Gestern Nacht, im RTl Nachtjournal, kam ein Bericht über eine neue Werbeaktion der US Armee. Sie stellen ein interaktives Schlachtfeld für Kinder zu Verfügung. Damit Kinder lernen wie toll es ist Krieg zu spielen und bei der Armee zu sein. Das Alter sollte beschränkt sein für Jugendliche ab 14 Jahren. Jedoch sah man und dies wurde im Bericht erwähnt das auch viel jüngere Kinder rumballern durften. Die Kinder fanden die Attraktion klasse. Zudem wurden alle Daten der Kinder gespeichert um sie später an Hand dieser Daten besser rekrutieren zu können
Meine Persönliche Meinung ist, dass hier der Spaß aufhört. Krieg ist nun mal kein Spiel und mit einem Kriegsspiel Kids zu animieren in die Armee einzu treten halte ich schon für sehr seltsam. Das dies noch von eienm Freizeitpark unterstützt wird und sogar als Attraktion beworben wird, gibt mir kein gutes Gefühl. Ein Freizeitpark soll Fun und Action vermitteln OK, aber Lust auf Kriege machen da hört für mich der Spaß auf. Würde das huier in Deutschland passsieren, ich gestehe, ich würde diesen Park ab sofort meiden.
>Zudem wurden alle Daten der Kinder gespeichert um sie später an Hand dieser Daten >besser rekrutieren zu können
Ist ja fast so schlimm wie Payback. :+
Ne ganz ehrlich sowas hat in einem Freizeitpark nichts zu suchen. Mich hat es bei Sea World schon tierisch genervt (wie passend), dass man dazu aufgefordert wurde den Soldaten vor jeder Show seine Anerkennung zeigen zu müssen.
Das ist ja wohl unmöglich. Da kriege ich einen großen Brechreiz, der sich kaum unterdrücken lässt. Fernsehclips? Sehr gut. Zeitungsanzeigen? Warum nicht. In der Shopping-Mall Jugendliche ansprechen, meinetwegen. In der Middle-School, wenn es sein muss. In der High-School, auch noch in Ordnung. Am College, kann man drüber streiten. In den Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit Jugendlichen ein Stipendium anbieten? Netter Zug. Vor der Kirche, naja, muss nicht sein. Am Strand, ich weiß ja nicht so recht. Abends beim vorm Burger-Bräter? Find ich schon grenzwertig. In der Disco? Sehr bedenklich! Aber in einem Freizeitpark?!DAS geht nun wirklich nicht...
Stichwort: Zielgruppenorientiertes Marketing.
Nächstes Projekt: Mardi Grass und Springbreak infiltrieren!
Letztes Jahr auf der Star Wars Celebration in London war auch die Armee vertreten. In deren Bereich gab es u.a. einen (Kriegs-)Simulator und einen brutalen Hüpfburg-Survival-Parcours für Kinder. Die einzigen Besucher die es aufgeregt hat, kamen aus Deutschland. Für die Briten war es scheinbar ganz normal, dass das Militär bei einer solchen Großveranstaltung vertreten ist. In anderen Ländern hat die Armee nunmal einen anderen Stellenwert als in Deutschland. Das muss uns nicht gefallen, aber den Untergang des Abendlandes sehe ich deswegen nicht.
Und wie sieht es mit den Bundeslands-Tagen und ähnlichen Veranstaltungen bei uns aus? Da ist auch immer die Bundeswehr dabei, teilweise mit Modellspielzeug, teilweise mit echtem Gerät und wirbt...
Finde ich absolut bedenklich! Wer aber schon länger in den USA war der sieht, das die Armee dort einen ganz anderen Stellenwert hat, ebenso der Patriotismus. Das kann (und will) man als Europäer gar nicht richtig verstehen.
Moin moin, lohnt vermutlich nicht dafür einen neuen Thread aufzumachen, da es irgendwie in diesen hier passt. (wenn natürlich auch als Protest gegen die Army gemeint)
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