So muss sich ein Rennfahrer fühlen - und so werden sich auch die Besucher des Nürburgrings fühlen, wenn das spektakuläre Fahrgeschäft, im Fachjargon "Coaster" genannt, die Gäste auf 217 km/h katapultiert. Zum Vergleich: Ein Formel-1-Bolide schafft dies nicht in 2,5 Sekunden, sondern braucht aus dem Stand fast doppelt so lange.
Direkt entlang der Start- und Zielgeraden des Nürburgrings wird diese Fahrt zum einmaligen, echten und nachhaltigen Erlebnis. Nirgendwo auf der Welt können sich Fahrgäste direkt neben einer Rennstrecke auf solche Geschwindigkeiten schießen lassen. Nach dem Einstieg der Passagiere, der in einem Bahnhof in der neuen Indoor-Attraction erfolgt, steuert der Coaster parallel zur Start- und Ziellinie auf der realen Grand-Prix-Strecke seinen Startpunkt an. Der Wagen beschleunigt von hier auf 217 km/h, fährt 480 Meter entlang der Rennstrecke und biegt dann in einer scharfen Linkskurve ab. Die Route führt zurück durch den Boulevard und endet wieder im Bahnhof. Acht Personen finden dabei gleichzeitig in zwei Vierer-Wagen Platz. Insgesamt werden 1,2 Kilometer zurückgelegt. Eine Menge Adrenalin inklusive.
Hersteller des Fahrgeschäfts ist die Firma S&S Power, die sich in einem weltweiten öffentlichen Ausschreibungsverfahren durchgesetzt hat. "S&S Power ist auf dem Gebiet der Druckluft betriebenen Coaster weltweit eines der führenden Unternehmen und verfügt über sehr viel Erfahrung", erklärt Dr. Walter Kafitz, Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH. "Die Herstellung der einzelnen Komponenten (u.a. Wagen, Räder, Stahl) unterliegt dabei dem deutschen TÜV-Standard, der Deutschen Industrie Norm (DIN) sowie der Europa Norm (EN) und wird fast ausschließlich von Betrieben in Deutschland und Europa übernommen." Die Beschleunigung mit Druckluft ermöglicht die höchsten Geschwindigkeiten, ist zuverlässig, sicher und verbraucht wenig Energie.
Überraschend, insbesondere nach all den Berichten aus den USA. Aber ich denke, am Nürburgring wird man sich schon seine Gedanken gemacht haben und so freue ich mich drauf. Auch wenn es anscheinend eher ein Dragster wird als ein Coaster...
Hi! 2009 wird immer geiler und das ist der Oberhammer. Wenn man bedenkt, was man für einen Mega-Spaß auf Stealth hat, dürfte der Racecoaster Suchtfaktor 10 haben. Hoffentlich gibt es eine Jahreskarte:P Die Bahn 2009 aufsaugende Grüße Ingo
Letzte Bearbeitung am 28-Jan-08 um 20:47 Uhr () Bist Du da nicht etwas zu euphorisch, Ingo???? Ferner bin ich mir noch nicht einmal sicher, wieviel Spaß 217 kmh machen. Und von einem Layout kann man wohl kaum sprechen. Und jetzt schon, nur aufgrund des verkappten Coasters den Kauf einer Jahreskarte in Betracht zu ziehen, ich weiß nicht so recht:) Na gut, dann wollen wir mal sehen. Ich erwarte jedenfalls nicht den Überburner.
Letzte Bearbeitung am 28-Jan-08 um 21:53 Uhr () Das man sich für S&S Power entschieden hat finde ich großartig und mutig. Vielleicht auch sehr weise...
...denn welche Hersteller haben überhaupt Erfahrungen in diesem Geschwindigkeitsbereich. Da fallen mir nur Intamin und S&S Power ein. Ich vermute mal, dass beide Hersteller im Rennen waren. Von den Werten her müsste ja der Abschuss aus dem Hause S&S noch ein kleines bisschen intensiver als Intamin sein. Außerdem glaube ich einfach, dass S&S mit seiner Abschusstechnik viel zuverlässiger sein wird, als Intamin das je sein könnte.
Das Layout ist zwar kurz und schmerzlos, aber Liebhaber von Beschleunigung werden sicherlich auf ihre Kosten kommen.
