Merlin Entertainments plant neue Attraktionen, Hotels und Sea-Life in Günzb
Letzte Bearbeitung am 14-Jul-05 um 13:41 Uhr ()
Legoland gehört jetzt einer US-Firma
Frankfurt a. M. · 13. Juli · Der dänische Spielwaren-Hersteller Lego hat seine Legoland-Freizeitparks an die US-amerikanische Kapitalanlagegesellschaft Blackstone verkauft. Der Grund dafür sind Geldprobleme: 2003 und 2004 machte Lego einen Verlust von rund 390 Millionen Euro.
Wie beide Unternehmen gestern am Lego-Hauptsitz im dänischen Billund mitteilten, zahlt Blackstone 375 Millionen Euro für die vier Parks im dänischen Billund, im bayerischen Günzburg, im englischen Windsor und in Carlsbad in Kalifornien (USA). Alle zusammen werden jährlich von rund fünf Millionen Menschen besucht.
Wie der Hersteller der Kunststoff-Stecksteinchen mitteilte, hat er zusammen mit Blackstone und dem europäischen Unterhaltungskonzern Merlin eine neue Firma gegründet. Neben den Legoland-Parks werde sie unter anderem auch die Aquarien-Kette "Sea Life" besitzen und mit jährlich etwa zwölf Millionen Besuchern die zweitgrößten Vergnügungspark-Gruppe Europas und die neuntgrößte der Welt sein. Die Lego-Besitzerfamilie Christiansen bleibt mit 30 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.
---- FAZ -----
Legoland wird amerikanisch
US-Investmentfirma Blackstone zahlt 375 Millionen Euro für die vier Freizeitparks
I. M. Stockholm, 13. Juli
Der hart gedrängte dänische Spielzeugkonzern Lego stösst die Mehrheit an Legoland ab. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, zahlt die amerikanische Investmentgesellschaft Blackstone Capital Partner 375 Mio. Euro. für die vier Freizeitparks. Diese werden darauf in die neu geschaffene Merlin Entertainments Group eingebracht, an der Blackstone zu 70% beteiligt ist; die Lego- Gruppe sowie die Besitzerfamilie halten die restlichen 30%. Merlin Entertainments, das erst im Mai von Blackstone für 102 Mio. £ aufgekauft wurde, verfügt über gut zwei Dutzend Touristenattraktionen in acht Ländern; darunter die Sea- Life-Aquarien und die «Dungeons». Durch den Kauf von Legoland wird Merlin nach eigenen Angaben zum zweitgrössten Anbieter von Unterhaltungsanlagen in Europa und zur Nummer neun weltweit.
Computerspiele statt Lego
Das 1968 im dänischen Billund eröffnete Legoland wurde rasch zum wichtigsten Touristenziel ausserhalb Kopenhagens. Dennoch dauerte es fast 30 Jahre, bis 1996 im britischen Windsor der zweite Park entstand. 1999 kam der Vergnügungspark in Kalifornien dazu und vor drei Jahren jener in Süddeutschland. Damals zeichnete sich die nahende Krise jedoch bereits ab: Der einst in allen Kinderzimmer vertretene Spielzeugkonzern verzeichnete 2003 und 2004 einen massiven Umsatzschwund und ein tiefes Loch in der Ertragsrechnung. Einerseits litten die bunten Bauklötze an veränderten Spielgewohnheiten und hatten vor allem das Nachsehen gegenüber Computerspielen. Anderseits litt Lego an strategischen Fehlentscheiden, indem etwa klassische Produktserien vom Markt genommen wurden und das Sortiment zu sehr verzettelt wurde.
Steiniger Weg aus der Krise
Der Konzern beschloss im vergangenen Jahr ein rigoroses Sparprogramm mit Entlassungen, Standortschliessungen und Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer. Auch der Verkauf von Legoland ist eine Konsequenz aus der Konzentration auf das Kerngeschäft. Anlässlich der Präsentation des Rekordverlustes 2004 im April zeigten sich die Dänen bereits zuversichtlich, dass der Tiefpunkt überwunden sei. Lego will schon im laufenden Jahr wieder Marktanteile zurückerobern und in die Gewinnzone zurückkehren.
--- NZZ ---
In der Augsburger Allgemeinen steht heute, dass Merlin in Günzburg zunächst in ein paar größere Attraktionen investieren will und danach Erlebnishotels bauen und innerhalb von vier Jahren einen Sea-Life Park neben Legoland errichten möchte:
"Eine Riesen-Chance für die ganze Region"
Jetzt ist es perfekt: Das Legoland hat neue Besitzer. Die "Merlin-Entertainment"Gruppe wird künftig gemeinsam mit Lego-Gründer Kirk Kristiansen im Legoland die Kommandos geben. Hinter "Merlin" steht die amerikanische Investment-Gruppe "Blackstone", die 70 Prozent der Merlin-Anteile hält. Der Rest gehört weiterhin dem Gründer des finanziell schwer angeschlagenen Spielzeug-Herstellers Lego-Company, Kirk Kristiansen. In der Region sorgte die Nachricht für Erleichterung und nährte die Hoffung, dass die "Kinder- und Freizeitregion" durch neue Investitionen in den bestehenden Park und einen "Sealife"-Park - eine Art begehbares Riesen-Aquarium - zusätzlich an Attraktivität gewinnt und noch mehr Gäste anlockt
Der vollständige Artikel dazu: http://www.augsburgerallgemeine.de/Home/DieganzeRegion/Guenzburg/sptnid,25_regid,2_arid,506205.html
Legoland gehört jetzt einer US-Firma
Frankfurt a. M. · 13. Juli · Der dänische Spielwaren-Hersteller Lego hat seine Legoland-Freizeitparks an die US-amerikanische Kapitalanlagegesellschaft Blackstone verkauft. Der Grund dafür sind Geldprobleme: 2003 und 2004 machte Lego einen Verlust von rund 390 Millionen Euro.
