Das Aus für den Medienpark "TV World" in Hamburg (?)

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Das Aus für den Medienpark "TV World" in Hamburg (?)

Insgesamt 3 Artikel zum Thema

Hamburger Morgenpost

Projektgruppe "TV World" löst sich auf - Politiker und Bürger-Ini völlig überrascht von der Entwicklung
Aus für den Medienpark?

Es sollte ein zwei Millionen schwerer Erlebnispark werden, ein Hollywood für Hamburg - jetzt platzte die Projektgemeinschaft für das gigantische "TV World" in Jenfeld. Politiker und die Bürgerinitiative gegen das Mammut-Projekt zeigten sich völlig überrascht.

Sowohl die "Haspa" als auch die "IVG Immobilien" haben sich vom Projekt verabschiedet, zurück bleiben fünf Gesellschaften, darunter Studio Hamburg. Die Planungen für TV World laufen seit Jahren, trotzdem kam der Rückzieher in letzter Minute. Zu Beginn der Sitzung der Bezirksversammlung wurde den Politikern die neue Situation per Fax mitgeteilt. Einschränkend heißt es dort: "Das Projekt kann gegebenenfalls in einer neuen Projektpartnerschaft weitergeführt werden."

In der Bezirksversammlung sollte eigentlich über das Bürgerbegehren gegen "TV World" entschieden werden. Wegen der ungeklärten Lage wurde auf den 26. September vertagt. Das Problem: Die gesetzliche Frist für eine Entscheidung zum Bürgerbegehren endet am 30. September. Wenn die Große Koalition (SPD und CDU) bei ihrem Votum für "TV World" bleibt, so kommt es zum Bürgerentscheid - und der kostet die Stadt mehrere hunderttausend Mark. Und das für ein Projekt, das vielleicht nie realisiert wird.

"Eben weil uns das bewusst war, haben wir noch rechtzeitig informiert", so Michael Krog, Sprecher der Projektgemeinschaft "TV World". Laut Krog soll es nächste Woche eine Entscheidung der verbliebenen Gesellschaften zu TV World geben. "Ich gehe aber davon aus, dass wir genügend Kompetenz haben, um das Projekt ohne Haspa und IVG zu realisieren." Der offizielle Grund für die Trennung? "Das Projekt passt bei der Haspa und IVG nicht mehr in die strategische Ausstattung", so Krog. Wenn sich die Firmen nächste Woche nicht geeinigt haben, dann hat der Bezirk Wandsbek ein Problem: Was wird mit dem Bürger-entscheid?

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Artikel "Die Welt"

"TV-World" in Jenfeld steht vor dem Aus

Arbeitsgruppe löste sich auf - Haspa: 400-Millionen-Mark-Projekt nicht aussichtsreich - Auch Behörde auf Distanz

Von Martin Kopp

Eines der investitionsintensivsten Projekte der Hansestadt ist geplatzt: Die Projektgruppe des für rund 400 Millionen Mark angesetzten Themenparks "TV-World", der in Jenfeld auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne entstehen soll, hat sich aufgelöst. Der Sprecher von TV-World, Michael Krog, dementierte ein endgültiges Aus und erklärte, dass einige Unternehmen der Arbeitsgemeinschaft ausgestiegen seien. "Sie haben sich in ihrer Strategie anders positioniert, sodass das Projekt dort nicht mehr hineinpasste", so Krog.
Doch bei der Hamburger Sparkasse, einem wichtigen Zwischenfinanzier von TV-World, klingt das anders: "Es war Konsenz aller Beteiligten, das Projekt nicht mehr weiterzuverfolgen, weil es nicht aussichtsreich erschien", sagte Haspa-Sprecher Ulrich Sommerfeld. Und auch in der Stadtentwicklungsbehörde glaubt niemand an eine Weiterführung des Projekts.

