Copy kills Music

Diskussionsübersicht

#51

Musik-CD mit frei kopierbaren Songs unter Creative-Commons-Lizenz

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

http://www.heise.de/newsticker/meldung/51268
 
 
mfg Boris
[small]"STOP making money - START making music!"[/small]
#52

RE: Musik-CD mit frei kopierbaren Songs unter Creative-Commons-Lizenz

Antwort auf Boris, Beitrag #51

Bevor die grossen Major-Labels weiter rumheulen sollten sie lieber mal damit aufhören ganze Musikrichtungen kaputtzumachen und alles sinnlos zu vermarkten was sich irgendwie nach Musik anhört...

Ein gutes Beispiel: Internetradios. Als Teil eines des weltweit grössten Radios "Digitally Imported" (www.di.fm) habe ich da ja auch einiges mitbekommen, okay, wir sitzen in New York, aber die Vorgehensweise lässt sich mit Sicherheit auch auf Europa übertragen.

Als wir im Dezember 1999 mit einem 56k Stream anfingen und langsam aber stetig wuchsen wurden wir noch belächelt: "Internetradios, tolle Idee, hat aber keine Zukunft". Und als diverse Stationen nur so aus dem Boden schossen (ich erinnere an Live365.com - da konnte sich jeder einen kostenlosen 24/7 Stream sichern) da wurden die hohen Herren auf einmmal unruhig. Um die Geschichte abzukürzen: Irgendwann wurde von RIAA und Co beschlossen so etwas wie die deutsche GEMA zu verlangen - was auch vollkommen okay ist, allerdings nicht in dem Rahmen den die damals vorgaben - der hätte für 90% alle Radios das Aus bedeutet. Die Gebühren wurden dann doch nochmal angepasst, dennoch sind viele Radios dieser Regelung (die man auch anderes hätte gestalten können) zum Opfer gefallen.

Ein Grund für die ganze Aktion war mit Sicherheit das die Majors erkannt haben das man damit ja auch noch Geld verdienen kann, z.B. wenn man selber ein Online-Radio startet und mit Musik aus dem eigenen Haus bestückt. Resultat: Kaum kosten da die Rechte ja bei einem selber liegen...

Ach herrje was lasse ich mich hier aus...ich bin froh das wir es überlebt haben und stärker sind als je zuvor - hoffen wir das es so weitergeht :-)

Amen :D
#53

OT: Copy kills Film?

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

http://www.gegen-tcpa.de/f/viewtopic.php?p=460

Lesenswerter Beitrag, der schoen ein paar Argumente auseinander nimmt...
 
 
mfg Boris
[small][/small]
#54

OT: The Scene

Antwort auf Boris, Beitrag #53

Auf welcometothescene.com gibt es die kostenlose Film The Scene, der so ganz anders als normale Filme ist. Mehr Informationen bei medienrauschen.de

Natuerlich ist der Film kein Meisterwerk, aber die Idee und die Realisierung finde ich gut. Auf jeden Fall so gut, dass ich mich in die Mailingliste fuer die naechsten Teile eingetragen habe ;-) Groesster Kritikpunkt ist die teilweise schlechte Sprachqualitaet.
#55

Sony Music Japan verzichtet auf Kopierschutz

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

#56

Was vom CCC und WIZO

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

http://freizeitparkweb.de/dcf/User_files/4165297c76743d27.jpg
© Leo Lipp (Quelle)


http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,321682,00.html
Interessante Idee, ich ueberlege ob ich mir einen kaufen soll um die Aktion zu unterstuetzen, wollte eh mal so einen USB-Stick haben...
 
 
mfg Boris
[small][/small]
#57

Mindawn - Musikdownloads richtig gemacht

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 20-Dez-04 um 23:50 Uhr ()
http://www.pro-linux.de/news/2004/7634.html

Gute Formate, guter Preis, recht Plattformunabhaengig und man sieht den Kunden als Kunden und nicht als potenziellen Verbrecher. Hoert sich sehr gut an.

Nur leider schon defaced, mal sehen wann sie wieder kommt...
#58

RE: Copy kills Music

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Jetzt drehen sie komplett am Rad: http://www.heise.de/newsticker/meldung/55676
#59

RE: Copy kills Music

Antwort auf __AxTRIM__, Beitrag #58

Klingeltöne bescheren Universal Music Millionenumsätze

Laut CEO Frank Briegmann erwirtschaftet die Musikfirma durch Klingeltöne mittlerweile 'einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich'.

