Space Park Artikel
Bremer Nachrichten
Zweite Halbzeit für das Milliarden-Ding
Space Park im Rohbau fertig / Eintritt kostet 22 Euro
Von unserem Redakteur
Volker Junck
Der Wankel-Motor mit seinem dreikantigen Kolben – einst war er die große Zukunftsvision der Automobilindustrie, bis er wieder in der Versenkung verschwand. Nun feiert er fröhliche Urständ im Gröpelinger Space Park als Grundriss für die Erlebniswelt Raumfahrt.
Gestern war Halbzeit beim Bau des Milliarden-Projektes im Bremer Westen, und inzwischen ist der Wankel-Kolben auch Beton gewordene Realität auf 32 000 Quadratmetern Fläche. Die größte Baustelle des Nordens ist im Rohbau fertig und geht in die zweite Hälfte des Feinschliffs bis zur Eröffnung mit Rakete im Herbst nächsten Jahres.
Nun vollzieht sich auch ein sichtbarer Wandel der Gewerke. Die riesigen Kräne zur Montage der Betonteile wurden abgebaut. Dächer sind gedeckt und Fassaden verkleidet. Jetzt kommen die Innenausbauer, Installateure, Elektriker, Tischler und Spezialisten für die Attraktionen des Weltraumzentrums im wankelförmigen Bau zum Zuge. Darunter die Konstrukteure der über 500 Meter langen Hightech-Achterbahn, auf der man mit einer speziellen Brille durch dreidimensionale Erlebniswelten rasen soll.
Dazu braucht man im Augenblick noch etwas Fantasie. Immerhin vermittelt ein Gang durch die monströse Baustelle eine Vorstellung von den Dimensionen des gesamten Space-Park-Projektes. Gerade wurde der letzte Pfeiler für die eintrittsfreie Einkaufsmeile gesetzt, die bis zur neuen Weserpromenade führt. Die Betreiber erhoffen sich jährlich etwa zwölf Millionen Besucher, so viele, wie derzeit zum Osterholzer Weser-Park pilgern. Auf sie warten neben den Attraktionen im Space Center rund 120 Geschäfte, Restaurants, Wellnesscenter und Spielcasino, eine riesige Freifläche für Open-Air-Konzerte und ein Multiplexkino.
Als Betreiber ist die Flebbe-Gruppe (Cinemaxx am Bahnhof) im Gespräch. Sollte man nicht handelseinig werden, wolle man das Kino, so Geschäftsführer Hans Lippelt von der Space-Park-Gesellschaft, selbst bewirtschaften. Er stellte gestern 2000 neue Vollzeit-Jobs in Aussicht. Also etwa die gleiche Zahl, wie zuletzt auf der „AG Weser“, deren einstiges Areal nun zur Himmels- und Konsumwelt wird. Bis zur Eröffnung kommen noch ein Hotel am Weserufer, eine Tiefgarage und 4000 kostenlose Parkplätze hinzu.
Das alles verschlingt Investitionen von insgesamt 1,040 Milliarden Mark. Rund 700 kommen aus privaten Kassen, zu 90 Prozent aus einem offenen Immobilienfonds der Dresdner Bank. Mit jeweils fünf Prozent sind die Münchener KanAm Euro Malls-Gruppe und der Wiesbadener Projektentwickler Köllmann AG dabei. Rund 277 Millionen steuert die Stadtgemeinde Bremen für die Erschließung der Werft-Brache, den Bau einer 750 Meter langen Weserkaje sowie als öffentliche Förderung des Vorhabens bei. Weitere 140 Millionen fließen von einer Leasinggesellschaft in die Mobilien der Erlebniswelt. Der Eintritt für das Space Center wurde auf 22 Euro ab 13 Jahren und 18 Euro für Kinder ab vier Jahren festgesetzt
Das alles ist im Modell und als Video-Animation im „Lichthaus“ beim Space Park freitags von 12 bis 16 und sonnabends von 11 bis 15 Uhr zu sehen.
