SZ-Artikel über DLP

#1

SZ-Artikel über DLP

Ich weiss, dass es für die meisten zu spät sein wird, doch war gestern im Wirtschaftsteil eine sehr gute Analyse über die wirtsch. Lage des Disneyland Paris, die weiteren Planungen sowie ein Interview mit Jay Rasulo.
Ich habe leider keinen Scanner zur Verfügung und daher ist es mir echt zu mühsam den Artikel in seiner ganzen Länge abzudrucken.
Grüsse
Jakob

Diskussionsübersicht

  1. #1 SZ-Artikel über DLP jwahl
    1. #2 RE: SZ-Artikel über DLP JUK
      1. #4 RE: SZ-Artikel über DLP Onkel Juergen
#2

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf jwahl, Beitrag #1

Ich hab mal ein wenig nach den Artikel gegraben...
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Artikel 1
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Düstere Zukunft
für Mickey Mouse

Dass der Eurodisney-Park bei Paris touristisch ein Erfolg ist, lässt sich kaum bestreiten. Mehr als zwölf Millionen Besucher aus ganz Europa zieht der größte Touristenanziehungspunkt Europas jährlich an, und wenn in weniger als anderthalb Jahren ein zweiter Themenpark direkt nebenan seine Pforten öffnet, rechnet man mit zusätzlich vier bis fünf Millionen Gästen.

Dennoch ist das gigantische Projekt, das begleitet wird von einem riesigen städtebaulichen Entwicklungsvorhaben, ökonomisch bisher nur teilweise ein Erfolg. Der französische Staat, der 1987 mit der Euro-Disney-Muttergesellschaft Disney ein Rahmenabkommen abgeschlossen hat und fast eine Milliarde DM an Hilfen gab, profitiert in Form hoher Steuereinnahmen, mehr als 40 000 direkter und indirekter Beschäftigungsverhältnisse und der Realisierung eines Stadtentwicklungsprojektes, das andernfalls nicht hätte realisiert werden können.

Die Aktionäre, in erster Linie Walt Disney und Prinz Al Waleed, aber auch viele Kleinanleger, schauten dagegen in die Röhre. Ihr Anlagevermögen schmilzt seit 1993 wie Schnee in der Märzensonne dahin. Sicher, der neue Euro-Disney-Chef Jay Rasulo weist darauf hin, dass es sich um ein sehr langfristiges Projekt mit guten Perspektiven handele, das auf Dauer Rendite bringe und einige Analysten sehen tatsächlich endlich Land.

Doch die Konkurrenz durch den entstehenden Legopark bei Günzburg und andere, schon bestehende Parks, aber auch eine Vielzahl anderer Attraktionen ist groß. Angesichts der Notwendigkeit, ständig neue Anziehungspunkte bieten und Schulden abtragen zu müssen, ist ein Ende der insgesamt nach wie vor prekären Finanzsituation und ein Anstieg des um seinen Tiefstkurs pendelnden Aktienkurs noch immer fraglich.
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Artikel 2
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SZ-Interview mit Euro-Disney-Chef Jay Rasulo

„Wir wollen ein Urlaubsziel werden“

Stadtentwicklung soll Touristendestination beflügeln / „Aktienkurs wird folgen“

(SZ) Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, entstand auf dem flachen Land östlich von Paris der erste Disney-Themenpark in Europa. Zehn Jahre nach Eröffnung des inzwischen größten touristischen Anziehungspunkts Europas soll 2002 unmittelbar daneben ein zweiter eröffnet werden, der eingebunden ist in ein großes städtebauliches Projekt. Die SZ befragte EuroDisney-Chef Jay Rasulo über die Perspektiven des Vorhabens.

SZ: Euro-Disney war bisher keine gute Anlage für Aktionäre. Warum?

Rasulo: Ich habe den Aktienkurs nicht zu kommentieren. Aber ich kann sagen, dass Euro-Disney von Anfang an sehr langfristig angelegt war. Das Projekt, das sich hier entwickelt, wurde 1987 mit der Übereinkunft zwischen Öffentlicher Hand und Disney aus der Taufe gehoben. Es bestand von Anfang an aus dem ersten Themenpark, den Hotels, dem Disney-Village, aber auch aus dem Einkaufszentrum, dem Gewerbepark, dem Stadtzentrum und der zweiten Phase des Hotelausbaus. In seinem Zentrum steht der europäische Touristenanziehungspunkt und dieses Touristenziel soll weiter wachsen. Gleichzeitig soll es eine andere Entwicklung geben, die das Projekt Euro-Disney unterstützt und stabilisiert. Es handelt sich um das Wertschöpfungsmodell für Disneyland Europa und die Aktien werden dieser Entwicklung vermutlich folgen.

