Da man bei Parkscout nie sicher sein kann, ob/wann der Beitrag erscheint, hier meine Antwort:
Natürlich können "Fans" für einen Park lästig und ungewollt werden, wenn ihr Auftreten Im Park und in der Öffentlichkeit eher fanatische Züge annimmt, und nichts mehr mit der Begeisterung zu tun hat, die ein Park eigentlich im Publikum hervorrufen will.
Schuld daran könnte die günstige Jahreskarte sein, gepaart mit dem Bedürfnis vieler Menschen der Realität so oft wie möglich zu entfliehen, auch - oder besonders - wenn der Fluchtort komplett künstlich ist.
Das Problem beginnt aber dann, wenn der Fan sich nicht mehr als normaler Kunde sieht, und Sonderbehandlung verlangt.
Warum sollte ein Freizeitpark einer Gruppe von "Fans" Vorteile gewähren? Im Supermarkt, den ich täglich besuche, erwarte ich doch auch nicht, dass man mich an der Kasse schneller abkassiert, weil ich eine laminierte Plastikkarte anstelle einer Umhängegeldbörse trage, die mich als Mitglied einer Gruppe von Lebensmittelhandel-Enthusiasten ausweist?!
Interessant wäre hier natürlich zu wissen, wie solche Fantreffen mit den Parks organisiert werden. Sprich: Was kostet eine ERT?
Fliesst dort Geld, oder hofft man auf guten Willen einerseits, und gute Publicity andererseits?
Und gerade hier ist die dünne Linie zwischen einem Gefallen und einer Erwartunghaltung schnell überschritten (das gilt natürlich für beide Seiten). Deshalb bin ich der Meinung, dass Gruppen, die Sonderbehandlung von einem Park wünschen, dafür bezahlen sollen.
Heute finden die ERTs zum Glück selten während der normalen Öffnungszeiten statt. Das war mal anders, und man sah sich als weitgereister Gast plötzlich vor einer geschlossenen Hauptattraktion wieder, die von eben erwähnten, unattraktiven Laminatkartenträgern mit Minderwertigkeitskomplexen in Beschlag genommen wurde. Hier stehen die positiven Eindrücke der ERT Gruppe gegen die miesen Erfahrungen der regulären Parkgäste. Die von Dir angesprochenen "günstigen Tausender-Kontakte" (vosicht: Fachsprache) dürften sich mit der negativen Publicity decken.
Bevorzugte Behandlung für gerne angenommenes, aber nicht bestelltes virales Marketing geht ja wohl auch gar nicht.
Aus diesem Grund bin ich eigentlich auch ein Gegner des bezahlten Vordrängelns (Q-bot, etc). Ein Park sollte versuchen, für alle Gäste ein ähnliches Erlebnis zu bieten. Natürlcih sind Freizeitparks keine sozialen Paradiese, sondern sie wollen und müssen Geld verdienen. Deshalb: lasst alle blechen!
Derzeit sieht man in den USA, besonders bei Six Flags, den Trend zum Luxusparkbesuch. Dort werden nun Abende angeboten, die bei einem Eintrittspreis von etwas mehr als $ 300,-- einer begrenzten Besucherzahl ein exklusives Parkerlebnis bietet/bieten will.
SF Great Adevnture startet diesen Versuchballon, sicher im Wissen, dass man in der Umgebung von New York City genügend reiche, potentielle Kunden mit so einer Aktion ansprechen kann. Natürlich könnte dies auch der Versuch sein ein ganz anderes Preissystem in den großen Parks einzuführen.
Wie auch immer: Fans finden so etwas natürlich zum heulen. Sie werden aber noch nicht einmal gefragt, und sicher auch von Niemandem bemitleidet, ausser von sich selbst.
Man, ist das eine Winzschrift im Parkscout-Fenster. Mir bluten die Augen!
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End of the world coasters