Bundesliga-TV PR-Blendgranaten auf Fußballfans Als Zukunftsfernsehen gepriesen und jetzt mit 43 Kunden gestartet: Das Internet-TV der Telekom. Selbst Mitarbeiter im Call-Center "sitzen richtig doof da". Das Chaos trägt Magenta. Von Hans-Jürgen Jakobs
Auf Grundlage eines neuen, erweiterten Verbreitungsvertrages mit arena kann Premiere den Bundesligasender ab sofort in ganz Deutschland über Satellit verbreiten und vermarkten. Auch die Reichweite im Kabel steigt: In 14 Bundesländern bietet Premiere Bundesliga-live auf arena weiteren 2,2 Millionen Kunden kleinerer Kabelbetreiber (Netzebene 4) direkt an. Premiere vergrößert sein Bundesliga-Vermarktungspotenzial auf über 30 Millionen TV-Haushalte in Deutschland. Mit dem neuen Vertrag erwirbt Premiere auch die nationalen arena Vermarktungsrechte für Sportsbars – über Kabel und Satellit – und ein langfristiges, nicht-exklusives Lizenzrecht an der Marke arena zur Präsentation und Vermarktung von Bundesliga live. Außerdem betreut Premiere künftig im Auftrag von arena technischen Betrieb, Service und Administration der arena Satellitenplattform. Premiere gibt an arena gegen die geleistete Sacheinlage – Verbreitungs-, Vermarktungs- und Markenlizenzen – 16,4 Millionen neue Aktien aus dem genehmigten Kapital aus. Die Aktien werden von einem unabhängigen Finanzinstitut weisungsfrei verwaltet. Die Vereinbarung mit dem Finanzinstitut schließt jegliche Einflussnahme von arena auf die Unternehmenspolitik von Premiere aus.
Kofler: „Premiere wird durch den neuen Vertrag mit arena wieder zum wichtigsten Pay-TV-Vermarkter von Bundesliga-Fußball in Deutschland und ist für Bundesliga-Fans wieder die Nummer eins und erste Adresse – mit mehr Zugangsmöglichkeiten als je zuvor: über Satellit, Kabel und IPTV. Die flächendeckende Präsenz über diese drei Verbreitungswege ist einzigartig und eine Grundlage für weiteres Wachstum. Als größter Vermarkter von Bundesliga-live hat Premiere wieder alle wichtigen Pay-TV-Programme auf nationaler Basis im Angebot. Besonders freuen können sich unsere treuen Abonnenten. In vielen Premiere Haushalten kehrt Bundesliga-live schon am Freitag auf den Bildschirm zurück: Sie können über ihren Premiere Sat-Receiver ganz einfach arena sehen.“
Mehr: info.Premiere.de
---------------------------
Das beste was dem Fußballfan passieren kann - von daher sehe ich es wirklich positiv. Aber es ist wohl auch das Eingeständniss von arena die BuLi nicht alleine vermarkten zu können. Meinen Hut ziehe ich vor Dr. Kofler, der Mann ist wahrlich ein Fuchs - trotzdem mag ich ihn und seinen Laden nicht.
Spannend finde ich, dass die alle von ein und der selben Quelle abschreiben - so nach dem Motto, wenns die anderen bringen und ich brav Konjunktive benutze... beschämender Journalismus selbst von eigentlich angesehenen Blättern...
Aber kommen wirds trotzdem so - und vermutlich heißt das: BuLi für 19,90+ und keine Sportschau mehr und die Schaffung eines Quasimonopols. Da kann man das BuKA nur beglückwünschen :-) und die DFL auch, wenns beim nächsten Bieterverfahren nur noch einen Bieter gibt, und der wieder nur nen symbolischen Euro auf den Tresen legt ;-)
Mal ne ganz andere Geschichte, ich meine noch im Köpfchen zu haben das wenn man Arena nicht 3 Monate vor Vertragsschluß kündigt sich das Abo um ein weiteres Jahr verlängert. Alles gut und schön, was ist aber wenn in Zukunft Premiere wieder den live Sport aus den Stadien überträgt, zieht man dann die Arena Kunden mit rüber oder haben die wieder den selben Stress mit der Vertragskündigung wie es damals bei Premiere Abonennten der Fall war?
Letzte Bearbeitung am 09-Jul-07 um 14:16 Uhr () Also meine Vermutung ist, daß sich erstmal nichts ändern wird. Du wirst weiterhin Arena empfangen, nur daß das Programm dann von Premiere produziert wird.