SZ: Sie müssen hohe Investitionen tätigen und haben gleichzeitig begonnen, Lizenzgebühren an die Muttergesellschaft Disney zurückzuzahlen. Außerdem haben Sie noch hohe Schulden.

Rasulo: Wir werden demnächst unseren hundertmillionsten Besucher empfangen. Dieser Erfolg ist zu einem Großteil auf den Wert der Marke Disney zurückzuführen, für die wir Lizenzen zahlen. Innerhalb eines Jahres haben wir netto so viel verdient, um die gesamten Lizenzgebühren zu zahlen. Was die Schulden betrifft: Um eine so marktbeherrschende Position zu erreichen mussten wir zunächst eine sehr große Vorleistung erbringen. Daher kommt unsere Verschuldung. Die bestehende Infrastruktur ermöglicht es uns aber, für künftige Projekte weniger investieren zu müssen.

Geringere Investitionen

SZ: Was heißt das?

Rasulo: Für den zweiten Themenpark können wir die gleichen Hotelkapazitäten, die selben Zugangsmöglichkeiten nutzen. Wir müssen zusätzlich nur in das investieren, was die Besucher erleben werden. Wir erwarten bis 2003 rund 40 Prozent zusätzliche Besucher und müssen dafür viel weniger investieren, als wenn es sich um ein ganz neues Projekt handeln würde. Das ist Teil dieses langfristig angelegten Projekts.

SZ: Inwieweit trägt der neue Themenpark zum Erfolg des bestehenden bei und umgekehrt?

Rasulo: Er bringt uns quantitativ und qualitativ Vorteile, wobei das eine das andere bedingt. Quantitativ werden unsere Besucherzahlen von jährlich zwölf auf 16 oder 17 Millionen steigen. Da es mehr zu sehen gibt, werden sie länger bleiben. Zusammen mit Partnern werden wir 1500 neue Hotelzimmer in unmittelbarer Nähe errichten und 2003 über Kapazitäten von 7500 Hotelzimmern verfügen. Qualitativ wird unser Angebot verbreitert, weil das zweite Projekt ein völlig anderes Konzept hat. Es besteht darin, den Traum der Welt des Films, des Fernsehens und von Multimedia zu erleben, aber auch zu erfahren, wie diese Magie entsteht. Es gibt einen pädagogischen Aspekt, den wir bisher nicht haben und der ein anderes Publikum anzieht.

SZ: Welches Interesse haben Sie an der Entwicklung eines urbanen Sektors?

Rasulo: In dem Abkommen von 1987 mit der Regierung wurde die gemeinsame Entwicklung eines Touristenzentrums und eines urbanen Pols namens Val d’Europe vereinbart. Das Einkaufszentrum beispielsweise erfüllt sowohl lokale Bedürfnisse für die mehr als 450 000 Bewohner der Region, die weniger als 20 Minuten Autofahrt entfernt wohnen und unsere 12 000 Mitarbeiter, als auch touristische Bedürfnisse. Denn Einkaufsmöglichkeiten sind wichtiger Bestandteil des Urlaubs der meisten Menschen. Val d’Europe mit dem Stadtzentrum, der „Mall“, der Wohnbebauung und dem Gewerbepark unterstützt die touristische Destination. Die Einnahmen aus dem Immobiliengeschäft sind in Zukunft eine zusätzliche Einkommensquelle für uns. Das Projekt ist eine ganz natürliche Erweiterung, die gespeist wird vom touristischen Sektor, umgekehrt diesen aber selbst unterstützt.

SZ: Wie muss man sich das in Zukunft vorstellen?

Rasulo: Es wird sich nach Plan entwickeln. Paris und Disneyland werden weiter zusammenwachsen, touristisch gesehen zu einer Einheit. Wir haben kürzlich mit dem Fremdenverkehrsamt von Paris eine Vereinbarung erzielt. Unsere künftigen Gäste können leicht einen Parisbesuch mit einem in Disneyland verbinden. Das würde uns dabei helfen, uns von einem Kurzreiseziel zu einem Urlaubsziel für sieben bis zehn Tage, davon vier bis fünf in Disneyland, zu entwickeln.

