Freizeitpark in Schleiden ?
Hallo Onkel Jürgen, ich würde mal sagen, du bietest deine Dienste deiner Heimatstadt an, damit es wirklich ein Freizeitpark wird. ;-)
Artikel Kölner Stadt-Anzeiger
Freizeitpark auf dem Truppenübungsplatz?
VON WOLFRAM SCHUMACHER, 17.10.01
Schleiden würde Gelände der Belgier gerne für den Tourismus nutzen
Schleiden - Dass die belgischen Militärs in den kommenden Jahren Deutschland verlassen und dann auch den Truppenübungsplatz Vogelsang in der Eifel aufgeben werden, ist seit einem Jahr bekannt. Einen genauen „Fahrplan“ für den Rückzug veröffentlichte Kommandant Albert Maury aber erst jetzt: Bis Ende 2004 werde das Gelände unter belgischer Militärverwaltung zu Übungszwecken genutzt. Dann folge ein Jahr der Aufräumarbeiten, und Ende 2005 werde das Gelände zurückgegeben.
Der Truppenübungsplatz Vogelsang umfasst 42 Quadratkilometer Wald- und Heidelandschaft - etwa ein Drittel des Schleidener Stadtgebietes. Sitz der Kommandantur ist die in den 30er Jahren von den Nazis errichtete „Ordensburg Vogelsang“, ein Riesenkomplex, der mit allen Nebengebäuden 2600 übenden Soldaten Quartier bietet. Im Militärgelände liegt auch die wohl malerischste Talsperre der Eifel, der 1905 fertig gestellte Urftsee. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist das Übungsgelände für Zivilisten komplett gesperrt, erst seit zwei Jahren wird der Randweg am Urftsee am Wochenende für Wanderer und Radfahrer wieder geöffnet.
Die Stadt Schleiden und eine Bürgerinitiative bemühen sich seit vielen Jahren um eine zivile Folgenutzung des Geländes. Die Entwicklungsgesellschaft des Landes NRW arbeitet zur Zeit an einem Gutachten, das zivile Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen soll.
Auf der Wunschliste der Stadt Schleiden steht eine touristische Nutzung - die Rede ist auch von einem Freizeitpark - oder eine große Bildungseinrichtung ganz oben. Der deutsche militärische Vertreter im Camp, Oberstleutnant Thomas Enke, glaubt dagegen eher an eine militärische Folgenutzung: Nicht nur die Bundeswehr, auch britische und niederländische Militärs seien an dem Gelände interessiert.
Jens Uwe Kupka
Artikel Kölner Stadt-Anzeiger
Freizeitpark auf dem Truppenübungsplatz?
VON WOLFRAM SCHUMACHER, 17.10.01
Schleiden würde Gelände der Belgier gerne für den Tourismus nutzen
Schleiden - Dass die belgischen Militärs in den kommenden Jahren Deutschland verlassen und dann auch den Truppenübungsplatz Vogelsang in der Eifel aufgeben werden, ist seit einem Jahr bekannt. Einen genauen „Fahrplan“ für den Rückzug veröffentlichte Kommandant Albert Maury aber erst jetzt: Bis Ende 2004 werde das Gelände unter belgischer Militärverwaltung zu Übungszwecken genutzt. Dann folge ein Jahr der Aufräumarbeiten, und Ende 2005 werde das Gelände zurückgegeben.
Der Truppenübungsplatz Vogelsang umfasst 42 Quadratkilometer Wald- und Heidelandschaft - etwa ein Drittel des Schleidener Stadtgebietes. Sitz der Kommandantur ist die in den 30er Jahren von den Nazis errichtete „Ordensburg Vogelsang“, ein Riesenkomplex, der mit allen Nebengebäuden 2600 übenden Soldaten Quartier bietet. Im Militärgelände liegt auch die wohl malerischste Talsperre der Eifel, der 1905 fertig gestellte Urftsee. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist das Übungsgelände für Zivilisten komplett gesperrt, erst seit zwei Jahren wird der Randweg am Urftsee am Wochenende für Wanderer und Radfahrer wieder geöffnet.
Die Stadt Schleiden und eine Bürgerinitiative bemühen sich seit vielen Jahren um eine zivile Folgenutzung des Geländes. Die Entwicklungsgesellschaft des Landes NRW arbeitet zur Zeit an einem Gutachten, das zivile Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen soll.
Auf der Wunschliste der Stadt Schleiden steht eine touristische Nutzung - die Rede ist auch von einem Freizeitpark - oder eine große Bildungseinrichtung ganz oben. Der deutsche militärische Vertreter im Camp, Oberstleutnant Thomas Enke, glaubt dagegen eher an eine militärische Folgenutzung: Nicht nur die Bundeswehr, auch britische und niederländische Militärs seien an dem Gelände interessiert.
Jens Uwe Kupka

