Das Bremer Space-Center wird voraussichtlich Ende September schließen. Das hat ein Vertreter der Senatskanzlei der SPD-Bürgerschaftsfraktion mitgeteilt. Das bedeutet auch, dass die restlichen etwa 300 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Die Kündigungen für die Mitarbeiter werden voraussichtlich in diesen Tagen zugestellt. Der Grund für das Dilemma: Seit der Eröffnung im Dezember vergangenen Jahres sind zu wenig Besucher gekommen. Außerdem ist bereits seit längerem bekannt, dass die Eigentümerin, die Dresdener Bank, aus dem Gesamtprojekt aussteigen will. Ob das Weltraum-Erlebnis-Center grundsätzlich geschlossen wird oder in einigen Monaten mit einem neuen Konzept wieder eröffnet, ist noch unklar. Für den wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD, Max Lies, ist eines auf jeden Fall sicher, es werde kein weiteres Bremer Geld in das Projekt fliessen. Der kommisarisch zuständige Wirtschaftssenator Eckhoff wollte sich heute dazu nicht äußern. Und auch Finanzsenator Nußbaum erklärte nur: "Wir leiden mit".
> aber um den Park werden die Freizeitpark Fans wohl nicht trauern...
Mag sein, dass Du nicht darum trauerst. Aber dies zu verallgemeinern finde ich ausgesprochen unangebracht. Ich finde es schade um JEDEN Park, mag ich ihn persönlich auch evtl. nicht so interessant finden, der die Landschaft nicht mehr bereichert.
Gruß Stefan
der wo sich wünscht das mehr Leute IHRE Meinung und nicht die potenzielle von anderen vertreten
>Hi, > >Nur eine logische Konsequenz, zwar sehr Schade für die Mitarbeiter, aber um den Park >werden die Freizeitpark Fans wohl nicht trauern...
Oh, ich schon. Star Trek und der Galaxie Express waren zwei tolle Attraktionen und der Park war Lichttechnisch sehr gut. Genauso überzeugt hat mich das Restaurant mit lecker Essen zu recht günstigen Preisen und Getränke refill. Leider war der Park für deutsche Verhältnisse zu teuer. Deshalb hatte man ihn auch nach 2 Stunden durch, mit mehr Besuchern und längeren Wartezeiten wäre der Tag auch schneller rum gewesen. Und dann gabs natürlich noch mehrere Fehlplanungen wie eine tolle Lichtshow ohne irgendwelche Ankündigung, die Position des Space Shots und das Areal rund um Galaxie Express, dass man auch erstmal finden muss.
Trotzdem extrem schade, hoffentlich gehts weiter.
> >Dennis alias -B-L-I-T-Z-> > > >WWW.T-F-E.DE Fahr mit!
Keep on riding Real Coasterfreak :D [small]"The stone is the key!"[/small]
>Oh, ich schon. Star Trek und der Galaxie Express waren zwei tolle Attraktionen und der >Park war Lichttechnisch sehr gut. Genauso überzeugt hat mich das Restaurant mit lecker >Essen zu recht günstigen Preisen und Getränke refill.
Ok, 2 Nette Attraktionen, schicke Lampen und lecker Essen, ein bissel wenig um sich zu halten, oder?
Dort sollte man lieber etwas mit Zukunft bauende Grüße,
>Ok, 2 Nette Attraktionen, schicke Lampen und lecker Essen, ein bissel wenig um sich zu >halten, oder?
Plus Atmosphäre, angenehme Simulatoren, nen Haufen kleiner Goodies, ein im Preis enthaltenes Imax-Kino, Informationstafeln zu allen möglichen Themen (ob man sich dafür nun interessiert oder nicht...), ein interaktiver Darkride, eine weitere Themenfahrt (MiB, jetzt weiß ich, was du meinst ;) ), ein Biergarten im Außenbereich, der an unserem Besuchstag sehr nett aussah - mit mehr Leuten wäre es sicher noch besser gewesen; motivierten Mitarbeitern. Die Lage und die Anfahrt sind für Touristen allerdings eher nicht so toll.
Aber was wird gezeigt (zumindest bei meinem Besuch im März)? Ein IMAX-Film, der drastisch gekürzt wurde. Die volle Fassung gab es nur gegen Aufpreis außerhalb der Öffnungszeiten des Space Center, also dann, wenn das Park-IMAX-Kino in den Abendstunden zu einem "normalen" IMAX-Kino wurde.
Und wie schon in den anderen Beiträgen zu lesen war: Schöne Ansätze waren da, aber leider fehlt es an einem Wiederholungsbesuchsanreiz, wenn man nach 2-3 Stunden und viel zu viel Eintrittsgeld das Angebot vollständig "abgearbeitet" hat.
In einem Interview mit dem Betreiber war mal zu lesen, daß man sich nicht mit mit herkömmlichen Freizeitparks vergleichen wolle. Vielleicht war gerade dieser Ansatz der Fehler. Denn - entschuldigt das gräßliche Denglisch - Edutainment kann das ebenfalls in Bremen stehende Universum besser.
Olaf
-- Visit www.dzwiza.de Neue Berichte und Fotos 06/2004: Alpine Coaster Imst / Rafting / Canyoning
Ich hätte ihn doch noch so gerne gesehen. Aber gut ... der wird sicherlich irgendwann von einem großen Sponsor aufgekauft und evtl. neu aufgezogen werden! Mal sehen ...
Der Link ist nicht mehr aktuell... Seite nicht vorhanden. War wohl ne Ente :D
Die Idee des Parks is super, die Architektur soviel ich das im Fernsehen ;) gesehen hab auch. Nur ist mir direkt aufgefallen das Sie nicht gerade viel zu bieten haben, und dafür 22 Euro ausgeben?.. naja
>Nur ist mir direkt aufgefallen das Sie nicht gerade viel zu bieten haben, und >dafür 22 Euro ausgeben?.. naja
Das ist IMHO auch das ziemliche Problem des Parks. Er ist sehr schön aufgemacht, aber für die 22 Euro an Eintritt einfach zu teuer. OK, ADAC'ler bekommen Rabatt und 2 Kugel Eis gratis, aber das hat's leider nicht gebracht.
Ich war Anfang des Jahres dort und muß sagen, daß er mir sehr gefallen hat, vor allem eine ganz bestimmte Attraktion. Aber einen Wiederbesuchswert hat der Park definitiv nicht.
23.08.2004, 18:57 Uhr Bremer Space Center steht vor dem Aus Bremen (dpa) - Der mit Millionen-Investitionen errichtete Bremer Weltraum-Erlebnispark Space Center steht vor dem Aus. Ein Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Senatskanzlei habe die Fraktion darüber unterrichtet, dass das Zentrum spätestens Ende Oktober seine Tore schließen werde. Das 500-Millionen-Euro-Projekt war wegen geringer Publikumsresonanz in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Land hatte 170 Millionen Euro für die Infrastruktur beigesteuert.
Letzte Bearbeitung am 24-Aug-04 um 00:50 Uhr () >>Nun bleibt abzuwarten was aus den vorhanden >>Attraktionen wird und in welchem Park man sie dann wieder antrifft. > >Pffff...wie geschmacklos!
so schwer kann es doch nicht sein z.B.: den Space Shot umzupflanzen^^, mir fällt grad nur kein passender Park ein weil ja fast alle einen Free Fall Tower haben, das Fort Fun kann sich den bestimmt nicht mehr leisten, im Europa würde es zum Theming passen z.B.: bei Euro mir wenn da ihrgend wo n bissl Platz wäre. Glaub aber weniger dass sich der Europa Park eine gebrauchte Attraktion anschaffen würde.:P
bleiben. Der Park wird ja erst einmal geschlossen. Gleichzeitig steht es noch in den Sternen, ob der Park nicht noch einmal öffnet. Natürlich mit einem veränderten Konzept, evtl. neuen Attraktionen, wenn sich ein Investor finden würde, daher erst einmal abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. (Bevor man los legt und die Attraktioen schon in andere Parks verlegt) Mich persönlich reizt der Park nicht besonders, besonders da ein Heidepark mir pserönlich einfach mehr zusagt und vom Ruhrgebiet nach Bremen für zwei gute Attraktionen es doch etwas weit ist. Daran wird der Park auch gescheitert sein, evtl. auch einfach an der zur Zeit sowieso nicht einfachen Wirtschaftslage.
Letzte Bearbeitung am 24-Aug-04 um 08:19 Uhr () Hier will ich mich auch mal melden.
Sicherlich habt Ihr meinen Tagesbericht über das Space Center gelesen. Es ist dabei nicht wirklich gut weggekommen.