Grund: Die Firma Arena muß weiter bestehen, da sonst die Rechte an die DFL zurück gehen und neu ausgeschrieben werden müssen, was so kurz vor Saisonbeginn nicht mehr zeitlich hinhauen würde.
Im Endeffekt heißt das denke ich mal, daß auf den Kanälen von Arena das von Premiere produzierte Programm zu sehen sein wird und somit jeder weiterhin genau das bekommt, was er abonniert hat. Ob man dann weiterhin unter dem Namen Arena senden wird, wird sich zeigen. Aber letztendlich ist es ja auch egal, ob da jetzt ein Premiere-Logo oder ein Arena-Logo erscheint.
Was ich mir noch vorstellen könnte, ist, daß das ganze für Premiere-Kunden im KDG-Gebiet ins Sportportal integriert wird, für Kunden von Unitymedia und KabelBW sowie über Sat aber weiterhin die Einzelkanäle erhalten bleiben.
Dieser Status Quo wird dann erstmal zwei Jahre lang beibehalten (für den Zeitraum danach werden die Rechte ja demnächst neu ausgeschrieben) und danach wird die Marke Arena aufgelöst.
Wie gesagt, sind das alles nur Vermutungen. Ich hoffe, daß wir bis Ende der Woche genaueres erfahren.
Letzte Bearbeitung am 09-Jul-07 um 14:48 Uhr () Spannend ist was mit den Mitarbeitern geschieht. Es gehen ja Gerüchte um das diese Klagen da es sich um eine Quasi-Übernahme handelt sie aber trotzdem vor die Tür gesetzt werden.
Irgendwie schade das es so endet. Ich hatte mich gefreut einen Gegenpol zu Premiere zu bekommen. Aber arena hat einfach zu viel falsch gemacht, als Beispiel sei hier nur die Straf... ähh, Bereitstellungsgebühr für Sat Kunden genannt. Im digitv.de Forum nehmen das arena noch immer ein Großteil der Sat Zuschauer übel und viele haben deswegen kein Abo dort abgeschlossen, auch wenn das nur ein Grund von vielen ist.
>Irgendwie schade das es so endet. Ich hatte mich gefreut einen Gegenpol zu Premiere zu >bekommen.
Vorallem hat mir die Übertragung bei Arena aus mehreren Gründen deutlich besser gefallen, als bei Premiere: 1. Kein Marcel Reif 2. Bessere Bildqualität 3. Kein Hick-Hack mit Sportportal und Optionskanälen und noch diverse weitere Kleinigkeiten.
Hoffentlich bleiben wenigstens ein paar Dinge noch in der Übergangszeit erhalten.
>Aber arena hat einfach zu viel falsch gemacht, als Beispiel sei hier nur die >Straf... ähh, Bereitstellungsgebühr für Sat Kunden genannt. Im digitv.de Forum nehmen >das arena noch immer ein Großteil der Sat Zuschauer übel und viele haben deswegen kein >Abo dort abgeschlossen, auch wenn das nur ein Grund von vielen ist.
Ich glaube, darüber haben wir uns schon mal gestritten. ;) Ich finde die Aufregung nach wie vor übertrieben und unbegründet. Auf das Gerede der ganzen Premiere-Jünger bei digitv geb ich eh nicht viel. Wenn man bedenkt, daß man als Kabelkunde weitaus mehr als 5,- Euro Bereitstellungsgebühr zu berappen hat, sind die paar Kröten doch wirklich Peanuts. Hätte ich die Möglichkeit, 'ne Schüssel aufzustellen, hätte ich bereitwillig die 5,- Euro berappt.
Aber wenigstens hat das ganze Drama bewiesen, daß die Bundesliga eben doch nicht so ein großer Pay-TV-Magnet ist, wie es manche Leute gerne gehabt hätten. Hoffentlich führt das zukünftig dazu, daß die ohnehin schon übertrieben hohen Lizenzgebühren ordentlich in den Keller gehen.
DFL sieht keinen Nachteil in Arena-Sublizensierung München/Hannover - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erwartet bei der Sublizenzierung der Pay-TV-Rechte von Arena an Premiere keine Verluste für die Vereine.
"Wir gehen davon aus, dass sich für die Clubs nichts ändert", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert der "Süddeutschen Zeitung". Die Liga habe ein Einspruchsrecht betonte der Manager: "Erst wenn wir den Deal kennen und feststellen, wie die Auswirkungen auf unser Vertragsverhältnis mit Arena bis 2009 sind, wird klar werden, ob wir der Sublizenzierung auch zustimmen können."