Er prognostiziert, dass es besonders wegen dem Verkauf von Klingeltönen und dem legalen Download von Musik mit der Musikindustrie ab 2006 wieder nach oben geht.

Für 2005 wird noch kein Aufschwung erwartet. 'Unser Ziel ist es, dieses Jahr den Umsatz stabil zu halten', sagte Briegmann. Im Gegensatz dazu nahm der Tonträgermarkt 2004 in Deutschland um vier Prozent ab, während der Umsatz von Universal um ein Prozent sank.


Quelle: SternShortNews
#60

Es wird immer doller

Antwort auf ROTABENE, Beitrag #59

Schaut euch mal diesen Artikel an:

http://www.pcwelt.de/news/vermischtes/107185/index.html

Wie weit sollen wir eigentlich noch entmündigt werden?
#61

RE: Es wird immer doller

Antwort auf Homy, Beitrag #60


Hört sich nach einer mehr als Halbherzigen Idee an, welche von einem
Unternehmen kommt was von den Grundstrukturen noch in den 80 gern steckt.
Sollte diese Verschlüsselung tatsächlich auftauchen, werden keine 2
Wochen vergehen bis ein Decoder zur Entschlüsselung vorhanden sein wird.
Erinnert ein wenig, an das damalige Premiere Analog was ja von Unternehmensseite als unknackbar galt ;) . Der Hauptschuldige an der Misere ist doch eindeutig Microsoft selbst
welcher mit seinen darauf zugeschnittenen Softwarepaketen geradezu einen
Nährboden für Illegales wie auch Legales handeln hergibt.
#62

RE: Es wird immer doller

Antwort auf Looping Star, Beitrag #61



Ich warte ja immernoch darauf, das das Mitschneiden von Internetradios verboten wird.
Das darauf noch keine gekommen ist. tststs }>


------------------------
Das Multimedia Coaster-Quiz
http://www.RCT-Online.com/quizcoaster
#63

RE: Es wird immer doller

Antwort auf flightsurf, Beitrag #62

>Ich warte ja immernoch darauf, das das Mitschneiden von Internetradios verboten wird.
>Das darauf noch keine gekommen ist. tststs }>

Mit der saftigen Gebuehrenerhoehung zum April(?) wird doch schon dieser Weg gegangen. Kleine deutsche Radios wird dann wohl kaum noch einer bezahlen koennen und wollen...
#64

RE: Es wird immer doller

Antwort auf flightsurf, Beitrag #62

da muss ich dich enttäuschen, da sind die schon drauf gekommen und wollen das auch durchsetzten:

So bezahlen Webradios nicht nur für das Senden von urheberrechtlich oder leistungsschutzrechtlich geschützter Musik, sondern sollen jetzt auch für das Speichern derselben auf dem PC zur Kasse gebeten werden.(0,25€ pro stück) Zudem werden die Webradios verpflichtet das Aufzeichnen der Sendungen auf den PCs der Hörer zu verhindern.

Weitere Einschränkungen betreffen die Programm-Gestaltung und -ankündigung. Diese Einschränkungen machen es z. B. unmöglich sogenannte "Specials" über eine bestimmte Band zu senden, da nicht mehr als 3 Titel von einem Album, oder 4 Titel eines Künstlers oder einer Compilation von Musiktiteln, innerhalb von 3 Stunden gesendet werden dürfen.


quelle: http://www.gvl-protest.de/worumgehts.htm


die Mafia ist auch nicht schlimmer
#65

Münchner Landgericht verbietet Link auf Kopiersoftware-Hersteller

Antwort auf __AxTRIM__, Beitrag #58

Leider sind sie nicht so auf die Schnauze gefallen wie erhofft, aber immerhin:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/57152
#66

Klingeltoen kills Music ;-)

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Jonny Haeusler hat in seinem (IMO guten) spreeblick-Blog (das mit dem Jamba-Artikel) einen neuen amuesanten Text verfasst:

Sweety Records
#67

Deutsche Tauschbörsennutzer gehen in die Offensive

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

#68

Ein kleiner Lichtblick

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 15-Mar-05 um 20:59 Uhr ()
Wieder mal ein kleines Beispiel, dass man den Kunden auch als Kunden sehen kann und nicht als potentiellen "Raub"kopierer:

http://spreeblick.com/blog/index.php?p=603


P.S.: Nur das mit den Songtexten als Word-doc ist noch verbesserungswuerdig ;-)
#69

Lyrics kills Music

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Wenn es nicht so traurig wäre, dann würde ich lachen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/58666

Ich bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis das Nachsingen, -pfeifen oder -summen von Liedern verboten wird.

