Event Park
Artikel aus der Leipziger Volkszeitung
Startschuss für den Event Park: Planer machen Nägel mit Köpfen
Fläche von 50 Hektar soll bebaut werden
Das Projekt Familien- und Freizeitpark im Süden Leipzigs ist in eine neue Phase eingetreten: Der Zweckverband Planung und Erschließung Neue Harth hat gestern Abend einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet beschlossen. "Damit ist der Startschuss für das eigentliche Bauverfahren gefallen", sagte Verbandsvorsitzender Herbert Ehme:
Landschaftsplaner Gerald Haag hatte zuvor den Entwurf des Planes erläutert. Danach umfasst das Gebiet zwischen Elsterstausee, Cospudener See und der künftigen A 38 insgesamt 133 Hektar. "Eine Grünfläche rundherum wird im Plan festgeschrieben", erläuterte Haag, "dazu der bestehende ältere Wald im Osten." 50 Hektar blieben als bebaubare Fläche, 16 Hektar davon soll der Park in seiner ersten Ausbaustufe einnehmen. "Hinzu kommen noch 19 Hektar Parkplätze und Überlaufflächen", so Haag. Das Areal werde als Sondergebiet Freizeit- und Familienpark festgesetzt, könne also später nicht als Gewerbegebiet oder ähnliches zweckentfremdet werden.
Event-Park-Geschäftsführer Peter Vohle erklärte, dass das Lärmgutachten nochmals überarbeitet worden sei. Dabei wurden zahlreiche laute Fahrgeschäfte zu Grunde gelegt. "Die Werte liegen dennoch deutlich unter den bislang angenommenen", erläuterte er. "In der Praxis werden sie sogar noch weiter gesenkt, denn wir verzichten auf laute Fahrgeschäfte, wollen keinen Krach im Park. Das würde unsere Besucher nur stören." Wie berichtet, war im Raumordnungsverfahren eine Großbühne mit lauter Musik untersagt worden.
"Ich hoffe, dass Markkleeberg nun ein Einsehen hat", sagte Ehme. Oberbürgermeister Bernd Klose führt derzeit Klage gegen eine Änderung des so genannten Braunkohleplanes Zwenkau. In dem war nach Bekanntwerden der Idee für den Park ein Passus geändert worden, um das Freizeitgelände zu ermöglichen. Markkleeberg war formell dabei übergangen worden. Mehrere Versuche - auch im Dresdner Staatsministerium -, sich außergerichtlich zu einigen, scheiterten bisher. "Markkleeberg schneidet sich mit der Klage aber ins eigene Fleisch, gefährdet seinen eigenen Golfplatz und die Tagebausanierung", so Ehme.
Am 19. Dezember in Zwenkau und tags darauf in Leipzig sollen in zwei Foren die Bürger an den Planungen beteiligt, im März der Bebauungsplan offiziell ausgelegt werden. Mitte Mai möchte der Park mit dem Bau beginnen.
J. ter Vehn
JUK
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
Startschuss für den Event Park: Planer machen Nägel mit Köpfen
Fläche von 50 Hektar soll bebaut werden
Das Projekt Familien- und Freizeitpark im Süden Leipzigs ist in eine neue Phase eingetreten: Der Zweckverband Planung und Erschließung Neue Harth hat gestern Abend einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet beschlossen. "Damit ist der Startschuss für das eigentliche Bauverfahren gefallen", sagte Verbandsvorsitzender Herbert Ehme:
Landschaftsplaner Gerald Haag hatte zuvor den Entwurf des Planes erläutert. Danach umfasst das Gebiet zwischen Elsterstausee, Cospudener See und der künftigen A 38 insgesamt 133 Hektar. "Eine Grünfläche rundherum wird im Plan festgeschrieben", erläuterte Haag, "dazu der bestehende ältere Wald im Osten." 50 Hektar blieben als bebaubare Fläche, 16 Hektar davon soll der Park in seiner ersten Ausbaustufe einnehmen. "Hinzu kommen noch 19 Hektar Parkplätze und Überlaufflächen", so Haag. Das Areal werde als Sondergebiet Freizeit- und Familienpark festgesetzt, könne also später nicht als Gewerbegebiet oder ähnliches zweckentfremdet werden.
Event-Park-Geschäftsführer Peter Vohle erklärte, dass das Lärmgutachten nochmals überarbeitet worden sei. Dabei wurden zahlreiche laute Fahrgeschäfte zu Grunde gelegt. "Die Werte liegen dennoch deutlich unter den bislang angenommenen", erläuterte er. "In der Praxis werden sie sogar noch weiter gesenkt, denn wir verzichten auf laute Fahrgeschäfte, wollen keinen Krach im Park. Das würde unsere Besucher nur stören." Wie berichtet, war im Raumordnungsverfahren eine Großbühne mit lauter Musik untersagt worden.
"Ich hoffe, dass Markkleeberg nun ein Einsehen hat", sagte Ehme. Oberbürgermeister Bernd Klose führt derzeit Klage gegen eine Änderung des so genannten Braunkohleplanes Zwenkau. In dem war nach Bekanntwerden der Idee für den Park ein Passus geändert worden, um das Freizeitgelände zu ermöglichen. Markkleeberg war formell dabei übergangen worden. Mehrere Versuche - auch im Dresdner Staatsministerium -, sich außergerichtlich zu einigen, scheiterten bisher. "Markkleeberg schneidet sich mit der Klage aber ins eigene Fleisch, gefährdet seinen eigenen Golfplatz und die Tagebausanierung", so Ehme.
Am 19. Dezember in Zwenkau und tags darauf in Leipzig sollen in zwei Foren die Bürger an den Planungen beteiligt, im März der Bebauungsplan offiziell ausgelegt werden. Mitte Mai möchte der Park mit dem Bau beginnen.
J. ter Vehn
JUK
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