Die Liga erhält derzeit 220 Millionen Euro pro Saison von Arena. "Die Entscheidung des Bundeskartellamts steht ja noch aus, aber wir wurden nicht überrascht von der Tatsache, dass Arena Rechte sublizenziert", sagte Seifert und bestätigte damit erstmals offiziell die geplanten Veränderungen. Als vor einer Woche erstmals über das Weiterreichen der Rechte an Premiere berichtet wurde, hatte die DFL ebenso wie die beiden Sender keinen Kommentar abgegeben.
Zu den langfristigen Auswirkungen eines erneuten Monopols von Premiere beim Abonnement-Fernsehen sagte Seifert: "Die Liga braucht langfristig gar nicht so sehr den Wettbewerb, die Liga braucht einen verlässlichen Pay-TV-Partner." Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte hingegen am Dienstag in Donaueschingen gesagt. "Ich kann uns allen nur wünschen, dass es Konkurrenz geben wird." Er warnte vor einer Monopolstellung von Premiere: "Dann Gnade der Bundesliga, dann wird es wenig Geld geben."
Premiere-Chef Georg Kofler hatte wiederholt mehr Exklusivität und eine Ende der "Sportschau" mit einer Zusammenfassung am späten Samstag-Nachmittag gefordert. Bei der Ausschreibung der Rechte Ende 2005 hatte daher Arena den Zuschlag durch die DFL erhalten.
Damit scheint es ja quasi besiegelt. Premiere wird ab der kommenden Saison die BuLi produzieren. An arena wird das Signal, so denke ich, bis 2009 weitergereicht. Ab der Saison 2009/2010 können die arena Abonenten ihren Receiver dann in die Tonne kloppen. Und die DFL wird weitaus weniger Geld für die Rechte erhalten, Hoeneß sieht das schon ganz richtig. Die DFL in Person von Seifert sieht das natürlich nicht so, aber die sind für mich eh irgendwie alle verstahlt und leiden unter massivem Realitätsverlust.
(...) Das Kartellamt ist unter seinem neuen Präsidenten Bernhard Heitzer dabei, dem freien Wettbewerb einen Bärendienst zu erweisen. Denn sollten die Pläne von Premiere und Unitymedia umgesetzt werden, ist die Marktmacht eines Bezahlsenders auf Jahre in Beton gegossen.
„Für uns geht es darum, die tatsächlichen Märkte zu ermitteln und auf diesen Marktbeherrschung zu verhindern, damit sich die Branche dynamisch weiterentwickeln kann“, sagt Behördenchef Heitzer. Doch ehrwürdige Ziele werden an der Wirklichkeit gemessen. Genau an der Umsetzung hapert es in diesem Fall. Eine Monopolisierung des Bezahl-TVs in Deutschland mit dem Segen der Kartellwächter wäre ein einmaliger Vorgang. Wenn die Salamitaktik von Premiere diesmal funktioniert und Arena vom Markt verschwindet, knallen bei Premiere-Chef Kofler die Korken. Um die Zeche braucht sich der frühere Kirch-Manager keine Sorgen zu machen. Diese wird von Wettbewerbern, Vereinen und Fußballfreunden gemeinsam gezahlt.
Ich kann Dir ja nur Recht geben wenn Du die vom Kartelamt noch verstrahlter findest, aber unser lieber Herr Seifert läßt es sich nicht nehmen noch einen drauf zu setzen und findet das ganze auch noch gut. Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/92546
Wer weckt den guten Mann mal auf? Die Clubs werden 2009 vor einem riesen Desaster stehen wenn nur noch Premiere bietet und den Preis bestimmt. Entweder heißt es dann keine Sportschau mehr und BuLi im Free-TV Samstags erst ab frühestens 22 Uhr und ganz kurz oder aber kaum noch Geld für die Rechte - 15.000€ pro Saiso reichen ja.
>Entweder heißt es dann >keine Sportschau mehr und BuLi im Free-TV Samstags erst ab frühestens 22 Uhr und ganz >kurz oder aber kaum noch Geld für die Rechte - 15.000€ pro Saiso reichen ja.
Keine Zweitverwertung am Samstag, und pro Saison 50 Mio Euro. SO wird es kommen! Ich wette meine rechte Gesäßhälfte darauf, dass der Herr Kofler die DFL ordentlich einseiferten wird! Garantiert! Der Herr Hoeness hatte ausnahmsweile mal verdammt recht...