MfG Krummbein[strike]123[/strike]
[small]-- Ohne Signatur! --[/small]
#70

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #69

>Ich bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis das Nachsingen, -pfeifen oder -summen von Liedern verboten wird.

und ich bin mal gespannt wann unsere Gesetzgeber etwas gegen die Abmahnabzock- Praktiken gewisser "Rechts"anwälte unternehmen.

Gruß Stefan

der wo bei sowas schon seit langem nur den Kopf schütteln kann
#71

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Sarion, Beitrag #70

Letzte Bearbeitung am 18-Apr-05 um 19:05 Uhr ()
>und ich bin mal gespannt wann unsere Gesetzgeber etwas gegen die Abmahnabzock-
>Praktiken gewisser "Rechts"anwälte unternehmen.

Tja, das würd' mich auch mal interessieren. Neulich stieß ich über folgenden Link eines Vereins, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, etwas gegen die Abmahnpraxis in Deutschland zu unternehmen: http://www.abmahnwelle.de/

Gruß Twisi

Ein bisschen 'pixelschubbsen' gefällig?
#72

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Twister-Sister, Beitrag #71

Hallo,

auch wenn ich jetzt in die triviale Vulgärsprache abgleite,

aber es kotzt mich einfach nur noch an,

wenn ich sehe, wie diese schmierigen Winkeladvokaten in unserem Land auf
einfachste Art u. Weise mit einem Serienbrief zu Geld kommen können.
Insbesondere wenn ich sehe, wer hier mal wieder die Leidtragenden sind! }>


Gruß
Hans

#73

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #69

Letzte Bearbeitung am 22-Apr-05 um 17:16 Uhr ()
Ja, das ist schon ein schwerer Schlag. Die Meisten neuen Texte, die ich bei songtext.net nachlesen wollte, sind inzwischen mit einem Vermerk auf ein Verbot der Veröffentlichung des Textes nicht mehr zu erreichen. Vor einem halben Jahr war es allerdings gar kein Problem, sämtliche Texte dort nachzulesen. Selbst einige alte Liedtexte sind inzwischen von der Seite verschwunden...und um ehrlich zu sein kotzt es mich an. Sollen die Künstler doch froh sein, wenn so kostenlos für sie geworben wird...

Mit freundlichen Grüßen aus der Domstadt Köln,

Stephan

Edit: Ich werd mir später mal die Zeit nehmen einen "verbotenen" Text abzutippen und hier rein zu setzen. So! Dann mal schaun ob mich wer anzeigt...
#74

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Bauklotz, Beitrag #73

>Edit: Ich werd mir später mal die Zeit nehmen einen "verbotenen" Text abzutippen und
>hier rein zu setzen. So! Dann mal schaun ob mich wer anzeigt...

Primär dürfte die Anzeige bzw. Abmahnung erstmal bei Jeschke's in Brühl aufschlagen, da die Webseite auf "Alexander Jeschke" angemeldet ist und der Songtext somit auf seinem Server liegt.

[hr noshade size="1" color="E96A1C"]Tobi
Droom, droom in de Droomvlucht mee, hoog in de sterren met je hemelslee.
#75

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Tron, Beitrag #74

Daran habe ich natürlich auch gedacht, sonst würde ich das doch auch gar nicht machen. Aber so ist das ja absolut okay }>
Nee mal Spaß beiseite, zu Alex' Gunsten werde ich das wohl doch mal besser lasssen...

Mit freundlichen Grüßen aus der Domstadt Köln,

Stephan
#76

RE: Lyrics kills Music

Antwort auf Tron, Beitrag #74

>Primär dürfte die Anzeige bzw. Abmahnung erstmal bei Jeschke's in Brühl aufschlagen, da
>die Webseite auf "Alexander Jeschke" angemeldet ist und der Songtext somit auf seinem
>Server liegt.

Das ist so natürlich erst mal falsch, ich empfehle zur weiteren Lektüre einen Artikel in der aktuellen CT, in dem die rechtliche Praxis ausführlich erläutert wird.

