IEC Krefeld
Moin
Hier ein Artikel aus der Rheinischen Post über das geplante Universal-Projekt, das zu 99% keinen Park beinhalten wird.
Gruss
Jakob
IEC Fichtenhain: Der Einzelhandel bombardiert Krefelds Politiker mit Fragen
Die Angst vor dem "Taubeneffekt"
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(RP). Die Jubelgesänge über die "einmalige Chance für Krefeld" verfangen beim Krefelder Einzelhandel nicht. Verband und Werbegemeinschaft haben gestern noch einmal alle Register gegen den in Fichtenhain geplanten gigantischen Freizeit-Film-Park I nternational- E ntertainment- C enter (IEC) gezogen. Nach Vorlage der beiden "Verträglichkeitsgutachten" (die RP berichtete) soll nächste Woche mit der politischen Weichenstellung begonnen werden.
In dieses Getriebe wollen die Einzelhändler mit einem Katalog von 42 Fragen Sand schütten. Dies nicht allein in Sorge um die eigene Zukunft. Sie sehen die gesamte weitere Stadtentwicklung gefährdet: Das IEC würde irreparable Schäden anrichten.
Davon jedenfalls gaben sich gestern Gustav A. Schlotte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, und Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft - zugleich Vizepräsident der IHK, die hinter dem IEC steht (!) -, überzeugt. Mit ihrem Fragenkatalog zu den Gutachten wollen sie Einfluss auf die anstehenden politischen Entscheidungen nehmen - auch über die öffentliche Diskussion.
Die Ist-Situation
Stand des gigantischen IEC-Projekts: Die ThyssenKrupp-Immobilien-GmbH, die mit dem Freizeit-Film-Park (Investition 1,6 Milliarden Mark) ihr 70-Hektar-Brachland zwischen Fabrikgelände und A 44-Trasse gemeinsam mit den Universal-Studios Los Angeles (LA) in Hollywood-Manier vermarkten will, drängt auf möglichst schnelle Zustimmung des Stadtrates - u.
a. Voraussetzung für das noch nicht sichere "Go!" aus LA. Danach wäre das relativ langwierige Planverfahren fällig. Vor dem Zeithorizont: 2005, um zur Weltmeisterschaft 2006 "parat" zu sein. - Die in Frageform gekleidete Kritik und Warnung des Einzelhandels nach Sichtung der Gutachten (BBE: Betriebswirtschaftliche Beratungsstelle für Einzelhandelsunternehmen Köln/IVV: Ingenieurbüro für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung Aachen) kurz gefasst:
Einzelhandel: Ausschließlich Auswirkungen auf die Krefelder City, nicht aber auf die Stadtteilzentren sind untersucht. Hier sei vor allem aber Süd gefährdet. BBE gehe davon aus, dass auf dem City-Walk (Gastronomie und Shops auf 10 000 Quadratmetern) tatsächlich ausschließlich "themenbezogene" Ware angeboten werde - wer aber könne das garantieren?! Die Festschreibung von nicht City-relevanten Sortimenten sei nach deutschem Recht gar nicht möglich. Schlotte: "Wir befürchten, dass das wie beim CentrO Oberhausen irgendwann umkippt. Unsere Linie muss aber sein: Null Quadratmeter Einzelhandel!"
Gastronomie: Die angenommenen 700 000 (insgesamt 3,5 Millionen) IEC-Besucher pro Jahr, die nicht den Freizeitpark sondern allein die Gastronomie des City-Walk besuchen könnten, würden den innerstädtischen Lokalen fehlen. Überhaupt nicht untersucht sei die Auswirkung auf die Hotellerie. Die beiden IEC-Hotels sollen 800 Betten anbieten - fast eine Verdoppelung des derzeitigen Krefelder Bestandes.
Hier ein Artikel aus der Rheinischen Post über das geplante Universal-Projekt, das zu 99% keinen Park beinhalten wird.
Gruss
Jakob
IEC Fichtenhain: Der Einzelhandel bombardiert Krefelds Politiker mit Fragen
Die Angst vor dem "Taubeneffekt"
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(RP). Die Jubelgesänge über die "einmalige Chance für Krefeld" verfangen beim Krefelder Einzelhandel nicht. Verband und Werbegemeinschaft haben gestern noch einmal alle Register gegen den in Fichtenhain geplanten gigantischen Freizeit-Film-Park I nternational- E ntertainment- C enter (IEC) gezogen. Nach Vorlage der beiden "Verträglichkeitsgutachten" (die RP berichtete) soll nächste Woche mit der politischen Weichenstellung begonnen werden.
In dieses Getriebe wollen die Einzelhändler mit einem Katalog von 42 Fragen Sand schütten. Dies nicht allein in Sorge um die eigene Zukunft. Sie sehen die gesamte weitere Stadtentwicklung gefährdet: Das IEC würde irreparable Schäden anrichten.
Davon jedenfalls gaben sich gestern Gustav A. Schlotte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, und Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft - zugleich Vizepräsident der IHK, die hinter dem IEC steht (!) -, überzeugt. Mit ihrem Fragenkatalog zu den Gutachten wollen sie Einfluss auf die anstehenden politischen Entscheidungen nehmen - auch über die öffentliche Diskussion.
Die Ist-Situation
Stand des gigantischen IEC-Projekts: Die ThyssenKrupp-Immobilien-GmbH, die mit dem Freizeit-Film-Park (Investition 1,6 Milliarden Mark) ihr 70-Hektar-Brachland zwischen Fabrikgelände und A 44-Trasse gemeinsam mit den Universal-Studios Los Angeles (LA) in Hollywood-Manier vermarkten will, drängt auf möglichst schnelle Zustimmung des Stadtrates - u.
a. Voraussetzung für das noch nicht sichere "Go!" aus LA. Danach wäre das relativ langwierige Planverfahren fällig. Vor dem Zeithorizont: 2005, um zur Weltmeisterschaft 2006 "parat" zu sein. - Die in Frageform gekleidete Kritik und Warnung des Einzelhandels nach Sichtung der Gutachten (BBE: Betriebswirtschaftliche Beratungsstelle für Einzelhandelsunternehmen Köln/IVV: Ingenieurbüro für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung Aachen) kurz gefasst:
Einzelhandel: Ausschließlich Auswirkungen auf die Krefelder City, nicht aber auf die Stadtteilzentren sind untersucht. Hier sei vor allem aber Süd gefährdet. BBE gehe davon aus, dass auf dem City-Walk (Gastronomie und Shops auf 10 000 Quadratmetern) tatsächlich ausschließlich "themenbezogene" Ware angeboten werde - wer aber könne das garantieren?! Die Festschreibung von nicht City-relevanten Sortimenten sei nach deutschem Recht gar nicht möglich. Schlotte: "Wir befürchten, dass das wie beim CentrO Oberhausen irgendwann umkippt. Unsere Linie muss aber sein: Null Quadratmeter Einzelhandel!"
Gastronomie: Die angenommenen 700 000 (insgesamt 3,5 Millionen) IEC-Besucher pro Jahr, die nicht den Freizeitpark sondern allein die Gastronomie des City-Walk besuchen könnten, würden den innerstädtischen Lokalen fehlen. Überhaupt nicht untersucht sei die Auswirkung auf die Hotellerie. Die beiden IEC-Hotels sollen 800 Betten anbieten - fast eine Verdoppelung des derzeitigen Krefelder Bestandes.

