2 Zeitungsberichte zur Soester Allerheiligenkirmes
Hallo,
ich habe hier für euch 2 Zeitungsberichte zu Soester Allerheiligenkirmes aus dem Soester Anzeiger.
"Nur einmal in fünfzig Jahren"
Ewald Schneider ist überzeugt, dass Power Tower diesmal unter Strom bleibt
SOEST • Saft- und kraftlos stand der Power Tower im vorigen Jahr da. Der Stromausfall in der Innenstadt, ausgerechnet am Kirmes-Donnerstag, brachte Ewald Schneider, Besitzer des Turmes, damals gehörig ins Rotieren. Doch jetzt lädt er wieder zum Höhenflug ein. Mit einem "Crash" wie im vorigen Jahr, als ein Feuer im Umspanntrafo der Stadtwerke die Karussells lahm legte, rechnet der Schausteller nicht: "So etwas passiert höchstens einmal in fünfzig Jahren. Wir haben also wieder 49 Jahre Zeit." Besondere Vorkehrungen für den Fall des Falles hat er daher nicht getroffen.
Eilends und über Nacht hatte Schneider im vergangenen Jahr in Holland Aggregate besorgt, damit sich das Rondell auf dem Markt nach der vielstündigen Zwangspause endlich wieder drehte. Solche Energie-Erzeuger vorsorglich schon im Vorhinein zu ordern, damit auf keinen Fall die Lichter ausgehen, hält der Tower-Chef nicht für erforderlich. Ewald Schneider: "Das ist schließlich ein enormer Kostenfaktor." Für fünf Tage müsste er mindestens 20 000 Mark Miete auf den Tisch legen, damit würde der Spaß zum teuren Vergnügen. Schneider meint: "Dann lohnt sich für mich die Kirmes nicht mehr." "Wir sind der größte Stromabnehmer auf der Kirmes", erzählt der Schausteller. Die Anlage sei mit "800 Kilowatt" abgesichert. Schneider: "Das reicht, um einen Straßenzug von einem Kilometer Länge mit Energie zu versorgen."
Der Kraft-Koloss steht und dreht sich zum vierten - und letzten - Male in Soest. Wenn die Gondel am Sonntagabend nach fünf tollen Tagen zum Endspurt startet, setzen sich bereits die Lastwagen in Bewegung. Sie bringen das Fahrgeschäft nach Valencia, denn auch die Spanier wollen hoch hinaus kommen. Der gut 60 Meter hohe Gigant ist verkauft, doch die nächste Attraktion lässt nicht lange auf sich warten. Schneider: "Wir bieten bald den höchsten transportablen Freifall-Turm der Welt mit einer Fallgeschwindigkeit von 16 Metern pro Sekunde." • Köp.
[07.11.2001]
"Wir schaffen den Aufbaurekord"
Extremer Zeitdruck bei der Achterbahn. Dennoch soll der Koloss aus 300 Tonnen Stahl heute Mittag startklar sein.Manuel Schneider: Es gibt schon Wetten unter Schaustellerkollegen
SOEST • Die "Achterbahn Extrem" der Familie Schneider hält ganz Soest in Atem. Nicht nur, dass man sich auf eine rasante Fahrt mit "extrem" scharfen Kurven freuen darf, auch die Vorgeschichte des Achterbahnspektakels ist sprichwörtlich "extrem".
Bis Sonntagabend heizte das Fahrgeschäft noch den Gästen des Bremer "Freimarktes" ein (der Anzeiger berichtete). Mit der letzten Runde gegen 24 Uhr wurde mit den Abbauarbeiten begonnen. Was für gewöhnlich drei volle Tage in Anspruch nimmt, haben die 36 Mitarbeiter und Familienmitglieder in zehn Stunden geschafft. Montagmorgen um 10 Uhr setzte sich die Kolonne in Richtung Soester Allerheiligenkirmes in Bewegung. "Wir sind gut durchgekommen, das ist schon mal ein gutes Omen", zeigte sich Manuel Schneider, Bruder des Besitzers Fredi Schneider, zuversichtlich.
