Neues zum Thema Universal Krefeld
Artikel Rheinische Post
Keine Festlegung in Sachen Freizeitpark
Auch die Union schwankt noch
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(RP). Die Union ringt weiter mit sich und der möglichen Tücke des Objekts. Obwohl IHK und Hotel- und Gaststättenverband bis in den späten Montagabend hinein vor der Fraktion mit Nachdruck für den Film-/Freizeitpark I nternational E ntertainment C enter (IEC) Fichtenhain plädierten, blieb am Ende die erwartete klare Aussage aus, mit der die Mehrheitsfraktion CDU (vermutlich) im November in die Ratsabstimmung gehen könnte.
Zu sehr schienen einige Mitglieder von den Argumenten des Einzelhandelsverbandes gegen das 1,6-Milliarden-Projekt (die RP berichtete) verunsichert. Aber nicht nur dadurch. - Die Partei genehmigte sich eine weitere Bedenkzeit: bis übernächste Woche. SPD und FDP/KWG haben bereits zugestimmt, schwankend sind dagegen auch die Grünen.
Haupt-Knackpunkt und deshalb Hauptgrund für die "Vertagung" der CDU: Weder ThyssenKrupp-Immobilien noch die Universal Studios LA können oder wollten bisher sagen, wie realistisch ihr IEC-Projekt tatsächlich ist. Wer würde 1,6 Milliarden investieren, wer den gigantischen Filmpark am südlichen Krefelder Stadtrand betreiben? Fraktionschef Wilfrid Fabel: "Durch nichts ist bisher sichergestellt, dass die Veranstaltung tatsächlich stattfinden soll.
Wir kennen nur Planungen." Leicht vergrätzt wirkten einige Unionisten auch deshalb, weil ThyssenKrupp die beiden Gutachter nicht vor der Fraktion auftreten ließ. Sie konnten sich deshalb nur mit deren Expertisen befassen, Klarstellungen aus Expertenmund waren nicht möglich.
Neuer Unsicherheitsfaktor
Ein zusätzlicher, neuer Unsicherheitsfaktor spielte Montagabend ebenfalls eine Rolle: Noch vor gut zwei Wochen wurden die Chancen für den Film-/Freizeitpark à la Hollywood mit den 7000 Arbeitsplätzen und den 3,5 Millionen Besuchern p.a. als "sehr gut" bezeichnet - danach hat sich die Weltlage schlagartig, dramatisch verändert. Keiner will mehr ausschließen, dass die Terrorakte von New York und Washington negative Auswirkungen auch auf Vergnügungspark-Projekte haben könnten. Aus LA war nur zu hören, dass "die Planung fortgeführt" werde.
Gravierende Mängel
In beiden Gutachten (Innenstadt-Verträglichkeit und Verkehrsanbindung; von der RP im Detail vorgestellt) entdeckte - nach dem Einzelhandelsverband - auch die CDU zum Teil gravierende Mängel: u.a. bezogen auf fehlende Aussagen zur A57, CinmeaxX-"Beschädigung" und Gladbacher Nordpark-Konkurrenz. Hier und anderswo bestehe Klärungsbedarf, den die CDU nun schriftlich bei den Gutachtern einfordern will, um übernächste Woche erneut beratschlagen und möglichst zum Punkt kommen zu können.
Der wird voraussichtlich aber nicht Zustimmung durch die komplette CDU-Fraktion heißen. Fabel: "Ich gehe von Für- und Gegenstimmen aus, das wird keine geschlossene Entscheidung." - Für ein Pro-IEC des Rates würde es dann wegen der Festlegung von SPD und FDP/KWG aber trotzdem reichen.
Von JÖRG BASFELD
Ebenfalls aus Rheinische Post
IHK und Gastronomen: Eine Chance!
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(RP). Für die IHK nahm vor der CDU Präsident Mathias Schek pro IEC Stellung. Der Film-Freizeitpark könne zum wesentlichen Ankerpunkt für die künftige Struktur- und Stadtentwicklung werden. Dieses "Grossinvest" habe positive Arbeitsmarkteffekte und orientiere sich auf den Freizeitbereich, der mittelfristig zu den Gewinnern des wirtschaftlichen Strukturwandels zählen werde.
Allerdings: Man müsse sehr genau darauf achten, dass nicht großflächiger, nicht themenbezogener Einzelhandel mit den damit verbundenen Gefahren für die Stadtentwicklung entstehe. - Für den Hotel- und Gaststättenverband erklärte Vorsitzender Klaus Wiewroth, dass er von einem IEC durchaus auch Vorteile für Gastronomie und Hotellerie in der Seidenstadt erwarte. Die Stadt könnte insgesamt an Attraktivität gewinnen. Die Behauptung des Einzelhandelsverbandes, dass das Gegenteil drohe, wies er zurück. - Die Contra-IEC -Position der Einzelhändler war an dieser Stelle vor wenigen Tagen dargestellt.
