Es handelte sich dabei vermutlich um einen Autoscooter ohne das spannungsführende Netz über der Fahrfläche, welcher nach dem gleichen Prinzip wie z.B. die Space-Scooter im Hansa-Park funktioniert. Hierbei sind jeweils eine als Plus- und eine als Minuspol fungierende Platte nebeneinander, getrennt von einem Isolator. Die Chaisen greifen beim Fahren die Spannung ab. Normalerweise sollte die Spannung beim "Boarding" abgestellt werden, wer weiß was die da angestellt haben... :-)
Wie hoch ist denn eigentlich die Spannung bei diesen Scootern? Da es immer mal passieren kann, dass jemand den Boden betritt oder aus einem Fahrzeug fällt etc kann ich mir nicht vorstellen, dass dort (jedenfalls in D) etwas anderes als Niederspannung zugelassen ist. Und daran kann man sich eigentlich keinen tödlichen Schlag holen.
>dass dort (jedenfalls in D) etwas anderes als >Niederspannung zugelassen ist. Und daran kann man sich eigentlich keinen tödlichen >Schlag holen.
Auch Niederspannung kann tödlich sein. Schließlich bezeichnet man mit Niederspannung, spannungen bis zu 1000 Volt Wechsel bzw. 1500Volt Gleichspannung.
Bei dieser Art von Autoscootern wird meines wissens nach eine sog. Kleinspannung (Umganssprachlich auch Niedervolt oder Schwachstrom genannt) verwendet (Wechselspannung bis 50V, Gleichspannungen bis 120V)
>Wie hoch ist denn eigentlich die Spannung bei diesen Scootern? >Da es immer mal passieren kann, dass jemand den Boden betritt oder aus einem Fahrzeug >fällt etc kann ich mir nicht vorstellen, dass dort (jedenfalls in D) etwas anderes als >Niederspannung zugelassen ist. Und daran kann man sich eigentlich keinen tödlichen >Schlag holen.
Naja, auch eine Schutzkleinspannung kann tödlich sein. Die Höhe der Spannung ist spielt nur einen kleinen Faktor, die Stromstärke ist ausschlaggebend. Eine 9V-Batterie ist z.B. über einen längeren Zeitraum auch tödlich. Genausogut kann man einen Stromschlag aus einem 1,5kV (1500V)-Isolationsprüfer auch "locker" wegstecken. Grund dafür ist die Stromstärke, die mit 1mA sehr gering ist und bauartbedingt bei einem Schluß auch sofort zusammenbricht. Kribbelt aber auch ordentlich ;)
Dann ist noch die Frage, ob es sich um Gleich- oder Wechselspannung handelt. Gleichspannung ist um einiges tödlicher als Wechselspannung. Durch Gleichspannung verkrampft die Muskulatur dauerhaft und "vibriert" nicht wie bei Wechselspannung.
Letzte Bearbeitung am 15-Aug-07 um 22:54 Uhr () >Die Höhe der Spannung ist spielt >nur einen kleinen Faktor, die Stromstärke ist ausschlaggebend.
Das ist klar, aber dass ein Autoscooter die entsprechende Stromstärke liefert war mir klar, so dass die gefährlichkeit doch wieder hauptsächlich von der Spannung abhängt.
>Dann ist noch die Frage, ob es sich um Gleich- oder Wechselspannung handelt. >Gleichspannung ist um einiges tödlicher als Wechselspannung. Durch Gleichspannung >verkrampft die Muskulatur dauerhaft und "vibriert" nicht wie bei Wechselspannung.
Moment, umgekehrt wird da was draus. Bei Gleichspannung wird man nur mehr oder weniger schnell elektrolytisch zersetzt. Wechselspannung bringt dagegen zusätzlich uns Herz aus dem Rythmus, was wesentlich gefährlicher ist. (Edit: Ausnahme sind sehr hochfrequente Wechselspannungen, die in der Tat weniger gefährlich sind, da sie kaum in den Körper eindringen)
Ausschlaggebend ist IMMER die Stromstärke, was gefährlich für den Mensch ist, die Spannung und der Körperwiderstand ergeben die Stromstärke.. (10 mA übers Herz können zu Herzkammerflimmern führen), FI-Schutzschalter für den Haushalt sind nominell auf 30 mA ausgelegt. Kleinspannungen dürfen Gleichstrommässig max. 120 V betragen, Wechselspannung 50 V
>Es kann ja mal jemand im Hansa Park aus dem Auto-Scooter rausspringen während der Fahrt >und dann berichten, falls er es denn danach noch kann :D
Vorher bitte Hände und Füße anfeuchten, idealerweise dann jeweils mit der linken Hand und dem linken Fuß auf einer anderen Platte als mit den rechten Gegenstücken. :-)