SZ: Gab oder gibt es Probleme mit dem französischen Staat?

Rasulo: Nein. Der französische Staat hat all die Vorteile, die erwartet waren. Sie bestehen in höherer Beschäftigung, Steuereinnahmen und vor allem der Verwirklichung des staatlichen Ziels, eine neue Stadt zu entwickeln.
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Artikel 3
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Die Fata Morgana soll bald hell leuchten

Euro-Disney baut östlich von Paris die Stadt Val d’Europe

Von Gerhard Bläske

Paris – Es hat etwas von einer Fata Morgana: Mitten im Nebel, der sich über die Felder gelegt hat, tauchen plötzlich Bauzäune und Bagger auf. Erdhügel sind aufgeschüttet, Gruben ausgehoben. Bautafeln stehen herum. Sie zeigen wie es hier später einmal aussehen soll.

Da ist ein breiter Boulevard, die „Esplanade des Etoiles“, zu sehen, eingesäumt von repräsentativen, vierstöckigen Gebäuden, die an den großstädtischen Haussmann-Stil von Paris erinnern. Spätestens 2002 soll hier urbanes Leben stattfinden, ein „harmonisches Zusammentreffen des Charmes alter Dörfer, der Vision eines humanen Urbanismus und Anforderungen an eine Qualität ohne Kompromiss“ Wirklichkeit werden“, wie es im Prospekt heißt. Nicht weit von hier ist ein Teil dieser schönen, neuen Welt schon Wirklichkeit. Da steht ein für 600 Millionen DM gebautes, Einkaufszentrum im Stil der alten Pariser Markthallen, an das sich ein „Fabrikverkaufszentrum“ anschließt.

Was hier 40 Kilometer östlich von Paris aus dem Boden wächst, ist Teil eines gigantischen Planungsprojektes. Die sogenannte „Ville Nouvelle – Marne la Vallee“ ist Teil eines in den 60er Jahren entwickelten Planes, das ausufernde Wachstum der Hauptstadt mittels der Entwicklung von fünf Satellitenstädten im Umland zu steuern. Doch während sich die übrigen Projekte im Westen, Norden und Süden mehr oder weniger gut entwickelten, blieb „Marne la Vallee“ – abgesehen von einigen spektakulären Projekten des Architekten Ricardo Bofill – zurück.

Projekt zum Leben erweckt

Erst die auf 30 Jahre angelegte Vereinbarung zwischen Staat und Walt Disney 1987 weckte das Projekt wieder zum Leben: Euro-Disney erhielt nicht nur die Genehmigung, auf einem 2000 Hektar großen Gebiet bis 2008 bis zu drei Themenparks zu bauen (der zweite eröffnet 2002), sondern übernahm, zusammen mit der Öffentlichen Hand, auch die Verantwortung für die städtebauliche Gestaltung des sogenannten „sector 4“; eines Teils von Marne la Vallee, der flächenmäßig etwa halb so groß wie Paris ist und um die Themenparks herum liegt. Euro-Disney als Eigentümer entwickelt mit der Öffentlichen Hand und den Gebietskörperschaften das Konzept und überträgt die einzelnen Projekte wie einen Gewerbepark, die Wohnbebauung oder das Einkaufszentrum und sogar eine staatliche Universität an externe Partner, die dafür Abgaben zahlen.

Spektakuläre moderne Architektur gibt es hier nicht. Die schmalen Straßen der „Versorgungszentren“ mit kleinen Geschäften für den täglichen Bedarf schlängeln sich um verschachtelte und maximal dreistöckige Häuser in einer Art ländlicher Architektur. Die etwas außerhalb liegenden Eigenheimsiedlungen sind in einem sehr einheitlichen, eher langweiligen Cottage-Stil gehalten.

„Wir wollen nicht anecken oder gar schocken, sondern zeitlos sein“, sagt Frédéric Serradeil, bei Euro Disney zuständig für die Entwicklung des urbanen Projektes. Natürlich gibt es, „wie gesetzlich vorgeschrieben“, auch Sozialwohnungen. Doch vor allem sollen Bewohner mit höherer Kaufkraft in dieses noch etwas kahl wirkende „harmonische Ensemble von Grün- und Wasserflächen, Sportanlagen, Einkaufs-Zentrum und Vergnügungsmöglichkeiten“ ziehen, das Mitte der 80er Jahre erst 2500 Einwohner, 2007 aber um die 40 000 zählen soll. Die künftig bis zu 17 Millionen Besucher, die sich Euro-Disney für die beiden Themenparks ausrechnet und die derzeit knapp 11 000 Beschäftigten des größten Touristenanziehungspunktes Europas, sollen sich hier schließlich wohl fühlen.

