Beim Besuch einer Kirmes in Daun in der Eifel ist ein Mädchen ums Leben gekommen. Das Kind wurde aus einer Bungee-Kapsel geschleudert.
Daun - Rettungskräfte versuchten vergeblich, das Mädchen zu reanimieren, teilte die Polizei mit. Das Kind hatte zusammen mit seiner Mutter in dem Karussell gesessen.
Die näheren Umstände des Unglücks sind noch unklar. Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art Kaspel, die an Seilen befestigt ist und 64 Meter hoch in die Luft katapultiert wird.
Heute Nachmittag gegen 16.30 sind zwei Fahrgäste aus einem "SLING-SHOT", einer Art Bungee. Kirmes-Attraktion gestürzt. Es handelt sich um eine Frau und ihre 14-jährige Tochter. Beim SLING-SHOT handelt es sich um eine Konstruktion, in der Mutige in einer Stahlkugel mit bis zu 150 Sachen in eine Höhe von über 65 Meter katapultiert werden. Bei diesem Adrenalin-Kick wird sogar kurzzeitig ein Zustand der Schwerelosigkeit erreicht. Vermutlich hat sich der Sicherheitsgurt eines der beiden Sitze, die sich in einer eisernen Kugel aus Rundstahl befinden, gelöst. Dabei ist dann das 14-jährige Mädchen abgestürzt und vor den Augen der Kirmesbesucher in der Kirmes-Attraktion regungslos liegen geblieben. Viele Kirmesbesucher standen unter Schock. Die Rettungskräfte waren sofort am Unfallort. Das Mädchen erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Am Einsatzort war auch der Rettungshubschrauber. Die Polizei Daun hat die Ermittlungen aufgenommen.
N24 meldete gerade, dass laut Zeugenaussagen die Mitarbeiter mit den Mädchen geflirtet haben und dabei angeblich "vergessen" wurde, die beiden ordnungsgemäß anzuschnallen.
Also wie immer hört man von jeder Stelle etwas anderes.
Der Kirmesbummel endete für ein 14 Jahre altes Mädchen in Daun in der Eifel am Dienstag tödlich. Die Jugendliche wurde nach Angaben der Polizei in einer Höhe von rund 40 Metern aus einer so genannten Bungee-Kugel geschleudert. Auch ihre 16 Jahre alte Freundin fiel aus der Kugel, konnte sich jedoch außen festhalten. Sie überlebte leicht verletzt mit einem Schock.
Drei bei dem deutschen Unternehmen beschäftigte Männer im Alter zwischen 23 und 32 Jahren seien vorläufig festgenommen worden, berichtete die Polizei am Abend. Es müsse überprüft werden, ob sie beim Anschnallen der Mädchen einen Fehler gemacht hätten.
Bei dem Unterhaltungsangebot auf der Kirmes handelt es sich um eine Kugel aus Metallgestänge, die mit Seilen 65 Meter hoch in die Luft katapultiert wird und dann wieder zu Boden fällt. Die 16-Jährige sei mit ihrer Freundin aus der Kugel geschleudert worden, habe sich aber an dem Gestänge festhalten können, bis die Kugel wieder den Boden erreichte, teilte die Polizei mit. Die 14-Jährige sei dagegen regelrecht von dem Gestänge fortgerissen worden, auf ein Außengestänge der Anlage und von dort auf den Boden geprallt.
Die Ermittlungen zur Unglücksursache konzentrieren sich auf einen Fehler des Bedienungspersonals. Aber auch ein technischer Fehler werde nicht ausgeschlossen, so die Polizei. Die Kugel ist mit zwei Überrollbügeln wie bei einer Achterbahn gesichert. Zusätzlich würden die beiden Insassen mit Gurten an Brust und Beinen fixiert. Ein Gutachter sei in die Untersuchungen eingeschaltet.