Sich auf diese Bahn schon sehr freuende Grüße Sebastian
Letzte Bearbeitung am 28-Jan-08 um 21:58 Uhr () Wo genau ist zwischen den Systemen von Intamin und S+S eigentlich der Unterschied? Bei beiden wird wohl ein Gas komprimiert und als Energiespeicher genutzt. Bei Intamin wird diese Energie mittels Öl auf einen Dreh-Motor geleitet, welcher das Seil mit Caddy antreibet. Und bei S+S?
Letzte Bearbeitung am 28-Jan-08 um 23:06 Uhr () Haben die einen langen Druckluftzylinder entlang der ganzen Beschleunigungsstrecke oder wird damit auch ein Drehmotor angetrieben? D.h. gibt es auch noch Zugseile dei dieser Technik?
Interessant auch, dass S+S wohl hauptsächlich für die Abschusstechnik zuständig ist, der Rest aber von "Externen" kommt, so wie die Züge z.B. con SAT-Rides.
ich bin Dodonpa, Dragster und KingdaKa gefahren, und gegen die japanische S&S-Rakete sind die US-Intamins leider nur müde Schnarchgurken. Die initiale Beschleunigung ist bei S&S einfach viel, viel krasser. Und dass das Ding thematisch wohl nirgendwohin so gut passt, wie an eine *echte* Rennstrecke, das wird hier ja wohl niemand bezweifeln, oder?
Vom Rest der Anlage kann man sicherlich halten, was man will - und ich habe leider eine gewisse Befürchtung, dass die Erlebniswelt Nürburgring die größte Totgeburt und der gewaltigste Verheber der deutschen Freizeitparkgeschichte wird. Aber ich finde Freizeitparks generell ja dufte, und von daher hoffe ich, dass ich mich irre. Mal gucken.
Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass mir in Ingo Wahlens Post definitiv die Anrede "Hi Thrillseekers" fehlt. Ingo, was ist los mit dir?
Ich sehe das ähnlich mit der Totgebut, wobei ich den Racecoaster ausschließen würde. Wenn von den jährlichen 2 Mio. Besuchern, die alle irgendwo und irgendwie geschwindigkeits-affin sind, auch nur 10% = 200.000 die Anlage fahren werden und nur weitere 50.000 nationale und internationale Fans, Freaks und Neugierige zum Ring kommen, würde sich die Anlage bei einem geschätzten Einzelpreis von 10 Euro sofort rechnen. Mit dem Speed-Kick kann man in solch einem PR-günstigen Setting überhaupt nichts falsch machen. Desweiteren kann ich mir gut vorstellen, dass BMW, Mercedes oder Ferrari gierig sind, als Sponsor auftreten zu dürfen. Peace - Ingo
10€? Das ganze wird mit Sicherheit nicht als Coaster, sondern eher als "Extrem-Kick" vermarktet. Und dann sind wir sicher bei 25€ pro "Formel-1 Fahrt".
--------------------------------------------- Mitglied im 1. FZPW-Minuspostingbesitzerklub!!
Ich könnte mir vorstellen, das die Anlage einen großen Zulauf bekommt, eigentlich müsste sie dort ein großer Erfolg werden, weil man sie mittels dem Formel 1 Circus sehr gut vermarkten kann. Hier ist außerdem ganz eindeutig nur der Start bez. die Beschleunigung wichtig, der Rest vom Layout wird dem (Durchschnitts-) Publikum relativ nebensächlich sein.
Da die Bahn von S&S kommt, kann man geradezu dankbar sein, dass es kein nennenswertes Layout geben wird. Ich kenne Hypersonic aus Kings Dominion und es ist, trotz Gummireifen, eine grauenvolle Bahn. Der Launch ist gut, aber sobald der Wagen sich in eine andere Richtung als geradeaus bewegt, ist der Spass vorbei.
Die Bahn steht übrigens seit mehreren Monaten zum verkauf, und taucht dieses Jahr nicht mehr im Line-Up des Parks auf. Na? Ob die Luftkompressoren zum Nürburgring gehen?
Wie sehr die Freizeitparkbranche diese Anlagen schätzt, kann man doch bestens an den Verkäufen sehen: Kings Dominion hat den leicht umgebauten Prototyp erhalten und nach Dodonpa in Japan gab es nichts mehr. Selbst nach der Übernahme von Arrow konnte keine derartige Bahn mehr abgesetzt werden.
Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig Dodonpa ist, Hypersonic hatte bei meinen Besuchen immer Ausfälle und eine miese Kapazität. Aber ich befürchte, dass das ein eher geringes Problem beim Nürburgring wird.