Praktisch stimmt es aber schon, dass das einstellen fremder Inhalte nicht besonders ergebnisreich ist - ich müsste es bei Kenntnisnehmung wieder weglöschen. Der Vorgang des Abtippens bedeutet nicht, dass er irgendwo stehen kann, denn das wäre schlicht nur eine weitere "Raubkopie", genauso wie bei den Lyrics-Sites.

Grüße,
Alex
#77

268 Splendid MP3 Blogs

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 22-Apr-05 um 17:02 Uhr ()
Eine Liste mit 268 Blogs, die Hinweise auf kostenlose MP3s anbieten gibt es bei londonleben.co.uk. Viel Spass beim stoebern. [small](via spreeblick.com)[/small]
#78

Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Das Urteil eines Pariser Gerichts im Streit zwischen den Produktionsfirmen Les Film Alain Sarde, sowie Studio Canal und der Verbraucherschutzorganisation UFC Que Choisir sorgt für Unruhe in der Entertainment-Branche. Die Berufungsinstanz entschied, dass Kopierschutzsysteme auf DVD generell rechtswidrig sind, da sie den Verbraucher hindern, sein Recht auf eine Privatkopie auszuüben. Das gegenteilige Urteil der ersten Instanz wurde damit aufgehoben.

Streitgegenstand war der Film "Mulholland Drive " von David Lynch. Ein Käufer der DVD wollte diese für seine Mutter auf VHS kopieren, scheiterte jedoch am Kopierschutz. Que Choisir griff den Fall auf und reichte Klage ein. In zweiter Instanz erkannten die Richter nun darauf, dass die technischen Sicherungsmaßnahmen klar gegen das Recht des Konsumenten verstießen, Kopien für den innerfamiliären Gebrauch zu erstellen. Zusätzlich rügten sie die zu geringe Größe des Kopierschutz-Logos auf DVD-Verpackungen.

Die Beklagten wurden unter Androhung einer Geldstrafe von 100 Euro pro Tag angewiesen, den Kopierschutz von sämtlichen im Handel befindlichen Exemplaren von "Mulholland Drive" zu entfernen. Gleichzeitig wurden sie zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von insgesamt 1600 Euro verurteilt, eine Summe, die unter den Forderungen der Verbraucherschützer lag.

Französische Hersteller und Anbieter von DVDs fürchten unabsehbare wirtschaftliche Folgen, sollte das Urteil zur Präzedenzentscheidung avancieren. Jean-Yves Mirski, Generalsekretär der französischen Videoanbieter-Vereinigung SEV mahnt jedoch zur Besonnenheit. Man werde das Urteil ausgiebig prüfen und rechtliche Schritte erwägen.

Die Gerichtsentscheidung dürfte ohnehin im Widerspruch zu einer im Entwurfsstadium befindlichen europäischen Richtlinie zum Urheberrecht stehen. Diese enthält derzeit eine klare Rechtsgrundlage für die Verwendung von Kopierschutzsystemen.

Quelle: VideoWoche
#79

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf fabred, Beitrag #78

Hallo,

Yes!

Ich liebe solche Leute die sowas trotz Anwaltskosten etc. durchziehen
und denen "ordentlich ans Bein pinkeln". Insbesondere wenn ich so
Aktionen wie mit den Lyrics-Abmahnungen noch Tau frisch in Erinnerung habe.

Irgendwann - ja irgendwann wird auch die Medienbranche begreifen,
dass sich die meisten Probleme mit einem günstigeren Verkaufspreis lösen lassen.

ich werde die Hoffnung niemals aufgebende Grüße
Hans
#80

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf airtime, Beitrag #79

Nur Frage ich mich, warum es für mich so ausschaut, als ob diese Teilerfolge nur im Ausland erzielt werden. Täusche ich mich oder haben die Franzmänners eine andere Art drauf?

Diese Woche testweise wieder Ritalin schluckende Grüße,
DB - Der Birki
"Wenn ich den US-Präsident richtig verstehe, sind also über eine Million schwarz-afrikanische Aidspatienten den Pharma-Aktionären nicht zuzumuten. Und Sie wundern sich noch, dass wir Bomben unter den Arsch gelegt bekommen? Wann fangen Sie sich an zu fragen, warum wir nur so wenig Bomben unter den Arsch gelegt bekommen?!?" Volker Pispers"
#81

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf DB Der Birki, Beitrag #80

> Täusche ich mich oder haben die Franzmänners eine andere Art
>drauf?

