Weltrekord Artikel
Und Leute, ich sag euch eins... Haut euch nicht wieder hinterher ;-)
Artikel Neue Ruhr Zeitung
17.10.2001
Quartett fährt auf Achterbahn ab
Klaus Peter Beier & Co. wollen in Hassloch mehr als 2200 Kilometer zurücklegen.
ALPEN. Ein Quartett im Rausch der Geschwindigkeit: Nicht nur Schumacher & Co. sind dieser Faszination erlegen sondern auch Klaus Peter Beier aus Alpen, Roland Speck aus Voerde, Sven Brand aus Issum und Frank Croes aus Bottrop. Allerdings hat das Team mit der Formel I nichts am Hut. Die glorreichen Vier suchen einen anderen Nervenkitzel, sie sind eingefleischte "Coaster-Fans". Die Achterbahnfahrer genießen bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern die überraschenden Wechsel in der Orientierung, das Überlisten des Gleichgewichtssinns, das Spiel zwischen Beschleunigung und Abbremsen und den fast freien Fall: Fliegen auf Schienen.
Fliegen auf Schienen
Und weil das so schön ist, peilen sie nun einen Weltrekord der besonderen Art an. Innerhalb von zwei Tagen wollen sie im Frühjahr auf solch einem Stahlungetüm mehr als 2200 Kilometer zurücklegen. Und zwar möglichst in Hassloch. Dass es die Vier in die Pfalz zieht, hat einen guten Grund. Dort befindet sich der Holiday Park. Und in dem steht die "Expedition GeForce". Eine Achterbahn der Superlative, so rasant wie elegant vom Guru der Achterbahnbauer, dem Münchner Werner Stengel erbaut. Was sie so einzigartig macht, sind ihre technischen Daten, bei denen Coaster-Freaks aus aller Welt mit der Zunge schnalzen. Es fängt schon gleich mit dem Start an. Der "Big Lift" in die Höhe ist dank einer Stahlseilkonstruktion der schnellste auf dem Kontinent. Der Sturz des Wagenzugs vom 62 Meter hohen Gipfel ist wiederum nicht nur der schnellste sondern auch mit 82 Grad Gefälle der steilste der Welt. Bei einer auftretenden Gravitationskraft von 4,5 G sollten sich hier eigentlich nur Astronauten wohlfühlen.
Doch Beier scheint aus dem gleichen Holz geschnitzt zu sein: "Das ist die Krönung. Es stellt alles in den Schatten." Was ihn so begeistert, ist, dass der Dinosaurier der Moderne ein Flüsterriese ist. Die Fahrt ist eher eine Sause der leisen Art, Rattern und Rasseln sind passe´ auch Kopfstützen gibt´s nicht mehr. Hinzu kommt der Überraschungs-Moment. Beier: "Die Bahn verschwindet im Wald, fährt dort um die Baumkronen herum, dadurch ist die Strecke nicht vorhersehbar."
Große Gaudi für einen guten Zweck
Eigentlich ist Klaus Peter Beier in Sachen Achterbahn-Rekorde schon ein alter Hase. 1994 war er mit seiner Mannschaft im Brühler Phantasialand, legte auf der Bobbahn 1200 Kilometer zurück. Drei Jahre später waren´s in Berlin schon 2100 Kilometer, die in Brühl noch einmal getoppt wurden. "Es ist natürlich eine große Gaudi, aber alles ist für einen guten Zweck", betont Klaus Peter Beier. Denn die Sponsorengelder wurden Institutionen wie der "Aktion Mensch" oder der "Deutschen Knochenmarkspender-Kartei" übergeben. Auch für den kommenden Weltrekord-Versuch hofft der 32-Jährige auf reichlich Sponsorengelder, die er dann wieder spenden will.
Dass der alte Rekord von 2200 Kilometer auf der 1300 Meter langen Bahn in Hassloch geknackt werden kann, da ist sich der Alpener sicher. Schließlich hat er die "Expedition GeForce" vor einigen Wochen gemeinsam mit seinem Crew-Mitglied Roland Speck schon getestet: "Es war der Kick überhaupt. Wir werden die bisherige Bestmarke sicherlich um einige hundert Kilometer übertreffen."
Besonders stolz ist er darauf, dass der Holiday Park mit den Niederrheinern für diese große Tour liebäugelt. Denn, so Beier, Achterbahn-Fans aus aller Welt wären auf solch eine Rekordfahrt in Hassloch scharf. Doch er kann da auf die Erfahrung in Sachen Weltrekord verweisen. Und Erfahrung setzt sich bekanntlich durch.
