Angela Bruch folgt Tradition - Vom Hörsaal zum Fahrgeschäft

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Angela Bruch folgt Tradition - Vom Hörsaal zum Fahrgeschäft

Von Christian Deppe

Ihr markiger Händedruck passt zu ihrem burschikosen Auftreten. Sich gegenüber ihren ausschließlich männlichen Mitarbeitern durchzusetzen, musste Angela Bruch jedoch erst lernen, als sie vor neun Jahren in die Fußstapfen ihres Vaters trat.

Ursprünglich wollte sie Rechtsanwältin werden, das Jura-Studium hatte sie nach dem Abitur bereits begonnen. "Doch dann rief das Geschäft", erinnert sich die 31-jährige Chefin der größten transportablen Achterbahn Deutschlands, die zurzeit auf der Kirmes am Deutzer Ufer zu rasanten Berg- und Talfahrten einlädt.

Eigentlich ist sie kein Kirmeskind. Bis zum 12. Lebensjahr lebte sie bei der Großmutter in Andernach, anschließend besuchte sie in Ahrweiler ein Internat.

Die berufliche Tradition der Familie- der Ururgroßvater reiste schon 1848 mit seinem Riesenrad von Jahrmarkt zu Jahrmarkt - kannte Angela nur aus den Ferien und als lichterfrohes Vergnügen.

Geahnt habe sie damals schon, dass sich hinter den bunten Kulissen ein hartes Gewerbe verbirgt, aber dessen Schattenseiten lernte sie erst wirklich kennen, als sie mit 22 Jahren die Alpina-Bahn übernahm.

Elf Monate im Jahr ist sie nun als einzige Frau mit acht Männern und 600 Tonnen Stahl unterwegs. Drei Tage dauert der Aufbau des 1000 Meter langen Schienenstrangs, auf dem die Wagen Höchstgeschwindkeiten von 90 Stundenkilometern erreichen.

Respekt hat sich die couragierte junge Frau bei "ihren Männern" erworben, indem sie zeigte, dass sie zupacken kann und zugleich technische Kompetenz besitzt. "Von meinem Vater habe ich gelernt, mir nichts gefallen zu lassen", erklärt sie.

Will sie sich zurückziehen, bleiben ihr nur die 30 Quadratmeter ihres Wohnwagens, die sie sich mit dem einjährigen Labrador Jack teilt. "Ich bin zwar oft allein, aber einsam fühle ich mich selten. Ich genieße es, abends die Tür hinter mir zumachen zu können, auf meinem Sofa zu liegen, zu lesen oder Musik zu hören", erklärt die Karussell-Chefin.

Die Beats der aktuellen Charts, die sie bis in die Nacht auf dem Rummel umtosen, werden dann abgelöst von der Musik Bachs und anderer Klassiker.

Sie mag ihren Beruf, "weil man so viel herumkommt". Auch wenn sie es in Köln gerade mal bis zur Domplatte geschafft hat und noch immer nicht, wie sie es sich vorgenommen hat, im Museum Ludwig war.

"Aber aus dem Fenster habe ich den schönsten Domblick", schmunzelt sie. Heute wird ein Höhenfeuerwerk über dem Rummelplatz leuchten, morgen geht's ab 11 Uhr ins Finale. Und vielleicht klappt es danach ja doch noch mit dem Galeriebesuch.

Quelle: http://www.rundschau-online.de/koeln/2187586.html
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Das Leben - Achterbahn

Antwort auf Phantafan, Beitrag #1

Zum gleichen Thema hab' ich auch noch einen Artikel im Kölner-Stadt-Anzeiger gefunden.

MfG Krummbein123

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