des öfteren den Orkan "Lather" erlebt. Der entpuppt sich hin und wieder zwar auch als laues Lüftchen, manchmal wütet er aber auch ganz ordentlich. Größere Schäden richtet er jedoch selten an. Wenn man sich auf ihn einstellt, kann man mit ihm auch ganz gut auskommen. Da wird auch viel von den Medien übertrieben.

Stürmische Grüße,

Tim :+
... keep your distance!
#53

LOL

Antwort auf The Knowledge, Beitrag #52

k/T
#54

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf rhein_fire, Beitrag #50

Mein Resüme für gestern Abend.

- 17:30 Uhr bis 1:00 Uhr Nachts bei der Feuerwehr verbracht.
- insegasmt hatten wir ca. 30 Einsätze wegen Sturmschäden.
- der örtliche Energieversorger (RWE) war völlig überlastet und kam mit den Reperaturen nicht hinterher. Zu uns schaffte es dann einer nach 4 Stunden.
- ca. 5 - 10 Strassen aus unserem Gemeindegebiet wurden dicht gemacht, weil dort ein paar Bäume lagen.

Gruß aus dem noch gestern schwer stürmenden Issum (tiefster Niederrheinn),

Achim.
#55

Mein Tag gestern

Antwort auf cityjudge, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 19-Jan-07 um 12:23 Uhr ()
10 Uhr: Aufstehen

11-13 Uhr: Uni

15:30 Uhr: Einsteigen in den zug Hannover - Köln, Endziel Düren

17:15 Uhr: Der Zug fährt vor Unna in einen dicken Ast, wir ziehen bis nach Unna vor.
Durchsage: "Wir sind in einen gegenstand gefahren, ich werden jetzt überprüfen, ob die Lok beschädigt ist, ich bitte um Geduld."

17:30 Uhr: Durchsage: "Die Lok ist unbeschädigt, allerdings gibt es ein weiteres Problem, unmittelbar vor uns ist die Oberleitung beschädigt, wir müssen abwarten."

17:40 Uhr: "Sehr verehrte Damen und Herren, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass die Oberleitung immer noch defekt ist. Desweiteren ist der gesamte Fernverkehr in NRW sowieso eingestellt worden."

einige Minuten später: Durchsage: "So wie es aussieht, wurde mittlerweile der gesamte Zugverkehr in ganz Deutschland eingestelt... (Pause) Die Frage, die sich jetzt natürlich stellt ist - Wie geht es weiter? Das weiß ich allerdings auch nicht."

18:30 Uhr: Immer noch in Unna (Unna, Unna, where the fu*k is Unna): Die Stromversorgung ist "auf Akku umgestellt", es hieß zwar mal, es wurde eine Ersatzlok zur Stromversorgung angefordert, diese bleibt allerdings fern. Unna selbst ist dicht, nur das Hotel gegenüber des Bahnhofs freut sich, genau wie das Taxiunternehmen. Die ersten geben auf, es bilden sich Taxi-Fahrgemeinschaften, man freundet sich mit den Mitfahrern an. Durchsage:"Meine Damen und Herren, wir schalten jetzt die Notbeleuchtung ein, da der Strom zur Neige geht. Ich möchte Sie bitten, nicht in Panik zu geraten." Ich überlege es mir, und bin dann dazu bereit, dem Folge zu leisten. Jetzt ist es dunkel, die offenen Türen gehen nicht mehr zu, haben aber noch genug Saft um ständig zu piepsen...

19:00 Uhr Uhr: Die Feuerwehr kommt mit Blaulicht an, spurtet auf den Bahnhof (?!?). Nach einem gespräch mit dem Zugführer fahren sie wieder. Schade, doch nix los in Unna.

20:15 Uhr: Nachdem sich diverse Leute mit Pizza haben beliefern lassen, werden wir aufgefordert, den Zug zu verlassen. Obwohl vorher durchgesagt wurde, dass angeblich diverse Autobahnen und alle Brücken (der Welt?) geschlossen wären, sollen wir in bereitstehende Busse steigen. Diese sollen uns nach Hamm bringen. Ich will nicht nach Hamm. Aber Unna ist auch doof.

