Hi,
>Unten bei dieser Seite ein weiterer Presseartikel.
bin mal so frei und C&P den Text zwecks Lesbarkeit hier rein.
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[h1]Das Milliarden-Projekt «Milaviparc»in Domdidier steht auf der Kippe[/h1]
Serge A. Rubitschung, Initiant des anfänglich auf 600'000 m2 und heute auf 1 Mio. m2 geplanten Attraktionspark „Milaviparc“ in Domdidier und auch teilweise auf Boden der Gemeinde von Avenches steht bereits nach 1-jähriger Planung auf der Kippe. Am 25. Juni sprach sich der Gemeinderat von Avenches gegen das Projekt auf Avencher Boden aus. Seit dieser Entscheid gefallen ist, ist aus verschiedensten anderen Gründen das gesamte Projekt blockiert und die Chancen, dass dieses Projekt realisiert werden kann, stehen äusserst schlecht. S. Rubitschung will weiterhin nicht bekannt geben, wer das 1 Milliardenprojekt finanzieren soll.
[h3]Serge A. Rubitschung sieht die Hauptschuld bei der Multigas [/h3]
Serge A. Rubitschung möchte, trotz dem negativen Entscheid der Gemeinde Avenches, mit der Gemeinde Domdidier das Projekt im kleineren Rahmen realisieren. „Die Gemeinde Domdidier müsse aber vorerst das Sicherheitsproblem der Multigas regeln, denn wenn es bei der Multigas zu einem Unfall kommen würde, könnte dies eine Ammoniak-Wolke bilden und Leute in unmittelbarer Umgebung töten. Dies sei auch ein Problem für die Bevölkerung von Domdidier“ betont Rubitschung. Dieses Problem sei der Gemeinde erst im Zusammenhang mit dem Milaviparc-Projekt bewusst geworden. Rubitschung versteht nicht, warum der Kanton die Ansiedlung der Multigas in unmittelbarer Nähe von bewohnten Häusern und Geschäftshäusern bewilligt hat. Der Ball sei jetzt bei der Gemeinde, die dieses Problem zu lösen hätte. Inzwischen habe er auch ein Auge auf andere mögliche Standorte für sein Projekt.
[h3]Gemeinde Domdidier prüft neue Risikoanalyse [/h3]
Laut Francis Schouwey, Vize-Gemeinderat-Präsident von Domdidier, werde die neue Analyse, die die Sicherheitsprobleme der Multigas behandelt, vom Gemeinderat geprüft. Der Entscheid, wie es weitergeht, könnte im August fallen. Nachdem der Gemeinderat von Avenches einen negativen Entscheid gefällt habe, sei auch die Stimmung in Domdidier nicht mehr so positiv. Schouwey versteht auch nicht, warum das neue Polizeizentrum in unmittelbarer Nähe der Multigas gebaut werden durfte, denn diese seien auch in Todesgefahr, falls ein Unfall passieren würde. Staatsrat Michel Pittet hätte ihm gesagt, dass auch nur ein Toter ein Toter zuviel sei.
„Es besteht für die Dorfbevölkerung von Domdidier überhaupt keine Gefahr“
Michel A. Guex, Direktor der Multigas in Domdidier, wehrt sich gegen die falschen Vorwürfe, die von den Initianten des Milaviparc in der Presse veröffentlicht wurden, die Multigas sei für die Dorbevölkerung eine Gefahr. „Ich will doch mal festhalten, dass es 1995 ein politischer Wille des Kantons und der Gemeinde von Domdidier war, dass wir die Multigas hier ansiedeln. Bevor wir aber mit der Planung begannen, haben wir mit den entsprechenden Ämtern im Kanton sämtliche Sicherheitsmassnahmen klar definiert, diese in der Planung einbezogen und im Bau berücksichtigt“ bestätigt Michel Guex gegenüber dem Le Lac.