Ihre Freundin (16) konnte sich gerade noch festklammern
Von JASPER JUCKEL
Daun – Unfall oder fahrlässige Tötung? Auf der Laurentius-Kirmes in Daun (Vulkaneifel) ist eine Schülerin (14) in 50 Meter Höhe aus einer Bungee-Kugel gestürzt. Das Mädchen starb noch am Unfallort. Der „Sling-Shot“, so der offizielle Name der Bungee-Kugel, bietet mehrere Verrücktheiten. Die Kugel saust nicht nur wie ein Jojo an Seilen in die Höhe und zurück. Sie dreht sich auch um ihre Achse. Die beiden Insassen rasen mal mit dem Po, mal mit dem Kopf voran durch die Luft. Bis zu 3,6-fache Schwerkraft reißt an ihnen. Irre.
Oder himmelschreiender Irrsinn. Denn für die Schülerin (14) aus dem Kreis Daun wurde die schrille Kugel zur Todesschleuder. Als das Gerät sich am Scheitelpunkt der Flugkurve drehte, rutschten sie und ihre Mitfahrerin (16) kopfüber aus den Sitzen. Beide Mädchen klammerten sich in Todesangst ans Gestänge der Kugel. Zuschauer schrien entsetzt, als die jüngere der beiden abrutschte, aus 50 Metern Höhe auf einen Metallaufbau geschleudert wurde und von dort auf den Asphalt des Festplatzes klatschte.
Ihre Freundin konnte sich halten, kam mit schwerem Schock ins Krankenhaus. Hauptkommissar Elmar Blasius, Einsatzleiter vor Ort: „Wir prüfen, ob technisches oder menschliches Versagen vorliegt. Letzteres liegt allerdings nahe.“ Denn eigentlich scheint der „Sling-Shot“ sicher. Über Schultern und Oberkörper der Mitfahrer wird ein massiver Bügel geklappt. Zusätzlich werden sie von einem Fahrgeschäft-Mitarbeiter mit einem Beckengurt festgeschnallt.
Die Polizei nahm die drei Bediener (30 bis 32) des „Sling-Shot“ vorläufig fest. Verdacht: fahrlässige Tötung.
Randnote: Eine Minute nach dem Unglück setzte Dauerregen ein. Wären die Mädchen in die Kugel gestiegen, wenn es schon geregnet hätte?
grandios - den kenne ich! Der war mal "Chefredakteur" der Cosa Nostra, Schülerzeitung des Gymnasium Oberalster in Hamburg-Sasel. Der Obermegapremiumhonk konnte ja auch nur beim Verbrecherverlag Du Mont landen.
11. August 2004 Nach dem tödlichen Unfall einer 14jährigen auf einem Kirmesplatz in Daun in der Eifel soll die betroffene Bungee-Anlage von Sachverständigen überprüft werden.
„Dabei geht es um mögliche technische Fehler“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Trier am Mittwochmorgen. Nach bisherigen Ermittlungen sei jedoch eher von menschlichem Versagen auszugehen.
Mehrere Zeugen hätten ausgesagt, die Mitarbeiter hätten den Schleuder-Mechanismus der Bungee-Kugel mit den beiden jungen Mädchen darin ausgelöst, bevor diese gesichert waren.
Aus der Kugel geschleudert
Bei dem Unfall am späten Dienstag nachmittag waren die 14 und 16 Jahre alten Mädchen aus der Anlage geschleudert worden. Während sich die 16jährige festhalten konnte, prallte ihre zwei Jahre jüngere Freundin gegen das Gestänge der Anlage und verletzte sich tödlich.
Die drei bei dem Betreiber der Anlage beschäftigten Männer im Alter zwischen 23 und 32 Jahren wurden in der Nacht vernommen. Bei dem Gerät handelt es sich um eine Kugel aus Metallgestänge, die mit Seilen 65 Meter hoch in die Luft katapultiert wird. Die Kugel ist mit zwei Überrollbügeln wie bei einer Achterbahn gesichert. Zusätzlich werden die beiden Insassen mit Gurten an Brust und Beinen fixiert.