20:45 Uhr: Die Busse fahren ab, der Busfahrer erklärt uns, er habe Anweisung nach Dortmund zu fahren. Dort haben die Malteser Schlafgelegenheiten aufgebaut.

21:15 Uhr: Wir erreichen Dortmund, nachdem wir an zig umgestürzten Bäumen und abgedeckten tankstellen vorbeigefahren sind. Die Wege waren alle offen.

21:45 Uhr: In Dortmund sieht es aus wie im Krieg. Feldbetten, Gulaschkanonen, Gratis-Kaffee (ok, das war im Krieg anders...). Diverse Durchsagen: "Es werden jetzt drei Schlafwagen auf den Gleisen blablabla bereitgestellt." Außerdem soll irgendwo ein Bus nach Wuppertal fahren. An der Bushaltestelle herrscht Tumult, jemand fragt, ob der Bus nach Düsseldorf fährt. "Ja, Düsseldorf", brüllt ein andere. "Nein Köln", ruft jemand. "Ja, Köln!" brüllt die Menge. Ich bin erfreut und stimme ein.
Der nächste Bus der einfährt, wird unter großem Einsatz der Menge dazu gebracht, nach Köln zu fahren. Der Fahrer willigt ein. Per Megaphon ruft er: "Hier nur Köln und Düsseldorf!" Im Bus sind 50 Plätze. Ich ergattere einen. Es kommt die Farge auf, ob es zuerst nach Düsseldorf, oder zuerst nach Köln geht. Dabei stellt sich heraus, dass nur drei Düsseldorfer im Bus sitzen. Geschrei. Der Busfahrer (aus Solingen) erläutert, dass er unter den Umständen nicht nach Düsseldorf fährt, per Lautsprecher heißt es: "Also: Düsseldrofer raus!" Jubel, Applaus - ne, wat is dat schön.

22:20 Uhr: Buss setzt sich in Bewegung.

22:50 Uhr: Bus steht bei Recklinghausen im Stau. Plötzlich stellen wir fest, dass beim LKW vor uns ein Baum aufs Dach gekracht ist. Man bedankt sich hämisch bei den Düsseldorfern, die die Abfahrt um eine Minute verzögert haben. Die Räumungsarbeiten sehen sehr routiniert aus. Trotzdem stehen wir eine Stunde auf der Autobahn. Ich erblicke jemand, der laut Kennzeichen an Düren vorbei fahren müsste. Er will 25 Euro dafür haben, mich dort abzusetzen. Dafür gebe ich jetzt noch nicht auf.

00:45 Uhr: Der Bus erreicht Köln. Nachdem in Unna und Dortmund diverse Leute aus dem Zug
kapituliert haben, bin ich froh durchgehalten zu haben. Ich spreche jemand mit Dürener Kennzeichen an, ob er mich nach Hause nehmen kann. Ich werde barsch abgewiesen. Gehe hoffnungslos in den Bahnhof, um zu erfahren, wie ich die letzten 35 km zurücklegen kann. Die Hoffnung ist weg, zuviel Glück im "Unglück" gehabt bisher.
In der Bahnhofshalle stehen 2 Bahnmitarbeiter und verteilen Taxigutscheine, wenn sich 4 Leute mit dem gleichen Ziel zusammenfinden. Die beiden sind unglaublich cool. Ein Reisender, der gesehen hat, wie sie Grüppchen mit der gleichen Destination zusammenstellen, brüllt völlig unverschämt von hinten: "Ey, Sie! Wo ist denn Bremen?" Bahnmitarbeiter: "In Norddeutschland" und kümmerst sich wieder um die Leute,die vorne stehen. Schnell sind 4 Leute in Richtung Aachen zusammen, wir besetzen ein Taxi.

01:40 Uhr: Das Taxi erreicht Düren Hauptbahnhof. Ein Mitreisender biete sich an, mich von hier aus nach Hause zu fahren.

01:45: 7 einhalb Stunden später als geplant erreiche ich mein Ziel. Und ich bin sicher, dass ich noch richtig Glück gehabt habe.