[h3]Neue Risikoanalyse[/h3]
S. Rubitschung liess von der Firma Basel & Hofmann auf Kosten der Gemeinde von Domdidier eine neue Risikoanalyse erarbeiten. In dieser Analyse wird vorgeschlagen, dass das Ammoniak von den Eisenbahnzisternen nicht mehr am Tag, sondern in der Nacht in die Tanke abgefüllt werden sollten und anstatt das Ammoniak in zwei Zisternen abzufüllen, dieses in 6 Zisternen abzufüllen. Im dritten Vorschlag empfiehlt man in der Analyse eine Mauer um die Zisternen zu bauen. „Uns sagt man, dass unser Ammoniakstock gefährlich sei und schlägt uns vor, dass wir diese Arbeiten nachts erledigen sollen. Dies erhöht nicht die Sicherheit, sondern nur die Kosten. Wenn wir in 6 statt 2 Zisternen abfüllen, ist das Risiko eines Ausströmens oder einer Unterbrechung drei Mal höher. Und eine Mauer um die Zisternen zu bauen bringt auch nichts, denn das Ammoniak ist leichter als die Luft und verbreitet sich in die Höhe“ betont Michel Guex. Diese vorgeschlagenen Massnahmen würden, laut Michel Guex, die Sicherheitsmassnahmen in keiner Weise verbessern. Die Mehrkosten, die von der SBB in Rechnung gestellt würden, sind auf rund 580'000 Franken vorangeschlagt und rechnet man die Personalkosten der Multigas für Nachtarbeit dazu, würde dies die Kosten um 800'000 Franken im Jahr erhöhen. S. Rubitschung machte der Multigas den Vorschlag, dass der Milaviparc für diese Kosten aufkommen würde. Michel Guex hat grossen Zweifel an dieser Aussage.
[h3]Eigene Risikoanalyse der Multigas[/h3]
Michel Guex will mit den Initianten des Milaviparc zusammenarbeiten und sucht eine intelligente Lösung, die durch eine spezialisierte Firma ausgearbeitet wird und liess bei der Firma Tecnoservice Engineering aus Marin, die die ganze Multigas geplant hat und den technischen Service bietet, eine zweite Risikoanalyse erarbeiten. Diese Analyse geht davon aus, dass der Milaviparc gebaut wird, ansonsten keine Massnahmen notwendig wären. In dieser Analyse wird das Problem eines Ausströmens des Ammoniaks in die Umwelt völlig gelöst. Die Umlademanipulationen des Ammoniaks vom Eisenbahntank in die Zisternen würden im geschlossenen Raum stattfinden. Eventuelles Ausströmen von Ammoniak würde umgehend aufgesaugt und in eine Zisterne, die sich im Nebenraum befindet, befördert. Diese Anlage ist für den „worst case“ geplant. Diese Lösung würde Investitionen von 4,5 Mio. Franken verursachen, genau den gleichen Betrag, der der Bau der Multigasanlage gekostet hat. Die jährlichen Mehrkosten dieser Anlage sind auf 80'000 Franken budgetiert. Dazu Michel Guex: „Auch hier sagte mir S. Rubitschung: kein Problem, was sind vier Millionen im Verhältnis zu der Milliarde, die wir in den Milaviparc investieren. Heute entsprechen die Sicherheitsnormen der Multigas den gesetzlichen Vorschriften. Täglich werden in Europa 25'000 Tonnen Ammoniak produziert, wovon Multigas knapp 5 Tonnen täglich verarbeitet. Michel Guex ist überzeugt, dass in Domdidier keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. Probleme sieht er eher bei den Bahnwagen mit Ammoniak, die völlig unbewacht auf Bahnhöfen abgestellt werden.
[h3]Disneyland Paris mit 56 Millionen Euros Verlust[/h3]
Das am 12. April 1992 eröffnete Disneyland Paris ist heute mit 2,2 Milliarden Euros verschuldet und schloss im September 03 mit einem Verlust von 56 Millionen Euros ab. Knapp 12 Millionen BesucherInnen im Jahr besuchen das Disneyland von Paris im Jahr. Mit einer Investition zwischen 1 und 1,2 Milliarden sollen, laut S. Rubitschung, ab 2010 zwischen 2 bis 4 Millionen BesucherInnen den Milaviparc in Domdidier besuchen. Den Europapark in Rust besuchen jährlich 650'000 SchweizerInnen.
Gruss
Mat
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