Seit Montag 15 Uhr ist die Truppe bereits mit dem Aufbau der Achterbahn auf dem Petrikirchplatz beschäftigt. "Einen Aufbaurekord schaffen wir auf jeden Fall", versicherte Manuel Schneider. Zunächst müsste das Fahrgeschäft wegen der Unebenheiten des Petrikirchplatzes etwa einen Meter hoch aufgebockt werden. Erst dann könne man mit dem eigentlichen Aufbau der Bahn, mit den Abmessungen von etwa 42 mal 18 Metern, beginnen.
Bis heute Mittag soll der Koloss aus 300 Tonnen Stahl startklar sein, so Manuel Schneider. "Es werden sogar schon Wetten unter den Schaustellerkollegen abgeschlossen, ob wir's pünktlich schaffen." Aber alle Familienmitglieder würden kräftig mit anpacken: "Cousins, die bereits mit dem Aufbau ihres Fahrgeschäfts fertig sind, sind gekommen um uns zu helfen", freute sich der Schausteller über die Unterstützung.
Im Vorfeld seien bereits Kräne der Firma Bracht und Beleuchtungsmasten der Firma Breilmann organisiert worden, damit auch nachts mit Volldampf gearbeitet werden könne.
Doch bevor zur ersten rasanten Fahrt über das Schienengewirr, bei dem sich die Vierer-Gondeln zusätzlich um die eigene Achse drehen, durchgestartet werden kann, steht der Familie Schneider noch stundenlange harte Arbeit bevor.
Und für die Soester Kirmesfans bleibt es spannend, ob Fredi Schneider und sein Team Aufbau und TÜV-Abnahme noch bis zum Mittwochnachmittag "über die Runden" kriegen. Diese "extreme" Geschichte ist sogar dem Fernsehsender Vox eine Reportage wert.
Doch trotz der stressigen Bedingungen freut sich Manuel Schneider auf die bevorstehende Kirmes: "Soest ist immer etwas ganz Besonderes."
Und da die Allerheiligenkirmes die letzte Kirmes der Saison ist, können sich die Schausteller wenigstens beim Abbau ein bisschen Ruhe gönnen. • sw
[07.11.2001]
Quelle: www.wa-online.de
ich habe hier für euch 2 Zeitungsberichte zu Soester Allerheiligenkirmes aus dem Soester Anzeiger.
"Nur einmal in fünfzig Jahren"
Ewald Schneider ist überzeugt, dass Power Tower diesmal unter Strom bleibt
SOEST • Saft- und kraftlos stand der Power Tower im vorigen Jahr da. Der Stromausfall in der Innenstadt, ausgerechnet am Kirmes-Donnerstag, brachte Ewald Schneider, Besitzer des Turmes, damals gehörig ins Rotieren. Doch jetzt lädt er wieder zum Höhenflug ein. Mit einem "Crash" wie im vorigen Jahr, als ein Feuer im Umspanntrafo der Stadtwerke die Karussells lahm legte, rechnet der Schausteller nicht: "So etwas passiert höchstens einmal in fünfzig Jahren. Wir haben also wieder 49 Jahre Zeit." Besondere Vorkehrungen für den Fall des Falles hat er daher nicht getroffen.
Eilends und über Nacht hatte Schneider im vergangenen Jahr in Holland Aggregate besorgt, damit sich das Rondell auf dem Markt nach der vielstündigen Zwangspause endlich wieder drehte. Solche Energie-Erzeuger vorsorglich schon im Vorhinein zu ordern, damit auf keinen Fall die Lichter ausgehen, hält der Tower-Chef nicht für erforderlich. Ewald Schneider: "Das ist schließlich ein enormer Kostenfaktor." Für fünf Tage müsste er mindestens 20 000 Mark Miete auf den Tisch legen, damit würde der Spaß zum teuren Vergnügen. Schneider meint: "Dann lohnt sich für mich die Kirmes nicht mehr." "Wir sind der größte Stromabnehmer auf der Kirmes", erzählt der Schausteller. Die Anlage sei mit "800 Kilowatt" abgesichert. Schneider: "Das reicht, um einen Straßenzug von einem Kilometer Länge mit Energie zu versorgen."