Felix

We don't just want airtime
We want all the time all of the time
#56

RE: Mein Tag gestern

Antwort auf FeKe, Beitrag #55

>Der nächste Bus der einfährt, wird unter großem Einsatz der Menge dazu gebracht, nach
>Köln zu fahren. Der Fahrer willigt ein. Per Megaphon ruft er: "Hier nur Köln und
>Düsseldorf!" Im Bus sind 50 Plätze. Ich ergattere einen. Es kommt die Farge auf, ob es
>zuerst nach Düsseldorf, oder zuerst nach Köln geht. Dabei stellt sich heraus, dass nur
>drei Düsseldorfer im Bus sitzen. Geschrei. Der Busfahrer (aus Solingen) erläutert, dass
>er unter den Umständen nicht nach Düsseldorf fährt, per Lautsprecher heißt es: "Also:
>Düsseldrofer raus!" Jubel, Applaus - ne, wat is dat schön.

Da wäre ich gerne dabei gewesen. Beim Rest eher nicht. Unglaublich, dass es aber noch Autofahrer gibt, die aus solchen Situationen Kapital schlagen wollen...

Danke für diese unterhaltsame Lektüre
Jakob
#57

RE: Mein Tag gestern

Antwort auf FeKe, Beitrag #55

Puh, das hört sich ja echt unangehnem an ...

Ich kam als Pendler am Donnerstag Abend von der Arbeit in Düsseldorf auch nichtg mehr zurück nach Köln bzw. hätte am nächsten morgen nicht wieder dort sein können. Ich musste genau an den beiden Tagen eine Schulung halten, sonst hätten wir auch bereits mittags gehen dürfen. Ich hatte aber insofern Glück, dass mir die Firma ein Hotelzimmer bezahlt hat. Zahnbürste hab ich mir dann noch kurz bei Karstadt gekauft. Und am nächsten Morgen konnten wir alle wieder pünktlich starten.

Freitag abends 18:30 Uhr (juhu endlich nachhause) brauchte ich dann jedoch für die Strecke Düsseldorf-Köln im IC (der durfte aufschlagsfrei genutzt werden) statt 22 Minuten immer noch 118 Minuten. Umleitung über Mönchengladbach. Das hat uns der Fahrer aber erst 10 Minuten nach Abfahrt mitgeteilt: "Sehr geehrte Fahrgäste, die Fahrzeit nach Köln ohne Zwischenstop wird ca. 2 Stunden dauern. Wir werden umgeleitet. Vielen Dank für Ihr Verständnis." Wir standen alle gequetscht wie in einer Ölbüchse - fassungslos. Keine Möglichkeit auszusteigen für 2 Stunden! Auf der eigentlich kurzen Strecke. Ein großer Spaß. Komischerweise war die Stimmung aber recht gut. Es fanden nette Gespräche statt und wurde viel gelacht (irgendwie muss man die Zeit ja rumbringen).

Insgesamt war ich sehr froh, meinem Gefühl nach am Donnerstag früh mein Fahrrad nicht am Bahnhof abzustellen, sondern bin mit dem Bus gefahren. So konnte ich doch etwas beruhigter die Nacht im Hotel verbringen :-)

Soweit meine Geschichte ... Wer hat noch ähnliches erlebt?

Sonja
#58

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf cityjudge, Beitrag #1

Da ja hier auch einige bei der Feuerwehr oder beim THW sind: An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an all die Freiwilligen, die sich gestern Wind und Sturm ausgesetzt haben, um das Chaos überall einigermaßen in Grenzen zu halten!

Mike
#59

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf vestermike, Beitrag #58

Und die armen, nicht städtischen/bundeseigenen HiOrgs werden mal wieder gar nicht erwähnt... :+

Zugegeben, unser Job war bei weitem nicht so eine Strapaze wie die Arbeit der Feuerwehr (zumindest hier im Kreis Euskirchen).
#60

RE: Laternenparker aufgepasst!

Antwort auf cityjudge, Beitrag #1

Mein Fazit vom Sturm:

Donnerstag und Freitag ca 1500-2000 € weniger Umsatz *hmpf*

Gruß Dirk

"auf Terrasse nur Kännchen"
#61

Mein Vorschlag!