Kartellamtspräsident will Pay-TV-Wettbewerb erhalten
Bonn - Auf den ersten Blick erscheint es abstrus: Das Kartellamt wird wohl zulassen, dass Arena geschlossen wird, und damit die Monopolstellung auf dem deutschen Pay-TV-Markt wiederherstellen - zumindest vorerst.
"Was sich jetzt abzeichnet, ist nicht ideal, aber allemal besser als das Agreement", sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Bernhard Heitzer, am Dienstag in Bonn. In verzwickten Situationen braucht es anscheinend auch unangenehme Entscheidungen: So sieht das Kartellamt wohl lieber ein kurzfristiges Monopol, als einen langfristig aufgeteilten Markt.
Nach Einsicht in die Kooperationsverträge zwischen Arena und Premiere vom Februar äußerte sich Heitzer erstmals öffentlich. Er nannte diese Vereinbarung ein "Alpha-Agreement" und bemängelte deutlich wettbewerbswidrige Absprachen. Mit der ursprünglichen Vereinbarung "hätte eine weitgehende Marktaufteilung und Marktabschottung stattgefunden", so der Kartellamtspräsident. Premiere hätte damit den Satellitenbereich dominiert, Unitymedia den Kabelbereich. Die wahrscheinliche Folge wäre laut Heitzer eine "weitgehend einheitliche Preis- und Programmgestaltung" gewesen. Anders gesagt: Ein Wettbewerb hätte nicht mehr stattgefunden. "Das wurde von uns abgelehnt", erklärte der Kartellamtspräsident.
Mit dem neuen Vorschlag von Unitymedia und Premiere hat nun das Kartellamt die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder man nimmt dieses Angebot an und unterbindet damit die Kooperation - dann gibt Unitymedia auf und die Monopolstellung ist wieder hergestellt - oder aber man lässt die beiden Pay-TV-Anbieter gewähren und den Markt untereinander wettbewerbswidrig aufteilen (die Kooperation vom Februar). Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, soll aber bis Anfang nächster Woche nachgereicht werden. Doch ist aus den Aussagen Heitzers bereits eine Tendenz hin zur Genehmigung der Sublizenzierung herauszuhören.
Auf die Frage, ob Arena erhalten bleiben soll, antwortete der Kartellamtspräsident mit: "Wir wollen auf jeden Fall für die Zukunft den Markteintritt offen halten." Will sagen: Man ist anscheinend eher dazu bereit, Arena zu opfern und ein Premiere-Monopol entstehen zu lassen, als eine Marktaufteilung zu erlauben. Denn die Marktaufteilung wäre letztlich schlechter für den deutschen Pay-TV-Markt als ein derzeitiges Monopol unter Aufrechterhaltung der Möglichkeit, dass irgendwann ein neuer Marktteilnehmer die Premiere-Dominanz angreifen möchte.
Der langfristige Wunsch des Kartellamts bleibt auch weiterhin, zwei unabhängige Satellitenbetreiber und zwei unterschiedliche Kabelanbieter zu erhalten, damit der Qualitäts- und Preiswettbewerb gewährleistet ist. Deswegen könnte Heitzer mit der sich abzeichnenden Lösung laut eigenem Bekunden leben. Ob sich jedoch nach dem gescheiterten Versuch von Unitymedia so schnell wieder jemand traut, die Premiere-Dominanz anzugreifen, ist eine ganz andere Frage.
Irgendwie kann ich's verstehen, irgendwie find ich's aber auch bescheuert. Ganz davon abgesehen das in keinem Land zwei Pay-TV Anbieter überleben. Selbst die großen Pay-TV Märkte (GB, Spanien, Italien) haben sich letzendlich konsolidiert.
Premiere hat immer noch einen Gegenspieler und das ist das in D-land immer noch gute Free-TV (gut im Sinne von das eh sehr vieles aus dem Pay-TV 1/2 Jahr später im Free-TV läuft)
Was ich mich frage: Warum wird das Ganze so dargestellt als gäbe es nur die Möglickeiten Sublizensierung oder Kooperation? Kann das Kartellamt nicht beides untersagen?
>Premiere hat immer noch einen Gegenspieler und das ist das in D-land immer noch gute >Free-TV (gut im Sinne von das eh sehr vieles aus dem Pay-TV 1/2 Jahr später im Free-TV >läuft)
Und bei diesem ist auch noch abzusehen, dass es ein Premiereangebot geben wird, in dem Entavio "für lau" (zumindest offiziell) enthalten sein wird. Im Sinne von: "Warum nur für die bisher kostenlosen Sender zahlen, wenn Premiere Sky (wird allerdings anders heissen) das "frei" enthält?"