Letzte Bearbeitung am 29-Jan-08 um 14:00 Uhr () >Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig Dodonpa ist, Hypersonic hatte bei meinen Besuchen immer Ausfälle und eine miese Kapazität.
Genau hier scheint S&S ja nun gelernt zu haben. Laut dem Bericht auf Coastersandmore sollen ja nicht wieder die alten Fehler mit einer flachen Schiene und Gummireifen gemacht werden. Ich vermute mal, dass hier das eigentliche Hauptproblem der evtl. hohen Ausfallzeiten und der schlechten Fahreigenschaften lag. Probleme beim Antrieb selber, kann ich mir nur schwer vorstellen, da S&S ja aus jahrelangen Erfahrungen auf diesem Gebiet schöpft und da doch als sehr zuverlässig gilt.
Nach den ganzen negativen Berichten über die Gummireifen-Züge bei den zwei anderen S&S Bahnen kann man sich wohl auf die "normalen" SAT-Züge freuen.
Was bei der Bahn zählt, ist der Abschuss, alles andere ist nebensächlich und ich erwarte hier auch nichts (wahrscheinlich eine langezogene Kurve und dann zurück in die Bremsen). Und da die S&S Bahnen für den heftigen Abschuss berüchtigt sind, passt das wohl ganz gut zum Nürburgring.
Kann es sein, dass hiermit das erste Produkt von S&S Power in Deutschland gebaut wird?
Keep on riding Real Coasterfreak :D [small].: Lifthill.net :.[/small]
Also mich haut diese Entscheidung nicht sonderlich vom Hocker. Nach Desert Race bekommt Deutschland jetzt das nächste Flachlayout aufgedrückt. Na toll. Einen Abschuss und dann die große Langeweile.
Davon abgesehen bin ich ähnlicher Meinung wie Tim bzgl. der Totgeburt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das wirklich funktioniert nach den turbulenten letzten Jahren. Wäre ja schön, aber glauben tue ich es nicht.
Selbst in Japan konnte sich ja der Park an der Rennstrecke in Suzuka nicht halten. Naja, aber hoffen wir trotzdem das Beste. Vielleicht erlebt man ja doch nochmal eine Überraschung! ;-)
Mit 217kmh in eine 90° Kurve.. das wäre mal was. Aber dafür ist vermutlich auch nicht genug Platz. Schade. Hoffentlich ist die Kurve im Masterplan nur schematisch eingezeichnet und wird später zu einer durchgehenden 180° Kurve...
Bleibt eigentlich dieser wunderbare G-Kraftsimulator und der Fahrsimulator erhalten? Beides eher unterdurchschnittliche Attraktionen.
>Bleibt eigentlich dieser wunderbare G-Kraftsimulator und der Fahrsimulator erhalten? >Beides eher unterdurchschnittliche Attraktionen.
Also so wie es am Sonntag am Ring aussah bleibt da eher gar nix erhalten. Die gesamte Erlebniswelt samt GoKart Bahn lag in Trümmern in der Gegend rum. Trauriger Anblick.
Also zum Thema Todgeburt - ich finde es sehr lobenswert, dass hier "Freizeitpark-nahe" Technik eingesetzt wird, die hoffentlich auch nicht-Freizeitparkgaenger anzieht. Und so ein Tophat haette bei diesem Ansinnen doch wirklich nur gestoert. Ich hatte befuerchtet, dass das Ding nicht *wirklich* schnell wird (sondern nur nach Heidepark-Masseinheiten), und auch irgendwie selbst geschnitzt wird. Mit S&S ist eine sehr mutige Wahl getroffen worden, die das auch tatsaechlich realisieren koennen.
Ich weiss auch nicht, ob hier alle ueber die Anziehungskraft des Nuerburgrings informiert sind, aber mein englischer Kollege (+ drei seiner Kumpels, mit nem Porsche und nem Ferrari) sind in ihrem Sommerurlaub nicht etwa nach Ibiza geflogen, sondern haben einen Roadtrip durch Europa gestartet, mit dem Hauptziel Nuerburgring und einmal richtig heizen auf deutschen Autobahnen.