Augenzeugen berichteten, daß die Kugel zu früh hochschnellte, noch ehe die Männer die Mädchen festgeschnallt hatten. „Einer ging hinter die Kugel und drückte auf den Knopf“, sagte ein Mitarbeiter einer benachbarten Kirmesbude. Eine Frau berichtete, die Umstehenden hätten erst Sekunden nach dem Unfall reagieren können.
Viele, darunter Kinder, waren fassungslos und geschockt, nachdem sie die Mädchen aus der Kugel fallen sahen. „Die meisten um mich rum haben geweint“, sagte die Frau.
>Die meisten Bungee-Shots sind mit einem Videokamera-System ausgestattet, >das Bilder der Passagiere nach unten sendet.
Das habe ich mich auch schon gefragt: Die Fahrt wird doch jedesmal aufgezeichnet. Eigentlich müsste doch auf dem Video eindeutig erkennbar sein, was der Fehler gewesen ist. Zumindest lässt sich damit genau rekonstruieren, was die Mitarbeiter in der Kugel gemacht haben und was sie unterlassen haben.
Gruß, MARC Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier! ... :-)
Wie kann ein Fahrgeschäft eine TÜV-Abnahme erhalten, wenn nicht sichergestellt ist, daß die Insassen vor Fahrbeginn angeschnallt sind ? Der Operator muß doch auf den Startknopf der Anlage drücken können sooft er will, ohne daß die Bungee-Kugel startet, wenn die Insassen noch nicht angeschnallt sind. In allen anderen Fällen ist eine TÜV-Abnahme der Anlage ein schlechter Witz.
Gerade gab es einen kurzen Bericht bei RTL Punkt 12, der (wider mein Erwarten) recht sachlich war. Das Personal vom Sling Shot hat im Interview gesagt, dass sie gerade beim Anschnallen waren, als sich der Magnet gelöst hat und die Kugel hochgeschleudert ist. Die Polizei schließt allerdings laut dem Bericht technisches Versagen aus.
Eine Augenzeugin hat erzählt, dass das herunterfallende Mädchen bereits im Fall regungslos war. Daher nimmt man an, dass sie sich den Kopf am Gestänge gestoßen hat und durch den Schlag das Bewusstsein verloren hat.
PS: Der Bericht aus dem Express ist ja mal wieder das Allerletzte! *kopfschüttel*
Gruß, MARC Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier! ... :-)
Letzte Bearbeitung am 11-Aug-04 um 12:30 Uhr () >Eine Augenzeugin hat erzählt, dass das herunterfallende Mädchen bereits im Fall >regungslos war. Daher nimmt man an, dass sie sich den Kopf am Gestänge gestoßen hat und >durch den Schlag das Bewusstsein verloren hat.
Hoffen wir mal, dass sie dadurch von dem Rest nicht mehr viel mitbekommen hat.
>PS: Der Bericht aus dem Express ist ja mal wieder das Allerletzte! *kopfschüttel*
Da kann ich nur zustimmen. Wobei sich mir jetzt noch eine Frage stellt: Werden die Seile nicht erst gespannt, wenn in der Station alles klar ist? Ich kenne das nur aus dem Skylinepark, in dem der Federblock erst gespannt wird, wenn in der Kugel alles geklärt ist.
EDIT: Mir ist schon klar, dass beim Slingshot die Zugkraft in den Bungeeseilen steckt ;)
Grüße, DB - Der Birki Meiner einer zieht nach "Super Size Me" ein vernünftiges ButterBrot einem matschigen Papp-Hamburger jederzeit vor... :+
>EDIT: Mir ist schon klar, dass beim Slingshot die Zugkraft in den Bungeeseilen steckt
hä? Nö, deine erste Annahme war richtig. Das betreffende Geschäft in Daun arbeit nicht mit Bungee-Cords, sondern auch mit dem Federblock-Prinzip - und gänzlich unelastischen Stahltrossen.
