Deep Blue - Artikel
Westdeutsche Zeitung
Deep Blue: "Noch einige Hausaufgaben zu machen"
Von Andrea Schmitz
Grevenbroich/Kreis Neuss. Glozbach und seine Berater bestätigten im Kreisausschuss: Eine Standortentscheidung ist noch nicht in Sicht, es wird weiter an der Konkretisierung des Projekts gearbeitet.
Viel Rätselraten gab es in den vergangenen Wochen um das Großprojekt "Deep Blue" - am Mittwoch standen der Erfinder der künstlichen Urlaubs-Oase, Jé rome Glozbach, und sein Team erstmals im Kreisausschuss Rede und Antwort. Und sie bestätigten, was die WZ berichtet hatte: Eine Standortentscheidung über das 1,5-Milliarden-Projekt ist noch nicht gefallen.
Ob die Mega-Wasser-Welt nach Dorsten oder nach Grevenbroich kommen soll, ist offen. "Es wäre unseriös, jetzt die Standortfrage zu beantworten. Wir arbeiten seit kurzem auch mit einer neuen Investorengruppe zusammen und werden nun zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen. Darin werden die Wirtschaftlichkeit und die Standorte geprüft", so Glozbach.
Dies betonte auch Bruno Fechner vom Büro Fechner und Herden, das sich seit drei Wochen mit der Finanzplanung und Investorensuche für "Deep Blue" befasst: "Wir müssen jetzt erstmal vernünftige Fakten schaffen. Dazu sind noch einige Hausaufgaben zu machen. Grevenbroich hat als Standort einige Vorteile, Dorsten wirbt auch mit Vorteilen. Das muss geprüft werden."
Schließlich solle das Großvorhaben auch in fünf Jahren noch finanziell laufen.
Um welche Dimensionen es geht, führte Jérome Glozbach den Kreispolitikern anhand von Computerbildern vor Augen: 260 000 Quadratmeter Grundfläche soll "Deep Blue" - eine Art künstliches Meer unter Glas - haben. "Da würde das Phantasialand reinpassen und sechsmal die Kölner-Arena", so der junge Diplomsportlehrer aus Köln.
Aus dem bis zu 40 Meter tiefen Wasser sollen sich Inseln erheben, die nach verschiedenen Urlaubsregionen dieser Welt (z.B. Südfrankreich und Ägypten) gestaltet sind. Kurzurlauber sollen hier "365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag optimale Wetterbedingungen" vorfinden und von konventionellen Sportarten bis zu Wellenreiten, Tauchen und Freeclimbing alle erdenklichen Freizeitaktivitäten unternehmen können.
4500 Hotelbetten, dazu Restaurants und Geschäfte sind vorgesehen ("Bei St. Tropez gehört es auch dazu, dass man Shoppen gehen kann"). "Realer Urlaubseffekt mit wenig Anreiseaufwand", das ist die Geschäftsidee.
Technisch sei das Ganze sowohl in Grevenbroich (Königshovener Höhe) als auch in Dorsten machbar, sagte Glozbach. Um die Investition von geschätzten 1500 Millionen Mark zu stemmen, brauche man jedoch mehrere Investorengruppen.
Und diese entschieden letztlich über den Standort. War bislang von türkischen Multimillionären als Erstinvestoren die Rede, denen Grevenbroich besonders zugesagt haben soll, sagte Bruno Fechner gestern, dass nun verstärkt in der deutschen Industrie nach Finanzpartnern gesucht werden solle.
Im Kreisausschuss wurden die Ausführungen interessiert, aber auch mit etwas Skepsis aufgenommen. Ein konkreter Antrag auf Realisierung werde zunächst an die Stadt Grevenbroich gehen, sagte Landrat Dieter Patt.
Deep Blue: "Noch einige Hausaufgaben zu machen"
Von Andrea Schmitz
Grevenbroich/Kreis Neuss. Glozbach und seine Berater bestätigten im Kreisausschuss: Eine Standortentscheidung ist noch nicht in Sicht, es wird weiter an der Konkretisierung des Projekts gearbeitet.
Viel Rätselraten gab es in den vergangenen Wochen um das Großprojekt "Deep Blue" - am Mittwoch standen der Erfinder der künstlichen Urlaubs-Oase, Jé rome Glozbach, und sein Team erstmals im Kreisausschuss Rede und Antwort. Und sie bestätigten, was die WZ berichtet hatte: Eine Standortentscheidung über das 1,5-Milliarden-Projekt ist noch nicht gefallen.
Ob die Mega-Wasser-Welt nach Dorsten oder nach Grevenbroich kommen soll, ist offen. "Es wäre unseriös, jetzt die Standortfrage zu beantworten. Wir arbeiten seit kurzem auch mit einer neuen Investorengruppe zusammen und werden nun zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen. Darin werden die Wirtschaftlichkeit und die Standorte geprüft", so Glozbach.
Dies betonte auch Bruno Fechner vom Büro Fechner und Herden, das sich seit drei Wochen mit der Finanzplanung und Investorensuche für "Deep Blue" befasst: "Wir müssen jetzt erstmal vernünftige Fakten schaffen. Dazu sind noch einige Hausaufgaben zu machen. Grevenbroich hat als Standort einige Vorteile, Dorsten wirbt auch mit Vorteilen. Das muss geprüft werden."
Schließlich solle das Großvorhaben auch in fünf Jahren noch finanziell laufen.
Um welche Dimensionen es geht, führte Jérome Glozbach den Kreispolitikern anhand von Computerbildern vor Augen: 260 000 Quadratmeter Grundfläche soll "Deep Blue" - eine Art künstliches Meer unter Glas - haben. "Da würde das Phantasialand reinpassen und sechsmal die Kölner-Arena", so der junge Diplomsportlehrer aus Köln.
Aus dem bis zu 40 Meter tiefen Wasser sollen sich Inseln erheben, die nach verschiedenen Urlaubsregionen dieser Welt (z.B. Südfrankreich und Ägypten) gestaltet sind. Kurzurlauber sollen hier "365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag optimale Wetterbedingungen" vorfinden und von konventionellen Sportarten bis zu Wellenreiten, Tauchen und Freeclimbing alle erdenklichen Freizeitaktivitäten unternehmen können.
4500 Hotelbetten, dazu Restaurants und Geschäfte sind vorgesehen ("Bei St. Tropez gehört es auch dazu, dass man Shoppen gehen kann"). "Realer Urlaubseffekt mit wenig Anreiseaufwand", das ist die Geschäftsidee.
Technisch sei das Ganze sowohl in Grevenbroich (Königshovener Höhe) als auch in Dorsten machbar, sagte Glozbach. Um die Investition von geschätzten 1500 Millionen Mark zu stemmen, brauche man jedoch mehrere Investorengruppen.
Und diese entschieden letztlich über den Standort. War bislang von türkischen Multimillionären als Erstinvestoren die Rede, denen Grevenbroich besonders zugesagt haben soll, sagte Bruno Fechner gestern, dass nun verstärkt in der deutschen Industrie nach Finanzpartnern gesucht werden solle.
Im Kreisausschuss wurden die Ausführungen interessiert, aber auch mit etwas Skepsis aufgenommen. Ein konkreter Antrag auf Realisierung werde zunächst an die Stadt Grevenbroich gehen, sagte Landrat Dieter Patt.