Wie beide Unternehmen gestern am Lego-Hauptsitz im dänischen Billund mitteilten, zahlt Blackstone 375 Millionen Euro für die vier Parks im dänischen Billund, im bayerischen Günzburg, im englischen Windsor und in Carlsbad in Kalifornien (USA). Alle zusammen werden jährlich von rund fünf Millionen Menschen besucht.
Wie der Hersteller der Kunststoff-Stecksteinchen mitteilte, hat er zusammen mit Blackstone und dem europäischen Unterhaltungskonzern Merlin eine neue Firma gegründet. Neben den Legoland-Parks werde sie unter anderem auch die Aquarien-Kette "Sea Life" besitzen und mit jährlich etwa zwölf Millionen Besuchern die zweitgrößten Vergnügungspark-Gruppe Europas und die neuntgrößte der Welt sein. Die Lego-Besitzerfamilie Christiansen bleibt mit 30 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.
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Legoland wird amerikanisch
US-Investmentfirma Blackstone zahlt 375 Millionen Euro für die vier Freizeitparks
I. M. Stockholm, 13. Juli
Der hart gedrängte dänische Spielzeugkonzern Lego stösst die Mehrheit an Legoland ab. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, zahlt die amerikanische Investmentgesellschaft Blackstone Capital Partner 375 Mio. Euro. für die vier Freizeitparks. Diese werden darauf in die neu geschaffene Merlin Entertainments Group eingebracht, an der Blackstone zu 70% beteiligt ist; die Lego- Gruppe sowie die Besitzerfamilie halten die restlichen 30%. Merlin Entertainments, das erst im Mai von Blackstone für 102 Mio. £ aufgekauft wurde, verfügt über gut zwei Dutzend Touristenattraktionen in acht Ländern; darunter die Sea- Life-Aquarien und die «Dungeons». Durch den Kauf von Legoland wird Merlin nach eigenen Angaben zum zweitgrössten Anbieter von Unterhaltungsanlagen in Europa und zur Nummer neun weltweit.
Computerspiele statt Lego
Das 1968 im dänischen Billund eröffnete Legoland wurde rasch zum wichtigsten Touristenziel ausserhalb Kopenhagens. Dennoch dauerte es fast 30 Jahre, bis 1996 im britischen Windsor der zweite Park entstand. 1999 kam der Vergnügungspark in Kalifornien dazu und vor drei Jahren jener in Süddeutschland. Damals zeichnete sich die nahende Krise jedoch bereits ab: Der einst in allen Kinderzimmer vertretene Spielzeugkonzern verzeichnete 2003 und 2004 einen massiven Umsatzschwund und ein tiefes Loch in der Ertragsrechnung. Einerseits litten die bunten Bauklötze an veränderten Spielgewohnheiten und hatten vor allem das Nachsehen gegenüber Computerspielen. Anderseits litt Lego an strategischen Fehlentscheiden, indem etwa klassische Produktserien vom Markt genommen wurden und das Sortiment zu sehr verzettelt wurde.
Steiniger Weg aus der Krise
Der Konzern beschloss im vergangenen Jahr ein rigoroses Sparprogramm mit Entlassungen, Standortschliessungen und Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer. Auch der Verkauf von Legoland ist eine Konsequenz aus der Konzentration auf das Kerngeschäft. Anlässlich der Präsentation des Rekordverlustes 2004 im April zeigten sich die Dänen bereits zuversichtlich, dass der Tiefpunkt überwunden sei. Lego will schon im laufenden Jahr wieder Marktanteile zurückerobern und in die Gewinnzone zurückkehren.
--- NZZ ---
In der Augsburger Allgemeinen steht heute, dass Merlin in Günzburg zunächst in ein paar größere Attraktionen investieren will und danach Erlebnishotels bauen und innerhalb von vier Jahren einen Sea-Life Park neben Legoland errichten möchte:
"Eine Riesen-Chance für die ganze Region"
Jetzt ist es perfekt: Das Legoland hat neue Besitzer. Die "Merlin-Entertainment"Gruppe wird künftig gemeinsam mit Lego-Gründer Kirk Kristiansen im Legoland die Kommandos geben. Hinter "Merlin" steht die amerikanische Investment-Gruppe "Blackstone", die 70 Prozent der Merlin-Anteile hält. Der Rest gehört weiterhin dem Gründer des finanziell schwer angeschlagenen Spielzeug-Herstellers Lego-Company, Kirk Kristiansen. In der Region sorgte die Nachricht für Erleichterung und nährte die Hoffung, dass die "Kinder- und Freizeitregion" durch neue Investitionen in den bestehenden Park und einen "Sealife"-Park - eine Art begehbares Riesen-Aquarium - zusätzlich an Attraktivität gewinnt und noch mehr Gäste anlockt
Der vollständige Artikel dazu: http://www.augsburgerallgemeine.de/Home/DieganzeRegion/Guenzburg/sptnid,25_regid,2_arid,506205.html