Meiner Meinung nach gibt es ohnehin viel zuviele "unbrauchbare" Sender. Und damit meine ich vor allem die öffentlich rechtlichen Quotenkiller. Warum bezahle ich über 200 Euro im Jahr für geschätzte 30 TV- und 100 Radioprogramme, wenns z.B. derer 10 und 20 auch täten. Regionalfenster kann man ja immer noch drin behalten - das machen ja sogar RTL & CO. ...aber das driftet hier zu sehr ab. ;-)
Bericht: Preise für Pay-TV-Fußball steigen deutlich Meldung vorlesen
Noch steht eine Entscheidung des Bundeskartellamts zur geplanten Übertragung der Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga von Arena an Premiere aus – doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf die Nach-Arena-Zeit bereits auf Hochtouren: Informationen der Süddeutschen Zeitung zufolge hat Premiere schon neue Preise für das Bundesliga-Paket festgesetzt. Danach kostet das Abo ab August 19,90 Euro im Monat – fünf Euro oder rund ein Drittel mehr als bislang bei Arena.
Wie es weiter heißt, habe Premiere zunächst geplant, den Preis von 19,90 Euro nur bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten zu gewähren. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten seien sogar 24,90 Euro im Gespräch gewesen. Doch davon habe der Pay-TV-Anbieter zunächst wieder Abstand genommen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass Premiere wieder "zurück in die guten alten Zeiten" wolle, als ein Bundesliga-Paket knapp 35 Euro im Monat kostete, schreibt die Süddeutsche. (pmz/c't)
Na klasse, danke BuKaAm :( Wobei sich für mich ja net viel ändert dank ehemaliger Bereitstellungsgebühr. Nur aber die 25€ fände ich mehr als scheice. Aber nimmt Premiere von dem Preismodell sicherlich Abstand da der Deal DFL-Arena einen Maximalpreis von 20€/Monat vorsieht. Also, die dürften bis 2009 gesichert sein, auch wenn Kofler wieder nen Aufstand macht.
Entscheidung des Kartellamts Premiere und Arena dürfen kooperieren Das Kartellamt will eine befristete Zusammenarbeit von arena und Premiere bei der Nutzung der Fernsehübertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga tolerieren.
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die geplante Zusammenarbeit der Pay-TV Anbieter arena und Premiere bei der Nutzung der Fernsehübertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga gegeben.
Die Wettbewerbsbehörde teilte am Mittwoch in Bonn mit, sie werde die bis zum 30.Juni 2009 befristete Zusammenarbeit der Unternehmen tolerieren.
Arena kann also die Ende 2005 erworbenen Übertragungsrechte für der Fußball-Bundesliga für die restlichen zwei Spielzeiten auf Premiere übertragen und erhält im Gegenzug eine Rücklizenz für die von Premiere produzierten Bundesligasendungen.
Mit der nun gefundenen Regelung sei Wettbewerb möglich und wahrscheinlich, betonte die Aufsichtsbehörde.
13. August 2007 Es stimmt. Man mag kaum glauben, dass Georg Kofler erst fünfzig ist. Man hat vielmehr den Eindruck, dass er schon seit fünfzig Jahren im Geschäft ist, schließlich mischt er im deutschen Privatfernsehen seit der ersten Stunde mit. Doch es sind nicht fünfzig, sondern fünfundzwanzig Jahre, die er im Geschäft sei, teilt der Vorstandsvorsitzende des Bezahlsenders Premiere zu seinem überraschenden Abgang mit. Seit neunzehn Jahren sei er ohne Unterbrechung als Geschäftsführer, Vorstandschef und Gesellschafter dabei. Nun ist Schluss - allein aus persönlichen Gründen, wie Kofler sagt. Er wolle eine Unternehmensgruppe aufbauen, die mit Medien nichts zu tun habe (siehe auch: Gespräch mit Georg Kofler).
Ein Ende mit Schrecken ist das nicht. Im Gegenteil. Kofler geht, kaum dass sein Sender die Hoheit über die lebenswichtigen Senderechte an der Fußball-Bundesliga zurückgewonnen hat - und gibt sich damit selbst den goldenen Handschlag. Für die 1,227 Millionen Aktien, die er an seinem eigenen Sender hielt und verkauft hat, dürfte er rund zweiundzwanzig Millionen Euro erlösen. Das dürfte als Grundstock für ein Leben nach dem Fernsehen reichen.