Antwort auf stilbruch, Beitrag #60

Kauf dir eine nicht mehr fahrbereite Schrottkiste, bisserl drüberlackieren, auf den Parkplatz stellen, Baum drauffallen lassen, Gerücht verbreiten, da hätten 2 bekannte Rapper drin gesessen und sich an Katastrophentouristen dumm und dämlich verdienen.

Ich bekomm dann 25% ab...

Gruß

Bruno


"Brunos Zoocheck" - R.I.P.
#62

RE: Mein Vorschlag!

Antwort auf cityjudge, Beitrag #61

Oder: Bauchladen umbinden und dahin gehen wo die frustrierte Kundschaft ist. (Bahnhöfe...) ;)
#63

Wie sich die DVD-Auswahl auf eine Nacht auswirken kann...

Antwort auf cityjudge, Beitrag #1

Eine kleine Chronologie eines Bahnreisenden auf SPON

Grüße,
DB - Der Birki
"Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen betraut zu werden."
Jacques Tati
#64

RE: Wie sich die DVD-Auswahl auf eine Nacht auswirken kann...

Antwort auf DB Der Birki, Beitrag #63

Mensch, jetzt muss ich für mein Fürth aber mal Partei ergreifen ...
So schlimm ist es da auch wieder nicht. Ok, da gibt es die höchste Anzahl an Döner-Läden pro Einwohner, na und? Und ein Playmobil-Stadion ist doch auch toll!

Aber les ich das eigentlich richtig, er hatte einen Sitzplatz in der 1. Klasse. Hatte Laptop, PC-Spiel, DVDs dabei. Döner und einige Bier ...

Ich hab von Leuten gehört die in Bunkern und Zelten notdürftig im Massenlager untergebracht und mit Gulaschkanonen versorgt wurden.

Da würd ich ehrlich gesagt die erstere Variante bevorzugen.

}>

Sonja
#65

Baumparker aufgepasst!

Antwort auf cityjudge, Beitrag #1

Hier mal ein paar Bilder von Heute aus Olpe im Sauerland. In Olpe gibt es nicht so viele bzw. große Schäden auf den Hausgrundstücken in der Stadt, aber dafür um so größere außerhalb, besonders in den Wäldern. Viele kleine Straßen, aber auch manche wichtigere Straßen zu mehreren Dörfern sind immer noch gesperrt. Die Wälder im Sauer- und Siegerland sind ja bekanntlich sehr stark betroffen. Hier nun einige Bilder von Forstschäden in und um Olpe, die ohne genaues Suchen zu sehen sind. Eigentlich gibt es hier kein einziges Stückchen Wald, in dem nicht irgend etwas verwüstet ist.

Beitragsbild
Ein Hügel mitten in Olpe

Beitragsbild
Straße Stadtauswärts

Beitragsbild
Von dem Wald meines Chefs ist kein einziger Baum übrig geblieben.

Beitragsbild
...

Beitragsbild
Auch hier steht nichts mehr. Die Straße führt nun durch eine Schneise.

Beitragsbild
Überall das gleiche Bild

Beitragsbild
Hier...

Beitragsbild
...und hier...
#66

RE: Baumparker aufgepasst!

Antwort auf Kaffe, Beitrag #65

>Beitragsbild
>Von dem Wald meines Chefs ist kein einziger Baum übrig geblieben.

Na, dann freut sich doch der Herr Krombacher! }> Und wir haben jetzt vielleicht ein bisschen mehr (Bau)Platz, um später mal unsere Villa zu bauen! }>
#67

RE: Baumparker aufgepasst!

Antwort auf FreeFall Angel, Beitrag #66

Das ist nicht der Wald hinter Schadebergs Grundstück, also gegenüber auf dem anderen Berg, sondern ein zweiter Wald von ihm etwas außerhalb von Olpe.
#68

RE: Baumparker aufgepasst!

Antwort auf Kaffe, Beitrag #67

Tzzz, wieviele Wälder hat der denn? Kann der uns nicht einen abgeben? ;-)

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