Trotzdem finde ich eine Schließung des Parks schade. Mit einem etwas anderem Konzept oder günstigeren Eintrittspreisen wäre er meiner Meinung nach nicht zum Scheitern verurteilt gewesen. Aber wenn ich einem Park die Attraktionen in 1,5 h gefahren bin und dann nicht mehr weiß was ich machen soll und Star Trek Borg Encounter fünf mal fahre weil ich den 2-D Film auch noch sehen will, kann insgesamt was nicht stimmen.
Hoffen wir für uns alle, das der Park evtl. mit einem neuen Konzept wieder eröffnet.
BTW: Vielleicht liegen die Probleme auch darin, dass man sich zu stark an einem Thema orientiert. Wenn anderere Parks wieder vom Space Thema abrücken und man einen Park mit dieser Thematisierung baut, stellt sich mir die Frage ob dies nun wirklich zeitgemäß ist.
[h4]Nur sechs Monate nach seiner Eröffnung steht der Bremer Vergnügungspark Space Park vor dem Aus. Eine Katastrophe: Das 650-Millionen-Euro-Projekt sollte in dem Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung Wirtschaft und Tourismus ankurbeln[/h4] von Heiner Stahn
Eine als Astronautin verkleidete Mitarbeiterin des Space Centers Bremen begrüßt Gäste des Vergnügungsparks Foto: ddp Wer in den Weltraum will, muss erst einmal ein ganzes Stück laufen. Ein langer Gang, der "Starwalk", trennt den Eingang vom eigentlichen Empfangsbereich des Bremer Space Park. Und während der Besucher die die knapp 300 Meter hinter sich bringt, erblickt auf dem Weg rechts und links - nichts. Glasfronten von Ladengeschäften sind abgehängt, höchstens Putzdienste haben dort noch zu tun, wo Bremens neue Glitzerwelt aus Freizeitpark und Einkaufszentrum längst entstanden sein sollte. Doch die Geschäfte blieben leer, und das Vergnügungsareal mit Weltraumthematik interessierte auch nicht so, wie es sich die Planer ausgemalt hatten. Jetzt gehen im Space Park die Lichter aus.
Die beiden Kreditgeber, die Dresdner Bank und die Stadt Bremen, wollen kein weiteres Geld mehr in die Anlage pumpen - 650 Mio. Euro hat der Space Park bislang gekostet. Der Betrieb soll geordnet zu Ende geführt werden. Spätestens im Oktober ist Schluss. Noch hat der Space Park knapp 300 Mitarbeiter, etwas mehr als 60 wurden bereits entlassen. Die Zukunft des Prestigeobjektes der großen Koalition steht völlig in den Sternen. Die Senatoren des SPD/CDU-Regierungsbündnisses halten sich bedeckt. Fast gebetsmühlenhaft sprechen sie schon seit Monaten von neuen Konzepten, die gesucht würden.
Das Scheitern ist für Bremen eine Katastrophe. Am Space Park hängen nicht nur knapp 300 Arbeitsplätze, sondern auch die Hoffnung auf den wirtschaftlichen Wiederaufstieg. Der Space Park war das Kernstück eines Plans, der Bremen zu einem Tourismus-Boom verhelfen sollte. Ein Besuchermagnet sollte entstehen, eine Jobmaschine.
Seit mehr als zehn Jahren ist der Kombi-Park ein heißes politisches Thema in Deutschlands kleinstem Bundesland. Bremen, von der Werftenkrise geschüttelt, suchte nach neuen Konzepten in der Wirtschaftspolitik - und entdeckte den Tourismus. Zwei große Freizeitanlagen am Hafen von Bremerhaven und auf der alten Werftbrache der AG Weser wurden geplant: Ocean Park und Space Park. Denn neben Schiffbau und Seegüterumschlag prägten auch Firmen wie Airbus oder EADS Space Transportation über Jahre das wirtschaftliche Leben. Die strukturschwache Hansestadt an der Weser wollte so weg vom schlechten Image und, vor allem, von der schlechten Wirtschaftslage. Immer noch hat der Stadtstaat mit 9,2 Prozent die höchste Sozialhilfequote Deutschlands und mit 14 505 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.
"Der Space Park ist für uns das Kernstück der bremischen Tourismusentwicklung", sagt Peter Siemering, Chef der Bremer Touristikzentrale. Aber im Space Center ist nichts los. Oftmals wandern die Besucher allein durch die bunt illuminierten Gänge und an der schimmernden großen Planetenkugel vorbei, die den Mittelpunkt des Space Centers markiert. Über den Köpfen braust eine Achterbahn, die einen Flug durch weit entfernte Galaxien und zu fremden Welten simulieren soll. Zufrieden ist nach eigenen Angaben nur der Betreiber des neuen Kinos.
Der Space Park besteht aus zwei Teilen: Einem Bereich mit rund 120 Geschäften - für keines fand sich jemals ein Mieter - und dem eigentlichen Freizeitpark, dessen Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Wie viele es tatsächlich sind, die an sieben Öffnungstagen je Woche kommen, will Space Center-Sprecher Wolfgang Wilke nicht sagen. Die Planer des Space Parks hatten 1,4 Millionen Besucher pro Jahr angesetzt - eine funktionierende Shopping-Meile vorausgesetzt. Heute sagt Wilke: "Da der Einkaufsteil leer steht, war unser Ziel dann, möglichst nah an eine Million Besucher heranzukommen. Es hat sich gezeigt, dass dies nicht mehr realistisch ist". Der Freizeitpark braucht dringend frisches Geld.
Doch es gibt keins, jedenfalls nicht von den Hauptinvestoren. Die Dresdner Bank will raus aus dem Projekt. Vor einigen Wochen wurde das Geldinstitut im Rathaus vorstellig, wollte die Betriebsmitteldarlehen über zehn Mio. Euro sofort kündigen. 5,5 Mio. Euro davon sind bislang geflossen. Der Senat um Bürgermeister Henning Scherf (SPD) konnte zumindest erreichen, dass die Bank sich so lange geduldet, bis ein neues Gutachten über die Zukunft des Space Centers fertig ist. Doch offenbar sei die Zwischenbilanz so entmutigend gewesen, dass sich die Bank schon vor Fertigstellung des Gutachtens aus dem Projekt zurückziehe, sagte Senatssprecher Klaus Schloesser. Und auch die die Stadt will kein Geld nachschießen. Damit ist das Aus jetzt beschlossene Sache.
Unter einem guten Stern stand der Space Park nie. Nach mehreren Wechseln bei der Projektentwicklung und nachdem das Projekt Ocean Park gestoppt wurde, blieb der Space Park übrig, unter Federführung der Dresdner Bank. Das Konzept wurde verändert: An den Vergnügungspark sollte auch ein Einkaufscenter angegliedert werden. Ohne Shopping-Meile, prognostizierte Bremens damaliger Wirtschaftssenator Josef Hattig (CDU), werde auch der Freizeitpark nicht laufen. "Einkaufszentrum mit Rakete" spotteten die oppositionellen Grünen. Nachdem der Einkaufsteil von Planung zu Planung immer größer wurde, folgte die lange - und erfolglose - Suche nach einem so genannten "Ankermieter", in Bremen inzwischen ein Unwort. Doch fand sich kein großes Einzelhandelsunternehmen, das sich einmieten wollte. Kaufhof sprang ab, Saturn ebenso. Und so wollte sich die damals verantwortliche Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi), die Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft des Allianz-Dresdner-Bank-Konzerns, schon 2001 aus Bremen verabschieden: Etwa eine halbe Mrd. Euro waren investiert, die Stadt hatte rund 150 Mio. Euro für die Flächenaufbereitung ausgegeben. Bremen und die Bank einigten sich schließlich darauf, gemeinsam für das Space Center ein Darlehen zu gewährleisten: 80 Mio. Euro wurden von den Partnern zu gleichen Teilen übernommen, zehn Mio. davon als reiner Betriebsmittelkredit. Mit diesem Geld konnte das Space Center schließlich im Februar eröffnet werden. Doch hielt das Besucherinteresse nicht an. Längst nicht so viele Besucher wie angenommen wollten 22 Euro ausgeben für einen simulierten Raketenabschuss neben dem Modell einer Ariane-Rakete, für 3-D-Filme in Norddeutschlands einzigem I-Max-Kino oder dafür, in einem Wägelchen dahinzuckelnd mit einer Lichtpistole auf Roboter zu schießen.