Da steckt (vor allem international) glaube ich deutlich mehr Interesse dahinter, als Ihr denkt. Seit Sabine Schmitz auf Top Gear will hier jeder zum Nuerburgring. Und bei all den "European Delivery Programs" der deutschen Hersteller in den USA koennte ich mir glatt vorstellen, dass sogar der eine oder andere Ami dort aufschlaegt. Um danach mit seinem nagelneuen Mercedes mit 300 km/h ueber deutsche Autobahnen zum Export am Hamburger Hafen zu brettern. Ist doch supi - und gibts nur in Dschoermanie! :) Wenn Deutschland in der Welt fuer irgendwas ausser Hitler bekannt ist, dann das, so dumm es klingt...
Das stimmt - Engländer sind total verrückt auf Nürburgring. Holländer übrigens auch. Und bei beiden Völkern ist es mehr als bekannt, dass sie auch Freizeitparks und Ähniches mögen.
Ach ja: Top Hat ging nicht weil aus Landschaftsschutz die maximale Bauhöhe die einer Tribüne ist.
>Landschaftsschutz ist auch humorig an einer Autorennstrecke, oder?
Naja, der Nürburgring liegt nunmal im Wald, undzwar so dass man ihn tatsächlich nicht ohne weiteres erkennen kann. Zumindest einige Streckenabschnitte...
>Täts nicht ein kleiner Top Hat der so hoch wie die Tribüne wär? ;)
Naja, ein 15m-Tophat ist auch nicht wirklich so ein großer Unterschied im Gegensatz zu "kein Tophat" :) (zumal man den Zug dann auch ziemlich weit herunterbremsen müsste, oder würdest Du Spaß daran haben mit 200km/h über einen 15m hohen TopHat zu rasen und dabei gefühlte -8G (okay, übertrieben, ich weiß *g*) auszuhalten?)
>Naja, ein 15m-Tophat ist auch nicht wirklich so ein großer Unterschied im Gegensatz zu >"kein Tophat" :) >(zumal man den Zug dann auch ziemlich weit herunterbremsen müsste, oder würdest Du Spaß >daran haben mit 200km/h über einen 15m hohen TopHat zu rasen und dabei gefühlte -8G >(okay, übertrieben, ich weiß *g*) auszuhalten?)
>Naja, ein 15m-Tophat ist auch nicht wirklich so ein großer Unterschied im Gegensatz zu >"kein Tophat" :) >(zumal man den Zug dann auch ziemlich weit herunterbremsen müsste, oder würdest Du Spaß >daran haben mit 200km/h über einen 15m hohen TopHat zu rasen und dabei gefühlte -8G >(okay, übertrieben, ich weiß *g*) auszuhalten?)
Coastersandmore.de weiß: "Der zweigliedrige Zug mit acht Sitzplätzen wird noch vor der ersten und auch einzigen aufwärts führenden Steilkurve auf rund 100 Stundenkilometer heruntergebremst(...)"
Letzte Bearbeitung am 03-Feb-08 um 17:22 Uhr () Um Fragen vorzubeugen, ein wenig Physik:
Lassen wir mal die Erdanziehung und die Steilheit der Kurve außer Betracht und fahren eine perfekte Kreisbahn mit 90 Grad Querneigung. Bei einer dauerhaften vertikalen Beschleunigung von 3g bei 217 km/h (das sind 60 Meter pro Sekunde) müsste die Kurve einen Radius von 120 Metern haben. Der Durchmesser des 180-Grad-Turns wäre dann so groß wie zwei Fußballplätze lang sind. Der Halbkreis wäre dann ca. 377 Meter lang (der Olympia Looping hat mit 1250 Metern insgesamt gerade einmal gut das Dreifache), man hat die 3g dann also dauerhaft für über 6 Sekunden. Also bleibt gar nichts anderes übrig, als vor der Kurve herunterzubremsen. Bei 100 km/h und 3g reduziert sich der Radius auf knapp 26 Meter.
IMHO wird dem Ding am Nürburgring fehlen, was eine richtige Achterbahn ausmacht: Ein schönes Layout. Sieht man es aber nicht als Achterbahn, sondern als Thrillattraktion mit Rennbezug, dann passt´s eigentlich ganz gut. Geschwindigkeit an sich wird weniger Leute von der Fahrt abhalten als eine große Höhe oder wahnwitzige Fahrfiguren.
Jochen
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
Ja, das stimmt. Mit 217 km/h um ne Kurve geht leider bei DEN engen Platzerhältnissen auch nicht. Es ist ohnehin nicht wirklich eine Achterbahn im klassischen Sinne und soll daher auch nicht ganz so vermarktet werden. Mal schauen, wie... schließlich "zieht" das Wort Achterbahn natürlich auch.
