Tier- und Freizeitpark Thüle

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Tier- und Freizeitpark Thüle

Artikel aus der Münsterländischen Tageszeitung

Sechs Hektar neue Flächen – Einrichtung soll behutsam erweitert werden – „Airboot“ weitere Attraktion

Grothaus: Auf Anlieger Rücksicht nehmen






Von Hermann Huge

Thüle – Die politischen Weichen für die „große Lösung“ bei der Erweiterung des Tierparks Thüle haben Friesoythes Kommunalpolitiker Ende Januar mit ihrem einstimmigen Votum im Fachausschuss gestellt, und der notwendige Bebauungsplan soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden (die MT berichtete). Tierpark-Besitzer Alfred Grothaus betrachtet diese Entwicklung mit Zufriedenheit, denn: „Dafür haben wir auch einiges getan“, verrät er mit Blick auf viele vorbereitende Gespräche.

Als Freifahrtschein für ungehemmtes Wachstum betrachtet der Thüler das positive Votum der Politik aber nicht. Auch wenn vieles möglich sei auf den inzwischen erworbenen Flächen, will er nach eigenem Bekunden insbesondere Rücksicht auf die angrenzende Wohnbebauung nehmen und „uns bei der Erweiterung eher noch zurücknehmen“.

Rund zehn Hektar umfasst das Areal des 1965 vom Vater gegründeten Tierparks jetzt, weitere sechs Hektar können in den nächsten Jahren noch hinzukommen. Das Land habe er von Thüler Grundstücksbesitzern erworben, so Grothaus, der sich über deren „Bereitschaft zur Zusammenarbeit“ freut. „Das hätten sie nicht müssen.“

Mit dem Ankauf habe er den Tierpark „langfristig in der Fläche sichern“ wollen. In einem Immissionsgutachten sei festgehalten, „was wir dort machen können“. Ausreizen wolle er diese Möglichkeiten aber nicht. Gerade in Richtung der Wohnbebauung lasse sich wohl nur eine eingeschränkte Tierhaltung realisieren. Das heißt: Dort sollen nur Tiere untergebracht werden, die „kaum Lärm und keine Gerüche verbreiten“. Um einen zusätzlichen Schutz vor Belästigungen zu gewährleisten, sollen auch Wälle aufgeschichtet werden. Durch die Verlagerung von Gehegen erhält der „an seine Grenzen angelangte“ Park in anderen Bereichen Platz für weitere Freizeiteinrichtungen.

Geht es nach Grothaus, soll sich der Tierpark langsam entwickeln , entsprechend des Besucherzuspruchs. Mit Hilfe von Fremdkapital „kräftig reinhauen“ wolle er nicht.
Dennoch wird es auch in Zukunft wohl weitere Neuerungen geben. „Die Besucher erwarten eigentlich jedes Jahr etwas Neues“, weiß der Tierpark-Besitzer und trägt diesen Erwartungen weitgehend Rechnung. So dürfen sich insbesondere die Kinder in der am 1. März anlaufenden neuen Saison auf ein so genanntes Airboot-Karussell freuen. Die Arbeiten dafür sind in vollem Gang, und der Probelauf ist längst zur Zufriedenheit ausgefallen.

Da der Tierpark für Grothaus nur zu einem Drittel Freizeitpark und zu zwei Dritteln immer noch ein Zoo ist, sind auch weitere Investitionen im Tierbereich geplant. Dabei haben die guten Erfahrungen mit der Brücke übers Affengehege („Das war für uns ein Glücksgriff.“) Pate gestanden. So ist als nächstes geplant, für die Kängurus ein rund 3000 Quadratmeter großes Gehege zu schaffen, das für die Besucher begehbar sein soll. Diese Idee soll aus Sicht des Tierpark-Besitzers wegweisend sein: „Wir wollen möglichst nur noch Gehege schaffen, in denen die Besucher Kontakt zu den Tieren haben.“ Derzeit zählt die Thüler Einrichtung rund 250 Tiere aus 40 bis 50 Arten.

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JUK´s Anm.: Bei der neuen Attraktion (auf dem Foto zu sehen) handelt es sich um "Airboat" aus der ASR-Reihe von Huss



Jens Uwe Kupka
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