Klage gegen Event-Park zurückgezogen
Markkleebergs OBM lenkt im Streit um Freizeitpark ein
Verzicht auf Großbühne wird vertraglich geregelt, Klage zurückgezogen
Der Familien- und Freizeitpark zwischen dem Cospudener See und der künftigen A 38 hat eine weitere Hürde genommen. Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose teilte gestern auf LVZ-Anfrage mit, dass er seinem Stadtrat nunmehr empfehlen will, sich mit dem Zweckverband "Neue Harth" gütlich zu einigen. Zudem soll Markkleeberg die Klage gegen die Aufnahme des Parks in den Braunkohleplan fallen lassen.
Eine Vereinbarung mit dem Verband soll Markkleebergs Rechte sichern. In ihr sei festgelegt, dass der Verband die Auflagen des Raumordnungsverfahrens auch verbindlich einhält, erläuterte Klose. Im Einzelnen bedeutet dies:
* Verzicht auf eine Großbühne;
* ein eigener Autobahnanschluss bis zum Endausbau;
* Ersatzaufforstungen möglichst in der Region;
* ein großer Landschaftsverbund von mindestens 200 Metern Breite am Südwestufer des Cospudener Sees;
eine in sich geschlossene Park-Wasserfläche ohne Auswirkungen auf den See.
"Man ist uns entgegengekommen", erklärte OBMKlose zu den jetzt vertraglich abgesicherten Aussagen. "Damit steht einer gutnachbarlichen Vereinbarung nichts im Wege. Ich denke, damit können wir auch unsere Klage zurücknehmen." Er werde seinen Vorschlag jetzt den Fraktionen des Markkleeberger Stadtrates ans Herz legen. Am 21. Februar fällt dort die Entscheidung.
Herbert Ehme, Bürgermeister von Zwenkau und Verbandsvorsitzender der "Neuen Harth", bewertete Kloses Worte als positives Signal. "Die Klage gegen den Braunkohleplan hätte die weitere Tagebausanierung der gesamten Region gehemmt."
Leipzigs Planungschef Engelbert Lütke Daldrup meinte: "Damit wäre die Kuh vom Eis." Der Verband habe Markkleeberg vor kurzem ein neues Lärmgutachten überreicht. "Daraus ist ersichtlich, dass die Geräusche ohne die Großbühne weit unter den Grenzwerten liegen, die Stadt praktisch nicht betroffen ist." In Gesprächen mit Klose seien zudem alle Fragen ausführlich besprochen worden. Jetzt seien die Antworten auch schriftlich fixiert worden, um endgültig Zweifel auszuräumen.
Aufatmen auch bei den Planern des Familien- und Freizeitparks. Geschäftsführer Rüdiger Renno: "Die Klage Markkleebergs war nicht auf die leichte Schulter zu nehmen." Er sei froh, wenn die Ängste vor dem Park durch die Umsetzung der Auflagen des Raumordnungsverfahrens nunmehr genommen werden könnten.
Die Bürgerinitiative gegen den Event Park bleibt hingegen bei ihrem Nein. Gertraud Winkler: "Gutachten sind reine Theorie. Die Praxis zeigt, dass jeder noch so leise Ton über den See zu uns getragen wird." Außerdem sei die Initiative ja auch "gegen die Umweltzerstörung und Entwertung der Region".
In dem Freizeitpark sollen in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Mark investiert und 200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Eröffnung soll im Frühjahr 2002 sein.
J. ter Vehn
© Leipziger Volkszeitung Online vom 06.02.01
Jens Uwe Kupka
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Verzicht auf Großbühne wird vertraglich geregelt, Klage zurückgezogen
Der Familien- und Freizeitpark zwischen dem Cospudener See und der künftigen A 38 hat eine weitere Hürde genommen. Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose teilte gestern auf LVZ-Anfrage mit, dass er seinem Stadtrat nunmehr empfehlen will, sich mit dem Zweckverband "Neue Harth" gütlich zu einigen. Zudem soll Markkleeberg die Klage gegen die Aufnahme des Parks in den Braunkohleplan fallen lassen.
Eine Vereinbarung mit dem Verband soll Markkleebergs Rechte sichern. In ihr sei festgelegt, dass der Verband die Auflagen des Raumordnungsverfahrens auch verbindlich einhält, erläuterte Klose. Im Einzelnen bedeutet dies:
* Verzicht auf eine Großbühne;
* ein eigener Autobahnanschluss bis zum Endausbau;
* Ersatzaufforstungen möglichst in der Region;
* ein großer Landschaftsverbund von mindestens 200 Metern Breite am Südwestufer des Cospudener Sees;
eine in sich geschlossene Park-Wasserfläche ohne Auswirkungen auf den See.
"Man ist uns entgegengekommen", erklärte OBMKlose zu den jetzt vertraglich abgesicherten Aussagen. "Damit steht einer gutnachbarlichen Vereinbarung nichts im Wege. Ich denke, damit können wir auch unsere Klage zurücknehmen." Er werde seinen Vorschlag jetzt den Fraktionen des Markkleeberger Stadtrates ans Herz legen. Am 21. Februar fällt dort die Entscheidung.
Herbert Ehme, Bürgermeister von Zwenkau und Verbandsvorsitzender der "Neuen Harth", bewertete Kloses Worte als positives Signal. "Die Klage gegen den Braunkohleplan hätte die weitere Tagebausanierung der gesamten Region gehemmt."
Leipzigs Planungschef Engelbert Lütke Daldrup meinte: "Damit wäre die Kuh vom Eis." Der Verband habe Markkleeberg vor kurzem ein neues Lärmgutachten überreicht. "Daraus ist ersichtlich, dass die Geräusche ohne die Großbühne weit unter den Grenzwerten liegen, die Stadt praktisch nicht betroffen ist." In Gesprächen mit Klose seien zudem alle Fragen ausführlich besprochen worden. Jetzt seien die Antworten auch schriftlich fixiert worden, um endgültig Zweifel auszuräumen.
Aufatmen auch bei den Planern des Familien- und Freizeitparks. Geschäftsführer Rüdiger Renno: "Die Klage Markkleebergs war nicht auf die leichte Schulter zu nehmen." Er sei froh, wenn die Ängste vor dem Park durch die Umsetzung der Auflagen des Raumordnungsverfahrens nunmehr genommen werden könnten.
Die Bürgerinitiative gegen den Event Park bleibt hingegen bei ihrem Nein. Gertraud Winkler: "Gutachten sind reine Theorie. Die Praxis zeigt, dass jeder noch so leise Ton über den See zu uns getragen wird." Außerdem sei die Initiative ja auch "gegen die Umweltzerstörung und Entwertung der Region".
In dem Freizeitpark sollen in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Mark investiert und 200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Eröffnung soll im Frühjahr 2002 sein.
J. ter Vehn
© Leipziger Volkszeitung Online vom 06.02.01
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