Zwar fand sich mit dem US-amerikanischen Unternehmen ProFun ein professioneller Vergnügungspark-Betreiber, der etwa auch in der VW-Autostadt dabei ist. Zudem engagierten sich mit Paramount Pictures und MGM zwei der großen Hollywood-Studios als Lizenzgeber und installierten im Space Center Ableger ihrer erfolgreichen Fernsehserien "Star Trek Voyager" und "Star Gate". So sollten zahlungskräftige Fans angelockt werden, die für Treffen, so genannten "Conventions", auch weite Anreisen in Kauf nehmen. Doch schon bald nach der Eröffnung des Space Centers wurde klar: Es kommen zu wenige. Ein Teufelskreis: So lange das Space Center schwächelt, findet sich kein Großmieter für die Einkaufsmeile, und ohne die Shopping-Mall läuft der Vergnügungspark nicht richtig.
Der Bremer Senat hofft immer noch, mit einem neuen Betreiber und einem veränderten Konzept doch noch ein erfolgreiches Weltraumerlebnis installieren zu können. Die Dresdner Bank sucht nach einem neuen Investor. Dass die Bank aussteigen will, stieß in Bremen auf Unverständnis. "Auch andere Freizeitparks haben Jahre gebraucht, um schwarze Zahlen zu schreiben", heißt es aus dem Senat. Auf dieses Argument hat Dresdner-Bank-Sprecherin Katerina Piro "nicht wirklich eine Antwort".
Der Dresdner-Bank-Tochter Degi, die das Geschäft mit der Stadt Bremen ausgehandelt hatte und so erst möglich machte, dass das Space Center verwirklicht wurde, ist das Projekt inzwischen entzogen worden. Übergeben wurde es einer neuen Einheit, der "Institutional Restructuring Unit" (IRU). Was die Degi einst in Bremen vereinbarte, erweist sich nun aus Sicht der Dresdner Bank als besonders schlecht. Denn der Space Park wurde gebaut, ohne dass auch nur ein einziger Mieter für den Einkaufsbereich unterschrieben hatte. Und die Dresdner Bank ist Eigentümer des Einkaufszentrum Space Park, einer leer stehenden, 40 000 Quadratmeter großen Gewerbeimmobilie. Beim Vergnügungspark Space Center firmiert die Bank nur als Kreditgeber.
Bank-Sprecherin Piro verweist auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Planungsphase: Ende der 90er Jahre habe man allgemein noch von einem prosperierenden Einzelhandel ausgehen können. Doch nun soll Schluss sein - "das haben wir als Bank klar gesagt", so Piro. Offen ist, was mit der riesigen Immobilie passieren soll. Die Dresdner Bank schweigt sich darüber aus, zu welchen Konditionen sie das Einkaufszentrum und den Vergnügungspark abstoßen würde. Im schlimmsten Fall müsste die Stadt Bremen mit einer Investitionsruine zurechtkommen, in die sie selbst viel Geld gesteckt hat. "Wir hätten bei jedem Investor so gehandelt, der einen so gewaltigen Betrag hier investieren will", so Stefan Luft, Sprecher des Wirtschaftsressorts.
Im Senat wird derweil weiter gefordert, es müsse eine "generelle Neukonzeption her". Da sieht es zumindest für das Space Center sieht nicht ganz schlecht aus. Carlo Petri wäre ein möglicher neuer Betreiber. Der Hamburger Unternehmer hat in Bremen bereits das erfolgreiche "Universum Science Center" aus der Taufe gehoben, präsentiert dort Wissenschaft zum Anfassen. "Mehr Flair, mehr Atmosphäre" stellt sich Petri vor. Bislang gibt es im Space Park nur einige wenige Tafeln und paar Ausstellungsstücke wie Raumanzüge oder ein Mondfahrzeug.
Petri bestätigt, "Teil der Überlegungen" zu sein, doch steht der Hamburger Unternehmer nur als Betreiber parat. Somit geht die Suche nach einem Investor weiter. Auf jeden Fall wollen Bank und Senat eine Insolvenz des Space Centers vermeiden. Dann müssten nämlich aller Voraussicht nach EU-Beihilfen in Millionenhöhe zurückgezahlt werden. Zudem verfielen bei einer Insolvenz die Lizenzen für die Attraktionen wie "Star Gate" und "Star Trek". Bei einem Betriebsübergang könnte der neue Eigentümer diese übernehmen. Doch bevor ein neues "Space Center" seine Tore öffnen könnte, wird der riesige Park seine Tore wohl schließen. Vielleicht nur vorübergehend.
Dieser Artikel dürfte bei weitem realistischer sein als die ganzen niveaulose "Katastrophenschreierei" die aus dem Zeitungsgeraschel und der Grünenfraktion zu hören war, denn klar ist: So wie es jetzt ist, kann es tatsächlich im Space Park nicht weitergehen. Aber alle Investitionen zu verlieren, dürfte eine der teuersten Varianten für alle Beteiligten sein.
Wer den Space Park besucht hat, dürfte auch gesehen haben, wo die Problematik ist. Die Atmosphäre wohl weniger, zumindest technisch ist es fast schon zu aufwändig und auch die Preshows sind grundsätzlich akzeptabel von den motivierten Mitarbeitern vorgetragen. Stattdessen sind es einfach konzeptionelle Mängel. Synthetische Erlebnisse wie 3D-Kinos, Simulatoren und noch mehr 3D-Kinos sind zwar beim ersten Mal wirklich ganz nett, aber man hätte auch gern mal bei anderen Parks nachschauen können, was in den Jahren danach mit diesem Typ von Attraktion passiert. Auch vermißt man die ganzen Standardfahrgeschäfte. Und was passiert zur Krönung? Durch die wenigen Besucher sinken die durchschnittlichen Wartezeiten auf null und man ist noch viel schneller "durch" - allerdings muss man dazu im Verhältnis sehen, dass auch ein ausgewachsener Park wie PHL bei absoluter Leere in 3-4 Stunden vollständig geschafft werden kann.
Der Park bräuchte zum Überleben eine Flucht nach vorne - nur den Eintrittspreis senken brächte zeitweise mehr Besucher, nützt aber wohl kaum was wenn man einen mitarbeiterintensiven Park mit lauter Neuinvestitionen hat. Sicher ist es schwierig, Neubauten gelungen in das Konzept einzugliedern, vermutlich müsste man wohl einen richtigen Outdoorbereich integrieren, aber auch wenn es gewöhnungsbedürftig aussieht, hilft es dem Besucher mehr Zeit zu verbringen, denn wahrscheinlich würde der das auch noch dankbar annehmen. Unangenehm ist der Besuch nämlich bei weitem nicht und beizeiten hat man das Gefühl das mehr Spielkram verteilt ist als in anderen Großparks!
Ich habe mich bereits einmal über ein PR-Desaster aufgeregt, als "Wetten Dass!?" vor einigen Monaten in Bremen gastierte. Anstatt eine Außenwette oder eine Publikumswette im, oder am Space Park zu veranstalten, wurde der Park nicht einmal erwähnt. Stattdessen wurden die Gewinner der Kinderwette in den Europapark geschickt.
Auch sonst hat man sich in Bremen wohl völlig auf das "Stille Post"-Prinzip verslassen. Außer einigen Berichten in Spartenprogrammen (Spiegel-Tv), Zeitungsberichten zur Eröffnung und einer kleinen, komplett verunglückten Printkampagne, die auf den ersten Blick an "Starlight Express" erinnerte, gab es nichts außer schlechter Presse. Aber wenigstens davon gabs Massenhaft.
Nachdem sich die Bild genüsslich über den planerischen Schwachsinn des Projekts, lange vor der eigentlichen Eröffnung ausgelassen hat, und die kritische Stimmung auch in anderen Zeitungen verbreitet wurde, hätte man mit einer massiven Kampagne kontern müssen.
08/15-Berichte am Sonntag um 22:30 reichen nicht aus einen neuen Park bekannt zu machen.
Letzte Bearbeitung am 25-Aug-04 um 18:52 Uhr () Das ist sehr schade (wollte ich mir auch noch mal ansehen) - für den Standort und für die Mitarbeitern (übrigens auch einige ehemalige "Movie World"ler!)
Aber was soll das? Klar, dass so ein Park sich erst einmal etablieren muss. 6 Monate finde ich auch sehr zu wenig, um schon gleich die Flinte total ins Korn zu werfen? Mal eben ein paar Millionen verhaun, ok kloppen wir platt. Mir eher unverständlich.
Da scheint jemand wirklich sehr kurzfristig geplant zu haben...
Oh mann, für 650 Mio. hätte man einfach zwei bis drei BM Bahnen und zwei weitere High Thrill Rides mit bauen müssen. Das hätte gezogen und der SP wäre sofort ein big player gewesen. Der Besucher will doch letzlich nur eins:Action um aus dem Alltag richtig entfliehen zu können,oder? Denke aber auch,dass man in Soltau und in Sirksdorf durchatmen wird. mfG Ingo
Die 650 Mio. waren die Gesamtinvestitionssumme für den gesamten Space Park (also inkl. Shopping-Center). Der Park selbst schlägt dabei mit (soviel ich weiß) nur läppischen 100 Mio. zu Buche. Da dürfte wohl kaum Spielraum für zwei oder drei B&M-Bahnen sowie zwei weiteren High Thrill Rides sein.
