Neues aus Krefeld
Krefelder Zeitung
Zieht Cirque du Soleil ins IEC?
Von Dagmar Groß
Krefeld. Thyssen wartet auf die endgültige Zusage der Universal Studios und legt ein Gutachten zur Verkehrsanbindung und Zentren-Verträglichkeit des Erlebnisparks vor.
In Kürze wartet Thyssen Krupp Immobilien auf die endgültige Antwort der Universal Studios aus Los Angeles. Wenn die als Betreiber zusagen, steht einem Erlebnispark (International Entertainment Center, IEC) in Fichtenhain (die WZ berichtete) wohl nichts mehr im Wege.
Denn auch die Gutachten, die Thyssen jetzt den Krefelder Entscheidungsträgern vorgelegt hat, sehen keine unlösbaren Probleme für den rund 70 Hektar großen Park mit einem breitgefächerten Unterhaltungsangebot.
Und selbst Oberbürgermeister Dieter Pützhofen, der sich zunächst skeptisch zeigte, da der Einzelhandelsverband erbitterten Widerstand ankündigte, spricht von "einer anderen Dimension und Qualität", wenn sich der weltweit agierende Medienriese "Universal" hier in Krefeld engagieren will: "Das kann man dann nicht mehr behandeln wie irgendeine beliebige Anfrage.
Dieses Großinvestment sollte man unterstützen."
"Gutachten zur Zentrenverträglichkeit der Bausteine Einzelhandel, Gastronomie und Multiplex-Kino in der geplanten Entertainment-Zone" heißt das Gutachten der BBE-Unternehmensberatung Köln. Es kommt zu dem Schluss, "dass die besondere thematische Ausrichtung und die deutlich im Vordergrund stehende Orientierung auf den Faktor Entertainment in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie insgesamt eher komplementär als konkurrierend zu den bestehenden Strukturen in Krefeld wirken".
Dies gelte allerdings nur, wenn sich dieser Charakter nicht in Richtung konventioneller Einzelhandelsangebote verändert.
Ganz anders hingegen sehe die Konkurrenzsituation im Bereich Kino aus. Das Gutachten spricht von einer "beträchtlichen Konkurrenzwirkung zum Kino-Standort Innenstadt", was unter anderem dazu führen kann, dass "die Innenstadt besonders in den Abendstunden weniger belebt ist, was nicht zuletzt auch die innerstädtische Gastronomie betreffen würde".
Das Gutachten hebt aber auch die wirtschaftlichen Effekte und den Imagegewinn für Krefeld hervor. Zudem stelle die Zahl von rund vier Millionen Besuchern, die meisten davon von außerhalb, auch eine Chance für die Innenstadt dar, wenn man sie denn im IEC entsprechend umwirbt und eine gute Verbindung herstellt.
Geplant sind in dem Park an der A 44 neben dem von den Universal Studios betriebenen Themenpark (mit High-Tech-Animationen zu großen Filmhits wie Jurassic Park oder Star Trek) eine Waterworld, Hotels mit Wellness- und Konferenzbereich, themenbezogener Gastronomie, sowie Kino (zwölf Leinwände mit zum Teil völlig neuen Techniken, 2500 Sitzplätze) und Entertainment.
Letzteres umfasst Diskos ebenso wie Live-Musik und Varieté . Zurzeit wird geprüft, ob der weltberühmte Varieté -Zirkus "Cirque du Soleil" aus Kanada als feste Attraktion in das Konzept eingebunden werden kann.
Das von der IVV Aachen vorgelegte Verkehrskonzept sieht von der überregionalen Anbindung her keine großen Probleme für das IEC. In der unmittelbaren Umgebung des Geländes allerdings müssten Straßen und Kreuzungen ausgebaut werden.
Jens Uwe Kupka
Zieht Cirque du Soleil ins IEC?
Von Dagmar Groß
Krefeld. Thyssen wartet auf die endgültige Zusage der Universal Studios und legt ein Gutachten zur Verkehrsanbindung und Zentren-Verträglichkeit des Erlebnisparks vor.
In Kürze wartet Thyssen Krupp Immobilien auf die endgültige Antwort der Universal Studios aus Los Angeles. Wenn die als Betreiber zusagen, steht einem Erlebnispark (International Entertainment Center, IEC) in Fichtenhain (die WZ berichtete) wohl nichts mehr im Wege.
Denn auch die Gutachten, die Thyssen jetzt den Krefelder Entscheidungsträgern vorgelegt hat, sehen keine unlösbaren Probleme für den rund 70 Hektar großen Park mit einem breitgefächerten Unterhaltungsangebot.
Und selbst Oberbürgermeister Dieter Pützhofen, der sich zunächst skeptisch zeigte, da der Einzelhandelsverband erbitterten Widerstand ankündigte, spricht von "einer anderen Dimension und Qualität", wenn sich der weltweit agierende Medienriese "Universal" hier in Krefeld engagieren will: "Das kann man dann nicht mehr behandeln wie irgendeine beliebige Anfrage.
Dieses Großinvestment sollte man unterstützen."
"Gutachten zur Zentrenverträglichkeit der Bausteine Einzelhandel, Gastronomie und Multiplex-Kino in der geplanten Entertainment-Zone" heißt das Gutachten der BBE-Unternehmensberatung Köln. Es kommt zu dem Schluss, "dass die besondere thematische Ausrichtung und die deutlich im Vordergrund stehende Orientierung auf den Faktor Entertainment in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie insgesamt eher komplementär als konkurrierend zu den bestehenden Strukturen in Krefeld wirken".
Dies gelte allerdings nur, wenn sich dieser Charakter nicht in Richtung konventioneller Einzelhandelsangebote verändert.
Ganz anders hingegen sehe die Konkurrenzsituation im Bereich Kino aus. Das Gutachten spricht von einer "beträchtlichen Konkurrenzwirkung zum Kino-Standort Innenstadt", was unter anderem dazu führen kann, dass "die Innenstadt besonders in den Abendstunden weniger belebt ist, was nicht zuletzt auch die innerstädtische Gastronomie betreffen würde".
Das Gutachten hebt aber auch die wirtschaftlichen Effekte und den Imagegewinn für Krefeld hervor. Zudem stelle die Zahl von rund vier Millionen Besuchern, die meisten davon von außerhalb, auch eine Chance für die Innenstadt dar, wenn man sie denn im IEC entsprechend umwirbt und eine gute Verbindung herstellt.
Geplant sind in dem Park an der A 44 neben dem von den Universal Studios betriebenen Themenpark (mit High-Tech-Animationen zu großen Filmhits wie Jurassic Park oder Star Trek) eine Waterworld, Hotels mit Wellness- und Konferenzbereich, themenbezogener Gastronomie, sowie Kino (zwölf Leinwände mit zum Teil völlig neuen Techniken, 2500 Sitzplätze) und Entertainment.
Letzteres umfasst Diskos ebenso wie Live-Musik und Varieté . Zurzeit wird geprüft, ob der weltberühmte Varieté -Zirkus "Cirque du Soleil" aus Kanada als feste Attraktion in das Konzept eingebunden werden kann.
Das von der IVV Aachen vorgelegte Verkehrskonzept sieht von der überregionalen Anbindung her keine großen Probleme für das IEC. In der unmittelbaren Umgebung des Geländes allerdings müssten Straßen und Kreuzungen ausgebaut werden.
Jens Uwe Kupka

