Serengeti Park Artikel
Walsroder Zeitung 12. 10. 2001
Deutschlands größte Elefanten-Zuchtanlage geplant
Freizeitparks: Bilanz und Vorschau / Teil II: Serengetipark Hodenhagen
Sie zählen zu den Markenzeichen und touristischen Zugpferden der Region, die drei großen Freizeitparks im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Kurz vor Ende der Saison bleibt Zeit für eine Bilanz und den Ausblick aufs Jahr 2002. Heute Teil II: Der Serengetipark Hodenhagen.
[Hodenhagen.] An Details über das Wetter erinnert sich Serengetipark-Betreiber Fabrizio Sepe genau: „Am Ostersonntag hatten wir hier 15 Zentimeter Schnee, Pfingsten Sturm und sieben Grad“. Und so begann auch für das Hodenhagener Unternehmen die Saison 2001 enttäuschend.
Schlimmer noch traf die Einrichtung die Maul- und Klauenseuche. Von März bis in den Mai wirkte sich das Thema negativ aus - viele Besucher blieben weg in der Annahme, der Park sei geschlossen. Tatsächlich blieb die Einrichtung offen, allerdings mussten die Hodenhagener reagieren: Mit Fütterrungsverbot, Desinfektionsstationen und Einschränkungen in den „Streichelzonen“.
Als dann im September auch noch Dauerregen und Terror die Laune verdarben, zogen erneut dunkle Wolken auf. „Vor diesem Hintergrund sind wir noch zufrieden“, so Sepe. Rund 600.000 Besucher werde der Park am Ende zählen. „Auf keinen Fall eine Bombensaison“. Wenn das Wetter mitspielt, will der Serengetipark bis zum 4. November geöffnet bleiben.
Zu den Höhepunkten in der Saison 2001 zählte die Attraktion „Dschungel-Safari“, die für rund vier Millionen Mark entstand und auf große Resonanz stieß. Geplantes Highlight 2002: In Hodenhagen soll Deutschlands größte Elefanten-Zuchtanlage eröffnet werden.
Auf einem Areal von 3500 Quadratmetern lernen sich Bullen und Kühe kennen - und hoffentlich lieben. Denn nur dann besteht nach 20 Monaten Tragezeit Aussicht auf Nachwuchs. Elefantendamen können nämlich ihren Eisprung steuern - und bei mangelnder Sympathie für „ihn“ kurzfristig verschieben. Karl Kock, Ex-Mitarbeiter von Hagenbeck's Tierpark, will als Berater 40 Jahre Erfahrungen mit Elefantenzucht in das Projekt einbringen.
Weiteres Highlight im kommenden Jahr: Eine begehbare Anlage, in der Colobus-Affen über den Besucherköpfen von Baum zu Baum „fliegen“ - ein „echtes Abenteuer“, verspricht Sepe. Der Startschuss für die nächste Saison soll spätestens am 20. März fallen, wenn das Wetter mitspielt. Bei Schnee wagen sich unter anderem Giraffen noch nicht aus ihren Ställen ins Freie.
Jens Uwe Kupka
Deutschlands größte Elefanten-Zuchtanlage geplant
Freizeitparks: Bilanz und Vorschau / Teil II: Serengetipark Hodenhagen
Sie zählen zu den Markenzeichen und touristischen Zugpferden der Region, die drei großen Freizeitparks im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Kurz vor Ende der Saison bleibt Zeit für eine Bilanz und den Ausblick aufs Jahr 2002. Heute Teil II: Der Serengetipark Hodenhagen.
[Hodenhagen.] An Details über das Wetter erinnert sich Serengetipark-Betreiber Fabrizio Sepe genau: „Am Ostersonntag hatten wir hier 15 Zentimeter Schnee, Pfingsten Sturm und sieben Grad“. Und so begann auch für das Hodenhagener Unternehmen die Saison 2001 enttäuschend.
Schlimmer noch traf die Einrichtung die Maul- und Klauenseuche. Von März bis in den Mai wirkte sich das Thema negativ aus - viele Besucher blieben weg in der Annahme, der Park sei geschlossen. Tatsächlich blieb die Einrichtung offen, allerdings mussten die Hodenhagener reagieren: Mit Fütterrungsverbot, Desinfektionsstationen und Einschränkungen in den „Streichelzonen“.
Als dann im September auch noch Dauerregen und Terror die Laune verdarben, zogen erneut dunkle Wolken auf. „Vor diesem Hintergrund sind wir noch zufrieden“, so Sepe. Rund 600.000 Besucher werde der Park am Ende zählen. „Auf keinen Fall eine Bombensaison“. Wenn das Wetter mitspielt, will der Serengetipark bis zum 4. November geöffnet bleiben.
Zu den Höhepunkten in der Saison 2001 zählte die Attraktion „Dschungel-Safari“, die für rund vier Millionen Mark entstand und auf große Resonanz stieß. Geplantes Highlight 2002: In Hodenhagen soll Deutschlands größte Elefanten-Zuchtanlage eröffnet werden.
Auf einem Areal von 3500 Quadratmetern lernen sich Bullen und Kühe kennen - und hoffentlich lieben. Denn nur dann besteht nach 20 Monaten Tragezeit Aussicht auf Nachwuchs. Elefantendamen können nämlich ihren Eisprung steuern - und bei mangelnder Sympathie für „ihn“ kurzfristig verschieben. Karl Kock, Ex-Mitarbeiter von Hagenbeck's Tierpark, will als Berater 40 Jahre Erfahrungen mit Elefantenzucht in das Projekt einbringen.
Weiteres Highlight im kommenden Jahr: Eine begehbare Anlage, in der Colobus-Affen über den Besucherköpfen von Baum zu Baum „fliegen“ - ein „echtes Abenteuer“, verspricht Sepe. Der Startschuss für die nächste Saison soll spätestens am 20. März fallen, wenn das Wetter mitspielt. Bei Schnee wagen sich unter anderem Giraffen noch nicht aus ihren Ställen ins Freie.
Jens Uwe Kupka