>Der Park selbst schlägt dabei mit (soviel ich weiß) nur läppischen >100 Mio. zu Buche. Da dürfte wohl kaum Spielraum für zwei oder drei B&M-Bahnen sowie >zwei weiteren High Thrill Rides sein.
100 Millionen EUR sind ungefähr 5 mal SilverStar, allerdings ohne Grundstück, vermute ich.
Allerdings machen solche Stahlgerüste noch lange keinen Freizeitpark aus, dementsprechend finde ich es sehr, sehr schade, dass ein an sich interessantes Konzept so scheitert. wie schon oft gesagt, stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht. Ich drücke die Daumen, dass doch noch ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept gefunden wird, denn die Stadt Bremen kann es bestimmt gebrauchen.
Gruß Marc
OT-PS: Seit wann wird eigentlich Million mit Mio. abgekürzt? In der Schule wurde über die im Grundsatz unbedeutende, weil nichtssagende Tageszeitung, die in den 1970ern und 1980er mit über 5 Millionen Auflagen schon mal bessere Zeiten gesehen hat, gespottet, weil sie so abkürzt; "damals" wurde mir gesagt, dass der Faktor 10^6 mit Mill. bezeichnet wird.
>OT-PS: Seit wann wird eigentlich Million mit Mio. abgekürzt? In der Schule wurde über >die im Grundsatz unbedeutende, weil nichtssagende Tageszeitung, die in den 1970ern und >1980er mit über 5 Millionen Auflagen schon mal bessere Zeiten gesehen hat, gespottet, >weil sie so abkürzt; "damals" wurde mir gesagt, dass der Faktor 10^6 mit Mill. >bezeichnet wird.
Mill. könnte aber theoretisch genauso gut für Milliarde stehen. Deshalb kürze ich persönlich Million mit "Mio." und Milliarde mit "Mrd." ab. Das ist geläufig und unmissverständlich.
Der Duden lässt übrigens beide Möglichkeiten zu. (Milliarde kann aber nur mit "Md.", "Mrd." oder "Mia.", nicht aber mit "Mill." abgekürzt werden.)
Space Center : Schluß im September Die Mitarbeiter des Space Center haben nach Information von Buten un Binnen heute ihre Kündigung erhalten. Ihr letzter Arbeitstag ist am 26. September. Danach werden die Herbstferien doch nicht mehr abgewartet. (http://www.radiobremen.de/tv/buten-un-binnen/news.php3?d=27&m=08&j=04)
Das war definfitv abzusehen, dass der Park mit dem Preisleistungsverhältnis nicht überlebt. Schade, war eine gute Idee, doch leider nicht ganz durchdacht.
Das Bremer Weltraumcenter für 500 Millionen Euro muss schließen. Andere Vergnügungsparks haben mit innovativen Konzepten bei den Besuchern Erfolg.
(Der Tagesspiegel, 05.09.2004) - Es klang so gut: Mit einem Freizeitpark im Weltraumstil wollte Bremen neue Arbeitsplätze schaffen, mehr Touristen in die Stadt locken und so Geld in die klamme Stadt holen. Das Projekt kostete 500 Millionen Euro, 150 Millionen davon investierte das Land Bremen. Doch dem Zukunftsprojekt Space-Center ergeht es wie der kontrolliert abgestürzten russischen Raumstation Mir: Das Ende ist programmiert. Der erst im Februar eröffnete Park schließt Ende September, teilte der Betreiber in der vergangenen Woche mit. Weil nicht genug Besucher kamen, verlieren 300 Mitarbeiter ihre Stelle. Ob es irgendwann einen Neustart geben wird, ist offen.
Die Pleite des Weltraumparks zeigt, wie heftig um das Freizeitbudget der Deutschen gefochten wird. Nach mehreren Neueröffnungen in den vergangenen Jahren streiten fast 60 große Parks in Deutschland um Besucher. Zudem müssen sie mit Tierparks konkurrieren, die sich zu Erlebniszoos mausern und mit Museen, die auf spaßorientiertes Lernen setzen und zudem noch von der Umsatzsteuer befreit sind. Auch so genannte „Brand Parcs“ wie die Autostadt von Volkswagen macht den Achterbahnbetreibern Konkurrenz. Experten erwarten, dass weitere Parks schließen müssen oder von internationalen Gruppen übernommen werden. „Ich rechne mit einer baldigen Marktbereinigung. Es gibt mehrere mittelständische Unternehmer, die hoffen, dass sie noch einen Käufer für ihre Parks finden, bevor sie Pleite gehen“, sagt Freizeitforscher Heinz Rico Scherrieb von der Hochschule für Technik und Wirtschaft im schweizerischen Chur.
Auch der Freizeitpark-Verband VDFU räumt ein, dass die Geschäfte nicht gut laufen. „Zwar ist die Zahl der Parkbesucher in den vergangenen Jahren mit 21 bis 22 Millionen jährlich konstant geblieben“, sagt VDFU-Geschäftsführer Ulrich Müller-Oltay. „Aber die Besucher geben weniger aus, die Erträge gehen zurück.“ Die Einnahmen der Parks werden auf 600 Millionen Euro geschätzt. Wie viel die Branche genau umsetzt, weiß selbst der eigene Verband nicht. Denn viele Parks sind Familienbetriebe, die sich nicht gern in die Bücher schauen lassen. Auch der Europapark in Rust bei Freiburg, die Nummer eins in Deutschland, gibt nicht bekannt, wie viel mit den 3,6 Millionen Besuchern des Jahres 2003 verdient wurde.
Aus einem Vergleich des BAT Freizeitforschungsinstitus ging der Europapark als besucherfreundlichster Park hervor. Auf den Plätzen folgten der Hansa-Park an der Ostsee und der Heidepark Soltau. „Der Europapark bietet nicht nur attraktive Fahrten an, sie werden auch in einem passenden Ambiente präsentiert“, sagt Ulrich Reinhardt, der die BAT-Studie im Auftrag des Wochenmagazins „Stern“ durchführte. So werden die Besucher der Weltraumbahn „Mir“ in der Warteschlange mit Infotainment rund um die Raumfahrt bei Laune gehalten. „Früher wollten die Besucher möglichst viele Fahrten machen, heute nehmen sie sich mehr Zeit für einzelne Angebote“, sagt der Freizeitforscher.
Auch die Achterbahnfahrten selbst ändern sich: „Heute sind nicht mehr so sehr schnelle und extreme Fahrten gefragt, sondern intelligente Bahnen“, sagt Horst Ruhe vom Achterbahnhersteller Maurer und Söhne in München. So können die Kabinen der Bahn „Wuze Town“ im Brühler Fantasialand verschiedene Wege einschlagen. Falltürme wie der „Earthquake“ von Maurer, bei dem 32 Besucher bis zu 63 Meter in die Tiefe stürzen, können mit verschiedenen Programmen auf unterschiedliche Besuchergruppen eingestellt werden.
Für eine moderne Achterbahn müssen zwei bis drei Millionen Euro investiert werden. Kleinere Parks können sich solche Investitionen oft nicht leisten. Zugleich werben andere Anbieter erfolgreich um die Familienausflügler. Etwa das Deutsche Museum in München, das 2003 mit fast 1,5 Millionen Besuchern mehr Gäste anlockte als die meisten Freizeitparks. Das ist auch auf den Erfolg des neuen „Kinderreichs“ zurückzuführen, in dem Mädchen und Jungen von drei bis zehn Jahren zum Beispiel in einer begehbaren Gitarre entdecken können, wie Töne entstehen. Mit der Abteilung hat das Museum gezielt junge Familien angelockt.
Der Hamburger Freizeitpark-Berater Carl Wenzel glaubt, dass die Parkbetreiber von der Museumspädagogik lernen können: „Den Deutschen fällt es schwer, Geld allein für Spaß auszugeben. Man kann sie eher begeistern, wenn der Spaß mit etwas Sinnvollem verbunden ist.“ So habe auch das Bremer Space Center nach der ursprünglichen Planung unterhaltsame Lehrelemente vorgesehen, die aber eingespart wurden. „Man hätte damit Schulklassen zu Besuchen bewegen können und den Park so schnell bekannt gemacht“, sagt der Freizeitpark-Experte.