Danke Tim für die technische Aufklärung. Da ich letztens noch eine Diskussion auf dem Crange Event hatte; es gibt doch nur folgende Varianten:
A) Kugel ist mechanisch gesichert, über Stahltrossen werden die an der Kugel befestigten Bungeeseile bis zum Ausleger gespannt.
B) Kugel ist magnetisch gesichert, ein Federblock wird (per Hydraulik?) gespannt und eine Seite davon ist an unelastischen Stahltrossen befestigt, die, umgelenkt über den Ausleger, direkt mit der Kugel verbunden sind. Diese Variante steht im Skyline Park.
Gibt da es sonst noch was?
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>B) Kugel ist magnetisch gesichert, ein Federblock wird (per Hydraulik?) gespannt und >eine Seite davon ist an unelastischen Stahltrossen befestigt, die, umgelenkt über den >Ausleger, direkt mit der Kugel verbunden sind. Diese Variante steht im Skyline Park.
falsch: zusätzlich zum Elektromagneten hat die Kugel immer auch eine mechanische Sicherung. Auch im Skyline Park. Der Bolzen wird direkt vor dem Deaktivieren des Magneten gelöst. Dies ist auch deutlich hörbar.
@ Der Birki: Das ist bei den Anlagen mit Bungee-Seilen nicht anders.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Auslöser "zu früh" gedrückt wurde. Beim spannen der Seile, hebt die Kugel, noch gehalten vom Magnet, ca. 1m vom Boden ab und dreht die Fahrgäste in Rückenlage. In der Position lässtes sich schlecht noch an den Gurten und Bügeln arbeiten. IMHO wurde hier schon vor dem eigentlichen Start geschlampt.
Das schlimme an der ganzen Geschichte ist, das es irgendwann passieren musste. Schon vor (ich glaube es sind jetzt genau) 3 Jahre viel mir in Crange auf, das bei dieser oder einer gleichen Anlage immer sofort nach der Landung die Federn wieder gespannt wurden. Im Skyline Park werden erst die Fahrgäste angeschnallt und das Personal entfernt sich von der Kugel bevor der Spannvorgang der Ferdern eingeleitet wird. In Crange wurde noch bevor die ersten Fahrgäste ausgestiegen sind sofort wieder mit dem spannen der Ferdern begonnen. Sehr oft ging die Kugel schon in die Rückenlage während das Personal noch die Gurte anlegte und die Bügel danach runtermachte und festhackte. Ich fand das ganze schon damals sehr suspect. In meinen Augen dürfte es technisch garnicht erst möglich sein, das vor Beendigung des Ladevorgangs mit dem spannen der Federn begonnen werden kann.
Schlimm das immer erst etwas passieren muß, bevor vielleicht etwas geändert wird. Was ich allerdings hoffe!
>gespannt wurden. Im Skyline Park werden erst die Fahrgäste angeschnallt und das >Personal entfernt sich von der Kugel bevor der Spannvorgang der Ferdern eingeleitet >wird. In Crange wurde noch bevor die ersten Fahrgäste ausgestiegen sind sofort wieder >mit dem spannen der Ferdern begonnen.
ist die Kugel im Skyline Park nicht im Eintrittspreis enthalten? Denen wird es egal sein, wieviel die da in der Stunde durchjagen. Während die in Crange Geld machen müssen...
>Schlimm das immer erst etwas passieren muß, bevor vielleicht etwas geändert wird.
In der Tat, dass ist es! Kommt es mir so vor, oder passieren in diesem Jahr unverhältnismässig viele Unfälle?
Eine andere Frage, die ich mir gestellt habe, als ich die Meldung im Radio gehört habe. Wieviel Kraft brauchte denn das andere Mädchen um nicht auch aus der Kugel geschleudert zu werden?
Ich bin gestern an dem Bungeekran vorbei gekommen und habe dort gesehen, dass an dem Kran selber noch eine Sling Shot Anlage zugehört. Die zweite Stütze war allerdings zusammen gefahren und die Kugel lag auf dem Transporter. Ich frage mich jetzt ob die Anlage überhaupt in Crange aufgebaut war oder aber durch den Unfall jetzt demontiert worden ist!? Kann da einer der Besucher der letzen Tage was zu sagen?
