Artikel zu Event-Park-Baustelle

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Artikel zu Event-Park-Baustelle

N Abend, in der Online-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung vom 31. 10. 01 war Folgendes zu lesen:

Rums - auf dem Gelände des künftigen Event Parks bebt die Erde. Mit einer zwanzig Tonnen schweren Eisenplatte wird der Kippenboden verdichtet. Damit soll verhindert werden, dass sich das Erdreich später unkontrolliert senkt.

Rums - wieder hat Ralf Rucha die mächtige Platte aus zwanzig Metern Höhe runtersausen lassen. Erde und kleine Steine fliegen fast 50 Meter weit durch die Luft, das zwanzig Tonnen schwere Stahlgewicht hat sich einen Meter tief in die Erde gedrückt. Der Kranfahrer lässt seinen Plattmacher wieder in zwanzig Meter Höhe fahren, dann wird ausgelöst.

Rums - in sicherer Entfernung ist noch das leichte Zittern der Erde zu spüren. "Dreimal auf dieselbe Stelle, dann ist der Boden genügend verdichtet", erläutert Park-Sprecher Jan Noack Ruchas Auftrag. Durch die Fallhöhe ergebe sich ein Aufprallgewicht von 400 Tonnen auf die kleinen Fläche. Ruchas Plattmacher steckt jetzt rund 1,50 Meter tief in der Erde. "Jetzt dürfte es fest genug sein", sagt Rucha und setzt seinen 110 Tonnen schweren Spezialkran um, die nächste Fläche wartet.

Rums - seit rund vier Wochen schlägt Rucha auf die Erde ein. Nicht der gesamte künftige Freizeitpark zwischen Südwestzipfel Cospudener See und künftiger A 38, sondern nur die später bebauten Flächen drückt er zusammen. Park-Architekt Rüdiger Renno: "Der Kippenboden liegt hier erst seit rund einem Dutzend Jahren. Durch den Grundwasseranstieg in Zukunft wird es zu Setzungen kommen, die wir mit dem Verfahren vorwegnehmen."

Rums - vor Rucha breitet sich mittlerweile eine kleine Kraterlandschaft aus. Von Grundwasser kann auch er erzählen. Vor ein paar Tagen sauste die Platte tiefer als gedacht. "Fünf bis sechs Meter steckte sie drin", erinnert sich der Kranfahrer. Er hatte eine unterirdische Wasserblase getroffen. Schlamm, Dreck, Steine verschütteten seinen Stampfer, mit einer Raupe musste das Gewicht erst umständlich befreit werden.

Rums - vergangene Woche genehmigte das Regierungspräsidium offiziell den Bebauungsplan "Neue Harth-Nord", in dem der künftige Park liegt. Im Laufe der verschiedenen Verfahren waren seit Februar 2000 die lauteren Attraktionen immer weiter weg vom Cospudener See und der Bebauung in Hartmannsdorf umgeplant worden. Ruchas Stampfplätze liegen daher vorwiegend in der Mitte der ehemaligen Tagebau- Abraumkippe.

Rums - "14 Tage werden wir hier schon noch zu tun haben", sagt er. Im Hintergrund wird bereits planiert, was Rucha schon platt gedrückt hat. Bis zum Winter sollen die Fundamente für die Fahrgeschäfte und die Attraktionen möglichst in der Erde sein, Pfingsten 2002 ist Eröffnung, da ist jetzt Eile angesagt. In ein paar Tagen beginnen bereits die Betonarbeiten.

J. ter Vehn

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