Nürburgring - Hunderte Familien und Dutzende Schulklassen nutzten das vierwöchige Winter-Angebot zu einem Tagesausflug an den Nürburgring und waren begeistert. Zwischen Weihnachten und Ende Januar herrschte dort bei der „Winter-Action“ im Fahrerlager und in den Boxen reges Wintersport-Treiben.
Eine der größten transportablen Rodelbahnen Deutschlands lockte vor allem jüngere Besucher an. Mangels echtem Schnee musste für das Schlittenvergnügen nachgeholfen werden: Unzählige Kubikmeter Kunstschnee verwandelten den Aufbau in eine schnelle Strecke.
Spaß auf Kufen vermittelte eine 350 Quadratmeter große Eislaufbahn, die in den Boxen angelegt war. Aber auch wer sich einmal von Eis und Schnee erholen wollte, fand in der beheizten „Game World“ mit Fahrsimulatoren und anderen spannenden Attraktionen ein abwechslungsreiches Aufwärmprogramm.
„Mit rund 15 000 Besuchern können wir ein positives Fazit für die Premiere der »Winter-Action« ziehen“, freute sich Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Kafitz: „Das jahresübergreifende Programm war ein Vorbote für das ganzjährige Freizeit- und Businesszentrum »Nürburgring 2009«“ Aufgrund des Erfolgs gebe es Ende des Jahres die zweite Ausgabe der Winter-Action.
Knallroter Wagen
Noch schneller als auf der Rodel- oder Schlittschuhbahn wird es im nächsten Jahr am Nürburgring zugehen, wenn der so genannte Coaster in Betrieb genommen wird. Das ist ein achtsitziges Gefährt, gegen das selbst ein Formel-1-Bolide den Kürzeren zieht. „Wenn der Coaster im nächsten Jahr seine Fahrt aufnimmt, ist das eine Weltpremiere“, umschreibt Nürburgring-Chef das neue Fahrgeschäft.
Gäste, die sich in dem knallroten Wagen auf die etwa 1,2 Kilometer lange Reise wagen, werden innerhalb von 2,5 Sekunden auf Tempo 217 gebracht. Mit dieser Geschwindigkeit fährt der Coaster 480 Meter entlang der Start- und Zielgerade, um dann in eine scharfe Linkskurve in Richtung Boulevard abzubiegen. Beim Start werden die Fahrgäste heftiger in den Sitze gepresst als ein Formel-1-Fahrer. Denn ein Formel-1-Renner schafft es nicht in 2,5 Sekunden auf Tempo 217; der braucht dazu die doppelte Zeit.
Die Nürburgring GmbH stellte jetzt das Fahrgeschäft vor, das von der Firma „S & S Power“ hergestellt wird. Sie hatte sich bei der weltweiten Ausschreibung durchgesetzt. Der Coaster sei einer der vielen Bausteine im 210-Millionen-Projekt „Nürburgring 2009“, dass bis Mai nächsten Jahres realisiert sein soll.
kurzer Bericht zur Grundsteinlegung aus der WDR Lokalzeit vom vergangenen Samstag. Was die zu erwartende, unmittelbare Konkurenz angeht scheint der zuständige Landrat des Kreises Ahrweiler Pföhler sich eher auf einem Höhenflug zu befinden, aber seht selbst:
Brot, das ist schon nicht falsch. Es gibt nun ein park rechts-links-Schlenker zum "Reifen Warmfahren" vor dem Stopp für den Launch und auch hinten im schnellen Bereich einen interessanten Alternativ-Entwurf, der jedoch der Gemeinde noch nicht zusagt. Es bleibt der Fokus also im Grunde auf der irren Beschleunigung entlang der echten Grand Prix Start/Ziellinie. Die ersten Achterbahnfundamente des Bahnhofbereichs stehen bereits.
In der aktuellen Pressemeldung stand jetzt nichts mehr von Coaster oder Achterbahn sondern "nur" von der "schnellsten Attraktion Deutschlands"... Tiefstapeln?
Ach ja: Neuer Name ist jetzt übrigens "ring°racer"
Hoppla, hast recht - dabei hab ich den Artikel doch selbst geschrieben... Asche über mein Haupt! Ich hatte mich von der "schnellsten BAUSTELLE Deutschlands" verwirren lassen...
Worauf ich hinweisen wollte war die "Attraktion" von der die Rede ist, statt von einem Coaster zu reden.
