Panorama Park
Nicht unbedingt was neues, aber was zum Schmunzeln ;-)
Vater und Sohn gemeinsam auf Diebestour
Von Werner Riedel Grevenbrück. (WP) Einmütig teilten gestern Vater und Sohn die Anklagebank des Amtsgerichts. Wegen besonders schweren gemeinschaftlichen Diebstahls und Fahrens unter Alkohol hatten sich die beiden Langfinger zu verantworten.
Gegen 1 Uhr hatte sich Ende Mai das Duo vom Rhein-Weser-Turm, wo man angeblich das verloren gegangene Handy des Juniors suchte, auf den Heimweg gemacht. Weil man während der "Suche" alkoholischen Getränken mächtig zugesprochen hatte, steuerte der Papa den VW-Pritschenwagen über den Schleichweg entlang des Panorama-Parks gen Heimat.
Beim Vorbeifahren am Freizeitpark, wo der Vater früher 10 Jahre lang gearbeitet hatte, sei ihnen ein sperrangelweites Tor zur parkeigenen Deponie aufgefallen: "Dieser Anblick war für uns viel zu verlockend", so der Filius. Man habe gehofft, dort auf Alteisen oder Schrott zu stoßen. Stattdessen erbeutete das diebische Gespann insgesamt 80 leere Bierkästen.
Zweimal musste man nach der Deponierung der ersten Ladung in der heimischen Garage an den Tatort zurückkehren, um das gesamte Leergut fortschaffen zu können. Der Papa immerhin mit 1,34 Promille am Steuer. "Wir kriegten den Hals nicht voll", so der Sohn. "Wir geben alles zu, aber das Tor-Schloss haben wir nicht aufgebrochen", beteuerte das Gespann. Warum sie denn auch ein Parkschild hatten mitgehen lassen, wollte Richter Poetsch wissen. "Das lag im Weg und war aus Alu", so der Senior. Und den Weihnachtsbaum-Einnetzrichter hatte er vier Wochen zuvor auch nur geklaut, weil der da an der Böschung lag: "Bevor dat da rumflattert, nimm´set mit", so das löbliche Motiv des Papas.
Während der Sohnemann damals den Polizisten, die von Nachbarn alarmiert wurden und das Diebespaar auf frischer Tat ertappten, erklären wollte, das ganze Leergut stamme von einer Party, am Vortag, öffnete sein Erzeuger bereitwillig das Garagentor: "Warum denn nicht, die Sache war für mich gelaufen."
Der Bauhelfer, der inzwischen "diesem Verein für Antialkoholiker" beigetreten ist, dem er auch nach Wiedererlangung des noch weitere 6 Monate eingezogenen Führerscheins die Treue halten möchte, wurde zu einer Geldstrafe von 2400 Mark verurteilt, sein mehrfach vorbestrafter Filius - der damals stolze 2,21 Promille "drin" hatte, muss 1200 Mark zahlen.
JUK
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Vater und Sohn gemeinsam auf Diebestour
Von Werner Riedel Grevenbrück. (WP) Einmütig teilten gestern Vater und Sohn die Anklagebank des Amtsgerichts. Wegen besonders schweren gemeinschaftlichen Diebstahls und Fahrens unter Alkohol hatten sich die beiden Langfinger zu verantworten.
Gegen 1 Uhr hatte sich Ende Mai das Duo vom Rhein-Weser-Turm, wo man angeblich das verloren gegangene Handy des Juniors suchte, auf den Heimweg gemacht. Weil man während der "Suche" alkoholischen Getränken mächtig zugesprochen hatte, steuerte der Papa den VW-Pritschenwagen über den Schleichweg entlang des Panorama-Parks gen Heimat.
Beim Vorbeifahren am Freizeitpark, wo der Vater früher 10 Jahre lang gearbeitet hatte, sei ihnen ein sperrangelweites Tor zur parkeigenen Deponie aufgefallen: "Dieser Anblick war für uns viel zu verlockend", so der Filius. Man habe gehofft, dort auf Alteisen oder Schrott zu stoßen. Stattdessen erbeutete das diebische Gespann insgesamt 80 leere Bierkästen.
Zweimal musste man nach der Deponierung der ersten Ladung in der heimischen Garage an den Tatort zurückkehren, um das gesamte Leergut fortschaffen zu können. Der Papa immerhin mit 1,34 Promille am Steuer. "Wir kriegten den Hals nicht voll", so der Sohn. "Wir geben alles zu, aber das Tor-Schloss haben wir nicht aufgebrochen", beteuerte das Gespann. Warum sie denn auch ein Parkschild hatten mitgehen lassen, wollte Richter Poetsch wissen. "Das lag im Weg und war aus Alu", so der Senior. Und den Weihnachtsbaum-Einnetzrichter hatte er vier Wochen zuvor auch nur geklaut, weil der da an der Böschung lag: "Bevor dat da rumflattert, nimm´set mit", so das löbliche Motiv des Papas.
Während der Sohnemann damals den Polizisten, die von Nachbarn alarmiert wurden und das Diebespaar auf frischer Tat ertappten, erklären wollte, das ganze Leergut stamme von einer Party, am Vortag, öffnete sein Erzeuger bereitwillig das Garagentor: "Warum denn nicht, die Sache war für mich gelaufen."
Der Bauhelfer, der inzwischen "diesem Verein für Antialkoholiker" beigetreten ist, dem er auch nach Wiedererlangung des noch weitere 6 Monate eingezogenen Führerscheins die Treue halten möchte, wurde zu einer Geldstrafe von 2400 Mark verurteilt, sein mehrfach vorbestrafter Filius - der damals stolze 2,21 Promille "drin" hatte, muss 1200 Mark zahlen.
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