Schließlich soll nicht nur die französische Wirtschaft, die 1999 Euro Disney rund sieben Milliarden DM an Umsatz sowie zusätzlich Steuereinnahmen und Beschäftigung zu verdanken hatte, von dem Projekt profitieren. Auch das Unternehmen selbst, das im Zeitrahmen bis 2007 rund elf Milliarden DM investiert haben wird, will schließlich sein Geld wiedersehen. Auf den Simulationsbildern ist das Chaos aus Baggern und Sandhügeln längst gebändigt, sind flanierende Menschen auf der „Esplanade des Etoiles“ zu sehen. Für Planer Serradeil ist der Sektor 4, auch Val d’Europe genannt, bereits ein harmonisches Bild grüner, blauer und bebauter grauer Flächen, „ein Mosaik“, das durch seine ordnende Hand zusammengehalten wird.
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Artikel 4
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Schlechte Anlage
für Aktionäre

Wer als Aktionär 1989 Euro-Disney-Aktien zeichnete, hat nur dann ein gutes Geschäft gemacht, wenn er spätestens 1993 verkauft hat. Denn von da an hat das Papier des Betreibers der mit mehr als zwölf Millionen Besuchern größten Touristenattraktion Europas eine Talfahrt erlebt. Mit etwa 0,5 Euro ist die Aktie in diesen Tagen nur wenig von ihrem Tiefstwert von 0,47 Euro, aber sehr weit von ihrem Höchstwert von umgerechnet 14 Euro 1993 entfernt.

Euro Disney hat im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) 959,2 Millionen Euro umgesetzt und seinen Nettogewinn um 64 Prozent auf 38,7 Millionen Euro verbessert. Analysten waren eher enttäuscht über die Zahlen des zu 39 Prozent von der Disney-Muttergesellschaft und zu 17,3 Prozent von Prinz Al Waleed gehaltenen Unternehmens, das derzeit nur etwa 500 Millionen Euro und damit deutlich weniger als sein Eigenkapital von über einer Milliarde Euro wert ist.

Doch obwohl Lizenzgebühren und Bankschulden zurückgezahlt werden müssen, raten viele Analysten eher zum Kauf, weil der vor einigen Jahren möglich erscheinende Bankrott wohl endgültig abgewendet ist und ein für 1,2 Milliarden DM geplanter zweiter Themenpark von 2002 an Millionen neuer Besucher anlocken soll.
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JUK
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
#3

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf JUK, Beitrag #2

Danke
#4

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf JUK, Beitrag #2

Sehr interessant! Gibts eigentlich irgendwo Bilder und Pläne, wie die im bau bzw. Planung befindlichen Projekte aussehen sollen?
Bei meinem ersten Besuch in DLP gab es noch eine Karte, auf der zumindest die entstehenden Themenparks im Detail zu sehen waren... Leider Finde ich die Karte nicht mehr... Muss mal genauer suchen...

Wer kann mir das weiterhelfen? Sind karten im Netz vorhanden? Oder im Privatbesitz?

MfG Euer Onkel Jürgen
http://www.schleimspur.de/selber.JPG
#5

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #4

Hi Juergen,

schau doch mal bei http://www.dlp-guidebook.de

Gruß,
Michael
#6

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf JUK, Beitrag #2

Hi Juk,
hast du etwa den ganzen Artikel abgeschrieben.Wenn ja,kann ich nur sagen:

Respekt,mein lieber Herr Gesangsverein!

Tschau,Sebastian
#7

RE: SZ-Artikel über DLP

Antwort auf JUK, Beitrag #2

LETZTE BEARBEITUNG AM 31-Dez-00 UM 17:33 Uhr ()

Versteh ich das also richtig, dass man DLP-Aktien jetzt kaufen sollte? Ich find da bei Consors 4 Stück, welche nimmt man dann, Düsseldorf, München oder Frankfurt?

Bei Six Flags bin ich überrascht etwas in Berlin gefunden zu haben - was soll das denn? Die sind in der letzten Zeit ziemlich gestiegen.

Börsenprofis meldet euch!

get in the back seat,
Alex.

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