Neuer Freizeitpark ?
Folgenden Artikel fand ich heute in der Badischen Zeitung.
Endlich Klarheit und doch alles wieder offen: Im Elsass soll ein Freizeitpark angelegt werden
Asterix baut das Bioscope
Von unserem Korrespondenten Michael Neubauer
STRASSBURG. Er wird gebaut, er wird nicht gebaut, er wird jetzt doch gebaut: Nach einem Hin und Her von sechs Jahren entsteht im Elsass nun doch der Freizeitpark „Bioscope“. Den Zuschlag erhielt die Gruppe „Asterix-Park“ bei Paris. Unklar ist noch der Standort: Im Gespräch sind die Gemeinden Plobsheim bei Straßburg und Ungersheim bei Mulhouse.
Auf den ersten Blick scheinen endlich die Nebelschwaden um das Projekt Bioscope vertrieben zu sein, die Freizeitlandschaft am Oberrhein erhält also eine neue Attraktion. Der Vertrag soll zu Beginn des kommenden Jahres unterschrieben werden. 2003 sollen die Pforten sich dann öffnen. 61 Millionen Euro sollen in den Park investiert werden, ein großer Teil des Geldes soll aus öffentlichen Kassen fließen. „Asterix Park“ rechnet mit 400'000 Besucher jährlich.
Doch bei all der Freude, dass es vorwärts geht, fehlt es immer noch an klaren Aussagen zu einem konkreten Konzept. Sollte zu Beginn der Park Bioscope den Menschen eine Bootsfahrt durch den menschlichen Körper anbieten, ist jetzt nicht einmal mehr ganz sicher, ob der Name Bioscope überleben wird. Ein moderner Park an einer Flusslandschaft soll es werden, nichts Nostalgisches, sagt der Direktor des „Asterix Park“, Olivier de Bosredon. Ein wenig Pädagogik, aber lieber spielerisch als zu ernst. Für ihn ist es ein „völlig neues Freizeitprodukt in einer der schönsten Gegenden Europas, die über ein bedeutendes touristisches Potential verfügt“. Die Besucher sollen in einer Art künstlichem Ökosystem mit einem kleinen Boot über Felder, Ozeane, Wüsten und durchs Universum fahren und interaktiv sich beteiligen können. Der „Asterix Park“-Chef zeigt sich enthusiastisch und spricht vom „schönen Abenteuer“, das jetzt auf das Elsass zukomme.
Andere im Elsass sprechen von einem „Phantom“. Der gemeinsame Ausschuss der Region Elsass und der beiden Verwaltungsbezirke des Ober- und Unterelsass wollen erst in den kommenden Monaten Genaueres bekannt geben. Auf deutscher Seite war in der Vergangenheit zwar immer wieder nur Positives über Bioscope im Elsass zu hören: Durch ihn würden auch mehr Besucher nach Baden und in den Schwarzwald kommen. Roland Mack vom Europa-Park Rust hat nichts gegen „Synergien“ durch einen neuen, anders gestalteten Park. „Wenn die Inhalte und Zielgruppen unterschiedlich sind, könnten wir sogar gemeinsame Programme anbieten.“ Er vermutet jedoch, dass „Asterix Park“ die ursprüngliche Idee des Bioscope nicht mehr umsetzen wird. „Ich kann nur appellieren, dass er sich nicht mit uns anlegt. Wenn wir im gleichen Markt mit einem gleichen Angebot daherkommen, wird es zwei Verlierer geben.“
In Straßburg ist derweil Bürgermeisterin Trautmann nicht recht guter Laune, da „Asterix Park“ mit ihr keinen Kontakt aufgenommen und stattdessen den Standort in Ungersheim neben dem Freilichtmuseum Ecomusée ins Spiel gebracht hat. Doch auch dort weiß noch keiner, ob man sich freuen soll über den eventuellen Nachbarn. In Mulhouse dagegen hofft Bürgermeister Bockel, dass die Museen seiner Stadt davon profitieren.
