Limes Park
Gladiatorenkämpfe und Galeerenschlachten in Franken?
Streit um einen monströsen Römer-Park!
(Autor: Henning Biedermann)
Antike Wagenrennen und Galeerenkämpfe, römische Thermen, ein Kolosseum, ein Legionärslager und eine „Reise in die Götterwelt“, bei der die Besucher innerhalb eines Limes-Turms gen Himmel gehoben werden und anschließend einen „freien Fall in die Hölle“ bekommen – so stellen sich die Betreiber ihren „Limes Park GmbH“ im fränkischen Pleinfeld vor. Alfons Reithmeier von der Limes Park GmbH spricht von „Edutainment“, einer „Mischung aus Kultur, Wissensvermittlung, Wellness, vielen Möglichkeiten zum eigenen Mitmachen und Nervenkitzel“. Bürgermeister Josef Miehling (FW) und andere Kommunalpolitiker erhoffen sich zusätzliche Arbeitsplätze und Aufträge für das lokale Gewerbe.
Ein römisch-germanisches Disney-Land im Fränkischen Seenland – kritisieren dagegen viele Anwohner und kündigen heftigen Widerstand gegen die Pläne an. Sie befürchten dauerhafte Verkehrs-, Lärm- und Abgasbelastungen auf sich zukommen. Die bisherige Leitlinie des sanften Tourismus sehen sie in Gefahr, denn die Betreiber prognostizieren ein Besucheraufkommen von jährlich 1,1 Millionen Menschen.
Am 6. November muss nun der Pleinfelder Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung über das 100 Mio. Euro teure Projekt fällen.
http://www.br-online.de/kultur-szene/sendungen/capriccio/
Am Brombachsee einmal Galeeren-Sklave sein
Römischer Erlebnispark geplant - Gladiator spielen
Gunzenhausen. (dpa) Investoren planen am Brombachsee in Mittelfranken einen römischen Erlebnispark mit Wagenrennen und römischen Kneipen. Der "Limes-Park" solle in der Nähe von Pleinfeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) entstehen, berichtete der Tourismusverband Fränkisches Seenland am Donnerstag. Die Betreiber erwarten sich von dem Freizeitpark im Jahr rund 1,1 Millionen Besucher. "Näheres wissen wir auch noch nicht", sagte Verbandsgeschäftsführer Horst Bieswanger. Das Vorhaben selbst wollte er vorerst nicht kommentieren.
Konkrete Pläne will die Limes-Park GmbH der Gemeindevertretung Pleinfeld dem Vernehmen nach in diesem Herbst vorlegen. Mit dem "Limes-Park" wollen die Investoren offenbar an die römische Tradition der Region anknüpfen. In der nahe gelegenen Stadt Weißenburg erinnern noch heute zahlreiche bauliche Überreste an die Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes führte einst unweit von Pleinfeld vorbei. Das römische Disney-Land will dem Vernehmen nach unter anderem mit Nachbauten markanter römischer Bauwerke, einem Museum, Gladiatorenkämpfen in einer römischen Arena, Galeeren-Fahrten und Legionärslagern Urlauber ins fränkische Seeland locken.
Nach Einschätzung Bieswangers könnte das Fränkische Seenland einen "wie auch immer gearteten Freizeitpark vertragen". Die 975 Unterkünfte in der Region seien zwar im Sommer gut ausgelastet, manche könnten aber im Frühjahr und Herbst noch Gäste brauchen.
Unterdessen formiert sich in der Region erster Widerstand. Rund 60 Pleinfelder schlossen sich zu einem "Bürgerforum Freizeitpark" zusammen. Untersucht werden sollen die Auswirkungen eines solchen Projekts für die Region. Schon jetzt zeichneten sich, so die Bürgerinitiative, Verkehrsprobleme ab. Denn für Zehntausende zusätzlicher Besucher reichten die bestehenden Straßen nicht aus.
http://www.oberpfalznetz.de/print_Artikel/0,1782,112150,00.html
Mfg,
Chris
Streit um einen monströsen Römer-Park!