Kräftige Finanzspritze der Investitionsbank rettet Nürburgring Mainz Nur eine kräftige Finanzspritze der landeseigenen Wirtschaftsförderbank ISB Rheinland-Pfalz hat den Bau des Freizeit- und Geschäftszentrums "Nürburgring 2009" in der Eifel gerettet.
Die Hilfe sei nötig geworden, nachdem beim Düsseldorfer Privatinvestor MediInvest im Herbst vergangenen Jahres ein Kredit von rund 60 Millionen Euro weggebrochen sei, erläuterte der rheinland- pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) am Donnerstag vor dem Wirtschaftsausschuss des Landtags in Mainz. Um das Projekt nicht als Ganzes zu gefährden, sei eine Tochter der Investitions- und Strukturbank (ISB) mit einer stillen Einlage von 29 Millionen Euro eingesprungen.
Zudem beteilige sich die ISB mit 9 Millionen Euro an dem Kredit einer Geschäftsbank, der eine Gesamthöhe von 33 Millionen Euro hat. Die Folgen eines Nicht-Handelns seien nicht absehbar gewesen, sagte Deubel. Insgesamt hätten sich die Baukosten - unter anderem wegen der hohen Stahlpreise im vergangenen Jahr und des strengen Winters - erhöht. Der Minister rechnet nun damit, dass MediInvest 94 Millionen Euro und die zu 90 Prozent landeseigenen Nürburgring GmbH bis zu 158 Millionen Euro aufbringen müssen. In letzteren Betrag seien jedoch 6 Millionen Euro "Reserve" eingerechnet. Ursprünglich waren die veranschlagten Gesamtkosten mit 215 Millionen Euro beziffert worden.
"Insgesamt gesehen ist dies ein schwieriges Projekt", gab der Minister am Donnerstag zu. Allerdings sei der Nürburgring auch Beispiel für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung im Land. Deubel wehrte sich gegen Vorwürfe, er habe die Parlamentarier in den vergangenen Monaten nur unzureichend über die Probleme informiert. Er sei unter anderem an Banken- und Geschäftsgeheimnisse gebunden gewesen.
Deubel bestätigte, dass ein kurzfristiger "Liquiditätskredit" in Höhe von drei Millionen Euro von der Nürburgring GmbH an eine Tochter der MediInvest gezahlt wurde - und zwar über ein drittes Unternehmen. Diesen Umweg begründete der Minister damit, dass diese Firma Immobilien am Nürburgring kaufen wollte. Die Pläne seien bereits sehr konkret gewesen, aber doch noch an fehlender Refinanzierung gescheitert. Der Kredit sei inzwischen zurückgezahlt worden. (Internet: www.nuerburgring.de)
Glaube ich eher nicht - dafür sind die Probleme zu unterschiedlich. Gut, aus der Distanz betrachtet, sind es beide Male Finanzprobleme, aber damit enden die Gemeinsamkeiten dann auch. Das Problem, oder die Probleme waren in Bremen ja betriebswirtschaftlicher Natur - es fehlten die Ankermieter im Einzelhandel, und der Park zeigte eine viel zu schwache Besucherperformance. Sprich, eine Doppelbelastung bei der Erwirtschaftung von Kapital zur Kreditbedienung, und der daraus resultierenden Notbremse nicht noch mehr Verschuldung anzuhäufen.
Beim Ring scheint die Situation anders zu liegen. Hier geht es wohl um einen Investitionstrockenlauf. Also die Leute, die Kredite gewähren sollen, bekommen selber kein frisches Geld mehr. Angesichts der Finanzkrise ein Umstand, den niemand wundern sollte. Außerdem sollte man unterscheiden zwischen Subvention (Spacepark) und Investition (Ring).
Oder anders gesprochen, wäre der Spacepark genauso angelegt wie derzeit der Ring, gäbe es keine Diskussion, denn er würde noch existieren...
>>Oder anders gesprochen, wäre der Spacepark genauso angelegt wie derzeit der Ring, gäbe >>es keine Diskussion, denn er würde noch existieren... > >Oder wäre nicht gebaut worden. Zumindest in der bekannten Form bzw. an dem Standort.
Genau - erstünde in Bremerhaven, wäre kein UCE-Projekt und mit kleiner Mall gebaut worden...
Also ich finde, dass der Nürburgring schon Konzept genug ist. Ich denke, dass die meisten Besucher kommen, da sie zu dem "berühmten" Nürburgring wollen. Entweder einfach zum gucken, zu Autofahren, um sich Autorennen anzuschauen etc.