Die Zukunft gehört seiner Ansicht nach Parks, die Information und Emotion geschickt verbinden. Darauf beruhe auch der Erfolg der Autostadt in Wolfsburg, wo der Volkswagen-Konzern seine Marken präsentiert. Auch BMW und Daimler-Chrysler arbeiten derzeit an ähnlichen Konzern-Schaufenstern. Bei dieser Konkurrenz werden es kleine Freizeitparks in Zukunft schwerer haben. (Von Alexander Visser)
Erlebnispark Space Center schließt - Zu wenig Publikum
Vorhang zu: Der vorerst letzte Akt im Drama um das Bremer Space Center endet am kommenden Sonntag ohne Happy End. In Europas größtem Freizeit- und Erlebnispark zum Thema Raumfahrt und Space-Abenteuer gehen nach nur sieben Monaten Betrieb die Lichter aus.
Die außerirdischen "Borg"-Monster aus der Science-Fiction-Serie "Star Trek" geben ihre Laser-Waffen ab, und auch die intergalaktische Achterbahn rollt aus. Das (T)Raumschiff der großen Koalition in Bremen hat mit harter Bruchlandung in der Realität aufgesetzt. Der erhoffte Höhenflug des Prestigeobjektes reichte nicht bis zu einer wirtschaftlich stabilen Umlaufbahn. Denn die "Hauptdüse" des Projektes hatte nicht gezündet: Neben dem jetzt schließenden Erlebnisbereich sollte ein 44.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum für Besucherschub sorgen und Geld in die Kassen spülen. Doch für das Shopping-Center fehlen weiterhin Mieter.
Betrieb nicht Kosten deckend Vor einem Monat hatte der Senat endgültig den Geldhahn zugedreht. Seit der Eröffnung im Februar war das 600 Millionen Euro teure Zukunftsprojekt wegen zu geringer Besucherzahlen nicht aus den Schlagzeilen gekommen. Bei Eintrittspreisen zwischen 18 und 22 Euro hatten die Planer ursprünglich auf rund 1,4 Millionen Gäste pro Jahr gehofft. Kritiker der "Weltraum-Kirmes" gingen dagegen von nur 450.000 Besucher aus. Zwar zeigten sich besonders Jugendliche, aber auch Technik begeisterte Erwachsene von den Science-Fiction-Attraktionen beeindruckt. Wie viele jedoch tatsächlich gekommen sind, verrät der Betreiber, die ProFun Europe GmbH, nach wie vor nicht.
Center-Manager Wolfgang Wilke verweist immerhin auf deutliche Besucherspitzen im Juli: "Während der "Apollo"-Aktionstage anlässlich der ersten Mondlandung 1969 kamen in zehn Tagen 25.000 Besucher. Da kamen wir später nicht mehr dran, aber in den Sommerferien hatten wir auch sehr gute Wochen. Und in den letzten Tagen gibt es einen regelrechten Run auf das Space Center. Letztlich war der Betrieb jedoch nicht Kosten deckend."
Hoffnung auf einen Neustart Besonders schmerzt Wilke die Entlassung von rund 300 Mitarbeitern zum Monatsende. Bereits Ende August mussten 66 Beschäftigte gehen. Um diese Fachkräfte mit ausgeprägter Serviceorientierung müsste sich eigentlich jedes Dienstleistungsunternehmen mit intensivem Kundenkontakt reißen, meint die Bundesagentur für Arbeit. Wilke und seine Mitarbeiter haben jedoch die Hoffnung auf einen Neustart des Space Centers noch nicht aufgegeben: "Meine Leute betrachten das hier als tollen Job und verstehen nicht, dass es jetzt nicht weitergeht", sagt der Direktor des Freizeitparks.
Ob es einen neuen Anlauf mit anderen Betreibern geben wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen. Seit Monaten verhandeln der Bremer Senat und der Investor Dresdner Bank über neue Perspektiven. Zum Stand der Gespräche äußern sich beide Seiten nur mäßig, aber dafür regelmäßig: "Wir suchen nach einem tragfähigen Konzept."
Nocheinmal ein guter Artikel aus den Nordeutschen Neuesten Nachrichten:
Absturz einer gigantischen Spaßrakete
Das Bremer Prestige-Objekt "Space Park" wird geschlossen Mehr als 650 Millionen Euro in Weltraumspektakel investiert Bremen • Als größter "Indoor-Erlebnispark Europas" ist der Bremer Space Park im Februar gestartet. Flüge durchs All, Schlachten mit Aliens und sphärische Klänge sollten nicht nur Besucherscharen anlocken, sondern dem gebeutelten Stadtstaat auch einen Aufschwung bescheren. Die mehr als 650 Millionen Euro teure Spaßrakete stürzte ab. Zu wenige Weltraumfans verirrten sich in das Raumschiff an der Weser. Am Sonntag schließt der galaktische Abenteuerspielplatz.
Von Helge Ahrens
Donnernd erhebt sich die Rakete in den Himmel. Eine Staubwolke rollt auf die Zuschauer zu, umhüllt sie. Steinchen zischen vorbei, schlagen auf der Schutzbrille ein. Köpfe zucken zurück. Sekunden später: Strahlend erscheint die Erde als Punkt im Universum. Die Internationale Raumstation ISS schwebt zum Greifen nah im All. Astronauten turnen im Inneren herum, ziehen die Zuschauer mit in die Kapsel. Werkzeug, Orangen, Popcorn schwirren umher.
Nach 25 Minuten ist der kosmische Ausflug beendet. Im 3-D-Kino gehen die Lichter an, die Weltraumtouristen landen auf dem Boden der Realität des Space Park. Ebenso wie die Veranstalter des Spektakels.
Gähnende Leere im Einkaufsparadies Bremen hat mit dem Großprojekt eine Bruchlandung hingelegt. Erst im Februar war der Spaßplanet auf dem ehemaligen Werftgelände nach dreijähriger Bauzeit in seine Umlaufbahn gestartet. Mit auf dem Weg: Die Hoffnungen, dass sich der Park zum Besuchermagneten und zur Jobmaschine mausern, die Stadt "revitalisieren" würde. Bürgermeister Henning Scherf sprach von einer "Erfolgsgeschichte".
Der silberne Betonklotz verschlang die astronomische Summe von mehr als 650 Millionen Euro, das klamme Bremen ist mit einem Drittel beteiligt, die Dresdner Bank investierte etwa eine halbe Milliarde Euro. Schon beim Start war der Schlingerkurs programmiert.
Neben dem 22000 Quadratmeter großen Erlebnispark Space Center beherbergt der Komplex ein Kino und eine Einkaufsmeile: 44000 Quadratmeter, mit Platz für 120 Geschäfte. Dort jedoch herrscht gähnende Leere. Die Händler trauten den Sternen nicht. Bis heute ist kein einziges Geschäft eingezogen. Eine Betonwüste mit verwaisten Läden, die notdürftig zugemauert sind. Statt der erhofften gegenseitigen Anziehungskraft von Park und Bummelmeile war von der "teuersten Ruine Deutschlands" die Rede. Ein schlechtes Omen. Die Space-Center-Betreiber, die US-Gesellschaft ProFun, die für Verluste mit gerade 50000 Euro haftet, zündeten das gewagte Projekt trotzdem.
Weltraumzirkus im Schummerlicht "Willkommen in der Zukunft", säuselt eine Frauenstimme aus den Lautsprechern. Unter einem Triebwerk wandeln die Besucher durch einen futuristischen Gang. Neonfarbene Lichtblitze durchkreuzen die metallenen Wände, sphärische Klänge kündigen das Zentrum an: Eine runde Halle im Schummerlicht, in der Mitte eine riesige Kugel. Ein Astronaut hüpft durch die Gänge, während ein Borg aus der Serie Star-Trek die Kinder verunsichert. Von hier aus geht es in die "Attraktionshöhlen", vollgestopft mit Bausteinen der Unterhaltungsindustrie, hydraulischen Bühnen und Vorspiegelungstechnik. Ein Zirkus der Illusionen.
Bereits einen Monat nach dem offiziellen Start kursierten Spekulationen vom Aus des Parks. "Das ist völliger Blödsinn", verteidigte Dr. Wolfgang Wilke, Astrophysiker, geistiger Vater und Sprecher, sein Projekt. Er wollte den Bremern den "Himmel auf Erden holen." Doch selbst die heimische Presse wähnte den Erfolg Lichtjahre entfernt. Von den täglich angepeilten 4500 Weltraumfans verirrte sich anfangs nur ein Zehntel in die Zukunftswelten, hieß es. Bis heute gibt es keine offiziellen Besucherzahlen.
