Schwarze Tage für Soest
Artikel aus der Lippstädter Zeitung
vom 10. November 2000
Schwarze Tage für Soest
Wegen eines Stromausfalls verging Besuchern der Spaß. Trafo Schaden hat fatale Folgen: Ab 17 Uhr müssen viele Geschäfte schließen.
Soest: Zum zweiten Mal in nur zwei Wochen hat ein Stromausfall in Soest Großteile der Stadt lahmgelegt. Während die Bördestädter den Blackout vor 14 Tagen locker wegsteckten und sich sogar über den zwangspausen in den Büros und an den Kassen der Einkaufsmärkte amüsierten, verging gestern vielen der Spaß. Denn in Soest drehen sich zuzeit die Karussells der 663. Allerheiligenkirmes. Und wer gestern um 11:45 Uhr das Pech hatte in einem Über-Kopf-Karussell zu hocken, dürfte noch heute über Kopschmerzen und Übelkeit klagen - weil er fest hing.
Der Schädel dürfte aber auch den Schaustellern brummen: Denn Gestern brannte die Zentrale Trafostation, die auch die Kirmes mit "Saft" versorgte. Weil es Wochen dauert, bis die Station repariert ist, muß die Größte Innenstadtkirmes Europas nun Notversogrt werden.
Mit Katastrophalen folgen: Ab 17 Uhr werden ganze Straßenzüge "ausgeknipst", Karrussels und Buden müssen just zu einer Zeit, wenn es am schönsten wird, ihren Betrieb einstellen. Zu den Leittragenden zählen so attraktive Geschäfte wie der Power Tower, das Big Monster und das traditionelle Bayernzelt.
Soests Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer und Stadtwerke-Chef Alfons Bröker bezeichnen das Notprogramm als "Vorsichtsmaßnahme".
Schaltet man am späten Abend teile der Kirmes nicht ab, drohe die gefahr, dass die gesamte Stromversogung Soests zusammenbricht. Ein totaler Blackout ausgerechnet zur Kirmes könnte Panik und Entsetzen auslösen, fürchten die Verantwortlichen.
Schon der Stromausfall am Vormittag hatte viele Besucher heftig erwischt - so auch vier Schülerinnen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren. Sie hatten eine Fahrt im "Aqua-Fun" gebucht, der seine Gäste besonders wild durch die Luft wirbelt. Als der Strom ausfiel, schwebten die 4 Mädchen gerade in der Luft: die Füße zum Himmel gestreckt, den Kopf nach unten! In dieser höchst unkonfortabelen Lage mußten sie ganze 22 Minuten ausharren. Dann erst hatten helfer eine Batterie aufgetrieben, mit der sich die kleinen Motoren an den Sicherheitsbügeln antreiben ließen, um die eingezwängten Passagiere wieder freizugeben.
Gar eineinhalb Stunden mußten auf dem Soester Markt die Besucher des "Power Towers" über den Dächern der Stadt durchhalten. Die Plattform blieb in etwa 15 Meter stehen. Zu Glück saßen die zahlreichen Mitreisenden aufrecht auf den Sitzen.
Doch die lange ungewißheit schlug bei manchen Gästen in Panik und Angst um. Als sie nach 90 Minuten wieder festen Boden unter den Füßen spürten, nahmen etliche Seelsorger und Sanitäter die Kinder in Empfang und tösteten sie.
Wer mehr News oder Infos braucht kann mir eine Mail schreiben FunkyEM@gmx.de. Es gibt noch drei Fotos und zwei weitere Artikel zu diesem "verdammt ärgelichen Vorfall", wie ich es finde.
Bis dann
Markus
vom 10. November 2000
Schwarze Tage für Soest
Wegen eines Stromausfalls verging Besuchern der Spaß. Trafo Schaden hat fatale Folgen: Ab 17 Uhr müssen viele Geschäfte schließen.
Soest: Zum zweiten Mal in nur zwei Wochen hat ein Stromausfall in Soest Großteile der Stadt lahmgelegt. Während die Bördestädter den Blackout vor 14 Tagen locker wegsteckten und sich sogar über den zwangspausen in den Büros und an den Kassen der Einkaufsmärkte amüsierten, verging gestern vielen der Spaß. Denn in Soest drehen sich zuzeit die Karussells der 663. Allerheiligenkirmes. Und wer gestern um 11:45 Uhr das Pech hatte in einem Über-Kopf-Karussell zu hocken, dürfte noch heute über Kopschmerzen und Übelkeit klagen - weil er fest hing.
Der Schädel dürfte aber auch den Schaustellern brummen: Denn Gestern brannte die Zentrale Trafostation, die auch die Kirmes mit "Saft" versorgte. Weil es Wochen dauert, bis die Station repariert ist, muß die Größte Innenstadtkirmes Europas nun Notversogrt werden.
Mit Katastrophalen folgen: Ab 17 Uhr werden ganze Straßenzüge "ausgeknipst", Karrussels und Buden müssen just zu einer Zeit, wenn es am schönsten wird, ihren Betrieb einstellen. Zu den Leittragenden zählen so attraktive Geschäfte wie der Power Tower, das Big Monster und das traditionelle Bayernzelt.
Soests Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer und Stadtwerke-Chef Alfons Bröker bezeichnen das Notprogramm als "Vorsichtsmaßnahme".
Schaltet man am späten Abend teile der Kirmes nicht ab, drohe die gefahr, dass die gesamte Stromversogung Soests zusammenbricht. Ein totaler Blackout ausgerechnet zur Kirmes könnte Panik und Entsetzen auslösen, fürchten die Verantwortlichen.
Schon der Stromausfall am Vormittag hatte viele Besucher heftig erwischt - so auch vier Schülerinnen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren. Sie hatten eine Fahrt im "Aqua-Fun" gebucht, der seine Gäste besonders wild durch die Luft wirbelt. Als der Strom ausfiel, schwebten die 4 Mädchen gerade in der Luft: die Füße zum Himmel gestreckt, den Kopf nach unten! In dieser höchst unkonfortabelen Lage mußten sie ganze 22 Minuten ausharren. Dann erst hatten helfer eine Batterie aufgetrieben, mit der sich die kleinen Motoren an den Sicherheitsbügeln antreiben ließen, um die eingezwängten Passagiere wieder freizugeben.
Gar eineinhalb Stunden mußten auf dem Soester Markt die Besucher des "Power Towers" über den Dächern der Stadt durchhalten. Die Plattform blieb in etwa 15 Meter stehen. Zu Glück saßen die zahlreichen Mitreisenden aufrecht auf den Sitzen.
Doch die lange ungewißheit schlug bei manchen Gästen in Panik und Angst um. Als sie nach 90 Minuten wieder festen Boden unter den Füßen spürten, nahmen etliche Seelsorger und Sanitäter die Kinder in Empfang und tösteten sie.
Wer mehr News oder Infos braucht kann mir eine Mail schreiben FunkyEM@gmx.de. Es gibt noch drei Fotos und zwei weitere Artikel zu diesem "verdammt ärgelichen Vorfall", wie ich es finde.
Bis dann
Markus