...Sollte das an der Menthalität liegen?

Ab und zu mit Traktoren die Autobahn blockierende und Tabakläden anzündende Grüße,
#82

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf DB Der Birki, Beitrag #80

Die Rechtslage scheint aber auch eine etwas andere zu sein. In Deutschland sind Privatkopien zwar erlaubt, alledrings sind sie einem nicht garantiert. Wenn der Herstelelr also einen Kopierschutz auf sein Produkt packt, so hat man Pech gehabt.


Sebastian
Nein, ich spiele kein Basketball
#83

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf DB Der Birki, Beitrag #80

>Nur Frage ich mich, warum es für mich so ausschaut, als ob diese Teilerfolge nur im
>Ausland erzielt werden. Täusche ich mich oder haben die Franzmänners eine andere Art
>drauf?

Du täuschst Dich. Es gab Ende der 80er (weiß nicht mehr genau wann) einen Prozess auch hier in Deutschland um Kopierschutz auf VHS, der genau aus dem gleichen Grund (beschneiden des Rechtes des Käufers auf Privatkopie) gegen den Hersteller gewonnen wurde (habe den Filmtitel nicht mehr im Kopf). Daher gab es jahrelang in Deutschland keinen Kopierschutz mehr auf Filmen. Mitte der 90er fing man aber wieder damit an.

Das Problem: Es gibt in Deutschland das System der "Präzedenzurteile" nicht in dieser Form. Und wo kein Kläger, da kein Richter, daher machte die Filmindustrie bis heute brav weiter. Mit der letzten Urheberrechtsnovelle wurde nun zumindest das Überwinden "geeigneter technischer Maßnahmen zur Verhinderung der Anfertigung von Kopien" verboten, und da werden wohl noch einige weitere solche super Ideen folgen...

[small]ARD - Bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe[/small]
#84

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf Keng, Beitrag #83

Oki, Ende der 80er habe ich noch in der Grundschule in den Pausen das schuleigene Kohlrabifeld bestellt und somit ist wohl diese Erfahrung an mir vorbei gegangen.

Wenn ich Dich recht verstehe, würde es sich immer noch lohnen mit genug Engagement, Geld und Ehrgeiz im Rücken den Rechtsweg zu beschneiden, auch wenn der Ausgang wegen dem nicht vorhandenem System der "Präzedenzurteile" eher fraglich erscheint.

Grüße,
DB - Der Birki
"Und Sie wundern sich noch, dass wir Bomben unter den Arsch gelegt bekommen?
Wann fangen Sie sich an zu fragen, warum wir nur so wenig Bomben unter den Arsch gelegt bekommen?!?" Volker Pispers"
#85

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf DB Der Birki, Beitrag #84

>Wenn ich Dich recht verstehe,

Zum Verstehen hilft es den ganzen Text zu lesen.

[small]ARD - Bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe[/small]
#86

RE: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz

Antwort auf fabred, Beitrag #78

Hallo,

>Französische Hersteller und Anbieter von DVDs fürchten unabsehbare wirtschaftliche
>Folgen, sollte das Urteil zur Präzedenzentscheidung avancieren. Jean-Yves Mirski,
>Generalsekretär der französischen Videoanbieter-Vereinigung SEV mahnt jedoch zur
>Besonnenheit. Man werde das Urteil ausgiebig prüfen und rechtliche Schritte erwägen.

Das finde ich mal wieder mehr als lächerlich.
Zum einen sind Kauf-DVDs imho in Frankreich normalerweise immer bestimmt 5 Euro teurer als beispielsweise in Deutschland (zb der erwähnte Mulholland Drive 8,97 Euro bei amazon.de, 19,81 Euro bei amazon.fr), so dass es sicherlich noch Potential gibt, durch Preissenkungen neue Kunden zu gewinnen.
Zum anderen kassieren die französischen DVD-Anbieter auch schon über die SACEM, dem französischen Pendant zur GEMA, die komplett überhöhte Urheberrechtsabgabe von ca. 1,50 Euro pro aufnehmbarer DVD, was zur Folge hat, dass eine 10er Packung DVD+R z.B. im "offiziellen" Handel nicht unter 30 Euro (!) zu haben ist.

Viele Grüsse
Volker
#87

UK: Urheberrecht auf

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Hallo!