Endlich Klarheit und doch alles wieder offen: Im Elsass soll ein Freizeitpark angelegt werden
Asterix baut das Bioscope
Von unserem Korrespondenten Michael Neubauer
STRASSBURG. Er wird gebaut, er wird nicht gebaut, er wird jetzt doch gebaut: Nach einem Hin und Her von sechs Jahren entsteht im Elsass nun doch der Freizeitpark „Bioscope“. Den Zuschlag erhielt die Gruppe „Asterix-Park“ bei Paris. Unklar ist noch der Standort: Im Gespräch sind die Gemeinden Plobsheim bei Straßburg und Ungersheim bei Mulhouse.
Auf den ersten Blick scheinen endlich die Nebelschwaden um das Projekt Bioscope vertrieben zu sein, die Freizeitlandschaft am Oberrhein erhält also eine neue Attraktion. Der Vertrag soll zu Beginn des kommenden Jahres unterschrieben werden. 2003 sollen die Pforten sich dann öffnen. 61 Millionen Euro sollen in den Park investiert werden, ein großer Teil des Geldes soll aus öffentlichen Kassen fließen. „Asterix Park“ rechnet mit 400'000 Besucher jährlich.
Doch bei all der Freude, dass es vorwärts geht, fehlt es immer noch an klaren Aussagen zu einem konkreten Konzept. Sollte zu Beginn der Park Bioscope den Menschen eine Bootsfahrt durch den menschlichen Körper anbieten, ist jetzt nicht einmal mehr ganz sicher, ob der Name Bioscope überleben wird. Ein moderner Park an einer Flusslandschaft soll es werden, nichts Nostalgisches, sagt der Direktor des „Asterix Park“, Olivier de Bosredon. Ein wenig Pädagogik, aber lieber spielerisch als zu ernst. Für ihn ist es ein „völlig neues Freizeitprodukt in einer der schönsten Gegenden Europas, die über ein bedeutendes touristisches Potential verfügt“. Die Besucher sollen in einer Art künstlichem Ökosystem mit einem kleinen Boot über Felder, Ozeane, Wüsten und durchs Universum fahren und interaktiv sich beteiligen können. Der „Asterix Park“-Chef zeigt sich enthusiastisch und spricht vom „schönen Abenteuer“, das jetzt auf das Elsass zukomme.
Andere im Elsass sprechen von einem „Phantom“. Der gemeinsame Ausschuss der Region Elsass und der beiden Verwaltungsbezirke des Ober- und Unterelsass wollen erst in den kommenden Monaten Genaueres bekannt geben. Auf deutscher Seite war in der Vergangenheit zwar immer wieder nur Positives über Bioscope im Elsass zu hören: Durch ihn würden auch mehr Besucher nach Baden und in den Schwarzwald kommen. Roland Mack vom Europa-Park Rust hat nichts gegen „Synergien“ durch einen neuen, anders gestalteten Park. „Wenn die Inhalte und Zielgruppen unterschiedlich sind, könnten wir sogar gemeinsame Programme anbieten.“ Er vermutet jedoch, dass „Asterix Park“ die ursprüngliche Idee des Bioscope nicht mehr umsetzen wird. „Ich kann nur appellieren, dass er sich nicht mit uns anlegt. Wenn wir im gleichen Markt mit einem gleichen Angebot daherkommen, wird es zwei Verlierer geben.“
In Straßburg ist derweil Bürgermeisterin Trautmann nicht recht guter Laune, da „Asterix Park“ mit ihr keinen Kontakt aufgenommen und stattdessen den Standort in Ungersheim neben dem Freilichtmuseum Ecomusée ins Spiel gebracht hat. Doch auch dort weiß noch keiner, ob man sich freuen soll über den eventuellen Nachbarn. In Mulhouse dagegen hofft Bürgermeister Bockel, dass die Museen seiner Stadt davon profitieren.

