Klage von Gesellschaftern gegeg Ravensburger Spieleland
Private Anleger fühlen sich von Ravensburger falsch informiert-Klage angekündigt.
Kurz vor Weihnachten gibt es Streit im defizitären Ravensburger Spieleland. Die stillen Gesellschafter, die sich über eine Fondsgesellschaft mit 18 Millionen DM an dem Freizeitpark beteiligt haben wollen gegen die Ravensburger Spieleland AG klagen. Nach Ansicht der stillen Gesellschafter wurden sie von Ravensburger bei den Vertragsverhandlungen zum Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrages falsch informiert.
Die Fondsgesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Ravensburger AG. Ravensburger selbst hat 12 Millionen DM zum Eigenkapital des Spielelandes beigesteuert. Das Ravensburger Spieleland schreibt seit seiner Eröffnung im Jahre 1998 rote Zahlen. Nachdem auch 2003 mit einem Verlust von 890.000 Euro (Vorjahr; minus 1,25 Millionen) abgeschlossen wird, summieren sich die bisher aufgelaufenen Verluste auf knapp 8,4 Millionen Euro. Die rund 250 privaten Anleger, die überwiegend aus Oberschwaben und der Bodenseeregion stammen, haben kürzlich in der Gesellschafterversammlung ihrer Real Fonds GmbH & Co.Freizeitpark KG mit einer Mehrheit von 92% beschlossen gegen Ravensburger zu klagen.
Wie die Fondsgesellschaft mitteilt, sieht sie sich von Ravensburger bei den Vertragsverhandlungen zum Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrags zumindest fahrlässig falsch über diverse Planungsgrundlagen informiert. Insbesondere seien die Daten über das Besucherpotenzial im Umfeld des Spielelandes fehlerhaft ermittelt worden. Das tatsächliche Potenzial sei erheblich geringer als seinerzeit definiert.
Der Prospekt des 1998 eröffneten Freizeitparks ging von 250.000 Besucher im ersten Jahr aus. Im Jahr 2003 sollte der Park 500.000, im Jahr 2008 und den volgejahren jährlich 750.000 Besucher zählen. Tatsächlich lagen die Besucherzahlen außer in den ersten beiden Jahren erheblich unter den Prognosen. In der abgelaufenen Saison betrug die Besucherzahl lediglich 258.000 (Vorjahr: 276.000) statt der Prognostizierten 500.000. Nach den Angaben von Fonds-Geschäftsführer Rüdiger Ertel setze der Freizeitpark im Geschäftsjahr 2003 5,05 (Vorjahr: 5,55) Millionen Euro um.
Wie Ertel weiter berichtet benoten die kleinen Besucher und ihrer Eltern den Freizeitpark hervorragend. Doch sei das Einzugsgebiet des Parks erheblich kleiner als von der Ravensburger AG ursprünglich angegeben. Mit einer wesentlichen Steigerung der Besucherzahlen sei also nicht zu rechnen. Eine auf der Gesellschafterversammlung vom Vorstand der Ravensburger AG vorgeschlagene Anpassung des Beteiligungskonzeptes haben die Anleger abgelehnt. Die Zugeständnisse der Ravnsburger AG hätten allenfals im Jahr 2006 einmalig zu einem positiven Ergebnis führen können, kritisierten die Anleger. Ein nachhaltiges Erzielen schwarzer Zahlen sei mit dem Konzept nicht erreichbar. Auch das mittelfristige Ziel der Tilgung von bisher aufgelaufenen Verlusten lasse sich mit den von der Ravensburger AG vorgeschlagenen Anpassungsmaßnahmen nicht umsetzen. Einschließlich des für 2004 geplanten negativen Ergebnisses von minus 516.000 Euro werden sich die Gesammtverluste auf knapp 9 Millionen Euro belaufen, so Ertel.
von Peter Ludäscher
Quelle: Südkurier
Gruß Weschty
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Kurz vor Weihnachten gibt es Streit im defizitären Ravensburger Spieleland. Die stillen Gesellschafter, die sich über eine Fondsgesellschaft mit 18 Millionen DM an dem Freizeitpark beteiligt haben wollen gegen die Ravensburger Spieleland AG klagen. Nach Ansicht der stillen Gesellschafter wurden sie von Ravensburger bei den Vertragsverhandlungen zum Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrages falsch informiert.
Die Fondsgesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Ravensburger AG. Ravensburger selbst hat 12 Millionen DM zum Eigenkapital des Spielelandes beigesteuert. Das Ravensburger Spieleland schreibt seit seiner Eröffnung im Jahre 1998 rote Zahlen. Nachdem auch 2003 mit einem Verlust von 890.000 Euro (Vorjahr; minus 1,25 Millionen) abgeschlossen wird, summieren sich die bisher aufgelaufenen Verluste auf knapp 8,4 Millionen Euro. Die rund 250 privaten Anleger, die überwiegend aus Oberschwaben und der Bodenseeregion stammen, haben kürzlich in der Gesellschafterversammlung ihrer Real Fonds GmbH & Co.Freizeitpark KG mit einer Mehrheit von 92% beschlossen gegen Ravensburger zu klagen.
Wie die Fondsgesellschaft mitteilt, sieht sie sich von Ravensburger bei den Vertragsverhandlungen zum Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrags zumindest fahrlässig falsch über diverse Planungsgrundlagen informiert. Insbesondere seien die Daten über das Besucherpotenzial im Umfeld des Spielelandes fehlerhaft ermittelt worden. Das tatsächliche Potenzial sei erheblich geringer als seinerzeit definiert.
Der Prospekt des 1998 eröffneten Freizeitparks ging von 250.000 Besucher im ersten Jahr aus. Im Jahr 2003 sollte der Park 500.000, im Jahr 2008 und den volgejahren jährlich 750.000 Besucher zählen. Tatsächlich lagen die Besucherzahlen außer in den ersten beiden Jahren erheblich unter den Prognosen. In der abgelaufenen Saison betrug die Besucherzahl lediglich 258.000 (Vorjahr: 276.000) statt der Prognostizierten 500.000. Nach den Angaben von Fonds-Geschäftsführer Rüdiger Ertel setze der Freizeitpark im Geschäftsjahr 2003 5,05 (Vorjahr: 5,55) Millionen Euro um.
Wie Ertel weiter berichtet benoten die kleinen Besucher und ihrer Eltern den Freizeitpark hervorragend. Doch sei das Einzugsgebiet des Parks erheblich kleiner als von der Ravensburger AG ursprünglich angegeben. Mit einer wesentlichen Steigerung der Besucherzahlen sei also nicht zu rechnen. Eine auf der Gesellschafterversammlung vom Vorstand der Ravensburger AG vorgeschlagene Anpassung des Beteiligungskonzeptes haben die Anleger abgelehnt. Die Zugeständnisse der Ravnsburger AG hätten allenfals im Jahr 2006 einmalig zu einem positiven Ergebnis führen können, kritisierten die Anleger. Ein nachhaltiges Erzielen schwarzer Zahlen sei mit dem Konzept nicht erreichbar. Auch das mittelfristige Ziel der Tilgung von bisher aufgelaufenen Verlusten lasse sich mit den von der Ravensburger AG vorgeschlagenen Anpassungsmaßnahmen nicht umsetzen. Einschließlich des für 2004 geplanten negativen Ergebnisses von minus 516.000 Euro werden sich die Gesammtverluste auf knapp 9 Millionen Euro belaufen, so Ertel.
von Peter Ludäscher
Quelle: Südkurier
Gruß Weschty
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