Ausschuss gegen Freizeitpark
Frankfurter Neue Presse, 28. 11. 2001
Ausschuss gegen Freizeitpark
Von Jürgen Schnegelsberg
Neu-Anspach. Die Politiker der Kleeblattgemeinde haben ein neues Streitthema entdeckt: Das Stichwort heißt Freizeitpark. So hat ein privater Investor über den Planungsverband Frankfurt bei der Gemeinde Neu-Anspach nachgefragt, ob es möglich wäre, ein zwölf Hektar großes Areal für den Bau eines Freizeitparks zur Verfügung gestellt zu bekommen. 140 Arbeitsplätze könnten dabei entstehen.
Was plant der Investor, der unter dem Label „Consulting für Freizeitimmobilien“ firmiert, im einzelnen? Sein „Konzept Fun Park“ sieht ein geschlossenes Freizeitgelände vor, das – so die Planung – „von einem Flachwasserpark eingegrenzt wird“. Auf einem etwa 2,6 Kilometer langen und sechs Meter breiten „Asphaltparcours“ soll das Erleben des Freizeitangebotes mit zeitgeistgerechten und „trendigen“ Fortbewegungsmitteln wie Inline-Skatern, Skate- oder Kickboards möglich sein. Auf dem Areal selbst, so der Plan, sind zwei zirka 2000 Quadratmeter große asphaltierte Flächen geplant, die flexibel nutzbar sein sollen – etwa für Open-Air-Konzerte, Übungsflächen für Skater oder als Platz, auf dem ein Zirkus gastieren könnte.
Auch „mobile Tribünen für etwa 6000 Besucher“ könnten darauf montiert werden. Weiterhin ist eine Multifunktionshalle „mit zirka 3000 Quadratmetern witterungsgeschützter Aktionsfläche für Events und Mitternachtsaktivitäten“ vorgesehen. Insgesamt füllt die Liste der einzelnen Aktionen, wie eine „der größten Innen- und Außenmodellbahnanlagen im Maßstab 1:22,5“ sowie ein Parkplatz für mindestens 800 Autos, mit Planskizze ein sechsseitiges Konzeptpapier.
Wie reagierten nun die Mitglieder des Umwelt- , Landwirtschaftund Forstausschusses, die als erstes Fachgremium der Kommune mit diesem Thema konfrontiert wurden? Zweigeteilt. Lediglich die Fraktion von FWG-UBN in Person von Siegfried Nitsch und Norbert Meyer sprach sich dafür aus, das Projekt zumindest seitens der Gemeinde prüfen zu lassen und nicht gleich vom Tisch zu wischen.
Aus SPD, CDU und Grünen bildete sich ein klare Ablehnungsfront. SPD-Fraktionschef Klaus Mainz: „Man muss nicht nach jeder Wurst schnappen, die einem vorgehalten wird.“ Zwölf-Mark-die-Stunde-Jobs, ein zersiedeltes Baugebiet und Autostaus ohne Ende wären allein Argumente genug dagegen. CDU-Parteichef Andreas Moses: „Wir haben die gefragte Fläche nicht verfügbar und im Naturschutzpark-Gebiet Hochtaunus ist ein solches Projekt nicht genehmigungsfähig.“
Die Abstimmung ergab folgendes Ergebnis: eine Ja-Stimme (Nitsch), eine Enthaltung und ansonsten komplette Ablehnung.
Jens Uwe Kupka
Ausschuss gegen Freizeitpark
Von Jürgen Schnegelsberg
Neu-Anspach. Die Politiker der Kleeblattgemeinde haben ein neues Streitthema entdeckt: Das Stichwort heißt Freizeitpark. So hat ein privater Investor über den Planungsverband Frankfurt bei der Gemeinde Neu-Anspach nachgefragt, ob es möglich wäre, ein zwölf Hektar großes Areal für den Bau eines Freizeitparks zur Verfügung gestellt zu bekommen. 140 Arbeitsplätze könnten dabei entstehen.
Was plant der Investor, der unter dem Label „Consulting für Freizeitimmobilien“ firmiert, im einzelnen? Sein „Konzept Fun Park“ sieht ein geschlossenes Freizeitgelände vor, das – so die Planung – „von einem Flachwasserpark eingegrenzt wird“. Auf einem etwa 2,6 Kilometer langen und sechs Meter breiten „Asphaltparcours“ soll das Erleben des Freizeitangebotes mit zeitgeistgerechten und „trendigen“ Fortbewegungsmitteln wie Inline-Skatern, Skate- oder Kickboards möglich sein. Auf dem Areal selbst, so der Plan, sind zwei zirka 2000 Quadratmeter große asphaltierte Flächen geplant, die flexibel nutzbar sein sollen – etwa für Open-Air-Konzerte, Übungsflächen für Skater oder als Platz, auf dem ein Zirkus gastieren könnte.
Auch „mobile Tribünen für etwa 6000 Besucher“ könnten darauf montiert werden. Weiterhin ist eine Multifunktionshalle „mit zirka 3000 Quadratmetern witterungsgeschützter Aktionsfläche für Events und Mitternachtsaktivitäten“ vorgesehen. Insgesamt füllt die Liste der einzelnen Aktionen, wie eine „der größten Innen- und Außenmodellbahnanlagen im Maßstab 1:22,5“ sowie ein Parkplatz für mindestens 800 Autos, mit Planskizze ein sechsseitiges Konzeptpapier.
Wie reagierten nun die Mitglieder des Umwelt- , Landwirtschaftund Forstausschusses, die als erstes Fachgremium der Kommune mit diesem Thema konfrontiert wurden? Zweigeteilt. Lediglich die Fraktion von FWG-UBN in Person von Siegfried Nitsch und Norbert Meyer sprach sich dafür aus, das Projekt zumindest seitens der Gemeinde prüfen zu lassen und nicht gleich vom Tisch zu wischen.
Aus SPD, CDU und Grünen bildete sich ein klare Ablehnungsfront. SPD-Fraktionschef Klaus Mainz: „Man muss nicht nach jeder Wurst schnappen, die einem vorgehalten wird.“ Zwölf-Mark-die-Stunde-Jobs, ein zersiedeltes Baugebiet und Autostaus ohne Ende wären allein Argumente genug dagegen. CDU-Parteichef Andreas Moses: „Wir haben die gefragte Fläche nicht verfügbar und im Naturschutzpark-Gebiet Hochtaunus ist ein solches Projekt nicht genehmigungsfähig.“
Die Abstimmung ergab folgendes Ergebnis: eine Ja-Stimme (Nitsch), eine Enthaltung und ansonsten komplette Ablehnung.
Jens Uwe Kupka