ULRICH WEFERS
Jens Uwe Kupka
Artikel Neue Ruhr Zeitung
17.10.2001
Quartett fährt auf Achterbahn ab
Klaus Peter Beier & Co. wollen in Hassloch mehr als 2200 Kilometer zurücklegen.
ALPEN. Ein Quartett im Rausch der Geschwindigkeit: Nicht nur Schumacher & Co. sind dieser Faszination erlegen sondern auch Klaus Peter Beier aus Alpen, Roland Speck aus Voerde, Sven Brand aus Issum und Frank Croes aus Bottrop. Allerdings hat das Team mit der Formel I nichts am Hut. Die glorreichen Vier suchen einen anderen Nervenkitzel, sie sind eingefleischte "Coaster-Fans". Die Achterbahnfahrer genießen bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern die überraschenden Wechsel in der Orientierung, das Überlisten des Gleichgewichtssinns, das Spiel zwischen Beschleunigung und Abbremsen und den fast freien Fall: Fliegen auf Schienen.
Fliegen auf Schienen
Und weil das so schön ist, peilen sie nun einen Weltrekord der besonderen Art an. Innerhalb von zwei Tagen wollen sie im Frühjahr auf solch einem Stahlungetüm mehr als 2200 Kilometer zurücklegen. Und zwar möglichst in Hassloch. Dass es die Vier in die Pfalz zieht, hat einen guten Grund. Dort befindet sich der Holiday Park. Und in dem steht die "Expedition GeForce". Eine Achterbahn der Superlative, so rasant wie elegant vom Guru der Achterbahnbauer, dem Münchner Werner Stengel erbaut. Was sie so einzigartig macht, sind ihre technischen Daten, bei denen Coaster-Freaks aus aller Welt mit der Zunge schnalzen. Es fängt schon gleich mit dem Start an. Der "Big Lift" in die Höhe ist dank einer Stahlseilkonstruktion der schnellste auf dem Kontinent. Der Sturz des Wagenzugs vom 62 Meter hohen Gipfel ist wiederum nicht nur der schnellste sondern auch mit 82 Grad Gefälle der steilste der Welt. Bei einer auftretenden Gravitationskraft von 4,5 G sollten sich hier eigentlich nur Astronauten wohlfühlen.
Doch Beier scheint aus dem gleichen Holz geschnitzt zu sein: "Das ist die Krönung. Es stellt alles in den Schatten." Was ihn so begeistert, ist, dass der Dinosaurier der Moderne ein Flüsterriese ist. Die Fahrt ist eher eine Sause der leisen Art, Rattern und Rasseln sind passe´ auch Kopfstützen gibt´s nicht mehr. Hinzu kommt der Überraschungs-Moment. Beier: "Die Bahn verschwindet im Wald, fährt dort um die Baumkronen herum, dadurch ist die Strecke nicht vorhersehbar."
Große Gaudi für einen guten Zweck
Eigentlich ist Klaus Peter Beier in Sachen Achterbahn-Rekorde schon ein alter Hase. 1994 war er mit seiner Mannschaft im Brühler Phantasialand, legte auf der Bobbahn 1200 Kilometer zurück. Drei Jahre später waren´s in Berlin schon 2100 Kilometer, die in Brühl noch einmal getoppt wurden. "Es ist natürlich eine große Gaudi, aber alles ist für einen guten Zweck", betont Klaus Peter Beier. Denn die Sponsorengelder wurden Institutionen wie der "Aktion Mensch" oder der "Deutschen Knochenmarkspender-Kartei" übergeben. Auch für den kommenden Weltrekord-Versuch hofft der 32-Jährige auf reichlich Sponsorengelder, die er dann wieder spenden will.
Dass der alte Rekord von 2200 Kilometer auf der 1300 Meter langen Bahn in Hassloch geknackt werden kann, da ist sich der Alpener sicher. Schließlich hat er die "Expedition GeForce" vor einigen Wochen gemeinsam mit seinem Crew-Mitglied Roland Speck schon getestet: "Es war der Kick überhaupt. Wir werden die bisherige Bestmarke sicherlich um einige hundert Kilometer übertreffen."
Besonders stolz ist er darauf, dass der Holiday Park mit den Niederrheinern für diese große Tour liebäugelt. Denn, so Beier, Achterbahn-Fans aus aller Welt wären auf solch eine Rekordfahrt in Hassloch scharf. Doch er kann da auf die Erfahrung in Sachen Weltrekord verweisen. Und Erfahrung setzt sich bekanntlich durch.
ULRICH WEFERS
Jens Uwe Kupka