Zu sehen ist er ja schon :-) Wenn man daran vorbei geht! Allerdings wurde er dann wohl nicht aufgebaut. Ich habe am ersten Tag nicht wirklich drauf geachtet, daher meine Nachfrage.
Am Montag abend hab ich es auch schon gesehen, war aber nicht aufgebaut. Allerdings hat es an diesem Abend geregnet und die Bungee-Anlage selber war auch zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb.
Ob er schonmal aufgebaut war, kann ich nicht sagen, aber warum sollten sie mit dem Ding anreisen, wenn sie es dann nicht aufbauen?!
Was ich aber noch fragen wollte: Der SlingShot hat doch eine fest installierte Videokamera, damit die vorbeigehenden Besucher über den grossen Bildschirm verfolgen können, was sich während des Abschusses in Kugel tut. Ist die an besagtem Tag nicht gelaufen???
Ich habe gestern einen Bericht auf Pro7 oder N-TV gesehen in dem gesagt wurde, dass die Polizei nicht sagen wollte, ob die festinstallierte Kamera lief oder nicht!
Schlag mich wenn ich hier was falsches behaupte ;)
>>Nur, wenn die Insassen ein Video der Fahrt haben wollen und bezahlt haben, soweit ich >>weiß. > >Vor zwei Jahren in Lüdenscheid lief die Kamera bei unserer Fahrt obwohl wir kein Video >vor der Fahrt bezahlt haben und auch nicht haben wollten.
Wie gesagt, die Kamera läuft immer, allerding wird die Aufnahme kurz vor Fahrt beginn gestartet.
@Keng: Also in Dortmund wurde jede Fahrt aufgenommen, weil man erst nach der Fahrt gefragt wurde ob man das Video haben möchte.
Moin. Da Spiegel-Online Artikel nach ein paar Tagen kostenpflichtig sind, hier nochmal der komplette Artikel auf den sich hier bezogen wird:
TODESSTURZ AUS BUNGEE-KUGEL
Staatsanwältin fordert Freiheitsstrafen
Im Prozess um den tödlichen Unfall auf einer Kirmes im rheinland-pfälzischen Daun hat die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen ohne Bewährung gefordert. Eine 14-Jährige war vor eineinhalb Jahren aus einer Bungee-Kugel in den Tod gestürzt, weil sie nicht ordnungsgemäß angeschnallt war.
Trier - Sowohl die Betreiber als auch die Angestellten hätten sich der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht, erklärte die Staatsanwältin heute vor dem Landgericht in Trier.
Die Vorwürfe sind massiv: Die 14-jährige Kirmes-Besucherin soll am 10. August 2004 tödlich verunglückt sein, weil sie vom Personal nicht angeschnallt wurde. Ihre 16 Jahre alte Freundin überlebte verletzt und schwer traumatisiert.
Mehrere Kunden des Fahrgeschäfts hatten ausgesagt, dass die Schausteller das Anschnallen in der Regel absichtlich hinausgezögert hätten, um den Gästen Angst zu machen. Einer der angeklagten Mitarbeiter bestätigte, dass der Spannvorgang der Drahtseile bisweilen eingeleitet wurde, ohne dass die Fahrgäste gesichert waren. Danach blieben etwa 40 Sekunden, bis die Kugel in 65 Meter Höhe geschossen wurde. "Wenn wir die Mädels ärgern wollten, haben wir den Bügel erst kurz vor dem Abschuss zugemacht, um ihnen Panik zu machen", gab der 25-jährige Gehilfe Jürgen L. zu. "Spätes Anschnallen gehörte bei uns zum Programm."
Die drei Schaustellergehilfen hätten mit dem Leben der Fahrgäste gespielt und müssten jeweils mit zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis bestraft werden, forderte die Anklagebehörde. Das Betreiberehepaar habe die "leichtsinnige Handhabung" des Personals geduldet und müsse für ein Jahr und acht Monate in Haft.