Dass die Millionen spurlos im Bremer Orbit verschwanden, zeigte sich spätestens im Mai. Aus einem "Notfall-Betriebsmittelkredit" schossen Bremen und Dresdner Bank 1,2 Millionen nach – ein zweimonatiger Aufschub für die Schließung. Die Große Koalition gab für ihr Prestige-Objekt Durchhalteparolen aus: "Wir sind keine Weicheier, geben nicht auf", polterte Bürgermeister Hennig Scherf (SPD).
Fernseh-Aliens statt Wissenschaft Anders als mit dem walförmigen Universum Science-Center, das sich seit vier Jahren mit Wissenschaft zum Anfassen fest in der Hansestadt etabliert hat – und "nur" 20 Millionen an Zuschüssen benötigte –, waren die Pläne im Space Center zu fantastisch. Statt das Projekt, wie geplant, mit Nachhilfe über den Weltraum zu verbinden, setzten die Macher auf fernsehbekannte Außerirdische. Autor und Ufo-Forscher Erich von Däniken meckerte bei einem Besuch: "Sehr viel Hollywood hier, nur Stargate- und Star-Trek-Fans kennen die Figuren und Geschichten."
Dass es im Space Center zu wenig dröhnt, flimmert und rüttelt, lässt sich den Betreibern nicht vorwerfen. Der "Star Trek Borg Encounter" konfrontiert die Wartenden minutenlang mit Serienhelden, ehe sie sich auf hydraulischen Sitzen mit Luft besprühen lassen und 3-D-bebrillt eine Leinwandschlacht gegen Aliens führen müssen. Bei der "Planet Quest"-Gondelfahrt wabern ihnen quallige Wesen entgegen, im "Stargate SG 3000" werden die Abenteurer in einem Flugsimulator durchgeschüttelt, während vor ihnen eine Fabelwelt vorbeirauscht. Für Hochspannung soll der "Galaxie Express" sorgen, eine Achterbahn ohne Looping, dafür mit Monitor-Helm.
Kritiker haben errechnet, dass sich alle Abenteuer in 20 Minuten netto meistern ließen. Anstehen musste kaum jemand. Die unendlichen Weiten, die der Space Park vermitteln wollte – sie zeigten sich zum Leidwesen der Betreiber auch auf den Gängen. Für die Zukunftsvisionen wollten nur wenige Besucher 22 Euro zahlen. Die Finanzlage befand sich ebenso im freien Fall wie die Passagiere der Ariane-5-Rakete, die vor dem Eingang 1,6 Sekunden Schwerelosigkeit verspricht.
Schweriner Kinobesitzer betreibt "Cine Space" Bis Ende August entließ das Space Center einen Teil der anfangs mehr als 400 Mitarbeiter. Für die übrigen etwa 300 ist jetzt Schluss. Das war einer der Knackpunkte, sagt Gunnar Burmester, der das Kino Cine Space betreibt. "Der Park war gut besucht, nur der Mitarbeiterstab war viel zu groß", so der 52-Jährige, der auch die Schweriner Kinos leitet.
Wenn im Space Center die Lichter ausgehen, kann er trotzdem weitermachen. "Ich habe einen Pachtvertrag über zehn Jahre. Wir sind unabhängig vom Space Center, bei uns stimmen die Zahlen." Bully Herbig feierte bei ihm eine Premiere mit seinem "(T)Raumschiff Surprise". Eine Komödie über den Schlingerkurs einer chaotischen Weltraumcrew. Der Space Park bot die ideale Kulisse.
Katastrophe für das Sanierungsland Bremen Das Ende an diesem Wochenende soll zugleich der Auftakt für ein neues Investoren-Konzept sein, heißt es im Bremer Rathaus. Doch davon ist schon seit Monaten die Rede. Auch ein Saisonbetrieb wird diskutiert. Im Gespräch waren u.a. Profis vom Heide-Park Soltau, die den Park auf Erfolgskurs bringen sollen.
Zwischenzeitlich kursierten bereits Vorschläge, den Monumentalbau abzureißen. Das wäre "das Eingeständnis einer kompletten Fehlinvestition mit schwer kalkulierbarem Ausgang für die Zukunft des Stadtstaates", ächzte der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel.
Für das Sanierungsland Bremen, mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Republik, entwickelte sich der Space Park von einem riskanten, aber hoffnungsvollen Testfall zum galaktischen Millionengrab. Wie es weitergeht, steht in den Sternen. Ironie des Schicksals: Eine Schweriner Familie gewann bei der Eröffnung den Hauptpreis – lebenslang freien Eintritt.
In Europas größtem Indoor-Erlebnispark gehen die Lichter aus
Nach nur sieben Monaten Betriebszeit hat am Sonntag das Bremer Space Center, Europas größter Indoor-Erlebnispark, seine Türen geschlossen. Rund 300 Mitarbeiter verlieren ihren Job, nur etwas weniger als zehn Mitarbeiter werden bleiben, wie Geschäftsführer Wolfgang Wilke sagte. Die Planungen für den Space Park, in den rund 600 Millionen Euro investiert worden waren, hatten elf Jahre gedauert.
Zum Konzept des Space Parks gehörte neben dem Space Center, das die amerikanische Firma ProFun Europe GmbH betrieben hat, eine 44.000 Quadratmeter große Einzelhandelsfläche, für die keine Mieter gefunden wurden, und ein Kino CineSpace, das vorerst noch geöffnet bleibt. Für das Space Center waren 1,4 Millionen Gäste pro Jahr geplant, doch diese Zahl wurde nicht annähernd erreicht. Nur während der zehn "Apollo-Tage" in den Sommerferien zählte Wilke täglich rund 27.000 Besucher, auch für die letzten beiden Öffnungstage schätzt er Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich. Wie viele Besucher seit der Eröffnung im Februar gekommen waren, sagt er nicht: "Es waren viel zu wenig." Hier klicken!
Mieteinnahmen aus Einzelhandel fehlten
Weil zudem die Mieteinnahmen für die Einzelhandelsfläche fehlten, muss der Space Park nun schließen. Die verbleibenden Mitarbeiter sollen nach Angaben Wilkes die Attraktionen im Space Center warten, damit der Betrieb jederzeit wieder aufgenommen werden könnte. "Im Herzen bin ich vor allem bei meinen Mitarbeitern, die den Space Park zum Leben erweckt haben und nun gehen müssen", sagte Wilke, der auch die Idee für den Space Park hatte.
Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Zurzeit verhandeln der Bremer Senat, die Dresdner Bank und einige Bremer Unternehmer über ein neues Konzept. "Über die Pläne habe ich keine Informationen", sagt Wilke. "Aber ich würde mich freuen, wenn die Schließung wenigstens als Plattform für eine neue wirtschaftliche Chance des Space Parks genutzt werden würde."
ich habe mich dann am Wochenende doch nochmal von Berlin nach Bremen gewagt und war hin und hergerissen zwischen "Schöner ´Park´, schade, dass das Konzept schon zum Scheitern verurteilt war" und "Selbst schuld, wer so etwas in Deutschland an solch einem Standort plant"!
Die Gestaltung des Parks war aus meiner Sicht ohne Fehler (Architektur, Lichtkonzept, etc.).
Die Attraktionen stellten eine wechselhafte Kurve dar: Phantastische, die aus den USA kamen, bis hin zu deutschen 08/15 Rides und Shows!
Wie schon des öfteren erwähnt, lag eines der Hauptpobleme in der Thematik: Weltraum! und das in Bremen! Wer nicht gerade ScienceFiction Fan ist, fühlte sich durch die PreShows gelangweilt! Eine gutausgedachte eigene Weltraumstory, die sich durch den ganzen Park zieht, hätte meiner Meinung nach ein ganzheitlicheres Erscheinungsbild gegeben und wäre somit für die breite Masse zugänglicher gewesen. Die nicht lizensierten Rides liessen ein wenig zu Wünschen übrig obwohl das technische KnowHow tolle Sachen zugelassen hätte!Hier scheiterte die Einfallslosigkeit!
Ich weiss leider nicht genau, was das Gesamtkomzept des gesamten Areals, neben dem Einkaufszentrum, noch vorgesehen hatte. Unbestreitbar finde ich hedoch, dass dieses Areal, so fren ab, wie es nun einmal liegt, ein 24h-Konzept haben muss. Die Einkaufspassage ist ja eine gute Idee, doch muss der Besucher auch nach den Öffnungszieten dort gehalten werden. Das Industriegebiet lässt ja eine lange Öffnungszeit zu: Diskotheken, Erlebnisrestaurants, etc. würden, wenn alles ein harmonisches Gesamtkonzept ergibt, an dieser Stelle ein Erfolg werden, so dass wenigsten ein Einzugsgebiet von 1-2h Fahrt erreicht werden könnten. Die Frage ist, ob es außerhalb der Großstädte oder des Ruhrgebiets eine Chance für einen Indoorpark dieser Größenordnung gibt, der finanziell mit den den Outdoorparks konkurieren kann?