Keine aktuelle Meldung, aber heute in der Mailingliste Inetbib aufgetaucht:

Aufgepasst liebe Musiker. Solltet Ihr einmal aus Versehen oder als
Gag ein paar Minuten Stille auf Eurem Tontraeger haben, koennte
es sein, das Ihr bald Besuch von netten Anwaelten bekommt. Denn
die "Stille" hat John Cage bzw. sein Musikverlag gepachtet. Auch
wenn diese "neue" Stille nur eine Minute lang ist und nicht "4'33"...
Die eine Minute Stille,
die Mike Batt auf ein von ihm produziertes Album einsetzte, war
eigentlich als ein kleiner Scherz gedacht. Jetzt soll er gerade dafür
einem anderen Komponisten Tantiemen zahlen. [...] Beschwert hat
sich der Musikverlag des 1992 verstorbenen amerikanischen
Minimalisten John Cage. Er komponierte 1952 ein Stück mit dem
Namen "4'33", das aus vier Minuten und 33 Sekunden Stille
besteht. [...] Ob auch "A One Minute Silence" seine eigene Idee
war, soll am Mittwoch entschieden werden. Dafür werden beide
Versionen nacheinander im Baden Powell House in London
vorgetragen und verglichen. [...] "Ich habe seine Stille nicht
kopiert", sagt Batt. "Ich behaupte, meine Stille ist die wahre Stille."


mehr: http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,205627,00.html

Gruß,
Frank
#88

Copyright retten oder abschaffen?

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

*bump*, da ich einen mMn guten Text gelesen habe: Copyright retten oder abschaffen?


BTW:
> 2006: Die Musikindustrie bringt ein neues Tonträgerformat heraus: Die "Smart CD".
> Sie benötigt spezielle Abspielgeräte mit Internet-Anschluß. Die Smart-CDs lassen sich
> nur abspielen, nachdem vorher eine Lizenz über das Internet gekauft wurde. Lizenzen
> gibt es nur noch temporär, es ist nicht mehr möglich, ein Musikstück "für immer" zu
> erwerben.

Die Vorhersage war ja schon mal gut. Sowas gibt es ja.
#89

Kopierschutz jetzt auch bei Fahrgeschäften...

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Beitragsbild


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Bone
"Fright Light Flashlight"
#90

Apple will Kopierschutz abschaffen

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Apple "aus vollem Herzen" gegen Kopierschutz

Apple-Chef Steve Jobs hat sich in einem Appell an die vier größten Plattenfirmen dafür ausgesprochen, im Internet auf einen Kopierschutz zu verzichten, damit online gekaufte Musikstücke ohne Probleme auf allen mobilen Geräten abgespielt werden können. Apple, das mit iTunes selbst über ein Internet-Angebot für den Verkauf von Musiktiteln verfügt, wolle die Streichung des Kopierschutzes "aus vollem Herzen" unterstützen.

Die Anti-Piraterie-Systeme der gängigen Onlineshops könnten illegales Kopieren ohnehin nicht verhindern, schrieb Jobs in einem Essay auf der Website von Apple. Außerdem verkaufe die Musikindustrie den Großteil ihrer Produkte ohne Kopierschutz auf CD. Weniger als zwei Milliarden kopiergeschützte Lieder seien im vergangenen Jahr weltweit verkauft worden. Die Zahl der nicht kopiergeschützten Lieder auf verkauften CDs habe jedoch bei über 20 Milliarden gelegen. "Diejenigen, die mit der gegenwärtigen Lage nicht glücklich sind, sollten ihre Energie darauf neu ausrichten, ihre Musik Kopierschutz-frei zu verkaufen", betonte Jobs.
Kopierschutz nur auf Verlangen

Jobs reagierte damit auf die anhaltende Kritik von Verbraucherschützern an dem im iTunes Store eingesetzten Kopierschutzsystem "Fairplay". So geschützte Songs können mobil nur auf einem iPod von Apple abgespielt werden. Apple müsse die Musik schützen, da insbesondere die "Großen Vier" der Musikindustrie - Universal, Sony BMG, Warner und EMI - dies in ihren Lizenzbestimmungen für den Online-Vertrieb verlangten.

Jobs lehnte es zugleich ab, den Apple-Kopierschutz an andere Hersteller von Musikplayern zu lizenzieren. Wenn Apple die Betriebsgeheimnisse rund um "Fairplay" mit anderen Firmen teile, würden diese Geheimnisse schnell im Internet landen und die Technologie völlig außer Kraft setzen.