Der Kraft-Koloss steht und dreht sich zum vierten - und letzten - Male in Soest. Wenn die Gondel am Sonntagabend nach fünf tollen Tagen zum Endspurt startet, setzen sich bereits die Lastwagen in Bewegung. Sie bringen das Fahrgeschäft nach Valencia, denn auch die Spanier wollen hoch hinaus kommen. Der gut 60 Meter hohe Gigant ist verkauft, doch die nächste Attraktion lässt nicht lange auf sich warten. Schneider: "Wir bieten bald den höchsten transportablen Freifall-Turm der Welt mit einer Fallgeschwindigkeit von 16 Metern pro Sekunde." • Köp.
[07.11.2001]
"Wir schaffen den Aufbaurekord"
Extremer Zeitdruck bei der Achterbahn. Dennoch soll der Koloss aus 300 Tonnen Stahl heute Mittag startklar sein.Manuel Schneider: Es gibt schon Wetten unter Schaustellerkollegen
SOEST • Die "Achterbahn Extrem" der Familie Schneider hält ganz Soest in Atem. Nicht nur, dass man sich auf eine rasante Fahrt mit "extrem" scharfen Kurven freuen darf, auch die Vorgeschichte des Achterbahnspektakels ist sprichwörtlich "extrem".
Bis Sonntagabend heizte das Fahrgeschäft noch den Gästen des Bremer "Freimarktes" ein (der Anzeiger berichtete). Mit der letzten Runde gegen 24 Uhr wurde mit den Abbauarbeiten begonnen. Was für gewöhnlich drei volle Tage in Anspruch nimmt, haben die 36 Mitarbeiter und Familienmitglieder in zehn Stunden geschafft. Montagmorgen um 10 Uhr setzte sich die Kolonne in Richtung Soester Allerheiligenkirmes in Bewegung. "Wir sind gut durchgekommen, das ist schon mal ein gutes Omen", zeigte sich Manuel Schneider, Bruder des Besitzers Fredi Schneider, zuversichtlich.
Seit Montag 15 Uhr ist die Truppe bereits mit dem Aufbau der Achterbahn auf dem Petrikirchplatz beschäftigt. "Einen Aufbaurekord schaffen wir auf jeden Fall", versicherte Manuel Schneider. Zunächst müsste das Fahrgeschäft wegen der Unebenheiten des Petrikirchplatzes etwa einen Meter hoch aufgebockt werden. Erst dann könne man mit dem eigentlichen Aufbau der Bahn, mit den Abmessungen von etwa 42 mal 18 Metern, beginnen.
Bis heute Mittag soll der Koloss aus 300 Tonnen Stahl startklar sein, so Manuel Schneider. "Es werden sogar schon Wetten unter den Schaustellerkollegen abgeschlossen, ob wir's pünktlich schaffen." Aber alle Familienmitglieder würden kräftig mit anpacken: "Cousins, die bereits mit dem Aufbau ihres Fahrgeschäfts fertig sind, sind gekommen um uns zu helfen", freute sich der Schausteller über die Unterstützung.
Im Vorfeld seien bereits Kräne der Firma Bracht und Beleuchtungsmasten der Firma Breilmann organisiert worden, damit auch nachts mit Volldampf gearbeitet werden könne.
Doch bevor zur ersten rasanten Fahrt über das Schienengewirr, bei dem sich die Vierer-Gondeln zusätzlich um die eigene Achse drehen, durchgestartet werden kann, steht der Familie Schneider noch stundenlange harte Arbeit bevor.
Und für die Soester Kirmesfans bleibt es spannend, ob Fredi Schneider und sein Team Aufbau und TÜV-Abnahme noch bis zum Mittwochnachmittag "über die Runden" kriegen. Diese "extreme" Geschichte ist sogar dem Fernsehsender Vox eine Reportage wert.
Doch trotz der stressigen Bedingungen freut sich Manuel Schneider auf die bevorstehende Kirmes: "Soest ist immer etwas ganz Besonderes."
Und da die Allerheiligenkirmes die letzte Kirmes der Saison ist, können sich die Schausteller wenigstens beim Abbau ein bisschen Ruhe gönnen. • sw
[07.11.2001]
Quelle: www.wa-online.de