Alles in allem finde ich es schade und hoffe, dass der PArk gerettet werden kann, das Grundpotential liegt meines Erachtens vor.
Also ich verstehe nicht wie man beim Space Park nur irgendwelche Attraktionen "phantastisch" finden kann. Außer dem IMAX Kino und dem Space Shot waren wirklich alle Attraktionen sows von langweilig und schlecht gemacht. Vielleicht war die Hochschaubahn mit dem Simulator recht gut, aber die war sowas von bumpy, dass mir jedesmal der Kopf gedröhnt hat weil ich immer gegen die Lautsprecher gestoßen bin.
Alles in allem schön aufgemacht der Park, aber die falschen Attraktionen drin, das sehe ich als Hauptproblem neben dem Thema "Raumfahrt".
Hier noch von mir eine Zusammenfassung meiner Eindrücke: - keine durchgehende Story im Park - immer gleiche Dramatik der Simulationen (Einführung auf ernsthaft dann läuft plötzlich etwas schief...) - eindeutig zu viele Simulationen (langweilig) - man fühlt sich wie in einem Kino wird aber nicht hineingezogen in die Filme - Besucher schauen ratlos und gelangweilt drein - erschreckend leerer Park senkt Ambiente enorm - positive Highlights: IMAX, Space Shot - negative Highlights: Destination Moon, Planet Quest - alle anderen Attraktionen unterdurchschnittlich gelungen - Fazit: zu amerikanisch, zu viel Platz, wenig Attraktionen, keine Geschichten, keine Verbindungen, man fühlt sich nur wie vor einem Bildschirm
>Hallo Heiko! > >Also ich verstehe nicht wie man beim Space Park nur irgendwelche Attraktionen >"phantastisch" finden kann.
Ich schon.
>Außer dem IMAX Kino und dem Space Shot waren wirklich alle >Attraktionen sows von langweilig und schlecht gemacht.
Hatte Star trek geschlossen? Und extrem schlecht fand ich in dem Park nichts, die Dark Rides sind zwar nicht der Brüller, aber wenigstens besser als der Space Beton Shot thematisiert.
> Vielleicht war die Hochschaubahn >mit dem Simulator recht gut, aber die war sowas von bumpy, dass mir jedesmal der Kopf >gedröhnt hat weil ich immer gegen die Lautsprecher gestoßen bin.
1. Der Coaster ist eine der smootheren Mack Powered Coaster. Es gibt interessanterweise eine Stelle, wo es einen ziemlichen Schlag gibt, und genau dort trifft unser Raumgleiter auf einen Asteroiten - Ein Schlag gekonnt umgesetzt. :-)
>Alles in allem schön aufgemacht der Park, aber die falschen Attraktionen drin, das sehe >ich als Hauptproblem neben dem Thema "Raumfahrt".
Das Thema Raumfahrt ist gut, was siehst du (objektiv!) negativ dran? Die falschen Attrakionen sinds auch nicht unbedingt, ein oder zwei E-Ticket Rides mehr hätten dem Park aber gut getan.
>Hier noch von mir eine Zusammenfassung meiner Eindrücke: >- keine durchgehende Story im Park
Sicher eine interessante Idee, aber gibt es überhaupt Parks, die soetwas haben? Und das Thema Raumfahrt/Weltraum ist gut imho gut getroffen.
>- immer gleiche Dramatik der Simulationen (Einführung auf ernsthaft dann läuft >plötzlich etwas schief...)
Also bei den zwei Darkrides und dem Powered Coaster und dem Imax Kino und dem Space Shot kann ich das nicht erkennnen...
>- eindeutig zu viele Simulationen (langweilig)
Beim Thema Raumfahrt bietet sich das an. Außerdem gibt es im Verhältnis recht viel zum fahren.
>- man fühlt sich wie in einem Kino wird aber nicht hineingezogen in die Filme
Die Athmosphäre fand ich recht gut, obwohl man natürlich die Halle schon noch etwas bemerkte (aber nicht zu stark)
>- Besucher schauen ratlos und gelangweilt drein
Das ist das Problem der Besucher bzw, von dir, wenn du das so empfindest. Ansonsten s.o., ein bis zwei große Rides mehr...
>- erschreckend leerer Park senkt Ambiente enorm
Das haben so ziemlich alle Parks an sich.
>- positive Highlights: IMAX, Space Shot >- negative Highlights: Destination Moon, Planet Quest >- alle anderen Attraktionen unterdurchschnittlich gelungen
s.o. >- Fazit: zu amerikanisch, zu viel Platz, wenig Attraktionen, keine Geschichten, keine >Verbindungen, man fühlt sich nur wie vor einem Bildschirm
Tut mir leid für dich, wenn du so empfindest. Es gibt Rides mit Geschichten, bei Star Trek sogar extrem gut erzählt, der Platz ist ausreichend (du beschwerst dich über zu leere Wege und dann über zu wenig Platz?), wie vor einem Bildschirm fühlte ich mich nicht.
Keep on riding Real Coasterfreak :D [small]"The stone is the key!"[/small]
Letzte Bearbeitung am 28-Sep-04 um 16:20 Uhr () >Andreas, > >
LR: >(...) zu viel Platz (...)
> >
Real Coasterfreak: >(...) du beschwerst dich über zu leere Wege und dann über zu wenig Platz? (...)
> >Wo steht das? > >Deutlicher lesende Grüße, > >Tim :+ >Here comes the sun!
Oha, du hast Recht. Dann stimmt der Punkt so natürlich nicht.
@LR: Der Park hat Imho nicht zu viel Platz, sondern, wie du auch sagst, zu wenig Besucher. Bei der kalkulierten Besucherzahl währen an Spitzentagen die Wege wohl sehr voll, es gibt ja nicht viele.
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Du scheinst das ja ganz schön persönlich zu nehmen meine Eindrücke. Falls du irgendeine persönliche Verbindung mit dem Space Park hast dann kann ich mir deinen Eindruck (objektiv!) erklären.
Hoffe jedenfalls, dass Investoren den Space Park nicht als Paradebeispiel für einen Themenpark nehmen und gar nicht mehr investieren, denn ich glaube in Bremen wurde einiges falsch gemacht und das weiß man auch.
>Lieber Coasterfreak! > >Du scheinst das ja ganz schön persönlich zu nehmen meine Eindrücke. Falls du irgendeine >persönliche Verbindung mit dem Space Park hast dann kann ich mir deinen Eindruck >(objektiv!) erklären.
Hm, die hab ich nicht. Ich nehm deine Meinung (das sagts ja schon - ist eben deine Meinung) alles andere als persönlich, aber da meine Meinung in eine ganz andere Richtung geht, nehm ich dazu Stellung. Es mag so aussehen, als sei ich ein Space Center Fan o.ä., aber ich hab genug andere Parks besucht, um zu wissen, dass es auch ordentlich Kritikpunkte gibt. Als Beispiel die beiden Darkrides, die definitv nicht das Gelbe vom Ei sind, den für Deutschland teuren Eintritt im Verhältnis zum Angebot, die sehr dumme Lösung mit dem Space Shot, eine schöne Lichtshow ohne irgendeine Ankündigung und einige unschöne Ecken im Park(bzw. Center :-)). Ich würde mir auch auf gar keinen Fall eine Jahreskarte holen bzw. mehrmals im Jahr kommen - dafür gibts wirklich zu wenig(und da wäre es mir egal, ob er 22 oder 15 Euro gekostet hätte). Trotzdem hat mir der Tag im Space Center sehr gefallen. Natürlich kam nach einiger Zeit Langeweile auf - logisch, wenn zu manchen Zeitpunkten warscheinlich gerade mal 100 Besucher im Park waren und die Wartezeiten überall bei 0 Minuten lagen.
>Hoffe jedenfalls, dass Investoren den Space Park nicht als Paradebeispiel für einen >Themenpark nehmen und gar nicht mehr investieren, denn ich glaube in Bremen wurde >einiges falsch gemacht und das weiß man auch.
Nun, das Konzept war zur Planungszeit sicherlich ganz gut, allerdings hat sich die Wirtschaft in Deutschland zwischen Planung und Bau nicht gerade zum Besseren gewendet. Mit ordentlich Geschäften auf den Verkaufsflächen hätte der Park sicherlich weitaus bessere Chancen gehabt.
Ich hätte mir noch einen Kommentar deinerseits zu Star Trek:Borg Encounter gewünscht, schließlich war es diese Attraktion, die mich bei weitem am meisten begeistert hat und die ich von dieser Qualität nicht im Space Center erwartet hätte.