Der deutsche Phonoverband kritisierte den Vorstoß von Jobs als "durchsichtig" und "scheinheilig". "Apple versucht, seine Probleme mit dem eigenen Kopierschutz zum Problem der Musikindustrie zu machen", sagte Michael Haentjes, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, in Berlin. Für Apple sei die Strategie, ein für andere Anbieter geschlossenes DRM-System einzusetzen, der Schlüssel zum Erfolg gewesen.

Quelle: tagesschau.de
#91

Kunden wollen Kopierschutz abschaffen

Antwort auf BerndDasBrot, Beitrag #90

Letzte Bearbeitung am 07-Feb-07 um 18:41 Uhr ()
Netter Marketing-Gag, aber ohne praktische Relevanz.
Die Contentanbieter werden auch weiterhin glauben, dass sich mit Technik, Lobbyarbeit und Anwälten ihre Probleme lösen lassen. Die digitale Datenmüll verkauft sich ja auch so zu Spitzenpreisen und an Interoperabilitaet ist man ja eigentlich auch nicht so sehr interessiert.
#92

RE: Kunden wollen Kopierschutz abschaffen

Antwort auf Boris, Beitrag #91

>Netter Marketing-Gag, aber ohne praktische Relevanz.

Vorallem wenn man jetzt erfährt, dass bei iTunes Songs mit DRM verkauft werden, die es anderswo legal(!) ohne DRM gibt. (Quelle)

Immerhin hat Jobs damit eine Diskussion ins Rollen gebracht, die vielleicht sogar zu etwas führt.


Das alternative Wasserzeichen-Modell finde ich zwar eigentlich fair, aber auch riskant. Spätestens wenn die die ersten Dateien von geklauten Notebooks, gekaperten Rechnern, etc. ins Netz gestellt werden.
#93

Musikdownloads wohl bald kostenlos

Antwort auf Boris, Beitrag #92

Die großen Musikkonzerne könnten ihre Musik bald kostenlos im Internet anbieten. Das haben Branchenvertreter in den vergangenen Tagen auf der Branchenmesse Midem im französischen Cannes angedeutet. Der internationale Musikverband IFPI spricht von einem "experimentellen Jahr".

Von Anette Dowideit in New York

Kostenlose Downloads ohne Kopierschutz kämen einem Quantensprung für die Musikindustrie gleich. Bisher versuchten die großen Konzerne wie Sony BMG oder EMI, mit aufwendigem Kopierschutz den Tausch von digitaler Musik zu verhindern.

Nun stehe ein Strategiewechsel bevor, sagte Rob Glaser, Chef der Internetfirma RealNetworks: "Es wird in einem bis fünf Jahren soweit sein, aber wohl eher schon in einem bis zwei Jahren." RealNetworks verkauft auf seiner Plattform Rhapsody digitale Musik mit Kopierschutz. Glaser sagte, er habe von den Plänen in Gesprächen mit Konzernmanagern erfahren.
Click here to find out more!

Tatsächlich gibt es in mehreren Ländern schon Experimente mit kostenlosen Angeboten. Der Schlüssel zum Erfolg sollen werbefinanzierte Downloads sein. In den USA können Studenten sich seit Montag auf dem Portal Ruckus registrieren und sich dort kostenlos Musik herunterladen. Im Gegenzug sehen sie Werbeanzeigen auf der Seite. Ruckus hat alle großen Musikunternehmen für sein Projekt gewonnen und bietet Musik von Künstlern wie Eminem oder Beyoncé Knowles an. Allerdings können die Stücke nur auf dem heimischen Computer gehört und nicht auf den MP3-Spieler übertragen werden.

Mehrere Firmen haben sich außerdem mit großen Internetportalen zusammengeschlossen. So hat Yahoo 2006 vereinzelt Stücke bekannter Künstler wie Norah Jones und Jessica Simpson zum kostenlosen Download angeboten. Nun haben sich Sony BMG und EMI bereit erklärt, weitere Stücke für diesen Testlauf freizugeben. Das kündigte Yahoo-Musikmanager David Goldberg in Cannes an.

In China, wo 90 Prozent des Musikmarktes aus illegalen Downloads bestehen, hat EMI eine Vereinbarung mit dem Suchmaschinenbetreiber Baidu.com getroffen: Dort gibt es bereits Musik des Konzerns als kostenloses Internetradio. Derzeit entwickeln beide Unternehmen gemeinsam Strategien, um Werbekunden für die Idee kostenloser Downloads zu gewinnen.