Nach Ansicht des technischen Sachverständigen ist "ein summiertes Fehlverhalten" des Personals für das tödliche Unglück verantwortlich. Die Mitarbeiter seien mangels vorgeschriebener Schulungen nicht zum Betrieb der Anlage berechtigt gewesen. Zudem hätte der "Slingshot" wegen vorgenommener technischer Veränderungen nicht betrieben werden dürfen, sagte der Gutachter vor dem Gericht. Die Schausteller hatten nachträglich eine Sprenkleranlage, eine Nebelmaschine und ein Videogerät installiert.
aha... 2,3 Jahre und 1,8 Jahre Haft für das spielen mit Menschenleben und Tötung.
In meinen Augen ist das gerecht, denn es ist ja nicht annähernd vergleichbar mit Menschen, die sich ne DVD rippen und für dieses "Verbrechen" 5 Jahre in die Haft gehen.
Ich finde man sollte zum Zwecke der Beweissicherung den Vorfall komplett mit den Verantwortlichen nachspielen.
>In meinen Augen ist das gerecht, denn es ist ja nicht annähernd vergleichbar mit >Menschen, die sich ne DVD rippen und für dieses "Verbrechen" 5 Jahre in die Haft gehen.
Nebenbei: Dafür gibt es aber keine 5 Jahre Haft. Das wird nur in diesen Anti-"Raubkopier"-Werbespots behauptet, um den Leuten Angst zu machen. Mit der Realität hat das jedoch nichts zu tun.
Ansonsten stimm ich dir aber voll zu. Wobei ich erstaunlich finde, daß die Besitzer der Anlage sogar nur 1,8 Jahre Haft bekommen sollen. Immerhin haben sie jawohl die Verantwortung dafür zu tragen, wenn sie tolerien, daß ihre Mitarbeiter ##### bauen! Also Lebenslänglich für die Schausteller, 20 Jahre für die anderen Deppen.
Ok, es war vielleicht etwas zu vermessen, anzunehmen, daß der Begriff "lebenslänglich" im Strafgesetz dieselbe Bedeutung hat wie im Duden. Dann sagen wir einfach mal 50 Jahre Haft! ;)
> Einer der angeklagten Mitarbeiter bestätigte, dass der Spannvorgang der >Drahtseile bisweilen eingeleitet wurde, ohne dass die Fahrgäste gesichert waren.
Am meisten wundert es mich, dass der Schließmechanismus der Bügel nicht einmal elektronisch überwacht wird und ein Abschuss somit überhaupt möglich ist.
Letzte Bearbeitung am 23-Feb-06 um 23:33 Uhr () Bewährungsstrafen für Schausteller im «Bungee-Kugel»-Prozess
Trier (dpa) - Anderthalb Jahre nach dem tödlichen Sturz einer 14- Jährigen aus einer «Bungee-Kugel» in Daun sind die Urteile gesprochen worden. Das Landgericht Trier verurteilte alle fünf angeklagten Schausteller zu Bewährungsstrafen.
Nach Ansicht der Richter haben sich die beiden Betreiber des Fahrgeschäfts und ihre drei Angestellten der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht. Die Schülerin war aus 65 Metern Höhe in den Tod gestürzt, weil sie nicht angeschnallt worden war.
Gruß Marcel Raubkopierer werden härter bestraft...
[small]Edit: Fabian hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Signatur falsch verstanden werden kann. Natürlich werden Raubkopierer besonders dann hart bestraft, wenn es um gewerblichen Handel, etc geht. Hier in diesem Fall lag menschliches Versagen vor, keine kriminelle Energie. Der Vergleich hinkt daher gewaltig.[/small]
>Trier (dpa) - Anderthalb Jahre nach dem tödlichen Sturz einer 14- Jährigen aus einer >«Bungee-Kugel» in Daun sind die Urteile gesprochen worden. Das Landgericht Trier >verurteilte alle fünf angeklagten Schausteller zu Bewährungsstrafen.