Jens Uwe Kupka
Zweite Halbzeit für das Milliarden-Ding
Space Park im Rohbau fertig / Eintritt kostet 22 Euro
Von unserem Redakteur
Volker Junck
Der Wankel-Motor mit seinem dreikantigen Kolben – einst war er die große Zukunftsvision der Automobilindustrie, bis er wieder in der Versenkung verschwand. Nun feiert er fröhliche Urständ im Gröpelinger Space Park als Grundriss für die Erlebniswelt Raumfahrt.
Gestern war Halbzeit beim Bau des Milliarden-Projektes im Bremer Westen, und inzwischen ist der Wankel-Kolben auch Beton gewordene Realität auf 32 000 Quadratmetern Fläche. Die größte Baustelle des Nordens ist im Rohbau fertig und geht in die zweite Hälfte des Feinschliffs bis zur Eröffnung mit Rakete im Herbst nächsten Jahres.
Nun vollzieht sich auch ein sichtbarer Wandel der Gewerke. Die riesigen Kräne zur Montage der Betonteile wurden abgebaut. Dächer sind gedeckt und Fassaden verkleidet. Jetzt kommen die Innenausbauer, Installateure, Elektriker, Tischler und Spezialisten für die Attraktionen des Weltraumzentrums im wankelförmigen Bau zum Zuge. Darunter die Konstrukteure der über 500 Meter langen Hightech-Achterbahn, auf der man mit einer speziellen Brille durch dreidimensionale Erlebniswelten rasen soll.
Dazu braucht man im Augenblick noch etwas Fantasie. Immerhin vermittelt ein Gang durch die monströse Baustelle eine Vorstellung von den Dimensionen des gesamten Space-Park-Projektes. Gerade wurde der letzte Pfeiler für die eintrittsfreie Einkaufsmeile gesetzt, die bis zur neuen Weserpromenade führt. Die Betreiber erhoffen sich jährlich etwa zwölf Millionen Besucher, so viele, wie derzeit zum Osterholzer Weser-Park pilgern. Auf sie warten neben den Attraktionen im Space Center rund 120 Geschäfte, Restaurants, Wellnesscenter und Spielcasino, eine riesige Freifläche für Open-Air-Konzerte und ein Multiplexkino.
Als Betreiber ist die Flebbe-Gruppe (Cinemaxx am Bahnhof) im Gespräch. Sollte man nicht handelseinig werden, wolle man das Kino, so Geschäftsführer Hans Lippelt von der Space-Park-Gesellschaft, selbst bewirtschaften. Er stellte gestern 2000 neue Vollzeit-Jobs in Aussicht. Also etwa die gleiche Zahl, wie zuletzt auf der „AG Weser“, deren einstiges Areal nun zur Himmels- und Konsumwelt wird. Bis zur Eröffnung kommen noch ein Hotel am Weserufer, eine Tiefgarage und 4000 kostenlose Parkplätze hinzu.
Das alles verschlingt Investitionen von insgesamt 1,040 Milliarden Mark. Rund 700 kommen aus privaten Kassen, zu 90 Prozent aus einem offenen Immobilienfonds der Dresdner Bank. Mit jeweils fünf Prozent sind die Münchener KanAm Euro Malls-Gruppe und der Wiesbadener Projektentwickler Köllmann AG dabei. Rund 277 Millionen steuert die Stadtgemeinde Bremen für die Erschließung der Werft-Brache, den Bau einer 750 Meter langen Weserkaje sowie als öffentliche Förderung des Vorhabens bei. Weitere 140 Millionen fließen von einer Leasinggesellschaft in die Mobilien der Erlebniswelt. Der Eintritt für das Space Center wurde auf 22 Euro ab 13 Jahren und 18 Euro für Kinder ab vier Jahren festgesetzt
Das alles ist im Modell und als Video-Animation im „Lichthaus“ beim Space Park freitags von 12 bis 16 und sonnabends von 11 bis 15 Uhr zu sehen.
Jens Uwe Kupka