Keep on riding Real Coasterfreak :D [small]"Nimm es unpersönlich :-)"[/small]
es waren einige nette Effekte dabei, vor allem das Wasser und der Wind, aber die Story hat mich nicht wirklich vom Sessel gerissen. Effekte schön und gut, ich hab auch wirklich schmunzeln müssen, aber wenn es gekünstelt wirkt dann finde ich das nicht ideal! Aber du hast recht, es ist auf jeden Fall eine der besseren Attraktionen dort.
BREMEN (lni) · Es sollte ein "fantastisches Erlebnis aus Realität und Fiktion" werden und "in ungeahnte Dimensionen" führen. So kündigte jedenfalls die Bremer Tourismuswerbung vor einem Jahr die Vor-Eröffnung des Bremer Space Centers an: "Das Abenteuer beginnt - Raumfahrt live erleben."
Doch was am 19. Dezember 2003 mit dem "Soft opening" startete, machte bereits im Herbst 2004 eine harte Bruchlandung. In "Europas größtem Indoor-Freizeit- und Erlebnispark" rund um Raumfahrt und Space-Abenteuer gingen am 26. September 2004 die Lichter aus. Im November folgte die vorläufige Insolvenz. Mangels Besuchern musste das Renommierprojekt nach sieben Monaten schließen.
Dabei hatten Bürgermeister Henning Scherf (SPD) und der damalige Wirtschaftssenator Hartmut Perschau (CDU) bei der offiziellen Eröffnung im Februar noch an eine "Erfolgsgeschichte" geglaubt und "gute Chancen zur Entwicklung von Stadt und Region" gesehen. Die Stadt und die Dresdner Bank hatten insgesamt rund 500 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. Auf 22 000 Quadratmetern sollten sich jährlich bis zu 1,4 Millionen Besucher in dem Erlebnispark tummeln und anschließend über das angrenzende Einkaufszentrum mit 44 000 Quadratmetern bummeln.
Indessen blieben die Einkaufshallen bis zuletzt ohne Mieter, und so kamen weniger als die Hälfte der erwarteten Touristen. Zuletzt überstiegen die Betriebskosten deutlich die Einnahmen. Fast 200 Millionen Euro öffentlicher Mittel hat Bremen nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler "regelrecht in den Wesersand gesetzt". Der wirtschaftspolitische Sprecher der oppositionellen Grünen-Bürgerschaftsfraktion urteilt: "Der Senat steht vor einem galaktischen Scherbenhaufen."
Die Landesregierung zieht dagegen eine andere Bilanz: "Die Pläne waren mutig, aber sie machten Sinn", sagt Senatssprecher Klaus
Schloesser im Rückblick. "Aus heutiger Sicht war es völlig richtig, den bundesweit profilierten Raumfahrtstandort Bremen auch für den Tourismus zu nutzen."
Jetzt soll das Projekt im zweiten Anlauf abheben. Ein Konsortium von Bremer Unternehmern arbeitet an einem neuen Konzept. Daneben hat der Großinvestor Dresdner Bank, der sich aus der Gesamtanlage Space Park zurück ziehen will, eine internationale Ausschreibung für potenzielle Käufer gestartet. "Wir stehen mit mehreren Interessenten im Gespräch", sagt Bank-Sprecherin Katerina Piro, ohne Details zum Kaufpreis oder zu möglichen Konzepten zu nennen.
Nicht entmutigen lassen wollen sich auch die Hotelbetreiber, die mit Weserblick und in Sichtweite des Space Centers ein 330-Betten-Haus in futuristischem Design angesiedelt haben. Trotz eines Rückganges der Buchungszahlen an Wochenenden seit der Schließung des Weltraumparks ist Hoteldirektor Christian Hochstetter mit dem zu Ende gehenden Jahr sehr zufrieden: "Die Woche war immer gut belegt mit Tagungs- und Geschäftsreisenden." Mit der Zukunft verbindet auch er die Hoffnung, dass es eines Tages ein Folgeprojekt gibt: "Wir sind guten Mutes und machen gerne weiter."
Auch ein anderer Mieter ist zuversichtlich. "Wir haben unsere Zuschauerprognose erreicht", sagt Betriebsleiter Bernd Aurin vom Multiplex-Kino im Space Center. Auf einen Neustart des Weltraum-Spektakels sei er nicht angewiesen: "Es wäre aber schön für das Gesamtbild."
Kann man also doch wieder zuversichtlich sein, was die Zukunft für den Space Park bringt. Bin echt mal gespannt, ob sich die Investoren für den Standort Bremen entscheiden werden. Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn der Space Park seine Pforten wieder öffnen würde. Hatte leider nie die Möglichkeit, ihn zu besuchen. Abwarten und Teetrinken.
Dresdner Bank sucht Käufer für Space Park Bremen - Die Dresdner Bank hat das Beratungsunternehmen Cushman & Wakefield Healey & Baker (CWHB) mit dem Verkauf des Bremer Space Parks beauftragt.
Dies berichtet das Fachmagazin "Immobilien Manager". Wie Martin Braun aus dem Frankfurter Büro von CWHB dem Magazin gegenüber erklärte, gebe es keinen festen Stichtag, bis zu dem die 650 Mio. Euro teure Immobilie verkauft sein soll. "Aber wir wollen die Transaktion nicht ins nächste Jahr mitnehmen", so Braun weiter.
Der Space Park ist ein Objekt der Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH und der Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft der Allianz Group, zu der auch die Dresdner Bank gehört. Europas größter Indoor-Erlebnispark zu Raumfahrt und Science Fiction sollte den Strukturwandel im Haushaltsnotlage-Land Bremen dokumentieren.
Doch nach nur sechs Monaten mußte das Prestigeprojekt den Betrieb aufgrund des mangelnden Besucherinteresses und fehlender Einzelhandelsmieter wieder einstellen. Martin Braun zeigt sich jedoch optimistisch, was einen möglichen Verkauf der Immobilie angeht: " Es gibt seriöses Interesse von rund zwei Dutzend nationalen, europäischen und internationalen Investoren." DW
Es keimt Hoffnung auf - ein Artikel aus der taz Bremen von heute:
[h2]Kanadische Hoffnung [/h2]
Bremen umwirbt den Mega-Mall-Betreiber Triple Five - als Space Park-Käufer. Bieterverfahren endet Mitte April
bremen taz - Investoren können scheu und zickig sein. Schon deshalb würde in Bremen niemand offiziell bestätigen, dass derzeit eine hochrangige Bremer Delegation mit einem kanadischen Investor über die Zukunft des Space Parks verhandelt. Und doch ist sicher: Zwei Emissäre sind über den Atlantik geflogen, um mit dem Mega-Mall-Betreiber Triple-Five mit Sitz in Edmonton über dessen Engagement in Bremen zu verhandeln. Mehr noch: Es ist nicht der erste Kontakt. Die Kanadier sind an der Weser schon einmal gesehen worden - nach der Schließung des Raumfahrt-Entertainmentparks in Gröpelingen, dessen Ladenmeile bekanntlich noch nie eröffnet hat.
Zu den Gerüchten über das kanadische Interesse äußert sich der Sprecher des Wirtschaftsressorts Klaus-Hubert Fugger nur so: "Das Bieterverfahren bei der Dresdner Bank läuft bis zum 18. April." Bis zu diesem Zeitpunkt können Angebote mit Preisvorstellungen zum Kauf der leer stehenden Immobilie am Gröpelinger Weserufer eingereicht werden. Und: "Die Bremer Wirtschaftsbehörde hat sich immer bereit erklärt, mit der Tochter BIG das Gesamtverfahren zu begleiten und über aktuelle Fragen zu den Rahmenbedingungen zu sprechen." Als Botschafter in aktueller Mission sind jetzt Wirtschaftsstaatsrat Uwe Färber und der zuständige Abteilungsleiter des Rathauses, Heiner Heseler, unterwegs. Hierzulande wird Triple-Five als erfahrener Betreiber von Mehrzweckparks in Kanada und den USA gehandelt.
Gestartet ist die Triple-Five Gruppe als Familienunternehmen, es wird heute geführt von den Ghermezian-Brüdern. Triple-Five betreibt Kanadas größtes Einkaufszentrum am Firmenstandort Edmonton. Sie treten auch als Entwickler von Industrie- und Gewerbezonen auf. Zuletzt hat die Gruppe ihre Aktivitäten auch nach Japan, Taiwan und England ausgeweitet. ede
Wenn ich mir die Homepage von Triple Five ansehe, so scheinen sie mir für den Betrieb des Space Parks geradezu prädestiniert zu sein. Drücken wir also die Daumen, dass es klappt!