"Nach allem kommt es mir nicht wahrscheinlich vor", so Stadtentwicklungssenator Willfried Maier. Er will mit den Planungen für das Gelände in Jenfeld auch nicht länger warten. Eigentlich ist dort eine Mischbebauung aus Gewerbe und Wohnungen vorgesehen. "Die Stadt hat bei den Planungen für das Gelände nun vier Jahre lang stillgehalten, um dem Studio Hamburg die Chance zu geben, dort etwas zu entwickeln", so Maier. "Aber die Stadt kann nicht ewig stillhalten. Jetzt muss hier etwas geschehen."

Die Bombe platzte unmittelbar nach einer Gesellschaftersitzung des Projekts am Montagabend. Per Fax wurde das Bezirksamt Wandsbek darüber informiert, dass die Projektgemeinschaft "auf Basis der unterschiedlichen Bewertungen und Sichtweisen der Beteiligten" einstimmig beschlossen habe, sich aufzulösen. Damit scheint das Ende des prestigeträchtigen Projekts TV-World besiegelt. Auf 280 000 Quadratmetern wollte der Themenpark Besuchern Einblicke hinter die Kulissen des Fernsehalltags gewähren. 400 Millionen Mark sollte der Erlebnispark kosten. Doch er stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Zum einen kam die Arbeitsgruppe nicht voran, konkrete Ergebnisse ließen auf sich warten. So sagt Ina Klotzhuber, Sprecherin der Stadtentwicklungsbehörde: "Bis heute ist es der Arbeitsgemeinschaft nicht gelungen, uns konkrete Pläne vorzulegen."

Zum anderen wuchs auch der Widerstand in der Bevölkerung: In Wandsbek kam es zu einem Bürgerbegehren gegen das Projekt. Die Anwohner befürchteten einen Verkehrskollaps. Eigentlich wollte am Montagabend der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek über das Bürgerbegehren befinden. Doch nach der überraschenden Wendung vertagte man sich auf einen Termin nach der Wahl.

Die definitive Entscheidung über das Projekt steht noch aus: Die Mitglieder der Arbeitsgruppe müssen noch die Zustimmung ihrer Unternehmen einholen. So wird sich der Aufsichtsrat des Studios Hamburg am kommenden Freitag mit dem Themenpark befassen. Der AG-Sprecher Krog vom Projektmanager Drees und Sommer erklärte am Dienstag, dass es weiter gehe: Die ausgestiegenen Investoren hätten ohnehin wenig zur Projektentwicklung beigetragen. "Die übrig gebliebenen Unternehmen haben genügend eigene Projektentwicklungskompetenz, um TV-World weiterzuführen."

Und so ist man auch in der Bürgerinitiative trotz des vorläufigen Siegs weiter misstrauisch. Susanne Siems von der Wählervereinigung Regenbogen erklärte: "In dem Schreiben der Arbeitsgemeinschaft ist keineswegs die Rede davon, dass dieses stadtteilunverträgliche Projekt endgültig begraben wird." Und beim Hamburger Landesverband von Mehr Demokratie e.V. vermutet man, hier werde nur versucht, die Bürgerinitiative auszubremsen. Doch ein Insider ist sich sicher: "TV-World ist tot."


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Artikel Hamburger Abendblatt

TV-World geplatzt?





Das umstrittene 400 Millionen Mark teure Themenpark-Projekt TV-World auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Jenfeld wird es voraussichtlich nicht geben.
Bislang sprach vieles dafür, dass CDU und SPD ein Bürgerbegehren gegen den Erlebnispark ablehnen und damit einen kostspieligen Bürgerentscheid auf den Weg bringen würden. Doch Minuten vor der Abstimmung teilte die TV-World-Projektgemeinschaft mit, dass sie sich auflöse, das Projekt möglicherweise aber von anderen Partnern weitergeführt werde. Offenbar will die Hamburger Sparkasse die Gemeinschaft verlassen. Und auch bei Studio Hamburg wird am Freitag über den Ausstieg beraten.
Trotzdem müssen Wandsbeks Kommunalpolitiker schon am Mittwoch, 26. September, über einen Bürgerentscheid abstimmen. Der hat aber nur dann Sinn, wenn das Projekt später realisiert werden kann. (kab)



Jens Uwe Kupka

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