Kettenkarussell-Besucher krachen in Getränkelaster
Ein Kind und eine Frau sind bei einer Karussellfahrt mit den Beinen an einem vorbeifahrenden Lkw hängen geblieben. Vor Aufregung über den Unfall erlitt kurz darauf der Karussellbetreiber einen Herzinfarkt. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Lastwagenfahrer.
Gras-Ellenbach - Zurzeit untersucht ein Sachverständiger des baden-württembergischen TÜV das Karussell im südhessischen Gras-Ellenbach im Kreis Bergstraße. Wie ein Polizeisprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE sagte, gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass der Mann gestern Abend zu nah an das Karussell herangefahren ist. "Alkohol war nicht im Spiel", sagte der Sprecher. Nach dem Unfall war dem Fahrer eine Blutprobe entnommen worden. Die Darmstädter Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den 45-jährigen Mann aufgenommen.
Das vier Jahre alte Kind und die 57-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen an den Beinen. Das Kind musste in eine Spezialklinik in Ludwigshafen gebracht werden. Als der Karussellbetreiber nach der Tat von der Polizei vernommen wurde, erlitt der 73-Jährige einen Herzinfarkt und musste wie seine beiden Fahrgäste kurz zuvor ins Krankenhaus. Er schwebe jedoch nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit.
Immer wieder kommt es auf Volksfesten zu schweren Unfällen. Mal versagen Sicherungssysteme, mal sind Karussells nicht ordnungsgemäß aufgestellt, mal geben einzelne Teile ihren Geist auf - oftmals mit fatalen Folgen.
>Immer wieder kommt es auf Volksfesten zu schweren Unfällen. Mal versagen >Sicherungssysteme, mal sind Karussells nicht ordnungsgemäß aufgestellt, mal geben >einzelne Teile ihren Geist auf - oftmals mit fatalen Folgen. > >Quelle: www.spiegel.de
Der Satz muss doch einfach nicht sein. Gerade vom Spiegel haette ich so etwas nicht erwartet. *aufreg*
Da kann ich Dennis nur Recht geben. In letzter Zeit häufen sich diese Art Unfälle auffällig oft. Hier sei die Frage nach dem Warum gestattet. Liegt es daran das die Schausteller nicht mehr so gut verdienen wie früher und deshalb an der Sicherheit gespart wird? Sicher eine gewagte These, aber ich erinnere mich nicht das früher (Zeitraum 5-10 Jahre) dergleichen so oft passierte. Egal ob FZP oder Volksfeste, es häuft sich... leider :(
>Egal ob FZP oder Volksfeste, es häuft sich... leider :(
Ich halte es nicht für sinnig, ja sogar gefährlich, subjektiv solche punktuellen Eregnisse in Vergleich mit Vorjahren anhand seiner "Erinnerung" anstatt von Zahlen zu setzen und zu werten. Sei es nach Tchernobyl gewesen, wo alle zwei Tage ein neuer umgefallener Mülleimer (ja, übertrieben und nicht in Korellation) in Atomkraftwerken gemeldet wurde, oder sei es nach dem Brand in Brühl, wo sich ebensooft jemand die Zunge an Freizeitparkkaffee verbrüht hat. Der Effekt ist immer der gleiche: In der Verbindung mit sowieso angestoßener Aufmerksamkeit, wirkt jede weitere Meldung viel krasser und vermittelt subjektiv, daß auf einmal alles ganz schlimm ist, obwohl, wenn man sich das Jahr objektiv am Ende mit nackten Zahlen anschaut, gar nix weltbewegend anders oder schlimmer gelaufen ist, als die Jahre zuvor.
Die Beispiele oben habe ich bewußt überspitzt geschrieben, wobei, den umgefallenen Mülleimer gabs wirklich als Meldung. Natürlich stellte sich nach ner Woche heraus, daß er nicht radioaktiv verseucht war *augenroll*, aber das will ja dann auch keiner mehr lesen.
Ich möchte auch keineswegs die Unglücke herunterspielen, ganz im Gegenteil fühle ich mit jedem einzelnen Betroffenen mit, denn wenn an einer Enterprise die Gondel abfällt, dann passiert das einem von Zigmillionen. Wenn Du aber der eine bist, ist das doof...
Ich möchte aber dazu anhalten, das ganze ein wenig objektiver zu sehen. Nicht aus der Erinnerung der vergangenen Kindheit Vergleiche ziehen, wo einem der Vater vielleicht sogar noch die Zeitung vorgelesen hat, und nicht anhand punktueller Ereignisse Schlüsse versuchen, die so gar nicht möglich sind. Alleinstehende Aussagen wie "es häuft sich" sind für den Hintern ohne belegendes Zahlenmaterial. Und ja: Zahlenmaterial und gute Statistiken kann man machen, und wird es auch mit Sicherheit geben. Als kleiner Hinweis: Den Spruch "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast" habe ich bislang nur von Fachfremden gehört, die ihren notwendigen Statistikschein oftmals mit Hängen und Würgen wenn überhaupt im zweiten Anlauf geschafft haben... Fachlich korrekte Mathematische Statistiken sind eindeutig und aussagensicher.
[small]ARD - Bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe[/small]
Letzte Bearbeitung am 13-Sep-04 um 23:52 Uhr () ... durch den anderen Thread, aber was soll denn diese Frage? Keng erwähnt keine bestimmte Statistik in seinem Posting. Und du wirst, als Vergleich, auch niemals eine Statistik darüber bekommen, wie viele Menschen mit Reisebussen im Jahr wegfahren im Verhältnis zu den Menschen, die darin verunglücken. Was soll also diese Frage nach Statistiken über Jahrmarkt- und ähnliche Unfälle nun?
Letzte Bearbeitung am 14-Sep-04 um 08:16 Uhr () >Was soll also diese Frage nach Statistiken über Jahrmarkt- und ähnliche Unfälle nun?
Schau mal auf die Seite von Murat, die wird Deine Frage glaube ich beantworten.
Edit: Nach dem ich Murats Ausführungen in dem anderen Thread gelesen habe, möchte ich meine obige Antwort streichen. Habe das ganze noch unter dem Aspekt seiner Homepage gesehen und andere Gründe vermutet. Da er aber eingesehen hat, dass seine Homepage zu reißerisch ist und er sie abändern will, sehe ich seine Frage jetzt als reines Interesse an.