Schon heute bieten weltweit kleine, unabhängige Musikverlage häufig kostenlose Downloads ohne Kopierschutz an. Die Nutzer können diese ohne Begrenzung auf ihre MP3-Spieler laden oder sie per E-Mail verschicken. Für die kleinen Verlage liegt darin die Chance, ihre Musik bekannter zu machen.

Die großen Musikkonzerne bestätigen die Pläne nicht. Die Verkaufszahlen der vergangenen Jahre deuten jedoch darauf hin, dass neue Vertriebskonzepte dringend gebraucht werden. So befindet sich etwa die deutsche Musikindustrie seit sieben Jahren im Sinkflug. 1999 setzte sie noch 2,6 Mrd. Euro um, 2006 nur noch 1,7 Mrd. Euro.

Auch weltweit gingen die Umsätze der Musikkonzerne im vergangenen Jahr zurück, berichtete der internationale Musikverband IFPI vergangene Woche. Internet-Downloads haben es trotz der starken Verbreitung von Portalen wie Apples iTunes kaum geschafft, den Abwärtstrend zu stoppen.

IFPI-Vorsitzender John Kennedy erwartet daher, dass es sehr bald Musikangebote ohne Kopierschutz geben wird: "Alle großen Studios müssen sich erst klar werden, welche Vor- und Nachteile kostenlose Downloads ohne Kopierschutz haben. Aber ich glaube, dies wird ein experimentelles Jahr."

Quelle: Die Zeit
#94

Auch mal Musi empfehlen wollen...

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 19-Feb-07 um 09:46 Uhr ()
Einfach mal unter "Media/Video" den Clip runterladen.

Ein geiles Trüppchen was ich persönlich kenne und wärmstens als

Dirty Rock empfehlen kann.

Auf Meinungen gespannt!

Gruß, Andreas Walter.

"Wer im Glashaus sitzt, hat eine Sitzgelegenheit!"
#95

Copy kills Bauern

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Ja, kein Scherz. Hier wird dem "gemeinem Raubkopierer" die Schuld für die schlechten Absätze der Bauern in die Schuhe geschoben.
Angeblich sollen aufgrund von P2P und Raubkopieren weniger Leute ins Kino gehen und somit wird weniger Popcorn verkauft, was wiederum für die schlechten Verkaufszahlen von Mais in letzter Zeit verantwortlich sein soll...

Seeehr an den Haaren herbeigezogen, finde ich. Zumal Bienensterben und Umwelteinflüsse quasi ignoriert werden...

[hr noshade size="1" color="E96A1C"]Tobi | Updated: ThemenParX.de
Der Forenstaubsauger mit seidenem Halbwissen
#96

RE: Copy kills Music... nee die Musik ist schon Tot

Antwort auf Nostra, Beitrag #1

Jetzt gerade als top news bei yahoo:
Why New Music Doesn't Sound As Good As It Did
Dazu noch ein youtube Filmchen The Loudness War

Und der sehr schöne "over the limit" Artikel
http://moozeek.de/mirrors/articles/over_the_limit.htm

Also viele heutige CDs haben kaputte Musik, vieleicht damit man daraus kleinere mp3s machen kann? Und warum CDs kaufen wenn man die gleiche schlechte Qualität bekommt wenn man sich mp3s saugt?

So liebe Musikindustrie, niemand will den über(s)teuerten Dreck kaufen!
Georges
#97

RE: Copy kills Music... nee die Musik ist schon Tot

Antwort auf Georges, Beitrag #96

Da gab es letztens auch eine Diskussion im Chat, da lobte jemand sein Compressor-Plugin für Winamp, dass dadurch die Musik "besser" klingt. Genau dieses Problem wird dabei angesprochen.

Und wenn ich dann noch die ganzen Scherzbolde sehe, die ihren Equalizer auf "Badewanne" (danke, Tim!) gestellt haben...

Ich denke, Tonqualität bzw. Empfinden selbiger geht den gleichen Weg wie der Geschmack bei Lebensmitteln. Einem Kind schmeckt für gewöhnlich künstliches Erdbeeraroma (z.B. in Marmelade) besser als eine echte Erdbeere. Das kam sogar vor einiger Zeit mal bei Stern TV.

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