(Autor: Henning Biedermann)
Antike Wagenrennen und Galeerenkämpfe, römische Thermen, ein Kolosseum, ein Legionärslager und eine „Reise in die Götterwelt“, bei der die Besucher innerhalb eines Limes-Turms gen Himmel gehoben werden und anschließend einen „freien Fall in die Hölle“ bekommen – so stellen sich die Betreiber ihren „Limes Park GmbH“ im fränkischen Pleinfeld vor. Alfons Reithmeier von der Limes Park GmbH spricht von „Edutainment“, einer „Mischung aus Kultur, Wissensvermittlung, Wellness, vielen Möglichkeiten zum eigenen Mitmachen und Nervenkitzel“. Bürgermeister Josef Miehling (FW) und andere Kommunalpolitiker erhoffen sich zusätzliche Arbeitsplätze und Aufträge für das lokale Gewerbe.
Ein römisch-germanisches Disney-Land im Fränkischen Seenland – kritisieren dagegen viele Anwohner und kündigen heftigen Widerstand gegen die Pläne an. Sie befürchten dauerhafte Verkehrs-, Lärm- und Abgasbelastungen auf sich zukommen. Die bisherige Leitlinie des sanften Tourismus sehen sie in Gefahr, denn die Betreiber prognostizieren ein Besucheraufkommen von jährlich 1,1 Millionen Menschen.
Am 6. November muss nun der Pleinfelder Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung über das 100 Mio. Euro teure Projekt fällen.
http://www.br-online.de/kultur-szene/sendungen/capriccio/
Am Brombachsee einmal Galeeren-Sklave sein
Römischer Erlebnispark geplant - Gladiator spielen
Gunzenhausen. (dpa) Investoren planen am Brombachsee in Mittelfranken einen römischen Erlebnispark mit Wagenrennen und römischen Kneipen. Der "Limes-Park" solle in der Nähe von Pleinfeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) entstehen, berichtete der Tourismusverband Fränkisches Seenland am Donnerstag. Die Betreiber erwarten sich von dem Freizeitpark im Jahr rund 1,1 Millionen Besucher. "Näheres wissen wir auch noch nicht", sagte Verbandsgeschäftsführer Horst Bieswanger. Das Vorhaben selbst wollte er vorerst nicht kommentieren.
Konkrete Pläne will die Limes-Park GmbH der Gemeindevertretung Pleinfeld dem Vernehmen nach in diesem Herbst vorlegen. Mit dem "Limes-Park" wollen die Investoren offenbar an die römische Tradition der Region anknüpfen. In der nahe gelegenen Stadt Weißenburg erinnern noch heute zahlreiche bauliche Überreste an die Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes führte einst unweit von Pleinfeld vorbei. Das römische Disney-Land will dem Vernehmen nach unter anderem mit Nachbauten markanter römischer Bauwerke, einem Museum, Gladiatorenkämpfen in einer römischen Arena, Galeeren-Fahrten und Legionärslagern Urlauber ins fränkische Seeland locken.
Nach Einschätzung Bieswangers könnte das Fränkische Seenland einen "wie auch immer gearteten Freizeitpark vertragen". Die 975 Unterkünfte in der Region seien zwar im Sommer gut ausgelastet, manche könnten aber im Frühjahr und Herbst noch Gäste brauchen.
Unterdessen formiert sich in der Region erster Widerstand. Rund 60 Pleinfelder schlossen sich zu einem "Bürgerforum Freizeitpark" zusammen. Untersucht werden sollen die Auswirkungen eines solchen Projekts für die Region. Schon jetzt zeichneten sich, so die Bürgerinitiative, Verkehrsprobleme ab. Denn für Zehntausende zusätzlicher Besucher reichten die bestehenden Straßen nicht aus.
http://www.oberpfalznetz.de/print_Artikel/0,1782,112150,00.html
Mfg,
Chris