Jens Uwe Kupka
Keine Festlegung in Sachen Freizeitpark
Auch die Union schwankt noch
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(RP). Die Union ringt weiter mit sich und der möglichen Tücke des Objekts. Obwohl IHK und Hotel- und Gaststättenverband bis in den späten Montagabend hinein vor der Fraktion mit Nachdruck für den Film-/Freizeitpark I nternational E ntertainment C enter (IEC) Fichtenhain plädierten, blieb am Ende die erwartete klare Aussage aus, mit der die Mehrheitsfraktion CDU (vermutlich) im November in die Ratsabstimmung gehen könnte.
Zu sehr schienen einige Mitglieder von den Argumenten des Einzelhandelsverbandes gegen das 1,6-Milliarden-Projekt (die RP berichtete) verunsichert. Aber nicht nur dadurch. - Die Partei genehmigte sich eine weitere Bedenkzeit: bis übernächste Woche. SPD und FDP/KWG haben bereits zugestimmt, schwankend sind dagegen auch die Grünen.
Haupt-Knackpunkt und deshalb Hauptgrund für die "Vertagung" der CDU: Weder ThyssenKrupp-Immobilien noch die Universal Studios LA können oder wollten bisher sagen, wie realistisch ihr IEC-Projekt tatsächlich ist. Wer würde 1,6 Milliarden investieren, wer den gigantischen Filmpark am südlichen Krefelder Stadtrand betreiben? Fraktionschef Wilfrid Fabel: "Durch nichts ist bisher sichergestellt, dass die Veranstaltung tatsächlich stattfinden soll.
Wir kennen nur Planungen." Leicht vergrätzt wirkten einige Unionisten auch deshalb, weil ThyssenKrupp die beiden Gutachter nicht vor der Fraktion auftreten ließ. Sie konnten sich deshalb nur mit deren Expertisen befassen, Klarstellungen aus Expertenmund waren nicht möglich.
Neuer Unsicherheitsfaktor
Ein zusätzlicher, neuer Unsicherheitsfaktor spielte Montagabend ebenfalls eine Rolle: Noch vor gut zwei Wochen wurden die Chancen für den Film-/Freizeitpark à la Hollywood mit den 7000 Arbeitsplätzen und den 3,5 Millionen Besuchern p.a. als "sehr gut" bezeichnet - danach hat sich die Weltlage schlagartig, dramatisch verändert. Keiner will mehr ausschließen, dass die Terrorakte von New York und Washington negative Auswirkungen auch auf Vergnügungspark-Projekte haben könnten. Aus LA war nur zu hören, dass "die Planung fortgeführt" werde.
Gravierende Mängel
In beiden Gutachten (Innenstadt-Verträglichkeit und Verkehrsanbindung; von der RP im Detail vorgestellt) entdeckte - nach dem Einzelhandelsverband - auch die CDU zum Teil gravierende Mängel: u.a. bezogen auf fehlende Aussagen zur A57, CinmeaxX-"Beschädigung" und Gladbacher Nordpark-Konkurrenz. Hier und anderswo bestehe Klärungsbedarf, den die CDU nun schriftlich bei den Gutachtern einfordern will, um übernächste Woche erneut beratschlagen und möglichst zum Punkt kommen zu können.
Der wird voraussichtlich aber nicht Zustimmung durch die komplette CDU-Fraktion heißen. Fabel: "Ich gehe von Für- und Gegenstimmen aus, das wird keine geschlossene Entscheidung." - Für ein Pro-IEC des Rates würde es dann wegen der Festlegung von SPD und FDP/KWG aber trotzdem reichen.
Von JÖRG BASFELD
Ebenfalls aus Rheinische Post
IHK und Gastronomen: Eine Chance!
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(RP). Für die IHK nahm vor der CDU Präsident Mathias Schek pro IEC Stellung. Der Film-Freizeitpark könne zum wesentlichen Ankerpunkt für die künftige Struktur- und Stadtentwicklung werden. Dieses "Grossinvest" habe positive Arbeitsmarkteffekte und orientiere sich auf den Freizeitbereich, der mittelfristig zu den Gewinnern des wirtschaftlichen Strukturwandels zählen werde.
Allerdings: Man müsse sehr genau darauf achten, dass nicht großflächiger, nicht themenbezogener Einzelhandel mit den damit verbundenen Gefahren für die Stadtentwicklung entstehe. - Für den Hotel- und Gaststättenverband erklärte Vorsitzender Klaus Wiewroth, dass er von einem IEC durchaus auch Vorteile für Gastronomie und Hotellerie in der Seidenstadt erwarte. Die Stadt könnte insgesamt an Attraktivität gewinnen. Die Behauptung des Einzelhandelsverbandes, dass das Gegenteil drohe, wies er zurück. - Die Contra-IEC -Position der Einzelhändler war an dieser Stelle vor wenigen Tagen dargestellt.
Jens Uwe Kupka

