Artikel Legoland

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Artikel Legoland

Aus Augsburger Allgemeine 25. 01. 2001

Volle Segel Richtung Legoland

Bauausschuss stimmt vier von sieben Teilbereichen des künftigen Freizeitparks zu

Günzburg (ul). Das Münster in Ulm kriegt in Legoland keinen Platz, die Günzburger Frauenkirche auch nicht. Die Besucher spazieren dafür am Reichstagsgebäude von Berlin und am Petersdom von Rom vorbei. Maßstabgetreu (1:20) stellen Lego- Designer ihre Objekte nach, erfuhr der Bauausschuss des Stadtrates am Mittwoch, und verbauen dazu 50 Millionen Legoklötzchen. Mit vollen Segeln Richtung Legoland, hieß es im Rathaus, als Stadtbaumeister Carl- Heinz Wopperer und OB Dr. Rudolf Köppler vier von sieben Teilbereichen des Freizeitparks erläuterten. Sie segnete der Bauausschuss nach kurzer Aussprache ab. "Wir von der FWG Günzburg werden alles dransetzen, damit der Freizeitpark pünktlich im nächsten Jahr seine Tore öffnet", begründete Anton Gollmitzer seine Zustimmung. Klappe es nicht, "wollen wir keine Schuld haben." Ähnlich die Stimmung in den übrigen Fraktionen. Ohne die Details zu kennen, ermächtigten sie den OB, für die Teilbereiche Miniland, Town, Castle und Imagination das städtische Plazet zu geben.
In "Miniland" (vorläufiger Titel) zeigt der Freizeitpark- Betreiber berühmte Bauten aus Berlin und Frankfurt, macht einen Abstecher in die Niederlande, Schweiz und nach, Italien und entführt Jung und Alt zu einem Hafen und einem Flughafen. Stadtrat Kurt Böhm hätte in die Gruppe der Sehenswürdigkeiten auch den Günzburger Marktplatz und die Frauenkirche aufgenommen: "Das wäre die beste Empfehlung an die Besucher zu einem Besuch der Stadt." Damit wird es nichts, verwies Köppler auf den Umstand: "Hier ist auch kein Platz für den größten Kirchturm der Welt, das Ulmer Münster." Da die Legoland- Besucher auf Wegen entlang von seichten Wasserläufen und Wasserbecken flanieren, bat Carsten Schultz-Ninow die Fachleute, ein Umlaufverfahren zu prüfen ­ "damit sich der Wasserverbrauch in Grenzen hält".
Teilbereich "Town" weist eine Gaststätte mit Freischank, Erste-Hilfe-Station, Mitarbeiterkantine, Eis- Kiosk und Verkaufsstätte aus. An anderer Stelle schaut der Besucher bei der Produktion von Lego-Bausteinen und Modellen zu. Ein kleiner Kinosaal vermittelt vierdimensionale Eindrücke. Ein Sturm knickt dann nicht nur auf der Leinwand Bäume um, er pfeift auch dem Besucher direkt um die Ohren.
Einige Schritte weiter der Sektor "Castle". In die mittelalterliche Burganlage integrieren die Parkgestalter ein modernes Fahrgeschäft, außerdem gibt es eine kleine Showbühne, einen Verkaufs- und einen Imbiss-Stand. Das Fahrgeschäft "Ritterturnier" rundet diesen Komplex ab. Etwa 1200 Zuschauer passen auf die Tribünen bei der Theaterbühne im Teilbereich "Imagination", wo auch ein Restaurant mit Spielzimmer vorgesehen ist.
Nach diesem ideellen Rundgang durch vier der sieben Kernstücke des Freizeitparks war es für Dr. Thomas Ermer klar: "Legoland verspricht nicht zu viel, das Günzburger Legoland wird kein Vergnügungspark üblicher Art."

JUK
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